Comeback: So will Nokia mal wieder Smartphone-König werden

Wohl keine Marke stand so sehr für Handys wie Nokia. Dann machte Apple mit dem iPhone die dahindümpelnde Smartphone-Nische zum Massenphänomen. Und Nokia verlor den Anschluss. Das soll sich in wenigen Monaten ändern. Denn Nokia meldet sich offiziell zurück.

Die Finnen streben ein Comeback an und wollen den einst verpassten Sprung in den Smartphone-Markt nachholen. Smartphones und Tablets unter dem Namen des einstigen Handy-Weltmarktführers werden in der ersten Hälfte des kommenden Jahres auf den Markt kommen, kündigte die finnische HMD Global am Donnerstag an. HMD Global habe dafür das exklusive Markenrecht für die nächsten zehn Jahre erworben, teilte die erst im Mai gegründete Firma mit.Nokia Superinternet 15.13

Bye Windows, hallo Android

Nokia ist seit Jahrzehnten eine der ikonischsten und sichtbarsten Handy-Marken weltweit“, sagte Arto Nummela, Chef von HMD Global. In Kooperation mit Google setzen die Partner diesmal auf das Android-Betriebssystem. Produzieren soll die Geräte künftig der zu Foxconn gehörende Hersteller FIH.

Zum Zeitpunkt des Marktstarts dürfte eine Vereinbarung mit Microsoft auslaufen, die Nokia nach der Übernahme des Handy-Geschäfts durch den Softwarekonzern verpflichtet hatte, selbst keine Smartphones unter eigenem Namen zu vertreiben. Nokia galt einst als Weltmarktführer bei Handys. Dem finnischen Unternehmen gelang jedoch nicht der Anschluss an den Smartphone-Markt, der maßgeblich von Apples iPhone eingeläutet wurde. Nach relativ erfolgloser Zusammenarbeit mit Microsoft hatte der Softwarekonzern 2014 die Handy-Sparte von Nokia übernommen, ein Jahr später trennte sich Microsoft von Nokia.Retro-Handys 16.30

Apple-Zulieferer Foxconn: Manager verdiente mit geklauten iPhones Millionen

Gelegenheit macht Diebe, sagt man. Ein ehemaliger Manager des iPhone-Fertigers Foxconn hatte jede Menge Gelegenheiten – und ließ sie sich nicht entgehen. Mit dem Verkauf gestohlener iPhones machten er und seine Komplizen sich eifrig die Taschen voll. Nun müssen sie wohl in den Knast.

Weil er tausende iPhones gestohlen haben soll, drohen dem früheren hochrangigen Manager des Apple-Zulieferers bis zu zehn Jahre Haft. Der Taiwaner habe in den Jahren 2013 und 2014 mit Hilfe von Kollegen ganze 5700 iPhones gestohlen und auf dem Schwarzmarkt weiterverkauft. Damit nahm die Bande fast 50 Millionen taiwanische Dollar (1,48 Millionen Euro) ein, teilte die Staatsanwaltschaft in Taipeh am Freitag mit.

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Angestellte halfen beim iPhone-Klau

Der Ex-Manager wird demnach offiziell wegen Vertrauensbruchs beschuldigt und muss eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren befürchten. Er hatte laut Staatsanwaltschaft in der Test-Abteilung von Foxconn gearbeitet und acht Angestellte der Foxconn-Fabrik im südchinesischen Shenzhen instruiert, tausende Test-Smartphones vom Typ iPhone 5 und iPhone 5S aus dem Werk zu schmuggeln, die eigentlich hätten verschrottet werden sollen. Stattdessen wurden sie an Läden in Shenzhen verkauft.

Nach einer internen Untersuchung hatte Foxconn die taiwanischen Behörden eingeschaltet. Als der Ex-Manager nach Taiwan zurückkehrte, wurde er dort verhört und schließlich gegen Kaution freigelassen.

Foxconn ist der größte Elektronik-Hersteller der Welt. Er baut Geräte für Unternehmen wie Apple und Sony und beschäftigt in seinen Fabriken in China rund eine Million Arbeiter. Das Unternehmen war in den vergangenen Jahren schon in mehrere Skandale verwickelt. 2014 wurden fünf ehemalige Foxconn-Mitarbeiter angeklagt, die von Zulieferern Bestechungsgelder im Umfang von 160 Millionen taiwanischen Dollar verlangt hatten, um im Gegenzug Qualitätsprüfungen zu manipulieren und ihre Produkte für Foxconn zu ordern. Sie wurden vergangenen Monat in Taipeh zu bis zu zehneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Foxconn geriet überdies immer wieder wegen Unruhen seiner Mitarbeiter in die Schlagzeilen. Eine Suizid-Serie in der Belegschaft und der Einsatz minderjähriger Arbeiter sorgte ebenfalls für schlechte Presse.

Gooligan: Trojaner stiehlt Google-Accounts – so finden Sie heraus, ob Sie betroffen sind

Dass Android ein Sicherheitsproblem hat, ist leider hinlänglich bekannt. Aktuell treibt mit „Gooligan“ ein besonders aggressives Exemplar sein Unwesen. Der Schädling hat mittlerweile mehr als eine Million Android-Geräte befallen, jeden Tag kommen etwa 13.000 neue Opfer hinzu. Besonders fies: Die Hacker haben es auf die wertvollen Google-Accounts der Opfer abgesehen. Und scheffeln mit denen Geld.

Das berichten die Sicherheits-Experten von „Checkpoint“. Sie haben Gooligan ausführlich untersucht. Demnach kommt der Schädling über zwei Wege auf das Smartphone: Entweder wird er aus einem Drittanbieter-Appstore geladen, also einer Art inoffizieller Version von Google Play, oder er kommt über eine Phishing-Mail auf das Smartphone. Einmal installiert, besorgt sich der Trojaner erweiterte Nutzerrechte („Root“), sammelt Daten über das Gerät, installiert weitere Schädlinge – und knackt das Google-Konto des Besitzers. Damit haben die Gooligan-Betreiber Zugang zu GMail, der Online-Festplatte Google Drive und allen anderen Google-Diensten. Einen haben sie allerdings besonders im Visier: den Play Store.Virentest AVtest 13.53

So verdienen die Hacker Geld

Denn der ist die Haupteinnahmequelle der Kriminellen, erklärt Checkpoint. Über die gekaperten Google-Konten kaufen die Hacker Apps von Werbenetzwerken, die pro Download und positive Rezension eine Provision zahlen. Betroffene Nutzer hinterlassen also plötzlich Bewertungen für ihnen völlig unbekannte Apps. Solche Machenschaften sind einer der Gründe, warum man Rezensionen im Play Store durchaus kritisch lesen sollte. Allerdings haben die Hacker noch eine weitere Einnahmequelle: Die Tech-Zeitschrift „Chip“ berichtet, dass aus der Attacke stammende Account-Daten im Darknet gehandelt würden.

Aktuell sind vor allem Nutzer in Asien betroffen, dort sind alternative Appstores deutlich verbreiteter als hierzulande. Knapp 100.000 der Opfer sollen aber in Europa leben.Android-lücke 15.00 

So schützen Sie sich

Gooligan nutzt verschiedene Lücken in älteren Android-Versionen, die weit verbreitet sind, aber in der Regel keine Updates mehr erhalten. Betroffen sind etwa Android 4 und Android 5, insgesamt sind es fast drei Viertel der aktiv genutzten Android-Smartphones. Hat man eine dieser gefährdeten Versionen, sollte man keinerlei alternative Appstores für Android nutzen und Apps nur aus seriösen Quellen installieren. Zum Schutz ihres Google-Accounts setzen viele Nutzer auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die hilft gegen viele Übernahme-Methoden, schützt aber nicht vor Gooligan: Der Schädling kann den Zusatzschutz aushebeln. 

Google wurde über die Mängel informiert, man arbeite an einer effektiveren Account-Sicherung, erklärte das Unternehmen gegenüber Checkpoint. Betroffene Nutzer will Google in nächster Zeit auf die Übernahme hinweisen.

Ist Ihr Google-Account betroffen?

Wer solange nicht warten will, bekommt glücklicherweise von Checkpoint ein Tool bereitgestellt, mit dem man selbst prüfen kann, ob der eigene Google-Account betroffen ist. Dazu öffnen Sie diese Seite und geben Ihre mit dem Google-Account verknüpfte E-Mail-Adresse ein. Ist der Account betroffen, erhalten Sie sofort eine entsprechende Warnung. Dann sollten Sie dringend das Gerät neu aufsetzen.Android Malware_17.10Uhr

FSV Mainz gegen FC Bayern live: FC Bayern vs. Mainz 05: So schauen Sie das Spiel kostenlos bei Sky

Bislang war Sky nur im Bezahlfernsehen aktiv. Seit diesem Donnerstag mischt der Medienkonzern mit „Sky Sport News HD“ auch im deutschen Free TV mit. Mit der neuen Plattform will der Pay-TV-Sender vor allem für seine Bezahl-Pakete werben, doch Sportfans dürfen sich auch über die eine oder andere Live-Übertragung freuen. Den Anfang macht Sky mit einem echten Knaller: Am Freitagabend ab 19.30 Uhr wird die Bundesligapartie zwischen FSV Mainz 05 und dem FC Bayern München im TV und im Live-Stream übertragen. Doch wie empfängt man den neuen Sender?

So empfangen Sie kostenlos Sky Sport News HD

Um Sky Sport News HD ohne aktives Abonnement zu empfangen, benötigen Sie entweder einen Fernseher mit integriertem DVB-S- (Satellit) oder DVB-C-Tuner (Kabel) oder einen passenden Receiver. Starten Sie dann im Menü des jeweiligen Geräts einen Sendersuchlauf. Das Gerät findet dann den neuen Free-TV-Sender. Wollen Sie Sky Sport News HD regelmäßig schauen, empfiehlt es sich, den Sender auf einem festen Slot abzuspeichern.

Achtung: Nutzer von DVB-T-Geräten können den Sender nicht empfangen. Sie müssen als Alternative Sky Sport News HD als kostenlosen Livestream im Browser oder direkt in der App (für iOS und Android-Geräte verfügbar) starten. Für bestehende Sky-Kunden ändert sich nichts, diese finden den Sender auf den Sendeplätzen 200 (HD) und 250 (SD). Nach der Bundesliga-Übertragung startet um 22.45 Uhr der Zuschauer-Talk „08000 – du bist dr@uf!“ mit Stefan Effenberg.

Handball und Tennis bei Sky

Sky Sport News HD überträgt sein Programm 24 Stunden am Tag, der Schwerpunkt sind Sportnachrichten. Es werden allerdings auch „Magazine, Highlight-Formate, Dokumentationen und Livestrecken“ ausgestrahlt, erklärte Sender-Chef Dirk Grosse. Die Auslosung der Champions League, die Handball-Bundesliga oder Tennisturniere stehen ebenfalls auf dem Plan.