Peinliche Panne: Facebook erklärt Gründer Mark Zuckerberg und andere Nutzer für tot

Facebook hat durch eine Panne Gründer Mark Zuckerberg und viele andere Nutzer kurzzeitig für tot erklärt. In ihre Profile beim weltgrößten Online-Netzwerk wurde am späten Freitag die für solche Fälle vorgesehene Gedenk-Nachricht an Freunde eingeblendet. „Das war ein schrecklicher Fehler, den wir nun behoben haben“, erklärte Facebook unter anderem dem Technologieblog „The Verge“ und entschuldigte sich. Man habe sich beeilt, das Problem so schnell wie möglich zu korrigieren.

Zwei Millionen Facebook-User von der Panne betroffen

Nach einem Bericht der Zeitung „Guardian“ waren zwei Millionen der weltweit rund 1,8 Milliarden Nutzer betroffen. In den USA stellten viele Mitglieder Screenshots ihrer Profile mit dem „In-Gedenken-an“-Banner ins Netz, in dem Freunde dazu eingeladen wurden, Trost in Erinnerungen zu finden.facebook Whatsapp Nachdreh 12.37

Facebook bietet die Möglichkeit, Profile verstorbener Nutzer in eine Art digitale Mahnmale zu verwandeln. Dafür ist grundsätzlich ein Nachweis erforderlich. Was genau schiefgelaufen war, dass die Gedenknachricht scheinbar wahllos bei einigen Mitgliedern aktiviert wurde, erklärte Facebook nicht. Nach Angaben des „Guardian“ sollte der Text bei tatsächlichen Gedenk-Profilen geändert werden – und landete stattdessen auf den Facebook-Seiten anderer Nutzer.

Kritik an Facebook auch im Zuge der US-Wahl

Gefälschte Nachrichten über den Tod von Prominenten sind keine Seltenheit in Online-Netzwerken. Meist werden sie genutzt, um Internet-Nutzern Links mit Schadsoftware dahinter unterzujubeln.

Auch im Zuge der US-Wahl hatte es Vorwürfe gegen den Algorithmus von Facebook gegeben, der dafür gesorgt hatte, dass den Nutzern zahlreiche Lügen- und Falschmeldungen unsortiert und unkommentiert neben Artikeln aus seriösen Quellen in die Timeline gespült wurden.Facebook-Drohne-Reuters 20.15 

Ärger beim Streaming-Dienst: So macht Spotify Ihre Festplatte kaputt

Einst standen Musiksammlungen in riesigen Plattenschränken, dann in schon kleineren CD-Regalen. Mit dem Siegeszug der MP3 passten selbst große Sammlungen plötzlich auf einen einzelnen iPod. Beim Musikstreaming aus dem Internet braucht man nun plötzlich fast gar keinen Speicherplatz mehr. Und trotzdem kann Spotify seine Nutzer Unmengen an Speicher kosten – und sogar die Festplatte kaputt machen.

Denn durch einen Fehler scheint die Spotify-Anwendung für Windows und macOS die Festplatte mit schier gigantischen Mengen an sinnlosen Daten zu beschreiben – viel mehr, als für das Abspielen von Musik nötig ist. In extremen Fällen sollen die Programme an einem einzigen Tag Hunderte Gigabyte an Daten auf die Festplatten geschrieben haben. Selbst, wenn gar keine Musik abgespielt wird.Spotify Tricks Foto-Strecke_9.30

Teure SSDs leiden besonders

Die dauernden Schreibvorgänge schaden den Datenträgern. Vor allem die immer noch recht teuren SSD-Platten werden durch Schreibvorgänge im Laufe der Zeit beschädigt. Das ist auch einer der Gründe, warum man sie nie formatieren sollte. Aber auch herkömmliche Festplatten sind mit ihren mechanischen Teilen nicht für eine unendlich große Anzahl von Schreibvorgängen vorgesehen. Immerhin halten sie aber deutlich länger durch.

Wodurch der Fehler genau entsteht, ist nicht bekannt. In immer neuen Beiträgen des offiziellen Spotify-Forums klagen sich die betroffenen Nutzer schon seit Juni 2016 ihr Leid. Bei einigen scheint der Fehler darin zu liegen, dass Spotify immer wieder dieselbe Datenbank aufbaut – im 5-Minutentakt.

Auch Spotify bietet keine Lösung

Spotify scheint den Fehler zu kennen und empfiehlt, das Programm einfach neu zu installieren. Nach Nutzer-Berichten scheint das aber keine Abhilfe zu schaffen. Einige Nutzer haben einen Workaround gefunden, er erfordert aber technische Kenntnisse, wie die Nutzung eines Hex-Editors. Wer sich damit nicht auskennt, sollte daher lieber die Finger davon lassen. Eine Lösung die für jeden funktioniert, ist der Web-Player von Spotify, den Sie hier finden. Er scheint nicht von dem Problem betroffen zu sein.Spotify-Listenmacher