Smartphone: Neue Emoji: Sie ahnen nie, wofür diese Geste steht

Wenige Jahre ist es her, dass Apple Emoji auf dem iPhone einführte. Davor waren die kleinen Symbole fast ausschließlich in Japan im Einsatz. Heute sind sie vom Smartphone nicht mehr wegzudenken. Jetzt kommen 56 neue hinzu.

Das hat das Unicode-Konsortium nun bestätigt. Es kümmert sich um die einheitliche Umsetzung des Unicode-Standards, der etwa festlegt, wie Schriften auf verschiedenen Computer- und Smartphone-Systemen aussehen. Und natürlich um Emoji. Der neue Standard Unicode 10.0 enthält eigentlich 239 neue Emoji, die meisten sind aber Varianten mit unterschiedlichen Hautfarben. Wirklich neu sind 56 Emoji.Emoji 10.0 Emoji Äffchen 1405 

Elfen, Vampire – und die Liebe

Die meisten sind ziemlich einleuchtend. Elfen, Vampire und Meerjungfrauen erkennt man auf den ersten Blick. Auch das kotzende Emoji und eines, das mit dem Finger auf der Lippe zum Schweigen auffordert, sind selbsterklärend. 

Ein Emoji dürfte aber fast jeder falsch verstehen: Eine Hand, bei der die beiden mittleren Finger eingeklappt, der kleine, der Zeigefinger und der Daumen aber ausgestreckt sind. Die meisten dürften es für eine Variante der vor allem bei Metallern beliebten „Pommesgabel“ halten. Und könnten nicht falscher liegen. Denn das Symbol steht für „Ich liebe Dich“ – in Zeichensprache.Emoji Ich liebe dich 

Auch in der Gebärdensprache besteht das Liebesbekenntnis eigentlich aus drei Worten, mit jeweils eigener Geste. Dass es auch eine einzelne gibt, ist trotzdem schnell erklärt: Sie setzt sich aus den Handzeichen für I, L und Y zusammen – kurz für „I Love You“. Der kleine Finger steht in der Gebärdensprache für das I, das L setzt sich aus Zeigefinger und dem gespreizten Daumen zusammen. Und das Y bildet sich schließlich aus dem gespreizten kleinen Finger und dem Daumen. Zeigt man alle gleichzeitig, kommt die Fingerstellung des Emoji heraus.Diese Emojis benutzen Sie ganz… Wenn aus Beten ein High Five w… (2196676)

Emoji – ein ewiges Missverständnis

Schon in der Vergangenheit hatten viele Emoji für Verwirrung gesorgt. Weil die Anbieter wie Apple oder Microsoft die Symbole unterschiedlich umsetzen, werden sie teilweise schlicht falsch verstanden. So wird aus dem Symbol für „beten“ im Alltag schnell ein High-Five.

Bis die Nutzer die neuen Symbole verwenden können, dauert es wohl noch ein wenig. Die Symbole wurden gerade erst beschlossen und müssen nun umgesetzt werden. Google hat das für seine neue Android-Version mit dem Codename „O“ bereits getan, Apple dürfte die neuen Emoji frühestens mit dem für September erwarteten iOS 11 einführen.

Instagram-Rätsel: In diesem Bild soll ein Fisch versteckt sein

Bilderrätsel sind der perfekte Zeitvertreib, wenn man Langeweile hat – zumindest solange man nicht des Rätsels Lösung gefunden hat. Bei einigen geht das relativ schnell. Bei anderen dauert es etwas länger. So geht es vielen Instagram-Usern momentan bei einem Bild, was „thedudolf“ hochgeladen hat.

Es ist eine Zeichnung mit ganz vielen Tintenfischen und darin soll irgendwo ein Fisch versteckt sein. „Können Sie den Fisch finden“, lautet die Aufgabe. Das ist leichter gesagt als getan. Durch die Masse an Tintenfischen und den dadurch ziemlich eintönigen Kontrast muss man schon genau hinsehen.

Der entscheidende Tipp: die Augen der Tintenfische

„Ist es ein blauer Fisch, wo nur die Flosse zu erkennen ist?“, fragt ein User, der anscheinend nicht die Lösung gefunden hat. Ein anderer glaubt, dass im Bild gar kein Fisch versteckt ist: „Echt? Wo denn? Ich finde keinen!“

Das Entscheidende ist, sich an den Augen der Tintenfische zu orientieren. Von den meisten sind zwei zu erkennen. Es gibt aber eine Stelle, an der ein Auge heraussticht, das irgendwie keinem Tintenfisch zuzuordnen ist. Das ist der versteckte Fisch.

Er versteckt sich zwischen zwei Tintenfischen ziemlich in der Mitte des Bildes auf der linken Seite. Und zwar wenn man vom Tintenfisch mit dem Hut ausgeht, befindet er sich zwei Köpfe unterhalb links.

Wer steckt hinter dem Rätsel?

Dahinter steckt Gergely Dudás. Der Ungar zeichnet gerne – hauptsächlich solche Bilderrätsel. Mehrere Tausende folgen ihm deshalb in den sozialen Netzwerken bei Facebook, Instagram und Twitter. Immer wieder schafft er es mit jenen Suchbildern seine Fans zum Verzweifeln zu bringen.

Im September dieses Jahres bringt Dudás sogar ein Buch mit solchen Suchrätseln raus. Das werden einige dann wohl länger lesen, wenn sie bei diesem Rätsel schon Probleme hatten die Lösung zu finden.

20-Beknackt: Alte Männer treiben auf Stühlen übers Meer-19.30

Riesenhype ohne Budget: Wie zwei chinesische Hersteller ohne Werbung den Smartphone-Markt erobern

Wenn ein neues iPhone auf den Markt kommt, bekommt das beinahe jeder mit. Zeitungsartikel und Fernsehberichte sind zum Start eines neuen Apple-Smartphone fast unvermeidbar. Trotzdem gibt der Konzern Hunderte Millionen für Werbung aus. Dabei kann man heutzutage auch ohne Clips im Fernsehen jede Menge Smartphones verkaufen.

Wie das geht, zeigen etwa Oneplus und Honor. Die beiden chinesischen Unternehmen bieten ihre Smartphones weltweit an, nahezu ohne Werbebudget. Das schaffen sie mit aggressiven Preisen – und einer gigantischen Hype-Maschine.

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Ganz aus dem nichts kommen beide nicht: Hinter Honor steht Huawei, Oneplus ist eine Schwesterfirma des in China sehr erfolgreichen Smartphone-Riesen Oppo. Beide können auf die Fertigungsexpertise der Großen zurückgreifen, für die Vermarktung sind sie aber auf sich gestellt. Und trotzdem sehr erfolgreich.

Hype-Maschine Oneplus

Vor allem Oneplus schafft es seit dem Start vor knapp dreieinhalb Jahren, mit winzigem Budget maximalen Lärm zu verursachen. Die Chinesen verkaufen ihre Smartphones ohne Zwischenhändler direkt an die Kunden. Das erste Smartphone Oneplus One gab es nur per Einladung zu kaufen. Bei Ebay wurden die Einladungen zu Preisen von fast 100 Euro gehandelt – zusätzlich zum eigentlich sehr günstigen Kaufpreis von 300 Euro. Viele Kaufwillige bettelten in sozialen Netzwerken nach einer der Einladungen und erzeugten so zusätzlichen Hype. Ohne, dass auch nur ein Cent in Werbung gesteckt wurde. 

In den nächsten Jahren verfeinerte Oneplus die Strategie. Auf dem Weg leistete man sich durchaus peinliche Patzer. Selbst die sorgten aber für mehr Aufmerksamkeit. Der gerade mal 28-jährige Mitgründer Carl Pei kündigte den Nachfolger Oneplus 2 etwa mit dem vollmundigen Versprechen an, er werde auch noch die Premiumgeräte des nächsten Jahres schlagen. Das stimmte zwar nicht und sorgte auch für Spott – brachte aber eben auch jede Menge Publicity.Moto G5 Test 15.05

Soziale Medien als Schlüssel

In den letzten beiden Jahren wurde Oneplus etwas ruhiger. Statt auf Krawall konzentriert man sich auf einen stetigen Kontakt mit den Kunden. Pei und Mitgründer Pete Lau stellen sich regelmäßig bei Twitter oder Reddit den Fragen der Fans, zeigen Details aus dem Arbeitsalltag und kleine Teaser für kommende Produkte. Das gerade vorgestellte Oneplus 5 wurde etwa wochenlang in Häppchen angeteasert, mal ein Detailfoto gezeigt, mal ein Feature wie die Doppelkamera verraten. So blieben am Ende wenige Überraschungen – das Smartphone war aber ständig im Gespräch.

Auch bei Honor läuft viel über den direkten Kontakt in sozialen Netzwerken und über sogenannte Influencer. Durch geschickten Einsatz von Facebook und Co. lässt sich wunderbar Hype erzeugen, etwa indem man dort neue Produkte an freiwillige Tester verteilt. Statt klassischer Produktpräsentationen gibt es große Partys, man lädt Modeblogger und Instagramer ein. Als globaler Markenbotschafter wurde Fußballer-Sohn Brooklyn Beckham gebucht. Zusammen mit dem ohnehin großen Interesse der Tech-Presse reicht das als Publicity. Klassische Werbung braucht man da fast nicht.Samsung Galaxy S8

Niedrige Preise statt Werbebudget

Das eingesparte Geld wird bei beiden Unternehmen über die niedrigen Preise direkt an die Kunden weitergegeben. Natürlich nicht aus Eigennutz: Beide Marken profitieren ganz erheblich von ihrem Ruf, gute Hardware für kleines Geld zu bieten. Kein Wunder, dass die beiden Marken außerhalb von China vor allem im aufstrebenden Markt von Indien extrem erfolgreich sind.

Ob das bei Oneplus auch in Zukunft so sein wird, muss sich zeigen. Während sich Honor mit seinen Geräten wie dem aktuellen Honor 6x (hier bei uns im Test) klar zur Mittelklasse unter 250 Euro bekennt, strebt Oneplus in den Premium-Sektor.

Bleibt es günstig?

Das Oneplus One war noch ein sagenhaftes Schnäppchen, die Nachfolger wurden immer teurer. Das Oneplus 5 ist technisch das stärkste Smartphone des Herstellers, kostet mit seinem Startpreis von 500 Euro aber auch am meisten. Man bewegt sich langsam aber sicher in der Liga von Premium-Herstellern. Vielleicht geht es bald auch bei der Vermarktungsstrategie auf konservativere Pfade und man gibt doch Geld für Werbung aus.

Bei Honor steht das wohl nicht an. Anders als bei Oneplus hat sich die Mutter Huawei längst auch außerhalb von China als Premiummarke etabliert. Honor war von Anfang an als günstiger Ableger konzipiert, dürfte also auch in Zukunft weiter für kleine Preise stehen – und für ein noch kleineres Marketing-Budget.Smartphones unter 300 Euro 10.30

US-Republikaner: Daten von 198 Millionen Amerikanern lagen ungeschützt in einer Cloud herum

Auf ungesicherten, öffentlichen Servern hat ein Cyberexperte die Daten von 198 Millionen US-Bürgern gefunden. Mit Anschriften, Telefonnummern, Geburtsdaten und politischen Einstellungen zu heißen Eisen wie etwa Waffengesetze, Abtreibung oder Stammzellforschung. Diese frei zugänglichen Informationen hatte die den Republikanern nahestehende Firma Deep Root Analytics im Auftrag der republikanischen Partei auf Amazon-Servern gelagert. 198 Millionen Datensätze – das entspricht fast 62 Prozent der US-Gesamtbevölkerung.

Kein Passwort, die URL reichte aus

Chris Vickery, von der IT-Sicherheitsfirma UpGuard, hatte laut des US-Website „Gizmodo“ die Terabyte an Daten vor einigen Tagen entdeckt. Offenbar war der Zugang nicht einmal mit einem Passwort geschützt, die Kenntnis der richtigen Webadresse reichte aus. Die persönlichen Informationen stammten aus einer Reihe von Quellen, wie etwa von SuperPACs, US-Wahlkampf-Organisationen. Alle großen Parteien in den USA sammeln derartige Wählerinformationen um zum Beispiel maßgeschneiderte Werbespots zu verschicken. Die enormen Mengen dieser Analysedaten können mitunter wahlentscheidend sein. „Gizmodo“ etwa weist darauf hin, dass die präzise Kenntnis der Wählerschaft Donald Trump geholfen hat, in umkämpften Bundesstaaten die (knappe) Mehrheit zu erringen.

27-Die Cyber-Krieger der Zukunft-5413197570001Laut der US-Wahlbehörde hat Deep Root Analytics mindestens 980.000 Dollar von der Republikanischen Partei für die Wählerdaten erhalten. Vermutlich, so „Gizmodo„, dürfte aber deutlich mehr Geld geflossen sein, da sich auf den Servern auch Informationen anderer, konservativer Datensammelinstitute befunden haben. Die Entdeckung der völlig ungeschützten Datenbank bringt Sicherheitsexperten auf die Zinne. „Für Menschen mit ruchlosen Absichten, ist das natürlich ein gefundenes Fressen“, zitiert „Gizmodo“ den Internetaktivisten Joseph Lorenzo Hall vom Center for Democracy and Technology.