
Online-Videotheken versprechen immer genau das Programm, das sich der Nutzer gerade wünscht. Doch welches Angebot ist am besten?
Foto: gpointstudio – Fotolia
News aus der digitalen Welt

Online-Videotheken versprechen immer genau das Programm, das sich der Nutzer gerade wünscht. Doch welches Angebot ist am besten?
Foto: gpointstudio – Fotolia

Prime-Mitglieder können ab sofort über 25 neue Streaming-Kanäle abonnieren. BILD erklärt was hinter dem Pay-TV-Angebot steckt.
Foto: Handout / dpa

Wenn Emojis Texte ersetzen, soll das meist lustig sein. Eine israelische Smiley-Nutzerin kosten die Zeichen jetzt 2000 Euro Geldstrafe.
Foto: Jens Kalaene / dpa, Emojipedia

Facebook, Instagram und der Messenger testen eine Funktion, über die in der jeweiligen App Infos zu allen dreien angezeigt werden.
Foto: AFP/Getty Images

Dem britischen „Guardian“ liegen die Richtlinien vor, nach denen die Moderatoren entscheiden müssen, was gelöscht werden muss.
Foto: JUSTIN SULLIVAN / AFP

Wie funktioniert die Internet-Währung Bitcoin? Warum ist sie so beliebt bei Kriminellen – und welche Gefahren drohen den Nutzern?
Foto: Jens Kalaene / dpa
Die Flugzeugträger-Gruppen der USA sind die Basis der weltweiten Macht Washingtons. Donald Trump zieht den Einsatz der Carrier gegen Nordkorea offen in Erwägung. Seitdem überbieten sich China und Russland mit Testläufen neuartiger Waffensysteme, die einen Flugzeugträger versenken könnten. Eine chinesischer Thinktank für Strategie hat bereits vor zwei Jahren auf das Offensichtliche hingewiesen: Auf die Möglichkeiten, einen Trägerverband mit U-Booten anzugreifen.
+++ Diese China-Drohne soll Trumps Flugzeugträger knacken +++
Die Chinesen beziehen sich auf ein spektakuläres Manöver der Nato aus dem Jahr 2015. Die offizielle Meldung der französischen Marine wurde damals schnell wieder entfernt, Kopien und Screenshots sind allerdings überall zu finden. Vor der Küste von Florida hat ein 30 Jahre altes französisches U-Boot eine US-Trägergruppe angegriffen. In der Meldung hieß es:
„In der zweiten Phase gehörte die SNA Le Saphir zu den ‚Feind-Kräften‘. Ihre Mission war es den Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt und die andere Schiffe des Verbandes aufzuspüren. Danach sollte die Saphir sich für einen Angriff auf die Task-Force bereithalten.“
Eigentlich ein Selbstmordkommando. Luftüberwachung und der Kordon an Sicherungsschiffen sollen einen undurchdringlichen Ring um den Träger legen. Das wird vom Pentagon jedenfalls gebetsmühlenartig behauptet. Zur Gruppe der Theodore Roosevelt gehörten Kreuzer der Ticonderoga-Klasse, Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse und ein Angriffs U-Boot der Los-Angeles-Klasse.
„Die politische Situation der Übung verschlechterte sich von Tag zu Tag, also schlüpfte die Le Saphir unerkannt durch den Gürtel der amerikanischen Fregatten. Ihr gelang es ebenfalls eine Entdeckung aus der Luft zu vermeiden. Am Morgen des letzten Tages der Übung erhielt die Saphir den Feuerbefehl. Darauf versenkte sie die Theodore Roosevelt und den größeren Teil der Begleitschiffe.“
Die genauen Details der Übung sind nicht bekannt. Es ist zu vermuten, dass die US-Schiffe schwere (Übungs-)Treffer erhielten – ob sie wirklich gesunken wären, bleibt fraglich.
Was bleibt, ist der Fakt, dass ein vergleichsweises billiges und altes U-Boot einen kompletten US-Verband ausschalten konnte, der Milliarden gekostet hat. Die Unzerstörbarkeit der US-Gruppen wird zum Mythos, zumal sich derartige Vorkommnisse bereits häufiger ereignet haben.
Schon 2004 hat ein geliehenes schwedisches U-Boot der Gotland-Baureihe in einer Übung den Abwehrschirm um den damals nagelneuen Träger USS Ronald Reagan durchbrochen und eine – simulierte – Spur der Verwüstung in der Task-Force hinterlassen. Der Erfolg der Gotland war noch erschreckender, weil es sich um ein Diesel-elektrisches Boot von nur 60 Metern Länge gehandelt hat.
+++ Mit dieser Rakete will Putin Flugzeugträger pulverisieren +++
In den westlichen Medien wurden beide Fehlschläge nicht weiter behandelt, in China hingegen wurde man hellhörig. In einem Interview zeigte sich der chinesische Experte Prof. Chi damals gut informiert über die Vorgänge, wie „The National Interest“ berichtete (China Wants to Know How to Sink U.S. Aircraft Carriers (France Might Have an Answer)). Auch wenn es sich um eine Übung gehandelt habe, zeige sich doch, dass U-Boote heute wie im schon im Zweiten Weltkrieg die Nemesis, die Heimsuchung, der Träger seien.
Der Experte nimmt an, dass die kleine Größe des angreifenden U-Boots ein entscheidender Vorteil gewesen sei, um durch die Überwachung des Kordons zu schlüpfen. Umgekehrt seien die riesigen Trägergruppen sehr einfach aufzuspüren.
Die Verteidiger seien zwar sehr gut in der Lage, das Wasser unter der Oberfläche zu überwachen, doch je tiefer der Angreifer tauche, umso schwerer werde es, ihn aufzuspüren. Vor allem, wenn die Besatzung des U-Bootes gut ausgebildet sei und Strömungsschichten sowie spezielle akustische Phänomene des tiefen Meeres als Tarnkappe nutzen könne.10-Probelauf der USS Gerald Ford 12.34
Zusätzlich kann ein Angreifer unter Wasser vom Wetter profitieren. Schwere See erschwert alle Operationen der Überwasserschiffe und vermindert ihre Fähigkeit und die Möglichkeiten ihrer Überwachungsflugzeuge den Gegner aufzuspüren. Ab einer gewissen Tiefe bemerkt das U-Boot von dem Sturm an der Oberfläche jedoch nichts.
Obwohl Nordkorea durchaus über eine beachtliche Flotte an U-Booten verfügt, dürften Kim Jong-un diese Erwägungen kaum etwas nützen. Den Besatzungen der Boote der Sinpo- und Sang-O-Klasse dürfte es schon an der nötigen Ausbildung fehlen. Weder Elektronik noch sonstige Eigenschaften der kleinen Küsten-Boote kommen an die schwedische Gotland-Klasse oder die Saphir heran. Die Boote Nordkoreas verharren auf dem technischen Niveau der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Die geringe Marschgeschwindigkeit im getauchten Zustand macht es ihnen unmöglich, eine US-Trägergruppe auf offener See zu stellen.
Für moderne chinesische U-Boote gelten diese Einschränkungen allerdings nicht. Peking kann auf die atomangetriebene Angriffs-U-Booten vom Typ 093 und auf diesel-elektrische Boote vom Typ 039A zurückgreifen – sie gehören zu den leisesten U-Booten der Welt.
Den kopierten Originaltext der französischen Marine (Le SNA Saphir en entraînement avec l’US Navy au large de la Floride) finden Sie hier.
Spätestens seit dem iPhone 7, das ohne die klassische Kopfhörerbuchse daher kommt, ist klar: Die Klinke hat ausgedient. Der Trend geht zu Bluetooth-Kopfhörern. Schon jetzt kommen drei von vier verkauften Modellen ohne Kabel aus.
Dabei gibt es immer noch viele Vorurteile: Die Klangqualität sei schlechter als bei Strippenkopfhörern, und der Akku ist sowieso immer zum unpassendsten Zeitpunkt leer. Die Stiftung Warentest hat 17 Bluetooth-Modelle zwischen 35 und 360 Euro getestet. Und dabei große Unterschiede entdeckt – aber auch einige Vorbehalte ausgeräumt.
So waren die Tester etwa von der Akkulaufzeit aktueller Modelle angetan. Die meisten schafften Spielzeiten um die 30 Stunden, hielten also länger durch als das gekoppelte Smartphone. Es gab nur zwei Ausreißer: Dem günstigen Newcomer Skullcandy Grind Wireless geht schon nach 15 Stunden die Puste aus. Der mittlerweile zu Apple gehörende Beats Solo 3 hält dagegen sogar 47 Stunden durch – das ist Rekord!
Nie wieder Kabelsalat mit Kopf… „Life Hacks“ (2115083)Große Unterschiede gibt es auch beim Klang. Sieger in dieser Kategorie (Teilnote: 1,6) ist der Sennheiser Urbanite XL Wireless. Der 245-Euro-Kopfhörer aus Deutschland ist mit einer Gesamtnote von 1,9 („Gut“) sogar Testsieger. Der Klang ist ausgewogen, es gibt lediglich ein leichtes Rauschen. Im Kabelbetrieb (also mit eingesteckter Strippe) ist ein sehr hoher Schalldruckpegel möglich, er kann also sehr laut werden.
Der Skullcandy Grind Wireless kostet im Schnitt gerade einmal 84 Euro, online bekommt man ihn bereits für knapp 70 Euro. Trotzdem liefert er einen guten, ausgewogenen Klang. Nur bei der Sprache vernimmt man ein leises Rauschen. Der Beats Solo 3 erreicht beim Klang nur die Teilnote 2,7: Die Stiftung Warentest kritisiert den insgesamt befriedigenden Ton als „etwas dumpf mit übertriebenem Bass, der Details schnell übertönt“. Klassik-Liebhaber sollten hier lieber nicht zugreifen, wer dagegen auf Club-Sound steht, dürfte gegen den präsenten Bass nichts einzuwenden haben.Kopfhörer 21.17
Der günstigste Kopfhörer im Test ist der Isy IBH 2100. Das ohraufliegende Modell hinterlässt bei den Testern einen mäßigen Eindruck: In den wichtigen Kategorien Klang („hohl und dumpf“), Tragekomfort („Ohrpolster drücken“) und Bluetooth („Ton hinkt am Fernseher Bild hinterher) schnitt er überall nur mittelmäßig ab.
Den schlechtesten Kopfhörer lieferte Panasonic mit dem RP-BTD10E-K. Der Kopfhörer kostet 82 Euro und fiel vor allem beim Klang durch. „Der Kopfhörer klingt deutlich dumpf und hohl und insgesamt eher monoton“, lautet die technische Analyse. Das vernichtende Fazit: „Es ergibt sich der Eindruck, als käme der Sound aus einem Rohr“.
Trotz aller Fortschritte bei Bedienung und Akkulaufzeit – einen Makel entdeckten die Tester immer wieder. Knapp die Hälfte der Kopfhörer lieferte keinen synchronen Ton beim Fernsehen. Hier leisteten sich Bose, JVC und Isy Patzer, und auch Beats, AKG, Plantronics und die Edelmarke Bowers & Wilkins schnitten hier nicht bestmöglich ab.
Den vollständigen Test aller Modelle finden Sie unter test.de/bluetoothkopfhoerer.Stiftung Warentest Preis Leistung_ 10.16
Zur Einstimmung drei Zahlen: 1000, 7500, 1,86 Milliarden. Auf 1000 Seiten regelt ein internes Facebook-Schulungsbuch, wie demnächst 7500 „Content-Moderatoren“ mit den Inhalten umgehen sollen, die 1,86 Milliarden Nutzer ständig posten. Schon allein die zahlenmäßigen Verhältnisse sind der reine Wahnsinn: Auf einen Content-Moderator kommen theoretisch 248.000 Facebook-User, auf die jetzt gegebenenfalls das 1000-seitige Regelwerk anzuwenden ist.
Facebook Kontrolleure 19.00Zugegeben, das ist sehr theoretisch. Aber es wirft ein Licht darauf, wie hilflos der Versuch ist, den Geist, den Facebook selbst aus der Flasche gelassen hat, wieder reinzukriegen. Aber endgültig absurd wird es, wenn man sich die teilweise bizarren Regeln anschaut, wie Facebook gedenkt, mit Sex, Gewalt, Hass und Hetze, Tierquälerei und Selbstmorden zu verfahren.
So ist Nacktheit erlaubt, wenn sie „handgefertigter Kunst“ entstammt, nicht aber, wenn sie digital erschaffen wurde. Gewaltdarstellungen sind teilweise erlaubt, wenn sie ein „Problembewusstsein“ schaffen, zum Beispiel für psychische Krankheiten. Bilder von „nichtsexuellem Kindesmissbrauch“, berichtet der britische „Guardian“, dem die Dokumente zuerst zugespielt worden waren, seien „in einigen Situationen“ erlaubt, „um dem Kind gegebenfalls helfen zu können“. Nicht erlaubt sind sie jedoch, wenn sie „von Sadismus und Freude“ begleitet sind.
kurzbio ammannAls „geschützte Personen“ gelten zum Beispiel Staatschefs und ihre Stellvertreter, weltweit „geschützte Gruppen“ sind Obdachlose, Flüchtlinge und Zionisten. Dann gibt es noch Gruppen, die nur in einzelnen Ländern als geschützt gelten – zum Beispiel Drogendealer, Drogennutzer und Drogenabhängige auf den Philippinen, weil Präsident Duterte – gegen den man wiederum laut Facebook-Regeln nicht zur Gewalt aufrufen darf – sie gnadenlos verfolgen lässt. Die Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen, und man sieht schon: Content-Moderator ist zurzeit einer der schwierigsten Jobs der Welt.
Denn die Entscheidungskette als „komplex“ zu bezeichnen, wäre die Untertreibung des Jahres. Wer übrigens selbst testen will, ob er oder sie sich für den Horrorjob eignet, kann das mit einem Quiz des „Guardian“ tun.
Die Diskussion um den Müll auf Facebook, der permanent weggekehrt werden muss, will und will nicht enden, und die neue Enthüllung des internen Regelbuchs zeigt vor allem zweierlei: a) Es gibt ganz offenbar viel mehr Dreck bei Facebook, als man es sich vorstellen kann. Ob das Tierquälerei ist, Sadismus jeder Art, Kindesmissbrauch bis hin zum live geposteten Mord, wie im Fall des im April ermordeten Robert Godwin. Das alles auf den künftig 7500 Moderatoren abzuladen, ist zumindest unverantwortlich. Auch automatisierte Verfahren funktionieren bestenfalls punktuell. b) Der Konzern verdient Milliarden mit der mehr oder weniger ungezügelten Selbstdarstellung seiner Benutzer, das ist sein Geschäftsmodell, und der Missbrauch ist schon in dieser Konstruktion angelegt.
18: Facebook soll 110 Mio Euro Strafe an EUKommission zahlen – 37433827a3ff719eIm Facebook-Sprech des internen Regelbuchs für die Moderatoren liest sich das so: „Facebook ist eine globale Community, die Millionen von Menschen verbindet. Jeder dieser Menschen steht für seine eigene Meinung, Ideale und kulturelle Werte. (…) Wir glauben, dass dieser Online-Dialog den Austausch von Ideen und Meinungen widerspiegelt, der im Leben der Menschen auch offline stattfindet, in Unterhaltungen zuhause, bei der Arbeit, in Cafés und in Klassenzimmern.“ Der Versuch, in dieser Teletubbie-Welt mit Menschen, die sich alle lieb haben, eine moralische Grundhaltung zu entwickeln, muss schon im Ansatz scheitern.
Die Wirklichkeit sieht anders aus: Während das Foto von Phan Thị Kim Phúc, dem sogenannten Napalm-Mädchen aus dem Vietnamkrieg, wegen Nacktheit gesperrt wurde, sollen Videos, die gewaltsame Tode von Menschen zeigen, nicht gelöscht werden, weil sie auch das Bewusstsein für psychische Erkrankungen stärken können. Darauf muss man erstmal kommen. Die „Frankfurter Allgemeine“ sieht denn auch einen „Konzern im Eiertanz“.
26-Thailänder stellt Videos von Mord an Tochter auf Facebook-5411754569001Das sich auch der Justizminister des Themas angenommen hat, macht die Sache nicht unbedingt besser. Das neueste Produkt aus dem Hause des Politikerdarstellers Heiko Maas trägt den monströsen Namen „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ und soll die sozialen Netzwerke mit Geldstrafen belegen, wenn ihnen „systemisches Versagen“ nachgewiesen werden kann. Was immer das heißt. Diese Strafen drohten aber nur, so Maas, „wenn überhaupt kein effektives Beschwerde- und Löschungsverfahren besteht“. Ja, was denn nun?
Mir erscheint das alles wie Augenwischerei. Wer den Konzernen die Verantwortung überträgt, lieber Herr Minister, muss in Kauf nehmen, dass sie sich heillos im Dickicht ihrer eigenen abstrusen Regeln verlieren.
Der frühere EU-Kommissar für Jugend, Bildung und Kultur, Jan Figel, inzwischen für Religionsfreiheit in der EU zuständig, bringt es auf den Punkt. Er fürchtet einen „beispiellosen Eingriff in die Meinungsfreiheit“. Die vom Gesetz vorgesehene Löschung von Inhalten durch die Konzerne fände „auf Grundlage von unklaren Kriterien und ohne richterlichen Beschluss“ statt, kritisierte Figel.
Die Grenzen der Meinungsfreiheit sind im Zivil- und Strafrecht definiert. Darüber urteilen immer noch die rund 20.000 Richter in Deutschland – dreimal soviel wie die Content-Moderatoren von Facebook.
Es ist Ende Mai, und damit höchste Zeit für die Steuererklärung. Und dieses alljährliche, stoische Ausfüllen von Formularen und Tabellen zeigt uns in aller Deutlichkeit: Tablets konnten den PC nie ablösen. Flachmänner wie Apples iPad mögen perfekte Begleiter für eine lange Zugfahrt oder gar einen Interkontinentalflug sein. Doch wer einmal mit mehreren Dokumenten parallel arbeiten oder große Mengen von Bildern verwalten musste, wird immer noch zum Laptop greifen.
Das liegt auch daran, dass sich die beiden Produktkategorien in den letzten Jahren immer weiter angenähert haben. Tablets bekamen immer mehr Rechenpower, Notebooks wurden immer schlanker und mobiler. Und mit Windows 10 gibt es mittlerweile auch ein Betriebssystem, das sich sowohl mit den Fingern als auch mit Maus und Tastatur zuverlässig bedienen lässt.
Huawei hat in Berlin zwei neue Geräte für den deutschen Markt vorgestellt, die dieses Bedürfnis bedienen sollen. Der stern konnte sie bereits vorab ausprobieren.MatebOokFS
Das Highlight ist das Matebook X. Dabei handelt es sich um ein ultrakompaktes 13-Zoll-Notebook, das kleiner ist als ein A4-Blatt und auf den ersten Blick frappierend an Apples Macbook aus dem Jahr 2015 erinnert. Das Matebook X ist extrem dünn, an der dicksten Stelle misst es laut Huawei 12,5 Millimeter. Mit 1,05 Kilogramm ist es ebenso ein Fliegengewicht wie das Macbook (950 Gramm). Auch der Rand um den Bildschirm ist schmal, das Verhältnis vom Bildschirm zur Gesamtfläche liegt bei 88 Prozent – ein sehr guter Wert. Die Auflösung des 13-Zoll-Displays liegt bei 2160 x 1440 Pixel (2K).Huawei_Matebook3
Das schmale Design fordert bei den Anschlüssen seinen Tribut: Links und rechts befindet sich jeweils ein USB-C-Anschluss, mit dem das Matebook X auch geladen wird. Eine Kopfhörerklinke ist ebenfalls verbaut. Immerhin ist im Lieferumfang ein Dock-Adapter enthalten, mit dem ein USB-A-, ein weiterer USB-C-, ein HDMI- und ein VGA-Eingang nachgerüstet werden. Apple verlangt für so einen Adapter rund 80 Euro.
In puncto Rechenpower hat Huawei ebenfalls die Nase vorn: Apple verbaut in seinen Macbooks Intels Core-M-Prozessoren. Die sind zwar stromsparend, aber auch ziemlich schwachbrüstig unterwegs. Videoschnittprogramme und Bildbearbeitung werden da schnell zur Geduldsprobe. Im Matebook X steckt dagegen ein Prozessor der U-Baureihe. Ein Lüfter ist nicht eingebaut, störende Geräusche gibt es also nicht. Ob der Prozessor unter Volllast zu warm wird, muss er in einem längerem Test unter Beweis stellen.
Die Akkulaufzeit wird mit zehn Stunden angegeben – wie realistisch diese ist, muss ein Test zeigen. Gerade bei der Akkulaufzeit schönen die Hersteller häufig ihre Zahlen. Die Kapazität des Akkus liegt bei 5449 Milliamperestunden, Apples 12-Zoll-Macbook hat 5263 mAh.Huawei_Matebook15
Das Matebook X hat auch ein paar andere Tricks auf Lager: Im An/Aus-Schalter ist etwa ein Fingerabdruckscanner verbaut. Den sucht man bei Apples Mini-Notebook noch vergebens. Für die Lautsprecher hat sich Huawei Schützenhilfe von Dolby geholt. Das Matebook X ist das erste Notebook mit Dolby-Atmos-Unterstützung. Bei dieser Technik wird der Sound nicht nur in der Breite, sondern auch in der Höhe abgebildet. Auch hier gilt: Wie sinnvoll das ist, wird sich zeigen.
In einem ersten Hörtest mit dem Actionspektakel „Mad Max“ gefielen uns vor allem die Mitten, die Bässe waren dagegen kaum präsent. Alles andere wäre angesichts der kompakten Maße auch verwunderlich, immerhin brauchen die Tieftöne ein entsprechendes Volumen und ordentliche Membranen. Nicht umsonst ist der Subwoofer bei Hifi-Anlagen häufig entsprechend voluminös. Dennoch: Für den kleinen Lautsprecher hatte der Sound eine wahrnehmbare Räumlichkeit.Huawei_Matebook20
Die eingebaute Frontkamera filmt beziehungsweise knipst mit 1 Megapixel. Das ist nicht üppig, reicht aber zum Skypen. Und selbst mit 1 Megapixel macht sie schärfere Aufnahmen als Apples Macbook (Auflösung 480p).
Das Matebook X gibt es in drei Farben (Gold, Rosegold und Space-Grey). Hierzulande wird allerdings nur die dunkelgraue Variante angeboten. Das Release ist im Juni, der Preis beginnt bei 1400 Euro.
Fazit: Das Matebook X ist ein schick designtes, extrem kompaktes Notebook. Vor allem für Vielreisende, die auf Windows als Betriebssystem angewiesen sind, ist das Gerät eine echte Alternative zu Apples Macbook. Wie leistungsfähig der Huawei-Rechner am Ende wirklich ist und wie sich der schnellere Prozessor auf die Akkulaufzeit auswirkt, muss ein Test zeigen. Die Dolby-Atmos-Unterstützung ist eine nette Spielerei, die man im Alltag aber kaum nutzen wird – die meisten Menschen werden Filme unterwegs wohl mit Kopfhörern schauen, zuhause dürfte eher der Fernseher angemacht werden. Der Preis ist mit 1400 Euro unserer Meinung nach etwas zu hoch angesetzt, er wird vermutlich nach ein, zwei Monaten auf 1200 Euro fallen.Huawei_Matebook8
Das zweite neue Produkt für den deutschen Markt ist das Matebook E. Dabei handelt es sich um ein klassisches 2-in-1Modell – also um ein Tablet, das mit der dazugehörigen Hülle um eine Tastatur ergänzt werden kann. Im Gegensatz zum letztjährigen Modell wurden zwei Dinge verändert: Der Klappständer auf der Rückseite lässt sich nun stufenlos verstellen, was der Stabilität zugutekommt. Nun kann man mit dem Tablet-Rechner auch auf dem Schoß zumindest kürzere Texte bequem schreiben.
Der 12-Zoll-Bildschirm löst wie beim Matebook X in 2K auf. Ein Fingerabdruckscanner steckt im Power-Button. Im Gegensatz zum Notebook ist hier ein berührungsempfindliches Touchpanel verbaut, damit eignet sich das „2in1“ auch für Daddelgames wie „Candy Crush“.
Das Tablet läuft ebenfalls mit Windows 10, angetrieben wird es von einem Intel-i5-Chip der siebten Generation. Es gibt aber auch eine Variante mit Core-M-Prozessor. Die Akkulaufzeit liegt bei neun Stunden.