Pakete aus der Luft: Amazon liefert Paket per Drohne in Großbritannien

Langsam bewegt sich eine Drohne auf ein alleinstehendes Haus in ländlicher Umgebung im englischen Cambridge zu. Zielsicher landet das Fluggerät auf einer Markierung im Garten und stellt dort ein Päckchen ab. Darin befinden sich ein Fire-TV-Stick und eine Tüte Popcorn. Die ersten Artikel, die Amazon vollautomatisch per Drohne ausgeliefert hat. Empfänger ist Chris B. der erste Kunde von Prime Air, wie Amazon seinen neuen Dienst nennt. Er ist einer von zwei Kunden, die zunächst testweise aus der Luft beliefert werden. Wie Amazon-Chef Jeff Bezos auf Twitter verkündete, vergingen zwischen der Bestellung und der Auslieferung gerade einmal 13 Minuten. 

Video dokumentiert die Premiere von Amazon Prime Air

Ein Video, das der Konzern auf Youtube veröffentlicht hat, stellt den Dienst vor und dokumentiert die erste Bestellung:

Bezos hatte einen Prototyp der Drohne Ende 2013 in einem TV-Interview vorgestellt. Damals wurde das von vielen zunächst für einen Werbe-Gag gehalten. 

Auch Google entwickelt Lieferdrohnen

Nach bisherigen Angaben sollen die Amazon-Drohnen Päckchen mit einem Gewicht von bis zu 2,3 Kilogramm binnen 30 Minuten transportieren. Auf Großbritannien setzt der weltgrößte Online-Händler einen Schwerpunkt bei den Tests, weil die Vorschriften dort mehr Freiheiten bieten als im Heimatland. Dort sollen die Drohnen unter anderem während des Fluges von Menschen beaufsichtigt werden. Amazon hatte die Regelungen wiederholt kritisiert.

Inzwischen testen auch Logistiker die Drohnen-Zustellung. Und Google entwickelt ebenfalls Liefer-Drohnen, auch wenn das Projekt laut Medienberichten zuletzt unter anderem mit dem Abgang führender Köpfe ins Stocken geriet.

Faktenstück Amazon 10.40

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