„Everest VR“ heißt die Virtual-Reality-Simulation mit der jetzt jeder den Mount Everest besteigen kann. Nicht nur spektakuläre Aussichten werden greifbar, sondern auch das Bergsteigen.
Autor: Daniel
Chinesischer Supercomputer: China auf Rekordjagd: Bau des neuen schnellsten Computers der Welt hat begonnen
Er ist fast 200 Millionen Mal schneller als ein gewöhnlicher Büro-PC und fast hunderttausend Mal leistungsfähiger als die modernsten High-End Grafikkarten für Bildbearbeitung oder Gaming. Der schnellste Computer der Welt „Tianhe-3“ kommt aus China und sein Bau hat gerade begonnen. Der Prototyp soll laut der Tageszeitung „China Daily“ bis Anfang 2018 fertig sein.
Die zwei schnellsten Rechner der Welt stehen bereits in China. Ihr Nachfolger soll aber alle Rekorde brechen: Der erste Exaflop-Rechner der Welt soll eine Trillionen Rechenoperationen in der Sekunde ausführen können und wäre damit mindestens zehn Mal schneller als der bisherige Rekordhalter „Sunway TaihuLight“ mit 93 Billiarden Rechenoperationen.
Revolution der Computertechnik
Alle bisherigen Supercomputer haben höchstens im Petaflops-Bereich gearbeitet, sprich mehrere Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde erledigt. FLOPS steht für „Floating Point Operations Per Second” (deutsch: Gleitkommaoperationen pro Sekunde) und gibt die Anzahl an Additionen oder Multiplikationen, die ein Computer oder Prozessor pro Sekunde ausführen kann, an.
Laut Planung soll „Tianhe-3“ bis 2020 voll einsatzfähig sein – früher als ähnliche Exaflop-Rechner, an denen Wissenschaftler in den USA arbeiten. „Tianhe-3“ werde Chinas Spitzenplatz als Weltführer bei Supercomputern zementieren, sagte Meng Xiangfei, Direktor von Chinas Nationalem Zentrum für Supercomputer.
Die Rechenkraft des neuen Computers könne dabei helfen, Erdbeben und Epidemie-Ausbrüche detaillierter und schneller als bisher zu simulieren. Auch will China den „Tianhe-3“ nutzen, um die Smogverteilung auf nationaler Ebene zu analysieren.
Supercomputer für gigantisches Radioteleskop
Ein weiteres aktuelles Supercomputer-Projekt ist der Aurora aus dem Hause Intel. Zur Zeit der Fertigstellung soll er 180 Petaflops schaffen, später über 450 Petaflops. Es gibt aber auch einen Supercomputer-Kandidaten, der sogar das aktuelle Projekt Chinas in den Schatten stellen könnte.
Square Kilometre ArrayDieser wird für das „Square Kilometre Array“ benötigt werden. Das SKA ist ein zurzeit in der Entwicklung befindliches gigantisches Radioteleskop, das auf einer Gesamtfläche von rund einem Quadratkilometer stehen wird. Der Bau hat ein Budget von 1,5 Milliarden Euro und soll 2023 beendet sein.
Das SKA wird in der Lage sein, das Weltall tausendfach schneller abzusuchen als bisher, sowie extrem hochauflösende Weltraumbilder zu liefern. Um dieses Projekt möglich zu machen, wird ein Supercomputer mit mindestens mehreren Exaflops Leistung benötigt werden.
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Umstrittener Internetunternehmer: Kim Dotcom darf in die USA ausgeliefert werden
Das oberste Gericht in Neuseeland hat die Auslieferung von Kim Dotcom an die USA genehmigt. Richter Murray Gilbert bestätigte am Montag die Entscheidung einer unteren Instanz, die der Auslieferung des umstrittenen deutschen Internetunternehmers und dreier Mitangeklagter bereits zugestimmt hatte.
„Es ist ein politisches Urteil“
Dotcoms Anwälte kündigten umgehend an, vor den Berufungsgerichtshof zu ziehen. „Wir sind weit davon entfernt, geschlagen zu sein“, erklärte Verteidiger Ron Mansfield. Die Entscheidung bezeichnete er als „äußerst enttäuschend“.
Auch Dotcom selbst äußerte sich: „Es ist ein politischer Fall. Es ist ein politisches Urteil“, schrieb der gebürtige Kieler auf Twitter. „Das neuseeländische Copyright-Gesetz (92b) macht deutlich, das ein ISP nicht für Aktionen ihrer User strafrechtlich haftbar gemacht werden kann. Es sei denn du bist Kim Dotcom?“ ISP steht für Internetdienstleister.
Kim Dotcom sieht sich als Opfer der Filmindustrie
Die US-Behörden werfen Dotcom massive Urheberrechtsverletzung, Betrug und Geldwäsche vor, ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. Der 43-Jährige weist die Anschuldigungen zurück und wirft den US-Behörden seinerseits vor, im Namen der einflussreichen Hollywood-Filmindustrie einen Rachefeldzug gegen ihn zu führen.
Kim Dotcom 7:26Dotcom hatte im Jahr 2005 die Onlineplattform Megaupload gegründet, auf der Internetnutzer Dateien kostenlos hoch- und herunterladen konnten. Das US-Justizministerium beschuldigt ihn und die drei weiteren Betreiber Mathias Ortman, Bram van der Kolk und Finn Batato, die Seite ausdrücklich als Tauschbörse für urheberrechtlich geschützte Inhalte wie Filme, Fernsehprogramme und andere Dateien eingerichtet zu haben.
Nach Berechnungen des Ministeriums soll Megaupload mit Urheberrechtsverletzungen einen Gewinn von 175 Millionen Dollar (165 Millionen Euro) gemacht haben, der Schaden soll sich auf mindestens 500 Millionen Dollar belaufen. Das FBI stuft Dotcoms Aktivitäten als größten Fall von Urheberrechtsverletzung in der US-Geschichte ein.Kim Dotcom darf in USA ausgeliefert werden
2002 in München wegen Insiderhandels verurteilt
Dotcom wurde 1974 als Kim Schmitz in Kiel geboren, seine Karriere begann er als Computer-Hacker. In den 90er-Jahren war er eine schillernde Figur der New Economy. Nach dem Platzen der Internetblase wurde er 2002 vom Amtsgericht München wegen Insiderhandels mit Aktien zu einer Bewährungsstrafe verurteilt – er selbst sah sich schon damals als Opfer einer „Hexenjagd“.
2005, als er Megaupload startete, änderte er seinen Namen in Dotcom. Im Januar 2012 wurde Megaupload von den US-Behörden abgeschaltet, neuseeländische Polizisten durchsuchten auf US-Antrag Dotcoms Anwesen in Auckland, beschlagnahmten Kunstwerke und mehrere Luxus-Autos und nahmen Dotcom fest. Seitdem wehrt er sich bereits gegen seine Auslieferung. Er besitzt in Neuseeland eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung.
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"Weniger sprechen, mehr zuhören": Papst fordert Jugendliche auf: Kein Handy beim Familienessen
Papst Franziskus hat junge Menschen ermahnt, ihre Smartphones beim Familienessen aus der Hand zu legen. „Wenn wir am Tisch sitzen und dann mit anderen telefonieren, ist das der Beginn des Krieges, denn es gibt keinen Dialog“, sagte der Papst am Freitag in einer Rede vor Studenten an der Universität Roma Tre.
Der 80-Jährige kritisierte junge Menschen auch dafür, dass ihnen zu Hause anstatt eines „Guten Morgen“ nur ein „anonymes ‚ciao ciao'“ über die Lippen komme. Offenbar sei es inzwischen auch normal, Fremde auf der Straße zu „beschimpfen“.
Papst von Studenten begeistert empfangen
„Wir müssen ein bisschen leiser werden, weniger sprechen und mehr zuhören“, sagte der Papst. Der Dialog bringe „die Herzen enger zusammen“ und sei „Medizin gegen die Gewalt“. Politiker, die einander ins Wort fallen, kritisierte der Papst als schlechte Vorbilder. „Wenn ich nicht dazu fähig bin, mich anderen zu öffnen , sie zu respektieren und mit ihnen in einen Dialog zu treten, beginnt der Krieg.“
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Der Papst wurde von den Studenten begeistert empfangen. Ganz anders war es vor neun Jahren seinem Vorgänger Benedikt XVI. ergangen, der an einer anderen Universität in Rom eine Rede halten wollte. Mehrere Dozenten und anti-klerikale Studenten hatten damals gegen den Auftritt des Papstes protestiert, der deutsche Pontifex sagte den Termin daraufhin ab.
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Spionage im Kinderzimmer: Eltern sollen Kinderpuppe "Cayla" zerstören
Die Bundesnetzagentur hat in einem ungewöhnlichen Schritt eine sprechende Puppe wegen Überwachungsgefahr aus dem Handel genommen und will in Zukunft noch mehr Spielzeug auf den Prüfstand stellen. Die Behörde gehe „gegen unerlaubte funkfähige Sendeanlagen in Kinderspielzeug vor“, hieß es am Freitag. Betroffen ist erstmal die vernetzte Puppe „My Friend Cayla“, deren Sicherheit schon vor Monaten von Verbraucherschützern kritisiert worden war. Das Thema spielt aktuell auch in den sozialen Medien eine große Rolle. Viele User wie Rene Borchert verbreiten die Meldung über Twitter und sorgen so für Aufklärung.
„Gegenstände, die sendefähige Kameras oder Mikrofone verstecken und so Daten unbemerkt weiterleiten können, gefährden die Privatsphäre der Menschen. Das gilt auch und gerade für Kinderspielzeug“, erklärte der Präsident der Bundessnetzagentur Jochen Homann. Grundsätzlich sei jegliches Spielzeug, das funkfähig und zur heimlichen Bild- oder Tonaufnahme geeignet sei, in Deutschland verboten, betonte die Behörde. „Die Bundesnetzagentur wird noch mehr interaktives Spielzeug auf den Prüfstand stellen und wenn nötig dagegen vorgehen.“
Kinderpuppe macht Bild- und Tonaufnahmen
Ein Vorgehen gegen die Eltern sei im Zusammenhang mit dem Betrieb von „Cayla“ aktuell nicht vorgesehen, erklärte die Behörde, die den Telekommunikationsmarkt überwacht. „Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass Eltern eigenverantwortlich die Puppe unschädlich machen. Die Einleitung von Verwaltungsverfahren gegen die Eltern ist derzeit nicht geplant.“
Europäische Verbraucherschützer hatten bereits im November nach einer ausführlichen Untersuchung unter anderem davor gewarnt, dass sich wegen Sicherheitslücken Fremde mit etwas technischem Wissen über die Puppe mit den Kindern unterhalten könnten. Der amerikanische „Cayla“-Entwickler Genesis, der die 2015 erschienene Puppe nach eigenen Angaben bereits bis Anfang vergangenen Jahres eine Million Mal verkauft hatte, war am Freitag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.