Starke Konkurrenz: Stiftung Warentest prüft Tablets – und das iPad landet auf dem dritten Platz

Mit dem iPad schuf Apple 2010 mit einem Schlag eine neue Computer-Sparte. Kein Wunder, dass viele Kunden bei Tablet immer noch zuerst an Apples Geräte denken. Dabei hat die Konkurrenz längst aufgeholt, wie ein aktueller Test der Stiftung Warentest zeigt. Das iPad ist zwar gut – für den Spitzenplatz reicht es aber nicht.

Samsung stößt sich selbst vom Thron

Den krallt sich Samsung mit seinem Galaxy Tab S3 LTE. Das ist schnell, gut bedienbar und mit 430 Gramm recht leicht. Richtig punkten kann Samsung bei Display und Akku. Der 10 Zoll große Bildschirm ist der beste im Test, der Akku hält fast 12 Stunden. Als Bonus hat das Tab S3 auch noch die beste Kamera-Note. Mit der Gesamtnote „gut“ (1,6) ist das Tab S3 nicht nur das beste Gerät im aktuellen Vergleich, es führt sogar die Gesamttabelle und stößt damit seinen Vorgänger vom Thron. Das hat seinen Preis: Mit 655 Euro ist es das teuerste Gerät im Testfeld.

Da ist der Zweitplatzierte schon günstiger: 445 Euro bezahlt man aktuell für das Asus Zenpad 3s 10 LTE. Es ist flink, hat ein gutes 10-Zoll-Display und lässt sich gut bedienen. An die Werte des Galaxy kommt es aber nicht heran – mit Ausnahme des Akkus. Der hält sogar knapp über 12 Stunden, zudem ist er in 3 Stunden und 10 Minuten voll geladen. Gesamtnote „gut“ (1,8).Diese zehn coolen Features bekommt Ihr iPhone iPad 12.16

Apple auf Platz 3

Eigentlich hätte Apple besser abschneiden können. Die Geschwindigkeit ist hoch, das 10 Zoll große Display gut. Der Akku hält mit über 13 Stunden am längsten durch. Die Bestnote in diesem Bereich verdirbt nur die mit 4 Stunden 30 recht lange Ladezeit. Leider patzt Apple in den B-Noten: Eine Betriebsanleitung fehlt, das iPad bietet wenige Anschlussmöglichkeiten und keine Speichererweiterung per microSD. Trotzdem ist insgesamt „gut“ (1,9). Der Preis liegt aktuell bei etwa 490 Euro.

Die Kleinen schwächeln

Von den Tablets bis 8 Zoll will Warentest lieber keines empfehlen. Das Lenovo Tab3 8 LTE ist zwar „gut“ (2,3), aber weit entfernt vom Ersten der Gesamttabelle, dem Ende 2015 getesteten Samsung Galaxy Tab S2 8.0 LTE. Das schrabbte mit einer Note von 1,6 nur knapp am „sehr gut“ vorbei. Immerhin: Mit einem Preis von 150 Euro ist das Lenovo-Gerät deutlich günstiger. Das Tab S2 8.0 kostet immer noch 340 Euro.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr unter https://www.test.de/Tablets-im-Test-4627215-0/

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Zwei-Milliarden-Marke geknackt: Mehr als jeder vierte Mensch nutzt Facebook

Facebook hat die Marke von zwei Milliarden aktiven Nutzern geknackt. Damit sind mehr als ein Viertel aller Erdenbürger in dem sozialen netzwerk unterwegs. Der Meilenstein sei am Dienstag erreicht worden, schrieb der Gründer und Chef des weltgrößten Online-Netzwerks, Mark Zuckerberg. Überraschend kommt das nicht: Schon zum Ende des ersten Quartals kam Facebook auf 1,94 Milliarden aktive Nutzer im Monat. In Deutschland wird Facebook nach jüngsten Zahlen von 30 Millionen Nutzern mindestens einmal im Monat genutzt – und von 23 Millionen davon täglich.

Facebook will Offliner ins Netz holen 

Weil diese Frau keinen BH trug, wurde sie angeblich entlassenDas weltweite Wachstum von Facebook wird dadurch eingeschränkt, dass Milliarden Menschen noch keinen Zugang zum Internet haben. Das Online-Netzwerk will sie auch mit der Initiative Internet.org für günstige oder kostenlose Internet-Anschlüsse ins Netz holen. Facebook trifft dabei aber auf Gegenwind von Regierungen und Skepsis von Netzbetreibern.

Als neuestes Projekt will Facebook in die Produktion anspruchsvoller Fernsehserien und Quizsendungen einsteigen, die dann auf der Plattform gezeigt werden sollen.

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SNES Classic Mini: Nintendo und ich – eine Hassliebe, die zu Ende geht

Liebes Nintendo, wir sind schon lange kein Liebespaar mehr, aber du hattest immer einen Platz in meinem Herzen. Unsere letzten gemeinsamen Nächte liegen lange zurück – 20 Jahre sind es sicher schon. Bis zuletzt habe ich darauf gewartet, dass du noch einmal die richtigen Worte findest, mich einfach packst und wieder einen richtigen „Gamer” aus mir machst.

Kein Rahmen hätte dafür passender sein können, als die Ankündigung des SNES Classic Mini. Meine Vorfreude nahm pubertäre Ausmaße an, als könnte ich nach über zwei Jahrzehnten tatsächlich meine erste Jugendliebe nochmal treffen – und sie hätte sich kein bisschen verändert. Aber wie so oft im Leben: Sie hat sich natürlich doch verändert, genau wie du. 

Die nächste Mini-Konsole kommt

Nintendo Switch 14.20Die SNES Classic Mini erscheint am 29. September, das hast du am Montag stolz verkündet. Ich habe bis zuletzt gehofft, dass du aus den Fehlern des Vorgängers NES Classic Mini gelernt hast. Keine Internetanbindung, keine zukaufbaren Spiele, knappe Auflage. Aber schon die ersten Details der Ankündigung haben meine Hoffnung zerschlagen. Auch diesmal wirst du stur bleiben, 20 Spiele draufpacken, und dann einfach einen Haken unter das Projekt machen.

Die Anbindung ans Internet, verbunden mit einem Shop für weitere Spiele, wäre schon beim letzten mal eine Idee für ein nachhaltiges und lukratives Geschäftsmodell gewesen. Jetzt aber, knapp ein Jahr und eine Konsole später, hätte man es umsetzen müssen. Potentielle Kunden wedelten mit Geldscheinen vor deiner Nase, doch du winkst einfach nur ab. 

Japanisches #Neuland

Allein dieses neumodische Internet, mit all den komischen Geräten, es macht dir sichtlich Angst. Mit Pokémon Go hast du letztes Jahr etwas mit in Gang gesetzt, was man in diesen Dimensionen bisher kaum kannte. Das revolutionäre Konzept ging voll auf, Millionen Menschen strömten mit dem Handy in der Hand durch die Landschaft. Deine Aktionäre stießen Jubelschreie aus, endlich schienst du im #Neuland, der digitalen Welt, angekommen zu sein. Doch Pustekuchen, nach Pokémon Go zogst du dich wieder zurück, dein eigener Erfolg schien dir Angst zu machen. Zögerlich schobst du ein paar kleinere Spiele wie Super Mario Run hinterher, aber die konnten weder vom Umfang, noch von der Qualität, wirklich überzeugen. 

Mario Kart 8 Test_13.40Natürlich ist es dir lieber, dass die Leute auf deinen Geräten Spaß haben, statt auf iPhones oder Android-Handys. Genau diese Chance bot sich mit den Mini-Konsolen, gerade durch ihren einsteigerfreundlichen Preis von 70 EUR. Du hättest einen ganz neuen Markt schaffen können. Die Anzahl der Vorbesteller und Leute, die leer ausgingen, war enorm beim letzten mal. Viele Menschen hätten scheinbar gerne eine kleine Zwischendurch-Konsole zuhause, bei der das Gewissen nicht ständig mit dem hohen Anschaffungspreis hadert. Aber statt diesen vor dir ausgebreiteten Markt zufriedenstellend zu bedienen, hast du die Stückzahlen der NES Classic Mini künstlich niedrig gehalten und einfach nicht mehr nachproduziert – trotz überwältigender Nachfrage. Nun ist die kleine und ursprünglich günstige Konsole derart selten geworden, dass sie bei Ebay und Co. fast genauso viel kostet wie die großen. Danke Nintendo!

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Das modernste konservative Unternehmen der Welt

Ich werde es wohl nie ganz verstehen, wie du es geschafft hast, über 100 Jahre lang fort- und rückschrittlich zugleich zu sein. Vielleicht geht das auch nur in Japan – dem Land, das gestern schon in der Zukunft lebte. Lange fand ich deine kleinen Macken und Widersprüche charmant. Aber jetzt sind wir an einem Punkt unserer Beziehung angekommen, an dem sie mich eigentlich nur noch nerven.

Dass dein Präsident sich 2014 ohne Zögern das Gehalt halbierte, um sich selbst für den Misserfolg der Wii U abzustrafen, hat mir schwer imponiert. Heute denke ich, dass du einfach mal etwas jüngere Menschen ans Ruder lassen solltest. 

Sayonara Nintendo, es war schön mit dir. Oder um in deiner Sprache zu bleiben: Game over.

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Wannacry-Nachfolger: Der neue Trojaner-Angriff traf sogar Tschernobyl – und brachte nur 8000 Euro ein

Es ist erst wenige Wochen her, dass Wannacry die Welt erschütterte. Innerhalb eines Tages befiel der Trojaner Hunderttausende Rechner, konnte nur durch einen glücklichen Zufall gestoppt werden. Schon kurz danach warnten Experten, dass die nächste Attacke nur eine Frage der Zeit ist – und behielten Recht. Seit gestern wütet der Nachfolger Petya. Auch er richtet gigantische Schäden an. Für einen winzigen Ertrag.

Eigentlich sollte das Programm die Macher wohl reich machen. Es sperrt die betroffenen Rechner und fordert ein Lösegeld. Leider stellten sich die Drahtzieher erschreckend dilettantisch an. Alle Zahlungen sollten an dieselbe Bitcoin-Adresse gehen, zusätzlich sollten die Betroffen die erfolgte Transaktion per Mail bestätigen und dann die Rechner freigeschaltet bekommen. Doch dann kam ihnen ausgerechnet der E-Mail-Anbieter in die Quere.Experten prüfen Verwicklung Nordkoreas in WannaCry-Hackerangriff

Mail-Anbieter macht kurzen Prozess

Der knipste das Gauner-Postfach nämlich einfach ab. Selbst wer bereits bezahlt hat, kann die Erpresser also nicht mehr darüber informieren, die Freischaltung fällt aus. Kein Wunder, dass sich kaum einer die Mühe macht, das Lösegeld zu überweisen. Gerade mal 41 Transaktionen verzeichnet das Konto, 3,7519 Bitcoin sind bisher eingegangen. Das sind umgerechnet 8258 Euro und 83 Cent. Der Schaden wird im Millionenbereich liegen.

Wie bei der Wannacry-Attacke wurden auch diesmal vor allem Firmen infiziert, die meisten in der Ukraine und Russland. Die Ukraine traf es am härtesten. Dort waren neben der Zentralbank, dem staatlichen Telefon-Anbieter und dem Kiever Nahverkehr und dem Flughafen auch ein viel gefährlicheres Ziel betroffen: das berüchtigte Atomkraftwerk Tschernobyl. Der Computer zur Kerntemperatur-Messung fiel als Folge des Angriffes aus, sie muss deswegen manuell gemessen werden. Die Katastrophe ist aber ausgeblieben.WannaCry Anja Hirschel 21.20

Patches als Einfalltor

Auch diesmal kamen spezialisierte Angriffswaffen der NSA zum Einsatz, die im April im Netz aufgetaucht waren. Weil Microsoft die von Wannacry genutzte Lücke mittlerweile geschlossen hat, verbreiteten die Petya-Macher ihren Schädling auf einem anderen Weg. Sie verseuchten ausgerechnet das Windows-System, über das Administratoren in Firmen Patches verteilen können – und nutzten es, um ihrer Schädlinge zu verbreiten. Während Wannacry nur ältere Systeme befallen konnte, war diesmal auch Windows 10 betroffen.

Als ursprüngliches Einfalltor wird die ukrainische Buchhaltungs-Software MeDoc, berichten die Virenexperten von „Talos Intelligence“. Das Unternehmen weist die Vorwürfe aber von sich. Die Theorie erklärt zumindest, warum über 60 Prozent der betroffenen Firmen ihren Sitz in der Ukraine haben. Wie deutsche Unternehmen wie Beiersdorf und andere internationale Firmen sich den Trojaner einfingen, ist aktuell noch unklar.Wannacry Atombombe_15Uhr

Es könnte noch schlimmer kommen

Die Unternehmen müssen wohl demnächst noch mit vielen weiteren Attacken rechnen, auch mit professionelleren. Einige berichten bereits, dass sie mit Waffen angegriffen werden, die um ein vielfaches mächtiger sind als die von Wannacry und Petya genutzte Lücke „EternalBlue“ – und schwerer zu entdecken sind. Ein Betroffener nannte sie im Vergleich „eine Atombombe“. 

für die Verbreitung der NSA verantwortliche Hackergruppe „Shadow Broker“ hat bereits die nächste Ladung angekündigt. Sie bieten die Waffen im Abo an.

Ob Firmen und Regierungsstellen die kommenden Angriffe bemerken werden, steht auf einem anderen Blatt. Die Werkzeuge werden nicht nur von Amateuren heruntergeladen, sondern auch von Geheimdiensten und Profihackern. Statt für Erpressungskampagnen lassen sie sich auch für gezielte Industrie- und Regierungsspionage nutzen – und die bringt sicher deutlich höhere Summen ein als der aktuelle Erpressungsversuch.

Nach Wannacry: Neuer schwerer Hackerangriff trifft Milka-Konzern und deutsche Unternehmen

Nachdem im Mai an einem einzigen Tag hunderttausende Konzerne vom Erpressungstrojaner „Wannacry“ befallen wurden, folgte nun ein weiterer Cyberangriff. Die zweite Attacke hat ein neues Ausmaß der Gefahr offenbart. Die Schadsoftware verbreitete sich am Dienstag nicht nur über die Windows-Sicherheitslücke, die im Mai der Trojaner „Wannacry“ nutzte, sondern fand auch einen weiteren Weg, Computer innerhalb eines Netzwerks anzustecken.

Wie schwer die neue Attacke den Geschäften betroffener Unternehmen wie der Reederei Maersk oder dem Lebensmittelkonzern Mondelez, der unter anderem Milka-Schokolade herstellt, schaden wird, blieb zunächst unklar. Unterdessen sehen Experten Hinweise darauf, dass die Angreifer eher auf Chaos und nicht Profit aus waren.

Das Ziel – Chaos statt Profit?

Denn während Erpressungstrojaner, die Computer verschlüsseln und Lösegeld für die Freischaltung verlangen, ein eingespieltes Geschäftsmodell von Online-Kriminellen sind, war die Bezahlfunktion bei der neuen Attacke äußerst krude gestaltet. Die Angreifer verlangten zwar 300 Dollar in der Cyberwährung Bitcoin. Alles Lösegeld sollte auf ein einziges Konto gehen, die zahlenden Opfer sollten sich per E-Mail zu erkennen geben. Nachdem der E-Mail-Anbieter Posteo die genannte Adresse aus dem Verkehr zog, wurde es für die Betroffenen völlig sinnlos, Lösegeld zu zahlen. Bis Mittwochmorgen gingen nur 35 Zahlungen auf dem Bitcoin-Konto ein.

Die russische IT-Sicherheitsfirma Kaspersky verzeichnete am Dienstag rund 2000 erfolgreiche Angriffe, die meisten davon in Russland und der Ukraine, aber auch in Deutschland, Polen, Italien, Großbritannien, Frankreich und den USA. Der neue Angriff breitete sich damit langsamer aus als der „WannaCry“-Trojaner, der binnen eines Tages hunderttausende Computer befiel – aber er zog mehr international agierende Unternehmen in Mitleidenschaft.

WannaCry-Porträt 14.30Betroffen waren neben Maersk und Mondelez unter anderem auch der US-Pharmakonzern Merck, die französische Bahn SNCF und der russische Ölkonzern Rosneft. Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auch seiner Webseite mitteilte, sind auch deutsche Unternehmen betroffen. Strafverfolger in verschiedenen Ländern nahmen Ermittlungen gegen Unbekannt auf, da auch am Mittwoch weiter unklar war, wer hinter dem Virus steckt.

Trojaner könnte „Petya“-Variante sein

IT-Sicherheitsexperten waren sich unterdessen uneins, mit welcher Sofware sie es diesmal überhaupt zu tun haben. Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich um eine Version der bereits seit vergangenem Jahr bekannten Erpressungs-Software „Petya“. Kaspersky kam hingegen zu dem Schluss, es sei keine „Petya“-Variante, sondern eine neue Software, die sich nur als „Petya“ tarne.

Der Trojaner habe sich zumindest zum Teil über dieselbe Sicherheitslücke in älterer Windows-Software verbreitet wie auch der im Mai für eine globale Attacke genutzte Erpressungstrojaner „WannaCry“, erklärten die IT-Sicherheitsfirma Symantec und das BSI.

In internen Netzen nutze „Petya“ aber zusätzlich ein gängiges Administrationswerkzeug zur Weiterverbreitung und könne damit auch Systeme befallen, die auf aktuellem Stand seien, warnte das BSI.

Hacker machten Windows-Schwachstelle öffentlich

Besonders hart traf es Unternehmen und Behörden in der Ukraine. An der Ruine des ukrainischen Katastrophen-Atomkraftwerks Tschernobyl musste die Radioaktivität nach dem Ausfall von Windows-Computern manuell gemessen werden. Die ukrainische Zentralbank warnte vor einer Attacke mit einem „unbekannten Virus“, auch der Internetauftritt der Regierung war betroffen.

Die Windows-Schwachstelle wurde ursprünglich vom US-Abhördienst NSA ausgenutzt. Hacker machten sie im vergangenen Jahr öffentlich. Es gibt zwar schon seit Monaten ein Update, das sie schließt – doch das scheinen viele Firmen noch immer nicht installiert zu haben.

Mitte Mai hatte die „WannaCry“-Attacke hunderttausende Windows-Computer in mehr als 150 Ländern infiziert. Betroffen waren damals vor allem Privatpersonen – aber auch Unternehmen wie die Deutsche Bahn und Renault.Trojanerangriff Wannacry 13.45 

Stiftung Warentest: So gefährlich sind die beliebtesten Smartphone-Games für Kinder

Auf dem Smartphone zu daddeln, ist längst ein völlig normaler Zeitvertreib für jung und alt. Aber sind Smartphone-Spiele wirklich für Kinder geeignet? Nein, sagt Stiftung Warentest. Und hat gute Gründe dafür.

Geprüft wurden 50 der beliebtesten und umsatzstärksten Smartphone-Games, von Candy Crush bis Pokémon Go. Dabei ging es nicht um den Spielspaß. Den zu beurteilen, überließen die Tester jedem selbst. Für sie zählten harte Fakten. Untersucht wurden die beiden Bereiche Kinder- und Jugendschutz sowie der Datenschutz. Und alle Spiele waren mindestens bedenklich. Bewertet wurde etwa, wie angemessen die Inhalte für das angegebene Alter waren, wie teuer In-App-Käufe zu Buche schlugen und wie datenhungrig die Apps waren.Warentest Smartphones April 17_17Uhr

Nacktwerbung und Kinder-Casino

Am schlimmsten schnitten die beiden Spiele „Castle Crash – Ära der Bestien“ und „Huge Casino“ ab. Beiden verpasste Warentest in beiden Bereichen das klare Urteil „Inakzeptabel“. Das ab 0 Jahren angegebene „Huge Casino“ fiel mit seiner Glücksspiel-Simulation und In-App-Käufen bis zu 160 Euro mit einem Klick durch, zudem griff es eifrig Daten ab. Bei „Castle Clash“ gab es Nacktwerbung für eine Dating-App – das Spiel ab 6 Jahren freigegeben. Auch dieses Spiel sammelte extrem viele Nutzerdaten.

Am besten schnitt ein Lego-Spiel ab. „Lego Ninjago – Schatten der Ronin“ bietet als einziges einen „angemessenen“ Jugendschutz, verlor aber wegen Datensammelns und Mängeln in der AGB Punkte. Gut: Anders als die meisten Konkurrenten verleitet es die Kinder nicht zu teuren In-App-Käufen.Spinner_V02 0949

Teure In-App-Käufe, gefährliche Chats

Die können schnell ins Geld gehen. Der teuerste einzelne Kauf in den getesteten Spielen ging mit sagenhaften 350 Euro zu Buche. Käufe bis zu 100 Euro sind bei zwei Dritteln der Apps möglich. Stiftung Warentest rät deshalb zur Einrichtung eines Passwortes für Käufe. Aus Versehen getätigte Käufe lassen sich oft mit einer Meldung bei den Store-Betreibern aus Kulanz rückgängig machen. 

Eine Gefahr, die den meisten Eltern wohl nicht bewusst ist, ist eine Chat-Funktion. Die Hälfte der Apps bietet so Unbekannten die Möglichkeit, die Kinder anschreiben zu können. Keiner der Chats wurde moderiert, vielen fehlte selbst eine Melde-Funktion für übergriffige oder beleidigende Nutzer.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr unter diesem Link.Stiftung Warentest Preis Leistung_ 10.16

England: Weil diese Frau keinen BH trug, wurde sie angeblich entlassen

Unentschuldigtes Fehlen, häufige Unpünktlichkeit, unerlaubte Nebentätigkeit oder Beleidigung des Arbeitgebers in dessen Anwesenheit – das können alles Gründe für eine Kündigung sein. „Sich weigern bei der Arbeit einen BH zu tragen“ klingt dagegen eher ungewöhnlich, war in der englischen Kleinstadt Beverly aber anscheinend Grund genug für eine Entlassung. Das zumindest behauptet die Betroffene, Kate Hannah.

Die 22-Jährige hatte für das Restaurant „Bird & Beer“ gearbeitet. Doch weil sie keinen BH während ihrer Tätigkeit getragen habe, sei sie nun gefeuert worden, schreibt Kate in einem Post bei Facebook: „Ich bin gerade nach Hause gekommen, nachdem ich heute entlassen wurde, weil ich mich weigerte, einen BH zu tragen.“

„Ich schämte mich für meinen Körper“

Bereits einen Tag zuvor habe der Bruder ihrer Chefin unangemessene sexuelle Bemerkungen über das fehlende Kleidungsstück gemacht. Die Vorgesetzte habe das sogar mitbekommen. Nur habe sie nichts unternommen. Stattdessen habe sie ihr, als gerade drei Kollegen und ein Kunde daneben standen, gesagt, dass sie in Zukunft nicht arbeiten dürfe, wenn sie keinen BH trage. „Ich schämte mich in diesem Moment für meinen Körper und war total schockiert“, so die Engländerin.

Von dem Verhalten sei sie total angewidert. Schließlich habe sie das Recht, das zu tragen, was sie wolle. „Niemand sollte jemals das Gefühl haben, sich verstecken zu müssen, nur damit er keinen sexistischen Kommentaren ausgesetzt ist“, stellt sie klar. Ihrem Text hängte sie noch ein Foto ihres wahrscheinlichen Arbeitsoutfits an.Freizuegige Moderatorin 11.32

„Bird & Beer“ weist jegliche Vorwürfe zurück

Ihr Beitrag löste auf der Facebook-Seite von „Bird & Beer“ einen derartigen Shitstorm aus, dass das Restaurant die Besucherbeiträge ausschaltete, damit niemand mehr etwas Negatives über die angebliche Kündigungsaktion schreiben kann.

Zudem äußerte sich das Lokal noch einmal selbst zu den Vorwürfen und stritt alles ab: „Kein Mitarbeiter wurde bei uns wegen dieser Vorwürfe entlassen. Es ist unsere Pflicht, alle unsere Angestellten vor jeglicher Diskriminierung oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu schützen.“ Weitere Stellungnahmen seitens des Restaurants werde es erst einmal nicht geben.

Wäre diese Kündigung überhaupt rechtmäßig?

Dennoch stellt sich die Frage, ob diese Kündigung überhaupt rechtmäßig wäre. „Selbst bei uns in Deutschland kommt es drauf an“, sagt Karsten Klug, Fachanwalt für Arbeitsrecht, dem stern. „In solchen Fällen steht das Persönlichkeitsrecht dem Weisungsrecht des Arbeitgebers gegenüber. Zwar ist einer Kleiderordnung, wenn der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse daran hat, in diesem Fall hat er das durch den Kundenkontakt, Folge zu leisten. Ob die allerdings soweit geht, dass man zwingend einen BH tragen muss, ist fraglich und hängt von den Umständen des konkreten Einzelfalles ab, da die Grenzen dessen, was erlaubt ist, fließend sind.“