Neues Samsung-Smartphone: Was wir über das Galaxy S8 wissen – und womit Samsung überraschen könnte

Das neue Flagschiff von Samsung

Für Samsung ist es der wichtigste Abend des Jahres: Mit dem Galaxy S8 enthüllen die Koreaner ihr wichtigstes Vorzeige-Produkt. Die Premium-Smartphones der Galaxy-S-Reihe sind neben dem jeweiligen iPhone der Maßstab der ganzen Branche. Im Vorfeld waren schon Unmengen an Details durchgesickert, von der technischen Ausstattung bis zum Design. Wir erklären, was schon zum S8 bekannt ist – und wo Samsung uns überraschen könnte.

Galaxy S8: Riesendisplay im kleinen Gehäuse

Das wichtigste Feature des Galaxy S8: Beide Modelle bekommen ein geradezu gigantisches Display, trotz im Vergleich zum Vorgänger nahezu gleichbleibender Gehäusegröße. Das kleinere S8 soll nach übereinstimmenden Leaks auf 5,8 Zoll in der Größe des Galaxy S7 kommen. Das S8+ getaufte, große Modell soll es gar auf satte 6,2 Zoll bringen. Das Seitenverhältnis des Bildschirms ändert sich deshalb von 16:9 zu 18:9.Warum Samsung mit dem iPhone 8 mächtig Geld verdienen wird_20.26

Für den schlanken Rand hat Samsung sogar eines seiner ikonischsten Design-Elemente geopfert: Der Home-Button ist verschwunden, wie bei anderen Android-Smartphones wird er durch einen virtuellen ersetzt. Der Fingerabdruck-Scanner landet wohl auf der Rückseite, direkt neben der Kamera. Er soll das Galaxy S8 in Zukunft gemeinsam mit einem Iris-Scanner entsperren. Den hatte das letztes Jahr vorgestellte Note 7 auch schon, er funktionierte dort recht gut.

Galaxy S8: Was kann die Kamera?

Bei der Kamera sind bisher wenig Neuerungen bekannt. Eine Doppelkamera wie beim iPhone oder Smartphones von LG oder Huawei hat Samsung dem Galaxy S8 nach geleakten Fotos nicht spendiert. Bonus-Features wie eine eigene Schwarz-Weiß-Kamera oder optischer Zoom fallen also weg. Trotzdem darf man wohl hervorragende Bilder erwarten, auch Abseits von Doppellinsen ist ja durchaus Spielraum für Verbesserungen und kleinere Schmankerl. Ein Gerücht sagte etwa eine Superzeitlupe mit sage und schreibe 1000 Bildern die Sekunde voraus. Bei der Kamera hat Samsung immer noch jede Menge Überraschungs-Potenzial.Fotostrecke-iphone7Galaxy_10.40

Unter der Haube ist dagegen das meiste bekannt. Je nach Modell wird demnach ein extrem schneller Exynos-Prozessor oder der neue Snapdragon 835 für Tempo sorgen. Der Arbeitsspeicher schwankt je nach Gerücht zwischen 4 und 6 GB. Als Datenspeicher soll es mindestens 64 GB geben, vielleicht kommt noch eine größere Variante. Der Akku soll beim S8 3000 Milliamperestunden (mAh) fassen, beim S8+ sind es wohl 3500 mAh. Gute Neuerungen, aber wenig Revolutionäres.

Galaxy S8: Ist Bixby das Killer-Feature?

Spannender ist da noch Bixby. Das ist sozusagen Samsungs Siri-Version, die mit dem Galaxy S8 Premiere feiert. Der smarte Assistent ist bereits offiziell bestätigt. In einem Blog-Post gab Samsung sich vollmundig: Man wolle die Schwächen der anderen digitalen Assistenten ausbügeln und die Technologie auf ein neues Level haben, hieß es da. Was der Assistent wirklich drauf hat, ist mindestens genauso spannend wie die Frage, ob es Bixby überhaupt für deutsche Nutzer geben wird. Bisher wurden zumindest nur Screenshots der englischen Ausgabe gezeigt.

Ebenfalls spannend: Mit einem eigenen Dock namens Dex will Samsung das Galaxy S8 zu einem PC-Ersatz machen. Wie bei einigen Windows-Smartphones muss man dann nur einen Monitor, Tastatur und Maus anschließen und kann Apps oder Programme auf dem großen Schirm benutzen. Galaxxy S8: So teuer wird Samsungs Smartphone 15.43

Galaxy S8: Preise und Verfügbarkeit

Wer sofort nach der Enthüllung heute Abend seine Kreditkarte zücken will, dürfte enttäuscht sein. Als Verkaufsstart wird aktuell der 21. April gehandelt. Bei den Preisen gibt es widersprüchliche Angaben. Der für seine präzisen Vorhersagen bekannte Leaker Evan Blass nannte mit großem Selbstbewusstsein 799 Euro für das Galaxy S8 und 899 Euro für das Galaxy S8+. Einer italienischen Seite wurden allerdings 829 bzw. 929 Euro als Preis für Italien durchgestochen. Ob einer oder gar beide richtig liegen, wird sich heute Abend zeigen. Die ein oder andere Überraschung sei Samsung ja gegönnt.Samsung Fakten_11Uhr

App-Update: Facebook setzt verstärkt auf die Kamera

Der Siegeszug der Fotos geht weiter: Auch Facebook fokussiert sich in seiner Haupt-App nun auf die Kamera-Funktion. Das soziale Netzwerk will sich damit gegen Wettbewerber Snapchat durchsetzen.

„Die Art, wie Leute ihre Neuigkeiten teilen, hat sich stark verändert», sagte Produktmanager Sachin Monga zur Begründung. Am Anfang seien es vor allem Text-Mitteilungen gewesen, jetzt dominierten Fotos, in Zukunft würden es Videos sein.Snapchat-Fails

Das Kamera-Symbol ist jetzt sofort nach Öffnen der App prominenter sichtbar. Zudem bekommt die Kamera direkt in der Anwendung Spezialeffekte wie die Möglichkeit, virtuelle Gegenstände, etwa Bärte, hinzuzufügen oder den Stil berühmter Maler zu imitieren. Solche Zusatzinhalte waren einst ein Erkennungsmerkmal der Foto-App Snapchat – genauso wie die Stories-Funktion, bei der Nutzer für einen Tag Fotos mit ihren Freunden teilen können. Facebook führte das Format bereits in seiner Foto-App Instagram sowie den Kurzmitteilungsdiensten WhatsApp und Facebook Messenger ein. Jetzt kommt es auch in die Haupt-App des weltgrößten Online-Netzwerks.

Facebook geht mit dem Trend

„Wir sehen das heute als eine Art Standard für die Branche“, sagte Monga zum Stories-Format. Facebook wolle seinen Nutzern das Teilen von Inhalten so einfach wie möglich machen. „Teil dieses Jobs ist auch, so viel wie möglich überall zu lernen.“ Deswegen sehe sich Facebook auch an, wie Menschen andere Online-Dienste nutzten. Das Teilen von Fotos und Videos sei zum Beispiel ein allgemeiner Trend im Netz. „Wir denken darüber nach, wie wir diese Trends in unserem Service abbilden können – und manchmal bedeutet das auch, ein Format zu adaptieren, bei dem ein anderer Dienst der Vorreiter war.“ Es gehe letztlich darum, den Nutzern die Möglichkeiten zu geben, die sie haben wollen.

Eine weitere neue Funktion in der Facebook-App ist die Möglichkeit, Bilder für eingeschränkte Zeit nur mit ausgewählten Freunden zu teilen. Sie kommt unter dem Namen „Direkt“ prominent an den oberen Rand des Bildschirms.Vor Facebook_12.30

Apple: Das bringt das iPhone-Update

Apple hat nach langer Testphase am Montagabend eine Reihe großer Updates für iPhone, Mac, Apple TV und Apple Watch veröffentlicht. Wir stellen die wichtigsten Neuerungen vor.

iOS 10.3: Neues Dateiformat

Die wohl wichtigste Änderung für iPhone- und iPad-Nutzer ist das neue Dateiformat, das mit iOS 10.3 Einzug hält. Das altgediente HFS+ wird von APFS (steht für Apple File System) abgelöst, das für schnelle Flash-Speicher optimiert ist und Apple zufolge weniger Speicherplatz in Anspruch nimmt. Ansonsten macht sich das neue System für die Nutzer nicht bemerkbar. Die Umstellung erfolgt automatisch mit der Installation des Updates, der User muss nichts händisch einstellen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte vor dem Update auf jeden Fall in iTunes ein Backup seines Apple-Geräts anlegen.

iOS 10.3: Find my AirPods

Über das Update dürften sich auch Besitzer von Apples ersten kabellosen Kopfhörern freuen, den AirPods. Denn nun ist es möglich, mit Hilfe der Funktion „Mein iPhone suchen“ auch verlorene AirPods wiederzufinden. Weil diese im Gegensatz zu den meisten Kopfhörern keine Strippe zwischen den Ohrstücken haben, können sie schnell verlegt werden oder in die Sofaritze rutschen.

AirPods 16.19Voraussetzung für die Suche ist ein via Bluetooth gekoppeltes iOS-Gerät. Wird die Suche gestartet, wird ein immer lauter werdender Ton erzeugt, mit dem man den Kopfhörer wiederfinden soll. Über iCloud.com soll der Nutzer auf einer Karte den Standort ermitteln können, an dem das iPhone oder iPad zuletzt mit den AirPods Kontakt hatte.

iOS 10.3: Das ist sonst noch neu

Der Sprachassistent Siri wurde verbessert, so werden nun diverse Auto-Apps und das Buchen von Fahrten mit Fahrdienst-Anwendungen unterstützt. Zudem bietet CarPlay neue Anzeigemöglichkeiten für Apple Music und einen Schnellzugriff auf die zuletzt benutzten Apps. Nervigen Kalender-Spam soll es nicht mehr geben, außerdem können Nutzer mit iOS 10.3 erstmals Rezensionen im App Store bewerten.

Wer möchte, kann mit der vorinstallierten Karten-App nun die Parkposition des eigenen Autos ausfindig machen. Zudem wurden einige Sicherheitslücken gestopft. Mit der dazugehörigen iTunes-Version  12.6 ermöglicht es Apple nun, geliehene Filme und Serien Geräte-übergreifend anzuschauen – also auch auf Apple TV und Mac. Bislang war das bei ausgeliehenen Filmen lediglich mit dem Gerät möglich, mit dem sie ausgeliehen wurden.

Apple-Fakten 11.44

macOS 10.12.4: Night Shift

Ein iPhone-Feature gibt es nun auch für den Mac: die „Night Shift“-Option. Diese aktiviert einen Blaulichtfilter während der Abend- und Nachtstunden, es dominieren dann warme Gelbtöne. Das soll die Augen entspannen, sodass der Nutzer besser einschlafen kann.

watchOS 3.2: Apple Watch mit Kino-Modus

Die Apple Watch erkennt, wenn ein Nutzer die Hand hebt und aktiviert dann das Display. Ziemlich praktisch, im Kino kann das aber nerven. In watchOS 3.2 wurde der Apple Watch deshalb ein Kinomodus spendiert. Dabei leuchtet das Display nicht mehr auf, man muss es mit einem Druck auf die Krone oder den Bildschirm aktivieren. Bei eintreffenden Benachrichtigungen vibriert das Gerät nur noch.

tvOS 10.2: Wenig Neues am Apple TV

Vergleichsweise mager sind die Neuerungen am Apple TV. Das Scrollen langer Bildschirmseiten soll mit der Siri-Remote angenehmer sein, zudem funktioniert die Remote-App nun auch für das iPad. Auf Wunsch werden auf dem Tablet auch Songtexte (Lyrics) und Playlisten angezeigt, außerdem kann man darauf die Audiospuren in Filmen und Serien wechseln.Apple zu billig_15.50

Ikea Tradifri: Ab dem 1. April gibt es bei Ikea eine smarte Beleuchtung

Der erste Schritt zum Smarthome ist die Beleuchtung. Mit einem Knopfdruck kann jeder ein klares Arbeitslicht in eine stimmungsvolle Leuchte verändern. Diese Möglichkeiten locken viele, nur empfinden sie die bestehenden Systeme als zu teuer und wohl auch als zu kompliziert.

Das glaubt zumindest Ikea. Zum 1. April bringt der Möbelgigant auch in Deutschland eine eigene Smart-Lighting-Kollektion in die Filialen. In vier Testländern werden einzelne Module schon seit dem Herbst 2016 angeboten, der allgemeine Marktstart fällt nun mit der Einführung der Tradifri-App zusammen. Mit ihr kann die Beleuchtung auch ohne eine spezielle Fernbedienung über das Smartphone oder Tablett angesteuert werden. „Man kann beispielsweise ein Licht für früh morgens einstellen, ein weiteres für den späten Abend und ein drittes zum Kochen und Arbeiten“, sagt Björn Block, der Chef von Ikea Home Smart.

Installation ohne Vorkenntnisse

Stromverbrauch 0647Und natürlich sollen die Käufer die Geräte ohne Installateur oder Fachmann in Betrieb nehmen können. Ikea verspricht eine „Plug and Play-Lösung“, die alten Glühlampen werden lediglich durch Tradifri-LED-Birnen ersetzt. Bisher gab es schon LED-Lampen, LED-Lichtpaneele und LED-Türen. Ergänzt wird die Kollektion durch eine Reihe von neuen Produkten wie kabellose Dimmer, ein Bewegungsmelder, ein Gateway und die Tradifri-App. Das Gateway dürfte eine zentrale Basisstation sein, welche die Leuchten miteinander vernetzt. Mit ihr und der App lassen sich dann die gewünschten Lichtstimmungen ansteuern. Wie komfortabel und leistungsfähig das Ikea-System ist, lässt sich derzeit noch nicht sagen. .Life Hacks Wasserschaden Handy 11.00

Der Preis spricht für Ikea 

Hinrichs ApartimentumWegen der Marktmacht des Möbelhauses, dürfte Smart-Lightning eine ernstzunehmende Konkurrenz für Philips Hue und Osram Lightify werden. Denn das Preisniveau von Ikea ist deutlich niedriger: Ein Bewegungsmelder von Philipps kostet etwa 40 Euro, das Gerät von Ikea 25 Euro. Ähnlich sieht es bei den Birnen aus, eine 1000-Lumen-Leuchte mit Tageslicht kostet bei Ikea 20 Euro, eine Philippsleuchte „White Ambiance“ mit etwas geringerer Lichtstärke 35 Euro. Soll die Phillips-Lampe in 16 Millionen Farben leuchten können, muss man fast 60 Euro bezahlen. 

Generell liegt das Preisniveau des Ikea-Sortiments bei etwa 60 Prozent der Preise von Philipps Hue.  Dafür nimmt man allerdings ein kleineres Sortiment in Kauf. Den ersten Kauf sollte man nicht spontan entscheiden. Auch wenn Einsteigersets für 70 Euro angeboten werden, wird eine Umstellung aller Lichtquellen sehr teuer. Da die Systeme nicht kompatibel sind, ist man auf Jahre an einen Anbieter gebunden. Ein späterer Umstieg auf ein Konkurrenzsystem ist sehr kostspielig.

Smart bleibt ein teurer Spaß

Billig ist die Lichterpracht von Ikea immer noch nicht. Verzichtet man auf smarte Beleuchtung ist das Licht sehr viel günstiger zu haben: Eine ganz normale Led-Leuchte von Philipps gibt es pro Stück ab 2 Euro, wenn man eine 10er Schachtel wählt. Entschließt man sich zum Einstieg in die smarte Beleuchtungswelt, muss man also dauerhaft mit mindestens zehnmal höheren Kosten für Leuchtmittel rechnen. Wer es bunt mag, muss sogar das 30-fache einplanen.