Nachfolger der Blu-Ray: Stiftung Warentest: Lohnen sich die neuen UHD-Blu-ray-Player?

Acht Millionen Pixel. Milliarden Farben. Die technischen Daten der nagelneuen UHD-Fernseher, die jetzt pünktlich zur Fußball-EM in jedem Prospekt eines Elektrofachmarktes beworben werden, lesen sich beeindruckend. Vor allem bei großen Bildschirmdiagonalen jenseits von 60 Zoll können die ultrascharfen Fernseher ihre Muskeln spielen lassen.

Doch für das beste Bild benötigt man nicht nur einen UHD-Fernseher, sondern auch das passende Zuspielgerät. Denn das normale Fernsehprogramm sendet noch längst nicht in Ultra-HD. Nun stehen die ersten 25 UHD-Blu-rays im Laden, darunter Filme wie „Der Marsianer“, „The Revenant“ und „Deadpool“. Stiftung Warentest hat zwei passende Abspielgeräte getestet, den Panasonic DMP-UB900 (800 Euro) und den UBD-K8500 (500 Euro) von Samsung.

Mehr Bildpunkte, höhere Kontraste

Ihre Aufgabe erfüllen beide Abspielgeräte mit Bravour, schreibt Warentest. Bild und Ton sind exzellent. Der Panasonic startet deutlich schneller als frühere Blu-ray-Spieler der Marke, „er hat das Schneckenimage abgeschüttelt“, loben die Tester. Das Samsung-Modell ist aber noch schneller und spielt bereits nach 18 Sekunden einen Film ab. Der Panasonic braucht knapp doppelt so lang, bietet dafür aber mehr Anschlüsse.

TV-Trends CES 20.35hDoch lohnt sich der Sprung auf die UHD-Blu-ray überhaupt? Beim Ton gibt es nichts neues, das Bild profitiert dagegen enorm. Die aufgemotzte Blu-ray-Scheibe liefert viermal so viele Bildpunkte (3840 x 2160 Pixel). Damit erkennt man Details deutlich besser. Außerdem unterstützen die Scheiben auch HDR (High Dynamic Range), wodurch der Kontrastumfang enorm erweitert wird. Mit dem passenden Fernseher wird das Bild damit noch realistischer.

Kinderkrankheiten bei UHD-Playern

Allerdings wird ein Großteil der Filme bislang noch nicht in der ultrahohen 4K-Auflösung gefilmt, dementsprechend sind die meisten UHD-Filme lediglich hochskaliert. In Zukunft dürfte das Bild deshalb noch einmal deutlich besser werden, wenn die Filme in echtem 4K gedreht und geschnitten werden.

Die Geräte haben ebenfalls noch Kinderkrankheiten. Der Panasonic spuckte nach einem Firmware-Update etwa Fehlermeldungen aus und erkannte die HDR-Funktion des Fernsehers nicht mehr, das Bild blieb aber genauso kontrastreich. Bei einem 800-Euro-Abspielgerät sollte so etwas eigentlich nicht passieren.

Den vollständigen Test finden Sie hier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.