Netz-Phänomen: So niedlich – darum sucht die Google-Oma so höflich

Ein paar Schlagwörter in den Suchschlitz, fertig ist die durchschnittliche Google-Suche. Effektiv, aber nicht besonders aufregend. Kein Wunder also, dass der Engländer Ben John geradezu schockiert war, als er die Suchmethode seiner Oma entdeckte. Die suchte nicht nur in ganzen Sätzen, sondern fügte auch noch „Bitte“ und „Danke“ hinzu. Nun hat sich die Google-Oma selbst zu Wort gemeldet.

May Ashworth, so ihr richtiger Name, hatte für ihre höflichen Anfragen einen einleuchtende – und geradezu herzerweichende – Erklärung parat. Sie dachte nämlich schlicht, dass die Suchen so schneller bearbeitet würden, sagte sie der BBC. Doch wie kam sie darauf? Die gute Dame ging vor dem Medienrummel davon aus, dass Google-Anfragen von echten Personen abgearbeitet würden. Und die geben sich natürlich mehr Mühe, wenn man nett zu ihnen ist. Da bricht es einem fast das Herz, ihr die dröge Wahrheit zu verkünden. Googelnde Oma 18.12

Google hat sich auch gemeldet

Dass sich Frau Ashworth nicht mehr so richtig gut mit Computern auskennt, ist sicher auch ihrem Alter geschuldet. Mit 86 Jahren ist man nun mal kein Digital Native. Sie gehe aber zu den „Silver Surfern“, einem Computer-Club für ältere Personen in der lokalen Bibliothek, erzählte Ben dem Fernsehsender. Eigentlich würde sie aber den Fernseher vorziehen. Dem verdankt das Internet übrigens die ganze Geschichte. Weil in Serien oft noch das Produktionsjahr in römischen statt in arabischen Ziffern ausgeschrieben wird, googelte Frau Ashworth überhaupt nach der mittlerweile weltweit geteilten Suchanfrage.

Die hat sogar Google selbst gerührt. Obwohl Ben bereits am ersten Tag nach seinem Twitter-Post auch Google angetwittert hatte, brauchte der Konzern ein paar Tage länger. Erst mit dem Medienrummel gab es auf einmal nicht mehr nur noch eine, sondern gleich zwei Antworten auf den ersten Tweet. „Liebe Oma, kein Dank nötig. Dein Google“, schrieb der offizielle Google-Twitteraccount. Die britische Tochter antwortete ebenfalls: „An Bens liebe Großmutter, wir hoffen, es geht Ihnen gut. In einer Welt mit Milliarden Suchanfragen hat Ihre uns zum Lächeln gebracht. Wir danken IHNEN! Oh, und die Antwort ist 1998.“ 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.