
Im Weißen Haus sind die Tage für Barack Obama gezählt. Jetzt bietet ihm der Streaming-Dienst Spotify einen verlockenden Job an.
Foto: Manuel Balce Ceneta / AP Photo / dpa
News aus der digitalen Welt

Im Weißen Haus sind die Tage für Barack Obama gezählt. Jetzt bietet ihm der Streaming-Dienst Spotify einen verlockenden Job an.
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Pornhub hat seine Jahresstatistiken 2016 veröffentlicht. Darin enthüllen die Macher die immense Nachfrage nach Pornografie im Netz.
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HSV-Manager Timo Kraus (44) wird seit Samstag vermisst. Letzte Spur: Die Ortungsdaten seines Smartphones. BILD erklärt die Technik.
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Gestern vor zehn Jahren enthüllte Apple-Chef Steve Jobs das iPhone und veränderte die Geschichte des Computers. Tony Fadell hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zweieinhalb Jahre in Apples erstes Smartphone investiert – und dabei fast seinen Job verloren. In einem Interview mit der „BBC“ hatte der ehemalige Chef der iPod-Sparte spannende Details aus der geheimen Entwicklung des iPhone parat.
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Fadell, der als „einer der Väter des iPods“ bezeichnet wird, arbeitete von 2001 bis 2008 bei Apple und leitete bis zu seinem Ausscheiden zwei Jahre lang die iPod-Sparte. Und so kam es, dass auch Steve Jobs Idee, aus dem MP3-Player ein Telefon zu bauen, unter seine Verantwortung fiel. Natürlich fand alles unter höchster Geheimhaltung statt. „Steve hatte mir explizit gesagt, er würde jeden feuern, der der Welt verriet, an was wir arbeiten“, erzählte Fadell. Zehn Jahre iPhone 6.16
Und ausgerechnet er selbst hätte es beinahe vermasselt. Als er mit einem Prototyp des iPhone in der Tasche einen Flug antrat, fiel ihm erst nach Verlassen des Flugzeuges auf, dass die Taschen leer waren. „Ich ging im Kopf jedes Szenario durch, was nun passieren konnte.“ Und keines hatte ein gutes Ende. Zum Schluss tauchte das Gerät doch wieder auf – obwohl keiner der Suchenden wissen durfte, worum es eigentlich ging. Der wertvolle Prototyp war schlicht in die Sitzspalte gerutscht. Und Fadell konnte seinen Job behalten.
Bis zu dem Prototyp war es aber ein weiter Weg. Aus dem extrem erfolgreichen iPod war zunächst ein Video- und irgendwann auch ein Spielgerät geworden. „Wir dachten uns: Moment mal, es gibt bald mobile Datennetze. Wir sollten es vielleicht als allgemein benutzbares Gerät betrachten.“ Statt wie Microsoft einen Computer schrumpfen zu wollen, versuchte man, vom iPod her zu denken.Apple Jahresausblick 6.21h
Ein Hit wären sicher nicht alle Varianten des Gerätes geworden: Ein früher Prototyp hatte zwar einen Touchscreen, darauf drehte man aber eine virtuelle Version des bekannten Click Wheel, mit dem der iPod gesteuert wurde. „Eine Variante erinnerte an ein Wählscheibentelefon. Wir verwarfen die Idee wieder, weil es viel zu kompliziert zu bedienen war.“
Der Touchscreen war trotzdem das Geheimnis des Erfolges. Ursprünglich wollte Apple welche für den Mac entwickeln. „Er war so groß wie ein Tischtennis-Tisch. Steve zeigte ihn mir und sagte ‚Ich möchte, dass du das in einen iPod packst'“, erinnert sich Fadell. Trotz Einwänden, dass die Umsetzung zeitintensiv und teuer werden würde, bestand Jobs darauf, weiterzumachen. Eine Entscheidung, die die Technik-Welt verändern sollte.
Weil Apple bei seinem ersten Telefon keine eigene Expertise vorweisen konnte, reiste Fadell um die Welt, um Ratschlag von Experten einzuholen. Ein Plan, der nicht nur Vorteile brachte. Der Besuch eines Herstellers im schwedischen Malmö hatte etwa ein unschönes Ende. „Sie wussten, wir bauen ein Telefon. Wir fragten, wo man etwas essen könnte und bekamen ein Lokal empfohlen. Weil wir müde waren, dauerte das Essen dort nur 20 oder 30 Minuten. Als wir wiederkamen, war absolut alles aus dem Auto verschwunden. Wir sind hundertprozentig sicher, dass es Industriespionage war.“ Wichtige Geheimnisse konnte der Konkurrent aber wohl nicht erbeuten.
Wichtige Streits gab es aber auch innerhalb des Teams. Ein Teil bestand auf einer physischen Tastatur wie bei den damals wichtigsten Smartphones aus dem Hause Blackberry. „Der Streit hielt gute vier Monate an, eine unschöne Situation.“ Jobs war vom Touchscreen überzeugt – und zog einen klaren Schlussstrich. „Bis ihr nicht unserer Meinung seid, braucht ihr nicht mehr in diesen Raum zu kommen“, sagte er nach Fadell zu den Tastatur-Anhängern. „Wenn ihr nicht Teil des Teams sein wollt, dann seid nicht Teil des Teams.“ Einer musste danach noch mal den Raum verlassen, dann war das Thema beerdigt.
Auch bei der Frage der Stiftbedienung hatte Jobs eine klare Vorstellung: Alles sollte mit dem Finger getan werden. Trotz der Multitouch-Bedienung mit mehreren Fingern sorgte Fadell hinter Jobs Rücken dafür, dass Stifte nutzbar blieben. „Wir wussten, es war das Richtige“, erklärt er. „Irgendwann würde der Punkt kommen, an dem man einen Stylus braucht.“ Dabei riskierte er durchaus seinen Job. „Wir taten das ohne sein Wissen, im Hintergrund. Er hätte mir den Kopf abgerissen, wenn er davon erfahren hätte.“
Fadell wusste: Jobs hätte im Nachhinein nichts gegen die Entscheidung – solange ihm der Erfolg recht geben sollte. „Es war dasselbe, als wir den iPod mit dem PC kompatibel machten.“ Apples MP3-Player lief am Anfang nur mit Macs, Jobs wollte es unbedingt dabei lassen. Dann stagnierten die Verkäufe. „Und wir sagten, ‚Oh, daran haben wir übrigens heimlich gearbeitet.'“ Beim Stift sollte Fadell ebenfalls recht behalten, allerdings erst viele Jahre später. 2015 stellte Tim Cook zusammen mit dem iPad Pro den Bedienstift Apple Pen vor. Jobs war bereits vier Jahre vorher gestorben.IPhone_fuerCF
Samsung hat in Indien sein Service-Netz ausgebaut. Dieser vierminütige Werbespot soll dafür nun werben. Mit einem Heim für blinde Kinder und einen besonders engagierten Techniker drückt Samsung dabei ordentlich auf die Tränendrüse.
Telefonieren so lange man will, Tausende SMS, nonstop surfen – und das alles zu einem Preis. Das zumindest versprechen die Mobilfunkkonzerne in der Werbung. Das gilt aber nur, solange man sich in Deutschland befindet. Fährt man nur ein paar Kilometer hinter die Grenze (manchmal reichen je nach Funkmast sogar die letzten Kilometer im deutschen Grenzland), kann es schnell richtig teuer werden.
Die sogenannten Roaming-Kosten will die Politik schon seit Jahren abschaffen, doch bislang ist es nur ein Abschied auf Raten. In vielen aktuellen Verträgen ist etwa lediglich ein geringes Datenvolumen für die Auslandsnutzung inkludiert. Auch Sascha K. hat solch einen Vertrag extra kurz vor seiner Holland-Reise abgeschlossen, um auf Nummer sicher zu gehen. Dennoch traf ihn nach der Rückkehr aus dem Familienausflug der Schock: Auf der Rechnung standen 28.510,46 Euro.
„Ich war schockiert. Fast 30.000 Euro! Ich hatte diverse schlaflose Nächte. Das konnte nur ein Fehler sein, doch dann war das Geld schon abgebucht“, erzählte er dem NDR-Magazin „Markt“. Dabei bekam er nach der Grenzüberfahrt sogar eine SMS von O2, die ihm bestätigte, dass er ohne zusätzliche Kosten surfen könne.
iPhone 8 Ticker (NICHT ÄNDERN) 16.03 hSowohl er als auch seine Frau hatten einen Tarif abgeschlossen, in dem 1 Gigabyte Datenvolumen für das Auslands-Surfen in der EU enthalten sind. „Das haben wir direkt genutzt, aber das blieb alles im Rahmen. Ein bisschen Social Media und E-Mails checken, das war’s schon“, erklärte K. Doch schon am Anreisetag wurden 500 Euro abgebucht, am nächsten Tag noch einmal 6225 Euro. So ging es weiter.
Knoll wendet sich an die Mitarbeiter im offiziellen O2-Forum – und bekommt am nächsten Tag Entwarnung. Er müsse nicht zahlen, eine Gutschrift wurde bereits erstellt, hieß es. Doch sechs Tage später wird das Geld trotzdem vom Konto abgebucht.
Wie verhält man sich in so einer Situation? Birte Kannegießer, Fachanwältin für Telekommunikationsrecht, erklärt: „Der Kunde muss unbedingt sofort seine Bank aufsuchen und die Rückbuchung des Betrags veranlassen. Außerdem muss er sich zuhause hinsetzen und ausrechnen, welche Beträge in der Rechnung er denn für berechtigt hält – das sind die Grundgebühr, das sind die Gespräche, die er wirklich geführt hat, das sind SMS und MMS. Diesen Betrag muss er dann an den Mobilfunkbetreiber überweisen.“
Galaxy S8 Gerüchte 22.55Bekommt man dafür einen Schufaeintrag? Nein, sagt die Expertin. „Den bekommt man nur dann, wenn man vom Mobilfunkanbieter zwei Mahnungen erhalten hat, zusätzlich belehrt wurde dass die Daten an die Schufa weitergegeben werden und wenn man keinen Widerspruch gegen die Rechnung einlegt.“ Ihre Kritik richtet sich vor allem gegen O2, ihrer Meinung nach hätte der Konzern den Kunden bei solch hohen Summen sofort per SMS informieren müssen.
Als „Markt“ bei O2 nachhakte, gab sich der Mobilfunkanbieter schmallippig. „In diesem Fall handelt es sich um einen individuellen Buchungsfehler, den wir inzwischen korrigiert haben“, heißt es auf Anfrage der Sendung. Aufgrund einer technischen Störung kam es „offensichtlich zu einer Fehlberechnung von Roaming-Verbindungen in der aktuellen Rechnung.“ Ob noch weitere Nutzer davon betroffen waren, bleibt unklar.
Nachdem sich „Markt“ eingeschalten hatte, klärte sich das Problem. Als Entschuldigung erstattet der Konzern dem Paar zudem zwei Monatsgrundgebühren. Eine nette Geste, doch die technische Panne kostete den Familienvater jede Menge Nerven.
Greenpeace hat den US-Technologieriesen Apple, Facebook und Google gute Noten beim Einsatz erneuerbarer Energien bescheinigt. Mit 83 Prozent genutztem Strom aus regenerativen Quellen belege Apple dabei das dritte Jahr in Folge den Spitzenplatz in der Rangliste, teilte die Umweltschutz-Organisation am Dienstag mit.
Amazon setze dagegen mit seinen Webservices AWS immer noch in weiten teilen auf Kohle- und Atomstrom, heißt es im Greenpeace-Report „Grüner Klicken“. Und das hat auch Auswirkungen auf andere Dienste.
Viele datenintensiv getriebene Services wie Netflix, Pinterest oder der Musikdienst Spotify werden über die Server von Amazon geleitet.
„Schon jetzt verbrauchen Internetnutzer beim Streamen von Musik und Filmen gigantische Mengen an Strom“, sagte Niklas Schinerl, Energieexperte bei Greenpeace. „Wäre das Internet ein Land, so hätte es weltweit den sechstgrößten Stromverbrauch.“ Zu Spitzenzeiten machen demnach über Netflix gestreamte Serien und Spielfilme heute bereits mehr als ein Drittel des Datenverkehrs in Nordamerika aus.
Generell habe Videostreaming im Jahr 2015 einen Anteil von 53 Prozent am globalen Internetdatenverkehr gehabt.
Amazon setzt laut Greenpeace bei steigendem Bedarf auch heute noch vorwiegend auf Kohle und Atomstrom, nur 17 Prozent stammten aus erneuerbaren Quellen. „Wenn Amazon, Netflix und andere nicht schnell und konsequent auf erneuerbare Energien umsteigen, werden sie zur Schmuddelecke im Klimaschutz“, sagt Schinerl.
Dabei hat sich nach Angaben von Greenpeace bei Amazons als führendem Cloud-Anbieter im vergangenen Jahr einiges getan. Hierzu zähle auch die Unterstützung einer sauberen Energiepolitik. „Nach wie vor fehlt es AWS jedoch an Transparenz“, bemängelt Greenpeace in seinem Report.
Das rasante Wachstum des Konzerns, etwa im US-Staat Virginia, basiere weitgehend auf der „Nutzung schmutziger Energie“. Insofern sei unklar, ob die AWS Cloud tatsächlich auf einem guten Weg sei, sich völlig durch erneuerbare Energie zu versorgen. Bei Apple oder Google steige die Versorgung mit sauberer Energie dagegen parallel zum Unternehmenswachstum oder übertreffe dieses noch.
Nach Apple folgen im Greenpeace-Ranking Facebook mit 67 Prozent genutzter erneuerbarer Energie, Google mit 56 Prozent und HP mit 50 Prozent. Unter den Anbietern von Musik-Streaming-Diensten führt Apples iTunes, Soundcloud ist mit 17 Prozent Nutzung erneuerbarer Energien in der schlechtesten Kategorie positioniert, noch hinter Spotify, das 56 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen nutzt.
Unternehmen wie Salesforce, Microsoft und IBM rangieren unter den Top 15 der Greenpeace-Tabelle auf guten Mittelplätzen. Zu den Schlusslichtern gehören neben Samsung SDS und Amazon auch der Datenbankanbieter Oracle und der südkoreanischen Suchmaschine Naver.
Viele neue Cloud-Anbieter schießen wegen der wachsenden Nachfrage derzeit förmlich aus dem Boden, schreibt Greenpeace. Diese arbeiten zwar oft deutlich energieeffizienter als früher oder Firmen in anderen Beriechen, und die Betreiber verpflichteten sich, zu hundert Prozent auf erneuerbare Energie zu setzen. Doch fehlender Zugang zu diesen Energiequellen stünden dem oft entgegen. Deshalb würden viele oft zu denen mit dem niedrigsten Anteil regenerativen Stroms in den USA zählen. „Durch den Wechsel zur Cloud könnte die Nachfrage nach Kohle und anderen fossilen Brennstoffen sogar noch steigen“, warnt Greenpeace in seinem Report.
Die Zeit von Marissa Mayer als Konzernchefin bei Yahoo geht zu Ende. Das Unternehmen teilte mit, dass die 41-Jährige den Verwaltungsrat der Firma verlassen werde. Anlass dafür soll der geplante Verkauf des Webgeschäfts von Yahoo sein. Der Internet-Pionier will sich nach dem Deal in Altaba umbennen.
Altaba wird vor allem aus der Beteiligung an der chinesischen Online-Plattform Alibaba und Yahoo Japan bestehen. Der Name sei eine Wortschöpfung aus „alternate“ und „Alibaba“, schrieb das „Wall Street Journal“. Es wird erwartet, dass Marissa Mayer zusammen mit dem Internet-Geschäft unter das Dach des Telekom-Konzerns Verizon geht.
Russisches Hacker Schnäppchen 1843Zugleich bestehe das Risiko, dass Verizon den Deal wegen des massiven Daten-Diebstahls bei dem Internet-Konzern platzen lasse, räumte Yahoo ein. Nach Vereinbarung des Verkaufs für 4,8 Milliarden Dollar im Juli wurden zwei Online-Attacken aus den Jahren 2013 und 2014 bekannt, bei denen jeweils die Daten von 500 Millionen und einer Milliarde Yahoo-Nutzer entwendet worden waren. Verizon kündigte bereits an, den Deal auf den Prüfstand zu stellen, laut Medienberichten wird über eine Änderung der Konditionen verhandelt.
Neben Mayer sollen auch unter anderem Yahoo-Mitgründer David Filo und der aktuelle Vorsitzende Maynard Webb den Verwaltungsrat der Rest-Firma verlassen. Das habe nicht Meinungsverschiedenheiten mit dem Unternehmen zum Hintergrund, betonte Yahoo. Mayer war 2012 von Google zu Yahoo gekommen, um das Geschäft beim schwächelnden Internet-Pionier anzukurbeln. Doch trotz massiver Investitionen ins Medien-Angebot und teuren Zukäufen wie die Blog-Plattform Tumblr hinkte Yahoo bei Online-Werbung Google und Facebook hinterher.Forbes Rich Girls 11.31
Der Verkauf des Webgeschäfts wurde beschlossen, nachdem der Plan scheiterte, den Alibaba-Anteil steuerfrei abzuspalten. Die Beteiligungen machen rund 90 Prozent des Yahoo-Marktwerts von rund 42 Milliarden Dollar aus.