Taschen-Flammenwerfer: So radikal wehren sich junge Chinesinnen gegen lästige Anmache

Ob in der Bar oder auf der Straße: Weltweit müssen sich Frauen immer wieder gegen zu aufdringliche Anmach-Versuche zu Wehr setzen. Wenn dann auch noch Alkohol im Spiel ist, hilft manchmal leider nur noch Pfefferspray. In China gehen die Damen noch einen Schritt weiter – und machen den Widerlingen wortwörtlich Feuer unterm Hintern.

Dafür sorgt der neueste Streich der einfallsreichen, chinesischen Technik-Hersteller. Der als „Anti-Perversen-Waffe“ beworbene Mini-Flammenwerfer passt mit einer Länge um 20 Zentimeter in jede Handtasche. Per Knopfdruck wird gezündet – und eine bis zu 60 Zentimeter lange Flamme schießt dem Angreifer entgegen.ING Flammenwerferdrohne 2101

Modische Brandgefahr

Die kleinen Geräte werden von verschiedenen Herstellern angeboten, berichtet die „Beijing Youth Daily“. Die in mehreren modischen Farben erhältlichen Flammenwerfer kosten gerade mal zwischen 90 und 300 Yuan (entspricht etwa 11 bis 38 Euro) und werden auf verschiedenen Webseiten verkauft, beispielsweise dem zum Handelsriesen Alibaba gehörenden Portal Toabao.

Ein Hersteller betont dem Bericht zufolge, dass es sich nicht um eine Waffe handele – „sondern um etwas besseres“. Bei einem anderen klingt das schon deutlich drastischer. Das Gerät könne „einen Angreifer verbrühen und sogar entstellen“, wirbt der Händler. „Es kann permanente Narben hinterlassen, ist aber ein nicht-tödliches, legales Werkzeug – keine Waffe.“Mann will Spinne abfackeln und… Selbstgebauter Flammenwerfer (2124544)

Versand ist illegal

Die chinesische Polizei ist wohl weniger begeistert. Sie nennt die Flammenwerfer nach Angaben der „Bejing Youth Daily“ gefährlich und rät von ihrer Nutzung ab. Zudem weist sie darauf hin, dass der Versand der mit Feuerzeug-Gas gefüllten Geräte eigentlich illegal ist. Gut möglich also, dass man die Flammenwerfer bald nur noch im Laden bekommt.

In den Medien ist die Reaktion dem Bericht zufolge ebenfalls eher negativ. Ein Kommentar des Nachrichten-Portals „Cjn.cn“ fast die Situation gut zusammen: „Natürlich machen Perverse Frauen Angst. Aber diese Anti-Perversen-Geräte sind noch angsteinflößender.“

Mehrere Serien abgesetzt: Erfolgreicher denn je – trotzdem ändert Netflix seine Strategie

Es war eine gewagte Wette, doch sie hat sich für Ted Sarandos ausgezahlt: Im März 2011 sicherte sich der heute 52-jährige Chief Content Officer (quasi der Verantwortliche für alle Inhalte) im Namen von Netflix die Rechte an der Politserie „House of Cards“ – ohne je auch nur eine Pilotfolge gesehen zu haben. Er verließ sich bei der Kaufentscheidung nicht nur auf sein Bauchgefühl, sondern auch auf Daten, die der Streamingdienst im großen Stil über seine Nutzer sammelt. „House of Cards“ wurde ein unglaublicher Erfolg und zur Blaupause des ganzen Konzerns.

Netflix wächst, der Gewinn kaum

Mittlerweile ist Netflix eine feste Größe im weltweiten Filmzirkus. Gefühlt im Wochentakt stehen neue Eigenproduktionen zum Abruf bereit. Hollywood-Stars geben sich die Klinke in die Hand: Brad Pitt, Tilda Swinton, Drew Barrymore, Jake Gyllenhaal, Keanu Reeves, Selena Gomez. Auf der San Diego Comic Con zeigte der Konzern nun den Trailer für sein nächstes Blockbusterprojekt, den Fantasy-Action-Streifen „Bright“. Die Hauptrolle spielt Will Smith, mit Kosten von 100 Millionen Dollar ist es der bislang teuerste Netflix-Film überhaupt.

Bright Trailer 22hDer Konzern scheint vor Kraft zu strotzen: Mit mehr als 100 Millionen Abonnenten und einem Umsatz von 2,5 Milliarden steht Netflix besser da als je zuvor. Nur eine Zahl passt nicht so recht in das Bild: Am Ende des Rekordquartals landeten nur 58 Millionen Euro Gewinn in der Kasse. Das sind zwei Prozent des Umsatzes. Das zwingt Netflix zu einem Strategiewechsel.

Wen interessieren schon Zahlen?

Lange Zeit galt für Ted Sarandos und Netflix-CEO Reed Hastings nur eine Devise: Wachstum um jeden Preis. Im großen Stil sicherte man sich vielversprechende Serien, Filme und Dokumentationen, auch wenn sie noch so nischig waren. Die Einschaltquoten seien ohnehin nicht so wichtig, betonte Ted Sarandos immer wieder. Die Qualität einer Serie ließe sich nicht an Abrufzahlen messen – und Gift für die Kreativität sei der ständige Blick auf die Zahlen obendrein.

FS Netflix Stranger Things_10.50Doch den Erfolg von „House of Cards“ und „Orange Is The New Black“, beides Projekte aus den Anfangstagen, konnte der Konzern nur selten wiederholen. Mit „Stranger Things“ landete man im letzten Sommer einen Überraschungshit, die Dokuserie „Making A Murderer“ sorgte vor anderthalb Jahren für Aufsehen und das Teeniedrama „Tote Mädchen Lügen nicht“ sorgte für eine weltweite Debatte. Die Royal-Serie „The Crown“ ist jetzt für den Emmy nominiert.To The Bones Netflix

Teure Flops

Doch im kalifornischen Los Gatos, dem Firmensitz von Netflix, musste man auch teure Flops verkraften. Im Gegensatz zu früher ist man nun aber auch bereit, den Stecker zu ziehen: Die mit viel Tamtam gestartete Musikserie „The Get Down“ von Star-Regisseur Baz Luhrmann („The Great Gatsby“) wurde nach nur einer Staffel eingestellt.

„Sense8“, das ambitionierte Projekt der Wachowski-Geschwister („Matrix“), das quer über den Globus gedreht wurde, war offenbar ebenfalls zu kostspielig. Auch wenn Sarandos die Serie stets als „Erfolg“ bezeichnete, war nach der zweiten Staffel (startete im Mai) Schluss. Nach zahllosen Fan-Protesten beugte sich Netflix ein Stück weit und kündigte zumindest an, die Serie in einem zweistündigen Filmspecial zu Ende zu erzählen.

Das größte Fiasko war „Marco Polo“, das als Antwort auf „Game of Thrones“ lanciert wurde. Das Historien-Epos konnte die hohen Erwartungen nicht ansatzweise erfüllen. Nach Staffel zwei wurde die Serie eingestellt. Am Ende klaffte ein Loch in dreistelliger Millionenhöhe in der Kasse. Teuer ist nun mal nicht immer gut, das weiß nun auch Netflix.

Vom TV- zum Kinoschreck

Auch wenn Netflix das offiziell nicht bestätigt: Das vielbeschworene Mantra „Quoten interessieren uns nicht“ scheint ein Ende gefunden zu haben. Zwar gibt man ungewöhnlichen Formaten nach wie vor eine Chance – etwa der Serie „Glow“, in der es um eine weibliche Wrestlinggruppe im Amerika der 80er geht. Doch was nicht läuft, wird auch genauso schnell aussortiert. Bei der im April gestarteten Comedyserie „Girlboss“ kam das Aus bereits nach knapp zwei Monaten.

Es dürfte nicht die letzte Serie gewesen sein, bei der der Rotstift angesetzt wird. Denn wenn am Ende nur 50 Millionen Dollar pro Quartal hängen bleiben, überlegt man es sich besser zweimal, ob man viele Millionen in ein mäßig erfolgreiches Format steckt. Zumal Netflix nach dem TV-Geschäft nun auch die Kinowelt umkrempeln will: 40 eigenproduzierte Filme sollen in diesem Jahr zum Abruf bereitgestellt werden.

„So wie wir das Fernsehgeschäft verändert und neu erfunden haben, indem wir die Zuschauer an die erste Stelle gesetzt haben, glauben wir, dass Internetfernsehen auch die Filmbranche wiederbeleben kann“, heißt es im Quartalsbericht des Unternehmens. An Selbstbewusstsein hat es Ted Sarandos und Netflix-Chef Reed Hastings jedenfalls noch nie gemangelt.Netflix Nolan 12.05

US-Navy: Trump stellt teuersten Flugzeugträger der Welt in Dienst

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag den modernsten Flugzeugträger der Welt in Dienst gestellt. In einer Zeremonie auf dem Marinestützpunkt Norfolk (Virginia) pries er die amerikanische Militärmacht, die von keiner anderen übertroffen werde – „und mit jedem Tag unserer Regierung werden wir stärker und besser“. Diese Stärke werde durch den neuen Flugzeugträger symbolisiert, so Trump weiter. Wenn das Kriegsschiff am Horizont erscheine, „dann werden unsere Feinde vor Angst zittern“.

Die „USS Gerald R. Ford“ – benannt nach dem 38. Präsidenten der USA – ist der erste Flugzeugträger einer neuen Klasse seit der Nimitz-Serie, das heißt, ihr Design ist das erste neue seit mehr als 40 Jahren. Der US-Marine zufolge verfügt das rund 335 Meter lange atomgetriebene Schiff unter anderem über ein hochmodernes elektromagnetisches Katapultsystem zum Start von Flugzeugen und über weitaus mehr elektrische Kapazitäten als frühere Flugzeugträger.

Flugzeugträger kommt mit weniger Besatzung aus

Ford Trump_10.40Mit 2628 Matrosen sei die Besatzung geringer als bisher üblich – dank neuer Technologien und Automatisierung. Insgesamt weise die „USS Gerald R. Ford“ mehr als 20 neue Systeme auf. Gekostet hat sie laut Medienberichten etwa 13 Milliarden Dollar (11,15 Milliarden Euro).
Geplant sind noch zwei weitere Flugzeugträger dieser Klasse, einer davon soll nach dem ermordeten Präsidenten John F. Kennedy benannt werden.

Die „USS Gerald R. Ford“ wird mehrere Jahre lang getestet werden. Die erste Mission ist nicht vor 2020 geplant.

Flugzeugträger China 2035