Rätsel auf Facebook: Foto verwirrt das Netz: Ist das Bill Murray oder Tom Hanks?

Finden Sie, dass Tom Hanks und Bill Murray Ähnlichkeit miteinander haben? Nein? Dann schauen Sie sich mal folgendes Foto an – Sie werden nämlich eines Besseren belehrt. Das Bild zeigt einen Mann, der ein schreiendes Kleinkind imitiert und das Gesicht zu einem Weinen verzieht. Eindeutig US-Schauspieler Hanks? Falsch! Bei dem Herren im orangefarbenen Cape handelt es sich laut Bildunterschrift um Bill Murray. Wenn Sie nun verwirrt sind: Viele andere sind es auch.

Das Bild wurde bereits 2013 auf Facebook hochgeladen, doch erst jetzt scheint die ganze Welt darüber zu sprechen. Seit Tagen ist der Schnappschuss Thema in internationalen Medien. Und die alles entscheidende Frage lautet: Ist das auf dem Foto wirklich Bill Murray?

Ja, ist er, und scheinbar sieht ein weinender Bill Murray aus wie Tom Hanks. Die „BBC“ kontaktierte die Frau, die das Bild auf Facebook geteilt hatte, und diese bestätigte, dass es sich definitiv um den Schauspieler aus „Lost in Translation“ handelt. Das Bild wurde 2012 auf einem Golfplatz in Schottland aufgenommen. Ihr damals acht Monate alter Sohn, sagte Laura DiMichele-Ross der „BBC“, habe Murray gesehen und angefangen zu schreien.

Es gebe aber auch ein Foto, so die Frau, auf dem der Junge lache. Weder Hanks noch Murray haben sich bislang zu der Sache geäußert.

Dieses Kleid verwirrt die Inte… Blau-schwarz oder weiß-gold? (2176478)

Windows-Event: Microsoft zeigt seinen iMac – und der kostet bis zu 4200 Dollar!

Mit Windows 10 betrat Microsoft Neuland: Es ist nicht nur das erste Betriebssystem des Unternehmens, das auf allen Geräten läuft – vom Smartphone über die Xbox One bis zum Laptop. Es soll auch das letzte, große Windows sein. Statt alle paar Jahre eine komplett neue Version auf den Markt zu werfen, will Microsoft regelmäßig größere Updates zum Download bereitstellen. Am Mittwoch gab der Konzern einen Ausblick auf die Zukunft von Windows – und stellte in diesem Zusammenhang auch zwei neue Geräte vor. Wir zeigen die Highlights des Microsoft-Events.

Windows 10 bekommt Creators Update

Zu Beginn des Events lag das Augenmerk auf einer Zahl: 400 Millionen. So viele Menschen nutzen mittlerweile Windows 10 seit dem Start vor 15 Monaten. Das ist zwar weit weg von der angepeilten Milliarde, aber dennoch eine beachtliche Nutzerbasis. Alle Nutzer von Windows10 dürfen sich im Frühjahr 2017 auf die nächste Aktualisierung freuen, das Creators Update.

Im Mittelpunkt stehen diesmal zwei Dinge: die Produktivität und die Kreativität der Nutzer, und zwar im dreidimensionalen Raum. „Produktivität ist Stand heute für die meisten von uns geprägt von 2D-Mails, Dokumenten, Arbeitsblättern und Folien“, sagt Microsoft-Manager Terry Myerson. „Wir denken in 2D, wir produzieren in 2D.“

Das soll sich bald ändern: „Mit dem Creators Update fragten wir uns, wie 3D den Künstler in jedem von uns entfesseln kann?“ Das Ergebnis ist eine neue Version des Zeichenprogramms Paint, die auch das Erstellen von 3D-Objekten ermöglicht. Das Motto von Microsoft: „3D für jedermann“. Mit der neuen Paint-Version zielt Microsoft nicht nur auf Kreative, sondern auch auf den Bildungsbereich und jene Kinder, die auch gerne 3D-Welten in Spielen wie „Minecraft“ erschaffen.

3D in PowerPoint und HoloLens

Microsoft unterstützt 3D in seinen wichtigsten Anwendungen. PowerPoint gewährt etwa Zugriff auf eine 3D-Community, mit der Augmented-Reality-Brille HoloLens kann man die 3D-Objekte sogar in die echte Welt bringen. Doch wozu? Microsoft stellt viele Anwendungsszenarien in Aussicht. So könne man etwa mit dem 3D-Modell eines Stuhls schauen, ob dieser optisch in die eigene Küche passt.

Im Schatten der 3D-Offensive gab es noch ein paar kleinere Änderungen: Die wichtigsten Kontakte kann man nun in die Taskleiste ziehen, Nachrichten von ihnen (E-Mail oder Skype) poppen direkt auf dem Desktop auf. Außerdem kann man den Auserwählten nun auch Emojis auf den Desktop schicken – darauf hat die Welt aber sicherlich nicht gewartet. In der neuen Foto-App kann man in Bilder oder Videos kritzeln und diese Dateien per E-Mail oder Skype verschicken.

Ein paar Neuigkeiten gab es auch für Besitzer der Xbox One S: Mit dem Creators Update unterstützt die Konsole auch Dolby Atmos, außerdem kann man zukünftig leichter seine eigenen Gaming-Sessions ins Netz streamen..  

Surface Book mit 16 Stunden Laufzeit

Das Highlight des Abends war aber die neue Hardware, mit der Microsoft einen Tag vor dem Mac-Event Apple die Show stahl. Gezeigt wurde die zweite Generation des Surface Book. Das Notebook war mit seinem abnehmbaren Bildschirm eines der spannendsten Geräte des vergangenen Jahres. „Doch wissen Sie, was sich jeder wünscht? Akkulaufzeit“, betonte Microsofts Hardware-Chef Panos Panay. Die Laufzeit bei der zweiten Generation sei 30 Prozent höher, verspricht der Microsoft-Mann. Das Gerät soll bis zu 16 Stunden durchhalten. Eine sportliche Ansage, erst ein Test wird zeigen, ob das stimmt.

Außerdem bekommt das Surface Book einen schnelleren Prozessor (i7) und erreicht nun eine doppelt so hohe Grafikleistung. Die Rechenpower sei dank der neuen KabyLake-Prozessoren von Intel „dreimal so hoch wie bei einem 13-Zoll-Macbook“, betont Panay – das gilt zumindest bis morgen. Dann dürfte Apple mit neuen Macbooks kontern. Ob diese in puncto Leistung mithalten können, wird sich zeigen.

Das Gerät erscheint im November und kostet stolze 2400 Dollar.surfacstudio

Surface Studio als iMac-Konkurrent

Der Hingucker des Abends war das Surface Studio, eine Art aufgemotzter iMac mit Windows. Das Herzstück ist ein 28-Zoll-Bildschirm im 3:2-Format. An Leistung mangelt es nicht: Neben 32 Gigabyte Arbeitsspeicher gibt es eine 2 Terabyte-Hybrid-Festplatte und eine GeForce 980M. Das Surface Studio habe den „dünnsten LCD-Monitor, der je gebaut wurde“, behauptet Microsoft. Das Touchscreen-Display misst in der Dicke gerade einmal 12,5 Millimeter und stellt 13,5 Millionen Pixel dar.

Die Anschluss-Ports (Ethernet, Audio, 4x USB 3.0, Audio, Mini DP) befinden sich im Sockel, der über zwei Chrom-Arme mit dem Display verbunden ist. Die Besonderheit: Drückt man gegen das Display, kann man den Bildschirm nach unten schieben, bis er schräg vor einem liegt. „Wir wollen damit die Art und Weise verändern, wie Sie kreativ arbeiten und über Kreativität nachdenken“, erklärt Panay.

Das Gerät richtet sich vor allem an professionelle Anwender. Ruft man ein DIN-A4-Dokument in Word auf, ist die virtuelle Seite exakt so groß wie ein echtes Blatt Papier. So können Profis schon am Bildschirm sehen, wie das fertige Dokument aussieht. Dank eines eingebauten Mikrofons kann man auch den Sprachassistenten Cortana steuern, eine eingebaute Kamera ermöglicht Videotelefonie und die Gesichtsentsperrung mit Windows Hello. Der Zeichenstift Surface Pen ist selbstverständlich kompatibel. Ein flexibles Display mit Zeichenstift-Unterstützung bietet Apple in seinem iMac nicht. Ob der Konzern am Donnerstag mit einem neuen Desktop-Rechner kontert?

Ob und wann das Surface Studio nach Deutschland kommt, ist derzeit noch nicht klar. Nur eines ist sicher: Wer es haben will, sollte besser schon jetzt anfangen zu sparen. Das Einstiegsmodell kostet 2999 US-Dollar, für das Premium-Modell werden 4199 Dollar fällig.

Datenleck bei Apple: Wie fremde Kontakte aufs iPhone gelangten

Im Sommer meldete die für Apple in Europa zuständige irische Datenschutzbehörde, es gebe ein „sehr spezifisches Risiko“ für Besitzer von Apple-Geräten. Potentiell könne jeder Besitzer eines iPhone, iPad oder MacBook betroffen sein. Genaueres wurde nicht bekannt. Nur, dass es mit dem kostenpflichtigen Service-Angebot „Apple Care“ zu tun habe. Während der Fußball-EM wurde die Meldung kaum beachtet. Der stern enthüllt in seiner neuen Ausgabe, was die Datenschützer in Dublin im Sommer alarmiert hatte.

Fremde Kontakte im eigenen iPhone

Der Besitzer eines iPhone 6 hatte sich wegen Problemen mit seinem Konto bei dem Speicherdienst iCloud an die Hotline von Apple Care gewandt. Sein Problem wurde gelöst. Dafür trat danach ein neues Problem auf. Immer wenn der iPhone-Besitzer eine Nachricht verfassen wollte, wurden ihm automatisch Empfänger vorgeschlagen, die nicht aus seinem Kontakteverzeichnis stammten.

Eine Rekonstruktion des Falls anhand des E-Mail-Verkehrs zwischen dem Apple-Kunden und Apple Care sowie mit dem ebenfalls befassten bayrischen Landesamt für Datenschutzaufsicht und weitere Recherchen lösten das Rätsel. Auslöser des Problems war der Bedienungsfehler eines Mitarbeiters von Apple Care. Nach Auskunft der bayrischen und der irischen Datenschutzbehörden war dies kein Einzelfall.

Eine Analyse der rund 400 unbekannten Kontakte in dem untersuchten iPhone durch den stern in Kooperation mit dem österreichischen Magazin „News“ zeigt: Viele der aus Österreich stammenden Kontakte weisen eine Verbindung zur SPÖ auf. Weitere Namen stammen aus dem privaten Sicherheitssektor, der Polizei und der Glücksspielbranche.     

Mehr dazu im neuen stern

Mit Fingerabdruckscanner: Apple enthüllt versehentlich das neue Macbook Pro

Apple hat für Donnerstagabend deutscher Zeit zum zweiten Herbst-Event für dieses Jahr eingeladen. Das Motto lautet: „Hello again“. Eine klare Anspielung, dass diesmal nicht das iPhone im Mittelpunkt stehen wird, sondern ein Mac. Oder vielmehr ein Macbook: Denn seit Monaten schwirrt ein runderneuertes Notebook mit Touch-Leiste durch die Gerüchteküche. Eben jenes Gerät sollte der Star des Abends werden. Doch nun hat Apple das neue Macbook Pro offenbar versehentlich selbst enthüllt.

OLED-Leiste und Fingerscanner

Am Montag wurde das Betriebssystem-Update macOS Sierra 10.12.1 veröffentlicht. Wie das US-Portal „MacRumors“ berichtet, befinden sich darin tief im System versteckt zwei Bilder, die zweifelsfrei das neue Macbook Pro (2016) zeigen. Die wichtigste Änderung: Oberhalb der Tastatur befindet sich eine OLED-Touch-Leiste, die angeblich „Magic Toolbar“ heißt und sich dynamisch an den Bildschirminhalt anpasst. macbook_pro_magic_mrDie durchgesickerten Bilder stehen im Zusammenhang mit dem Bezahldienst Apple Pay, der nun auch für Mac-Rechner angeboten wird. Das Bild zeigt, dass sich an der rechten Seite der Leiste ein Fingerabdruckscanner (Touch ID) befindet. Daneben steht ein Text, der fragt, ob man mit der Zahlung einer bestimmten Summe einverstanden ist.

Weitere Änderungen: Die Escape-Taste ist verschwunden, stattdessen ist auf der Touch-Leiste ein virtueller „Cancel“-Button zu sehen. Links und rechts neben der Tastatur befinden sich Lautsprecher. Und die Ränder um den Bildschirm sowie neben der Tastatur scheinen dünner zu sein.

„MacRumors“ zufolge zeigen die Bilder ein 13-Zoll-Modell, angeblich wird es auch eine 15-Zoll-Variante geben. Zudem munkelt man, dass auch das Macbook Air ein Update spendiert bekommt.

Macbook Pro nur noch mit USB-C?

Sollten die Bilder echt sein, hat sich Apple die Überraschung ein Stück weit selbst ruiniert. Viele Fragen sind aber noch offen. Unklar ist derzeit etwa, ob Apple wirklich nur USB-C-Ports verbauen wird, wie groß und schwer das Notebook wird, wie viel Rechenpower es bietet und ob es noch eine Kopfhörerbuchse besitzt. Sollte das Macbook Pro dünner werden als die Vorgänger, gilt es als wahrscheinlich, dass Apple auf die neue, noch flachere Tastatur mit Butterfly-Mechanismus setzt. Diese sorgte nach dem Marktstart des 12-Zoll-Macbook für eine kleine Kontroverse unter Apple-Fans.Apple-Fakten 11.44

Analysten sicher: Apple: Goldene Zukunft trotz schrumpfender Verkaufszahlen?

Apple-Chef Tim Cook war es lange gewöhnt, einen Erfolg nach dem anderen zu vermelden. Schneller! Besser! Mehr! Jahrelang kannten die Verkaufszahlen und die Aktien nur eine Richtung: steil nach oben. Doch seit einigen Quartalen erlebt der erfolgsverwöhnte Konzern Umsatz- und Gewinnrückgänge. Auch wenn am Ende immer noch sieben bis zehn Milliarden Dollar pro Quartal in der Kasse hängen bleiben – auch Apple kann sich dem Preisdruck der Konkurrenz und der angespannten wirtschaftlichen Lage in einigen Ländern nicht entziehen.

Am Dienstagabend deutscher Zeit wird Cook die Zahlen für das jüngst abgelaufene Quartal bekanntgeben, und vermutlich wird auch diesmal ein Minus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.

iPhone 7 Plus verkauft sich wohl besser als erwartet

Das Minus dürfte diesmal allerdings nicht ganz so tiefrot ausfallen wie noch im Juni-Quartal, schätzen Experten. Denn zum einen brachte Apple mit dem iPhone SE vor einem halben Jahr eine Alternative für Anhänger kleiner Smartphones auf den Markt, zum anderen zählen die ersten acht Verkaufstage des iPhone 7 und iPhone 7 Plus noch in das abgelaufene Quartal.

Macbook_11.15Glaubt man Schätzungen, verkauft sich vor allem die für Apple lukrativere Plus-Variante der 7er-Baureihe besser als erwartet. Einige Modelle (etwa das Modell in Diamantschwarz) sind immer noch für Wochen vergriffen. Ob das allerdings der hohen Nachfrage oder einer geringen Verfügbarkeit geschuldet ist, wird sich zeigen.

Schub durch Note-7-Debakel

Für Apple könnte auch das Note-7-Debakel einen unerwarteten Schub bringen. Samsung musste sein Pannen-Phablet erst zurückrufen und schließlich die Produktion komplett einstellen. Zwar bemühte sich der Konzern um Schadensbegrenzung, Schätzungen zufolge sollen 14 bis 15 Millionen Interessierte am Ende aber zum iPhone gegriffen haben.

Düsterer sieht es wohl in den anderen Sparten aus: Die Apple-Watch-Verkäufe dürften kurz vor dem Start der zweiten Generation (Apple Watch Series 2) vernachlässigbar gewesen sein, auch der Apple TV 4 ist kein Millionen-Seller. Die Mac-und iPad-Sparten dürften ebenfalls mit rückgängigen Zahlen zu kämpfen haben, während das Service-Geschäft – dazu zählen etwa Einnahmen aus iTunes, Apple Music, Apps und der iCloud – etwas zulegen dürfte.

Apple-Fakten 11.44

iPhone 8 soll „Super-Zyklus“ starten

Trotz der insgesamt rückläufigen Zahlen prognostizieren viele Experten Apple eine goldene Zukunft. Zahlreiche Banken haben zuletzt ihre Kursziele angehoben. Der Analyst Timothy Arcuri bezeichnet den Konzern aus Cupertino gar als „Pulverfass, das 2017 explodieren könnte“ – und das im  positiven Sinne. Auch die Top-Analystin Katy Huberty von der US-Investmentbank Morgan Stanley erwartet deutliche Kurssteigerungen. Lag der Kurs vor einigen Wochen noch bei 100 Dollar je Aktie (derzeit 117), sollen im nächsten Jahr 124 Dollar drin sein. Und womöglich steigt der Kurs im besten Fall sogar auf 162 Dollar je Aktie.

Siri abgehängt 17.45Denn im nächsten Jahr – pünktlich zum zehnten Geburtstag des Apple-Smartphones – wird Apple ein komplett runderneuertes iPhone mit frischer Optik vorstellen, darin sind sich alle Experten einig. Dabei wird es sich nicht einfach um ein iPhone 7s handeln, sondern um eine komplett neue Generation – womöglich kommt direkt das iPhone 8. Großes wird erwartet: Das Jubiläumstelefon soll beinahe komplett aus bruchsicherem Glas bestehen, dünner sein und einen besseren, größeren Bildschirm haben, der beinahe die gesamte Frontseite bedeckt.

In den Geschäftszahlen dürfte sich der prognostizierte „Super-Zyklus“ – ein völlig neues Modell trifft auf viele wechselwillige Altkunden – erst im Jahr 2018 wirklich niederschlagen, wenn Apple seinem bisherigen Rhythmus treu bleibt. Bis dahin muss Tim Cook noch einige Male vor die Anleger und die Presse treten.iPhone 7 Plus Test 12.01

Porträtfunktion verfügbar: iPhone 7 Plus im Test: Doppelt knipst besser

Apple hat in diesem Jahr nicht nur das iPhone 7 (Test) auf den Markt gebracht, sondern auch das iPhone 7 Plus. Und glaubt man den Analysten, haben in diesem Jahr besonders viele Fans zur XXL-Version gegriffen. Dafür gibt es drei Gründe:

1.) der Bildschirm ist größer (5,5 statt 4,7 Zoll) 

2.) der Akku hält deutlich länger durch (anderthalb bis zwei Tage)

3.) die neue Dual-Kamera bietet exklusive Funktionen

Auch wenn die längere Batterielaufzeit für viele Nutzer der wichtigste Grund sein dürfte, das spannendste Feature ist ohne Frage die Doppelkamera. Die konnte man bislang allerdings nicht in vollem Maße ausreizen: Zwar zeigte Apple auf der September-Keynote schon die neue Porträt-Funktion, die exklusiv für das iPhone 7 Plus angeboten wird, allerdings wurde sie erst am Montagabend mit dem Update auf iOS 10.1 nachgeliefert.

Kurioserweise heißt sie in der deutschen Version fälschlicherweise „Portät“, sie wird auch explizit als Beta bezeichnet. Es ist also davon auszugehen, dass Apple hier in Zukunft noch nachbessern wird. Dennoch sind die erzielten Effekte erstaunlich, wenn man weiß, wie der Modus funktioniert und worauf man achten muss. Wir haben ihn bereits ausprobiert.

Das kann die neue Kamera

HTC, LG und Huawei setzten schon in der Vergangenheit auf Doppelkameras, mit denen man Weitwinkelaufnahmen erzeugen oder die Kontraste verbessern konnte. Apple geht beim iPhone 7 Plus jedoch einen anderen Weg: Beim iPhone knipsen beide Linsen mit jeweils 12 Megapixeln. Die erste hat eine feste Brennweite von 28 mm (Blende: f 1.8) und ist somit ein klassisches Weitwinkelobjektiv, die zweite Linse hat eine Brennweite von 56 mm und verhält sich damit wie ein Teleobjektiv.

In der Kamera-App kann man per Fingertipp auf den „1x“-Kreis von der Weitwinkellinse (28 mm) auf die Telelinse (56 mm) wechseln und somit den 2-fachen „optischen Zoom“ aktivieren. Damit holt man das Motiv näher ran, beinahe ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Hält man den Kreis gedrückt, kann man stufenlos zoomen, dabei ist eine digitale Vergrößerung bis zum Faktor 10 drin. Je näher man zoomt, desto schlechter wird allerdings die Qualität.i7Plus-Zoom

Die zweite Neuerung der Dual-Kamera ist der Porträt-Modus. Schon nach ein paar Einsätzen erkennt man, warum Apple ihn nicht Tiefenunschärfe-Modus genannt hat, denn er funktioniert nur mit „großen“ Objekten wie Gesichtern oder Menschen zuverlässig. Bei kleinen Objekten fransen dagegen die Ränder leicht aus oder es kommt zu anderen Unstimmigkeiten – das ist gut zu erkennen in unserer Fotostrecke. Außerdem benötigt man viel Licht für den Porträt-Modus, ansonsten bekommt man eine Warnmeldung. Im schummrigen Kneipenlicht dürften kaum spektakuläre Aufnahmen gelingen.i7plus-Bokeh

iPhone 7 Plus: Das ist sonst noch neu

Die wesentlichen Funktionen des iPhone 7 Plus sind ansonsten identisch mit dem kleinen Bruder, dem iPhone 7. Den ausführlichen Test, in dem wir alle Details näher beleuchten,  finden Sie hier. Hier noch einmal die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst: 

  • der neue A10-Prozessor ist rasend schnell und lässt die gesamte Konkurrenz alt aussehen
  • das Gehäuse ist wasser- und staubdicht, man kann das iPhone somit auch in die Wanne mitnehmen (nach dem Baden aber besser ein paar Stunden mit dem nächsten Ladevorgang warten)
  • der Home-Button ist nicht mehr mechanisch
  • die rüttelnde Taptic Engine bietet haptisches Feedback in Apps und Spielen
  • die Kopfhörerbuchse ist verschwunden, stattdessen muss man Lightning oder Bluetooth nutzen
  • der Vierfachblitz auf der Rückseite bietet eine bessere Ausleuchtung
  • die Frontkamera hat 5 statt 7 Megapixel
  • das LCD-Display punktet mit satten Kontrasten und erweitertem Farbraum (DCI-P3, kann auch die Kamera aufnehmen)
  • erstmals Stereolautsprecher an Bord
  • es gibt fünf Farben: Silber, Gold, Roségold, Mattschwarz und Diamantschwarz

Wie immer ist das neue iPhone kein günstiges Vergnügen. Das Einsteiger-Modell hat in diesem Jahr 32 Gigabyte Speicherplatz und kostet 899 Euro, das 16-Gigabyte-Modell wurde endlich eingestellt. Das mittlere Modell hat viermal so viel Speicher (128 Gigabyte) und kostet 1009 Euro. Die Premium-Version mit 256 Gigabyte schlägt mit 1119 Euro zu Buche.

Angesichts von 4K-Filmen und der neuen Kamera, die bei aktiviertem Tiefenschärfe-Effekt etwa zwei Bilder pro Aufnahme speichert, dürfte das 32-Gigabyte-Modell schnell an seine Grenzen kommen. Wir empfehlen deshalb das 128-Gigabyte-Modell. Die 256-Gigabyte-Version benötigen nur Menschen, die unterwegs auf sehr viele Dateien zugreifen möchten und viel Musik und Filme mit sich herumschleppen.Google pixel Test 18.03