"Active Shooter": Dieses Spiel empört Parkland-Eltern – weil Spieler zum Amokläufer an Schule wird

Das Spiel „Active Shooter“ ist noch nicht einmal auf dem Markt, sorgt aber bereits für Aufruhr. Am 6. Juni soll der Ego-Shooter auf der Plattorm „Steam“ veröffentlicht werden. Auf den ersten Blick wirkt das Game zwar brutal, aber nicht sonderlich spektakulär: Der Spieler bewegt sich in der Ich-Perspektive mit gezückter Waffe durch verschiedene Spielszenarios. Nichts für schwache Nerven, hat es aber schon Dutzende Male so gegeben. „GTA“, „Fortnite“ und Co. lassen grüßen. Was vielen aber nun sauer aufstößt: Bei „Active Shooter“ hat man die Wahl, den Guten oder Bösen zu spielen. Entscheidet man sich für Nummer zwei, kann man auch Amok in einer Schule laufen und versuchen so viele Schüler und weitere Unschuldige wie möglich zu erschießen. 

Eltern von Parkland-Schülern melden sich 

Das sorgt vor allem in den USA, einem durch echte School Shooter hochtraumatisierten Land, für Unruhe. Unter anderem meldete sich der Vater eines 14-jährigen Mädchens, das beim Parkland-Massaker im Februar in Florida ums Leben kam, zu Wort. „Verachtenswert“, schrieb er. Spielszenarios, in denen Spieler Schüler und Einsatzkräfte erschießen, seien nicht zu akzeptieren. Active ShooterEin weiterer Vater eines getöteten Mädchens schrieb, seit seine Tochter unter den Todesopfern des Parkland-Massakers war, hätte er viele schreckliche Dinge gesehen und gehört – „dieses Spiel gehört zu den schlimmsten“.tweet-vater2Der Publisher hat unterdessen angekündigt nachträglich auch einen Survival-Modus einzubauen, in dem der Spieler statt zu töten um sein Überleben kämpfen muss. Ob dies als Reaktion auf die Kritik erfolgte, ist nicht bekannt.

Kontroverse Diskussion im „Steam“-Forum

Ganz unten auf der Shopseite des Spiels steht ein Hinweis: „Nehmen Sie bitte nichts hiervon ernst“, heißt es darin. Das Spiel sei nur eine Simulation. Wem danach sei, jemanden zu verletzten, der möge sich an einen örtlichen Psychiater wenden oder den Notruf kontaktieren. Darüber hinaus stellt sich das Unternehmen in der Steamcommunity der Diskussion. Auch im Forum üben viele User Kritik an dem Modus, der die Amokläufe möglich macht. Andere halten die Debatte allerdings für überzogen und scheinheilig. User „Bloodstone“ schreibt wiederum, er finde das Spiel nicht anstößig, sei aber enttäuscht. Spiele wie „GTA“ oder „Postal“ hätten wenigstens ein erkennbares Narrativ, eine Geschichte. Bei „Active Shooter“ gehe es dagegen offenbar nur ums Ballern.  Videospiel Street Fighter20h

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