Aufklärungskampagne: Handy weg am Steuer – die Polizei warnt mit diesem Schockvideo

„Pling“ – neue Nachricht. Nur mal kurz aufs Handy schauen und schon ist man abgelenkt. Viele Autofahrer lesen während der Fahrt ihre Nachrichten. Ein klitzekleiner Moment der Unaufmerksamkeit reicht schon, dass es zum Unfall kommt. Die Polizei in NRW startet eine Aufklärungskampagne.

Messenger: Das bringt das neue Whatsapp-Update

Eigentlich sollen Updates die Nutzer ja mit immer neuen Features beglücken. Das aktuelle Whatsapp-Update ist deswegen tatsächlich bemerkenswert: Es bringt eine gestrichene Funktion zurück – nur Wochen nach ihrem Verschwinden. Denn neben allerlei Neuem bringt die gerade erschienene iPhone-Version vor allem eines: Nutzer können wieder den alten Status verwenden.

Den hatte Whatsapp mit einem Update vor wenigen Wochen erst rausgeworfen. Stattdessen sollten sich die Nutzer für den neuen Status begeistern, der ähnlich wie Snapchats oder Instagrams Stories funktioniert und vor allem auf Fotos und Videos setzt. Statt für Freude sorgte die Änderung aber für mächtig Ärger: Die Fans forderten vehement den alten, nur aus Text und Emojis bestehenden Status zurück. Das vermeintliche Super-Feature nutzt dagegen kaum einer.

Aus Status wird Info

Whatsapp ruderte überraschend schnell zurück: Auf Android-Smartphones ist der alte Status schon seit ein paar Tagen wieder da, auf iPhones seit heute auch wieder. Weil der Name ja nun für den neuen Status reserviert ist, nennt sich der alte allerdings nun nur noch „Info“. Er lässt sich jetzt im Nutzer-Profil verändern und wird wie gehabt in der Kontaktliste angezeigt.160901_WhatsApp_alternativen

Wer den Status nicht verwendet, bekommt aber auch einige neue Funktionen geboten. So kann man nun Videos schon anschauen, während sie noch herunterladen. Bei ausreichend schneller Verbindung bleiben so fast keine Wartezeiten. Ebenfalls neu: In der Kamera-Ansicht findet sich nun ein kleines Mond-Symbol. Tippt man darauf, wird das Bild softwareseitig aufgehellt. Das funktioniert ganz gut, Wunder sollte man keine erwarten. Gut: Mit jedem Neustart der Kamera ist der Mond-Modus wieder abgeschaltet.

Die letzte Neuerung können nur Besitzer eines iPhone 6s oder iPhone 7 nutzen. Sie setzt auf die 3D-Touch-Technologie. Schneidet man ein Bild zurecht, muss man nur noch ungefähr den Ausschnitt wählen, den man dem Gegenüber schicken möchte. Danach drückt man noch einmal mit 3D-Touch das „Zuschneiden“-Symbol – und Whatsapp schneidet das Bild passend ins 16:9-Format. Nett, aber nur mäßig nützlich. Besitzer älterer iPhones brauchen sich also nicht zu ärgern.Whatsapp Tricks_8.10

Neues System Android O: Google will Androids Akku-Problem lösen – mit einem Trick des iPhones

Eigentlich zeigte Google seine neue Android-Version immer erst bei der eigenen Entwicklermesse I/O im Mai. Letztes Jahr gab es dann erstmals eine frühere Preview-Version. Das hat nun scheinbar System: Google hat gestern die Vorab-Version von Android „O“ präsentiert. Und die soll eine der größten Nutzerbeschwerden in den Griff bekommen.

Schon seit Jahren ärgern sich Android-Fans etwa über die unzuverlässigen Akku-Laufzeiten. Das soll sich nun ändern. Android wird dazu zum Beispiel einschränken, was im Hintergrund laufende Apps noch treiben können, erklärte Google-Manager Dave Burke in einem Blogeintrag. Sie sollen etwa deutlich seltener den Standort abrufen können. Mit der eingeschränkten Aktivität im Hintergrund nähert sich Googles System an Apples iOS an, das schon seit Jahren Apps, die aktuell nicht genutzt werden, einfriert. Das iPhone erreicht so oft trotz nominell kleinerer Akkus längere Laufzeiten.Android-lücke 15.00

Neue Notifications und Bild-in-Bild

Android O hat aber auch noch weitere Neuerungen im Gepäck: So sollen Nutzer stärker anpassen können, wie ihnen Benachrichtigungen angezeigt werden. Auch die Sound-Ausgabe an drahtlose Bluetooth-Kopfhörer will Google verbessern. Videos wird man in einem Bild-in-Bild-Modus weiterlaufen lassen können, während man eine andere App nutzt. Googles System soll zudem endlich das breitere Farbspektrum anzeigen, das moderne Displays darstellen können. Zudem hat Google die Benutzung von physische Tastaturen verbessert, was vor allem Tablets und Googles Chromebooks zugute kommen dürfte. Viel mehr Details dürfte es bei der jährlichen Entwicklerkonferenz Google I/O Mitte Mai geben.

Google geht bei den Namen der Android-Versionen traditionell in alphabetischer Reihenfolge verschiedene Süßigkeiten durch. Aus „O“ könnte also zum Beispiel „Oreo“ werden – für K stand seinerzeit „Kit Kat“. Neue Versionen erreichen die Nutzer meist nur langsam: Die jüngste Version „Nougat“ vom vergangenen Herbst etwa lief zuletzt auf weniger als drei Prozent der Geräte im Markt, zumeist auf den neuesten. 

Das liegt vor allem daran, dass Android-Telefone von vielen verschiedenen Herstellern gebaut werden und diese sich oft Zeit lassen, die neue Android-Version auf das jeweilige Gerät anzupassen. Für etliche Modell erscheint sogar niemals ein Update. Das sorgt für echte Sicherheitsprobleme, weil selbst seit Jahren bekannte Lücken auf vielen Geräten nie geschlossen werden. Bei Apple laufen dagegen rund 80 Prozent der iPhones mit der neuesten iOS-Generation, neue Versionen stehen für alle unterstützten Geräte sofort zur Verfügung.Nicky-Wlan-Klo_14.40

Apple-Gerüchte: Warum das echte Highlight des iPhone 8 wohl nicht die Hardware ist

Als Apple 2011 das iPhone 4s vorstellte, war es eigentlich nur eine etwas aufgepimpte Version des iPhone 4 – mit einer entscheidenden Neuerung: Mit Siri läutete Apple das Zeitalter der sprachgesteuerten Assistenten ein, alle zogen nach. Nun scheint der Konzern für das diesjährige iPhone etwas Ähnliches zu planen und will wohl die Grenzen zwischen Smartphone und Umgebung für immer verwischen.

+++ Hier finden Sie alle Gerüchte zum iPhone 8 +++

Dabei wäre das beim iPhone 8 – auch als iPhone X oder iPhone Edition gehandelt – eigentlich gar nicht nötig. Zum zehnten Jubiläum des ersten iPhones will Apple dieses Jahr eine komplett neu gestaltete Version präsentieren, die mit einem nahezu die vollständige Front bedeckenden Riesendisplay und ganz ohne Knöpfe neue Designmaßstäbe setzen soll. Das Problem: Nahezu randlose Smartphones haben dieses Jahr auch die Konkurrenten im Gepäck, LG hat sein LG G6 bereits gezeigt, das Galaxy S8 will Samsung nächste Woche vorstellen. Als echtes Alleinstellungsmerkmal muss also etwas anderes her.Apple-Brille 22:31

Das iPhone als AR-Einstieg

Der bestens informierte Apple-Experte Mark Gurman ist in einem Artikel für „Bloomberg“ überzeugt: Apple will mit dem iPhone 8 das schaffen, woran Google gescheitert ist – und mit „Augmented Reality“ (AR) die Grenzen zwischen virtueller und echter Welt verschwimmen lassen. Tim Cook hat sich schon häufiger äußerst positiv über AR geäußert, er sagt der Technologie ein ähnlich revolutionäres Potenzial wie dem Smartphone voraus. „AR-Erfahrungen werden für uns so selbstverständlich sein wie drei Mahlzeiten am Tag. Es wird ein Teil von uns sein“, zitiert Gurman den Apple-Chef.

Im Gegensatz zur Virtuellen Realität kapselt AR den Nutzer nicht komplett aus dem echten Leben ab, sondern legt Informationen über das Sichtfeld. Google hatte mit Glass einen ersten Abstecher in diesen Bereich gewagt – und war bei den Kunden krachend gescheitert. Damit Apple nicht dasselbe passiert, hat der Konzern eine ganze Forschungsabteilung eingerichtet, berichtet Gurman unter Berufung auf anonyme Insider.Das iPhone gibt es jetzt in Rot 14.28

Kommt die Apple-Brille?

Das Team besteht aus Apples Hard- und Software-Experten sowie „talentierten Außenseitern“. Einige davon haben etwa die VR-Brille Oculus Rift oder Microsofts AR-Brille Hololens mitentwickelt, andere zaubern sonst die digitalen Effekte für Hollywood-Filme wie „Avatar“ oder „Kong“. Zusammen mit von Apple eingekauften Firmen für AR-Hardware, Videospiele und VR-Software sollen sie den gordischen Knoten lösen, wie man AR-Anwendungen massentauglich umsetzt.

Wie Google sieht Apple das größte Potenzial in einer Datenbrille, die der Konzern zusammen mit dem deutschen Traditions-Unternehmen Zeiss entwickeln soll. Für das Interesse der Masse soll dagegen das iPhone sorgen. Das iPhone-Kamera-Team arbeitet Gurman zufolge deswegen unter Hochdruck an AR-Anwendungen für Apples nächstes Smartphone. Apple-Fakten 11.44

AR-Tricks für die iPhone-Kamera

Das iPhone 8 soll etwa dank einer speziellen Kamera-Technik in der Lage sein, den Fokus von Fotos oder einzelner abgebildeter Objekte im Nachhinein zu verschieben. Dazu misst die Kamera Tiefeninformationen gesondert vom Bild. Auch an Snapchat-ähnliche, in das Bild eingebaute virtuelle Objekte bastelt das Team. Ob das als Abgrenzung zu anderen Spitzen-Smartphones reicht, muss sich zeigen. Noch setzt allerdings keines auf eigens für AR entwickelte Komponenten, Apple wäre mit seiner speziell gerüsteten Kamera klarer Vorreiter.

Dass Augmented Reality die Zukunft ist – und Apple sich einen großen Teil des Kuchens schnappt -, sagen auch andere Beobachter voraus. Der renommierte Markt-Analyst Gene Munster ist sich sicher, dass das iPhone 8 Apples Schlüssel dazu ist. Es wird damit „den Grundstein für das nächste Computer-Paradigma legen“, sagte er gegenüber CNBC. Und vielleicht schafft Apple mit guter Soft- und schicker Hardware tatsächlich das, woran die Konkurrenten wie Google mit Glass scheiterten: Die neue Technologie zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags und einem echten Verkaufserfolg zu machen. Es wäre nicht das erste Mal.iOS Tricks Fotostrecke 8.34h

Stärke von 10.000 Sonnen: Künstliche Super-Sonne soll für den Treibstoff der Zukunft sorgen

Die künstliche Super-Sonne scheint nicht vom Himmel, sondern in einem Gebäude. Der Sonnensimulator heißt „Synlight“ und steht in Jülich bei Aachen. Selbst die indirekte Strahlung von den Wänden ist noch so stark, dass der Mensch sie nur etwa eine Sekunde lang aushalten könnte. Gebündelt auf einen kleinen Fleck ist die Lichtintensität so groß, als würde sie von 10.000 Sonnen kommen. Die strombetriebene Hochleistungs-Sonne des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) geht am Donnerstag in Betrieb.

Solar Impulse Pazifik 14.57Wissenschaftler des DLR-Instituts für Solarforschung wollen mit „Synlight“ Produktionsverfahren für Kraftstoffe aus Sonnenlicht entwickeln. Es geht um Treibstoffe nicht etwa für Autos, sondern für große Flugzeuge. „Bei den Autos glauben wir, dass Elektromobilität eine super Sache ist. Für große Flugzeuge ist es im Augenblick nicht vorstellbar, dass man sie elektrisch antreibt, also mit Batterien ausstattet“, sagt DLR-Projektleiter Kai Wieghardt. Wenn Wasserstoff mit Kohlendioxid reagiert, entsteht klimaneutrales Benzin, weil keine zusätzlichen Brennstoffe aus dem Boden geholt werden.

Effiziente Herstellung von Wasserstoff

Ein Ziel der Anlage ist die effiziente Herstellung von Wasserstoff, der als besonders umweltfreundlicher Treibstoff der Zukunft gilt. Da Wasserstoff nur als chemische Verbindung vorkommt – beispielsweise im Wasser gebunden an ein Sauerstoffatom – wird er in Jülich in einem direkten chemischen Prozess abgespalten. Und zwar mit Energie der künstlichen Sonne, wie Wieghardt erklärt: Metall wird damit auf 800 Grad erhitzt und mit Wasserdampf bespritzt. Das Metall reagiert mit dem Sauerstoff, der Wasserstoff bleibt übrig. Beim weiteren Erhitzen wird der Sauerstoff wieder vom Metall getrennt. In Laborversuchen soll auch untersucht werden, welches Metall sich am besten dafür eignet.

Regionalzug Alstom_14.15

Wegen der Wolken und der Luftzirkulation unter freiem Himmel haben die Forscher in der Natur nie gleiche Strahlungsverhältnisse, wie sie für reproduzierbare Versuche nötig sind. Und bisherige Laboranlagen sind viel zu klein, um aus den Ergebnissen Wahrscheinlichkeiten für die Praxis berechnen zu können. Das soll mit dem großen Sonnensimulator anders werden.

Künstliche Sonne mit 350 Kilowatt Leistung

Teure Wissenschaftprojekte 20.15hMit rund 350 Kilowatt hat die künstliche Sonne nach DLR-Angaben etwa das Zehnfache der Leistung herkömmlicher Laboranlagen – und mehr als alle Labor-Hochleistungsstrahler weltweit. Die Anlage besteht aus 149 Lampen, die normalerweise für Großkino-Projektoren verwendet werden. „Wir verwenden die Lampen, weil ihr Licht dem der Sonne am ähnlichsten ist“, sagt der Projektleiter. Die innen verspiegelten Lampenschirme haben einen Durchmesser von einem Meter. Sie sind auf einer 14 Meter hohen und 16 Meter breiten Fläche wabenförmig angeordnet.

Die Forschungsarbeiten in der Sonnensimulation werden nach DLR-Einschätzungen „etliche Jahre“ dauern. Es gilt, das schier endlose Energie-Reservoir der Sonne nutzbar zu machen: „Die Sonne schickt uns das 10.000-fache des Weltenergieverbrauchs auf die Erde. Das ist ein Vielfaches der natürlichen Ressourcen, die es an Brennstoffen und Treibstoffen noch gibt“, sagt Wieghardt.

„Synlight“ soll Solarkraftwerke verbessern

Mit dem direkten Verfahren geht die DLR einen eher ungewöhnlichen Weg. Üblich ist bei der Gewinnung von Wasserstoff der Umweg über die Elektrolyse: Dazu wird zunächst Sonnen- oder auch Windenergie in Strom umgewandelt und mit dessen Hilfe schließlich Wasserstoff gewonnen. Dieses Verfahren sei technisch ausgereift, teilt das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)  mit. Wichtigste Stellschraube für die Wissenschaft sei die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Die Solarforscher in Jülich gehen davon aus, dass sie das mit ihrem Verfahren erreichen werden.

Fusion 10.43Der Sonnensimulator selbst ist ein Energiefresser: In vier Stunden Betrieb verbraucht die Anlage so viel Strom wie ein vierköpfiger Haushalt in einem Jahr. Ein relativer Wert, wie Wieghardt meint. Denn ein Ziel sei es, mit „Synlight“ die Effizienz von Solarkraftwerken zu verbessern. Wenn dadurch nur ein Solarkraftwerk ein Prozent effektiver werde, würde sich der Energieaufwand nach Einschätzung der Forscher schon bezahlt machen.