Virtuelle Erfindung: Dieses Wasser schmeckt nach Limo – der Geschmack kann mit Freunden online geteilt werden

Forscher aus Singapur haben einen Becher erfunden, der Wasser wie Limo schmecken lässt. Er ist mit Elektroden ausgestattet, der Strom stimuliert die Geschmacksknospen und lässt das Wasser anders schmecken. Der Geschmack kann per Internet auch an Freunde übertragen werden.

DDoS-Attacken: DHL, Hermes und Ebay wurden von Hackern erpresst

DHL, Hermes und Ebay sind offenbar Opfer von Erpressern geworden. Wie das Internetportal „t3n“ berichtet, ist das Geschäftskundenportal von DHL am 21. April mit einer sogenannten DDoS-Attacke angegriffen worden. Auch das Hermes-Kundenportal sei betroffen gewesen. Bei beiden Unternehmen war es auch schon Tage zuvor zu Störungen gekommen, die möglicherweise durch Hacker provoziert worden sind. Kunden hatten berichtet, dass es Störungen und sogar Vollausfälle der Portale gegeben habe. Auch der Online-Marktplatz Ebay soll angegriffen worden sein, die Versandseiten seien gestört gewesen. DDoS-Attacken sind vor allem für Firmen und Institutionen ein Problem. Sie funktionieren – vereinfach – durch eine Vielzahl von Anfragen durch mehrere Computer auf eine Webseite oder ein Netzwerk. Das bricht unter der Last zusammen.Cyber-Bankraub 18.00

Via Twitter hat sich eine Hackergruppe zu den Attacken bekannt. Demnach steckt ein Hacker-Kollektiv mit dem Namen „Xmr-Squad“ hinter den Attacken. Der Ebayexperte und Blogger Mark Steier will nach eigenen Angaben Kontakt zu der Hackergruppe gehabt haben. Offenbar wollten sie Geld erpressen. Er schreibt in seinem Blog: „Ein Vertreter der Gruppe bat mich folgendes zu veröffentlichen: ‚Vielleicht könnten Sie auch erwähnen, dass DHL keine 250€ bezahlen wollte und sie die Kunden so vernachlässigt haben.'“ Seinen Aussagen nach handele es sich um drei Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren. Steier gab gegenüber „t3n“ an, dass er mit einem der mutmaßlichen Täter telefoniert habe. Dieser habe einen russischen Akzent gehabt, aber fehlerfrei Deutsch gesprochen. BotnET_Check 15.14

Ungewöhnliches Vorgehen der Hacker

Das Portal „t3n“ und Steier finden das Verhalten der Gruppe untypisch. So schreibt Steier: „Klar scheint mir der Grund zu sein, warum xmr-squad sich bei mir gemeldet hat. Sie wollen bekannt werden und ihre Drohungen sollen zukünftig mehr Wirkung zeigen.“ Laut dem Sicherheitsprovider Link11 (LSOC) würden bei solchen Attacken normalerweise höhere Beträge gefordert, nämlich zwischen einem und fünf Bitcoin, also zwischen 1000 und 5000 Euro. „Bis jetzt sind dem LSOC DDoS-Attacken auf die Webseiten von Snipes, Freenet, Hermes, DHL, AldiTalk und 3DSupply bekannt“, lässt Link 11 wissen. „Neben den Unternehmen wurden laut der offiziellen Webseite der Täter auch das LKA Niedersachsen sowie das Land NRW angegriffen.“Doch offenbar macht die Gruppe unbeirrt weiter. Via Twitter lassen sie wissen, dass sie Attacken auf Vodafone und Freenet gestartet hätten. „Nach Einschätzung des LSOC sind die Erpressungsversuche von XMR-Squad unbedingt ernst zu nehmen, auf sie eingehen sollte man aber nicht.“

Hacker erklären Drogenkartell … „Anonymous“ in Mexiko (1746410)

Undercover in der iPhone Fabrik: Sechs Wochen Lohnsklave im Apple-Universum

In den USA entsteht ein luxuriöser Campus für Apple-Mitarbeiter, am anderen Ende des Globus, in China, können Apple-Arbeiter von solchen Bedingungen nur träumen. Der Weltkonzern hat die niederen Tätigkeiten der Produktion ausgelagert. Und in den Werken der Zulieferer herrschen gnadenlose Bedingungen.

Dejian Zeng hat sechs Wochen in einer Fabrik von Pegatron geschuftet. Allerdings war das Ziel des Studenten nicht, möglichst viel Geld zu verdienen. Er recherchierte für ein Forschungsprojekt über die Schattenseite der globalen digitalen Ökonomie.

Mit dem „Business Insider“ sprach er ausführlich über seine Zeit an der Produktionsstraße. Apple sagte gegenüber dem „Business Insider“, dass die Arbeitsbedingungen in der Fabrik täglich überwacht werden, so dass niemand mehr als 60 Stunden in der Woche arbeiten müsse, gleichzeitig stelle man sicher, dass mehr als der Mindestlohn gezahlt werde.

In der iPhone-Fabrik

Der Lohn von Zeng betrug tatsächlich umgerechnet etwa 450 US-Dollar plus der freien Unterkunft in einem Wohnheim, jedoch ohne die Kantinenkosten. 3100 Yuan sind etwa 25 Prozent mehr als der gesetzliche Mindestlohn oder entsprechen etwa der Hälfte des Durchschnittslohns in China. Allerdings kann man diesen Wert nur mit Überstunden erreichen, ohne Überstunden wird exakt der Mindestlohn ausgezahlt. iPhone 8 Ticker (NICHT ÄNDERN)_14.50

Auch sonst decken sich Zengs Beobachtungen mit den Angaben von Apple. Die höllischen Bedingungen, die noch vor wenigen Jahren Arbeiterinnen in den Selbstmord trieben, scheint der Konzern abgestellt zu haben. Allerdings haben sich die Arbeitsbedingungen in ganz China verbessert.iPhone prank_16.45

Arbeiten für Apple: Stupide und schnell

Dennoch ist die Arbeit kein Zuckerschlecken. Auf Dejian Zeng wirkte sie vor allem auslaugend und unglaublich ermüdend. Das liegt an der Kombination von unendlicher Monotonie und schierem Druck. Jeder Arbeiter an der Produktionsstraße macht immer denselben Handgriff, dass aber in einer Taktung, die nur zur schaffen ist, wenn er absolut konzentriert bleibt. Für eine extrem stupide Arbeit benötigt man die Konzentration eines Chirurgen. Daher zehrt die Montage so aus, dass die Arbeiter stets übermüdet sind. Die meiste Zeit war Zeng für nur eine einzige Schraube verantwortlich. Die Grundbedingungen in der Fabrik sind ermüdend, aber nicht grausam. In der Schicht gibt es alle zwei Stunden eine unbezahlte Pause von zehn Minuten. Wegen der Größe der Halle reicht die Zeit eben gerade aus, um das WC zu erreichen. Zum Essen gibt es eine ebenfalls nicht bezahlte Pause von 50 Minuten. 

Überstunden müssen geleistet werden, sie werden aber in einem ausgekügelten System auf die Wochentage verteilt. Am Ende werden es nicht mehr als 60 Stunden – verteilt auf sechs Tage.

An den Tagen, an denen zwei oder 2,5 Stunden länger gearbeitet werden muss, bleibt keinerlei Freizeit. Dafür sorgen die nicht zur Arbeitszeit zählenden Pausen, die langwierigen Sicherheitschecks beim Einlass in die Fabrik und die Transferzeiten zum Wohnheim. Tatsächlich werde die strikten Regeln bei der Arbeitszeit nur noch in begrenzten Stoßzeiten verletzt. Kollegen haben Zeng verraten, dass dann nach wie vor elf Tage hintereinander durchgearbeitet wird.

Besser dran als Wachmann

Beliebt ist der Job nicht, sagt ein Kollege: „Ich würde nicht sagen, dass wir es mögen und auch nicht, dass wir es hassen. Das ist nur ein Job, der Geld bringt. Die Tätigkeit mag niemand, unser einziges Ziel, wenn wir zur Arbeit gehen, ist es, zu warten, bis es vorüber ist. Das einzige, woran wir denken, ist Geld, Geld, Geld. Das ist alles,was hier zählt.“

Seine Kollegen verrieten ihm, dass die Disziplin und der Druck in dieser Fabrik sehr viel höher sei, als in anderen Werken. Entsprechend unbeliebt ist der Job. Es sei vollkommen normal, dass die Arbeiter nach zwei Monaten kündigten. Wegen des geringen Verdienstes in der Apple-Montage ist selbst ein Job als Wachmann, Pförtner oder Lieferwagenfahrer eine große Verbesserung. Der Fabrikjob für Apple sei eine Stufe über der Arbeits- und Obdachlosigkeit, urteilt Zeng. Wegen der freien Unterkunft ist die Arbeit für Neuankömmlinge interessant.

Klickfarm am Feierabend

In dem Wohnheim – acht Leute in einem kleinen Raum – hat Zeng merkwürdige Geschäftspraktiken kennengelernt. Das Heim bietet überall einen guten Wifi-Zugang. Der kostet kein Geld, doch die Arbeiter müssen den Zugang über ein System imaginärer Münzen verdienen. Das Wohnheim ist eine Art-Klickfarm. Punkte verdienen die Arbeiter, indem sie auf angewiesene Seiten klicken oder besser noch bestimmte Apps herunterladen und installieren. Mit solchen Tricks werden die Platzierungen in den Appstores manipuliert. Auch in dem vom Apple.

Den sehr ausführlichen Artikel finden Sie hier.

Gegen Trumps Armada: Mit dieser Rakete will Putin Flugzeugträger pulverisieren

Das Säbelrasseln der Supermächte geht in eine neue Runde. US-Präsident Donald Trump schickt eine Armada nach Nordkorea. Und China und Russland reagieren. An der chinesisch-koreanischen Grenze sorgen Pekings Truppen für kilometerlangen Stau. Russland lässt in Wladiwostok Züge mit Luftabwehrraketen entladen.

Die US-Macht gefährden

Und auch wenn es kurzfristig Verwirrung um den Kurs der Kampfgruppe um den Flugzeugträger Carl Vinson gab, sollen drei amerikanische Kampfgruppen auf dem Weg nach Nordkorea geschickt werden. Die Flugzeugträger sind die Grundlage der weltweiten Macht Amerikas. Passend zum Aufmarsch der USA demonstrierte Moskau vor einigen Tagen, dass die mächtigen Träger nicht länger unverwundbar sind.

Noch schneller, als befürchtet

Nach Angaben der Agentur Tass haben die russischen Streitkräfte erfolgreich eine Anti-Schiffs-Rakete vom Typ Zircon getestet. Raketen werden häufig getestet, doch die Zircon ist ein militärischer Game-Changer. Das getestete System ist als Fleet-Destroyer konzipiert, eigens gebaut, um Flugzeugträger auszuschalten. 

Das Besondere am fünf Tonnen schweren Zircon-System ist die enorme Geschwindigkeit der Rakete. Die Tass zitiert anonyme Quelle aus dem Militärapparat: „Die Tests bestätigten, dass die Zircon  eine Geschwindigkeit von Mach acht erreicht.“ Achtfache Schallgeschwindigkeit sind etwa 10.000 Kilometer pro Stunde. Diese Geschwindigkeit macht es derzeit unmöglich, eine Waffe wie die Zircon abzufangen. Konventionelle Abwehrsysteme können sie nicht einholen, außerdem schrumpft die Reaktionszeit enorm zusammen. In zwei Minuten legt die Zircon 300 Kilometer zurück. Raketen dieser Art könnten nur Laserwaffen oder elektronische Abwehrsysteme wirksam begegnen. Die technischen Schwierigkeiten sind allerdings enorm. Die Rakete muss nicht nur stark beschleunigt werden. Um nicht von der Reibung verbrannt zu werden, muss sie sich in einer Plasma-Blase bewegen und soll dennoch hochgradig manövrierfähig bleiben.10-Probelauf der USS Gerald Ford 12.34

Game-Changer des Wettrüstens

Die Tass berichtet, dass die Serienfertigung der Zircon schon im Jahr 2018 beginnen wird. Eine einsatzfähige Waffe des Typs würde das gesamte Rüstungsgefüge verändern. Mit der Geschwindigkeit von Mach acht ist die Zircon noch deutlich schneller, als westliche Experten befürchtet hatten. Die „Deutsche Welle“  sprach vor dem aktuellen Versuch mit Tim Ripley vom angesehenen Militär-Journal „Jane’s Defence Weekly“ über das Zircon-Projekt.

„Es wird die Reaktionszeit der westlichen Kräfte enorm reduzieren“, fürchtet der Experte. Auch die USA würden entsprechende Waffen entwickeln, doch sollte es nicht irgendein super-geheimes Projekt geben, läge der Westen bei diesem Waffen-Typ weit hinter den Entwicklungen in China und Russland zurück. 

Die Technologie der Zircon würde Russland Überraschungsattacken gegen einen hilflosen Gegner ermöglichen, so Ripley. Der Einsatz als Anti-Schiffs-Rakete ist nur eine Variante. Ziele in Westeuropa könnten damit in einer Weise geschlagen werden, wie es die USA mit ihren Angriffen auf Afghanistan, Irak und Serbien vorgemacht hätten. „Wir leben einer Zeit, in der ein militärisches Gleichgewicht der Mächte wieder möglich ist.“ Ripley ergänzte, die Zircon werde Russland einen Vorsprung geben.

Ermöglicht Enthauptungsschläge

Zu erwarten ist, dass die Waffen nicht nur von Schiffen gestartet werden, sondern Varianten für den Einsatz vom Boden und von Flugzeugen folgen werden. Dafür spricht, dass die Quelle der Tass verriet, die Zircon können vom Universal-Starter 3C14 abgeschossen werden. Dieser Starter wird bereits für die Onyx- Rakete und die Kaliber-Cruise-Missiles verwendet.

Das hieße auch, dass die Zircon nicht allein auf den gewaltigen, russischen Schlachtkreuzern das alte P-700-Granit-System ablösen wird. Bekannt wurde, dass die Admiral Nakhimov umgerüstet werden soll. Der Universal-Starter wird auch auf sehr viel kleineren Schiffen verwandt. Selbst die nur sechzig Meter langen Mini-Boote der Bujan-Klasse ließen sich mit der Zircon in einen Träger-Zerstörer verwandeln.