Experte erklärt: Warum manche Apple-Produkte eigentlich zu billig sind

Apple und billig? Das hört man nicht oft. Der Konzern aus Cupertino hat es perfektioniert, seine Produkte mit einem Haben-Wollen-Faktor zu versehen – und dafür im Gegenzug gesalzene Preise zu verlangen. Mittlerweile kann man mühelos 1000 Euro für ein neues iPhone ausgeben, und bei Macbooks knackt man schonmal die 3000-Euro-Marke. Das hat Apple zum wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht.

Der Apple-Experte Neil Cybart („Above Avalon“) hat nun jedoch einen Strategiewechsel festgestellt, mit der Apple vor allem Neukunden ködern will. Auf der einen Seite stößt Apple immer tiefer ins Luxussegment vor, wie etwa die Kooperation mit dem französischen Modeunternehmen Hermès zeigt. Auf der anderen Seite sind einige neue Produkte günstiger zu haben als bei der Konkurrenz – etwa die Apple Watch und die AirPods. Dabei handelt es sich um ikonische Produkte, die man sofort auf der Straße erkennt. Der Kunde wird quasi zur Litfasssäule. Für das Unternehmen, das wie kein anderes auf Lifestyle setzt, ist das enorm wichtig.Apple-Fakten 11.44

AirPods waren große Überraschung

Um seine These zu untermauern, hat Cybart zunächst die AirPods (hier unser Test) mit der Konkurrenz verglichen. Sein Fazit: „Es ist klar, dass Apple die AirPods unter Wert anbietet.“ Seine ersten kabellosen Kopfhörer verkauft Apple seit Dezember für 179 Euro, in den USA werden sogar nur 159 Dollar fällig. In Anbetracht der verbauten Technik (zahlreiche Sensoren, der neue W1-Chip, ein schick-designtes Ladecase) beinahe ein Schnäppchen, findet Cybart.

Die Konkurrenz verlangte beim Start für ähnliche Geräte nämlich durchweg mehr Geld: Samsungs Gear IconX kosten 199, Motorolas VerveOnes+ 249 und Bragis Dash sogar 299 US-Dollar. „Mit einem Preis von 159 Dollar hat Apple den gesamten Markt geschockt. Damit war auf einen Schlag die Luft im gesamten Markt der kabellosen Kopfhörer raus“, fasst Cybart seine Analyse zusammen. Vor zehn Jahren sei so ein Zug noch „unvorstellbar“ gewesen.

Der Konkurrenz blieb nur eines übrig: Die Preise mussten gesenkt werden. Trotzdem konnte Apple innerhalb weniger Monate deutlich Marktanteile gewinnen, die Wartezeiten waren lang. Der niedrige Preis hat sich offenbar ausgezahlt.AirPods 16.19

Apple Watch unterbietet Konkurrenz

Eine ähnliche Taktik verfolgt Tim Cook mit der Apple Watch. Die erste Generation im Frühjahr 2015 kostete noch 349 Dollar (Deutschland ab 399 Euro) und war damit preislich eher im Mittelfeld angesiedelt. Offizielle Verkaufszahlen gab das Unternehmen nie bekannt, doch schnelle Preissenkungen legten den Schluss nahe, dass Apple nicht zufrieden war.

Im vergangenen September änderte das Unternehmen mit der Vorstellung der zweiten Generation der cleveren Armbanduhr seine Preisstrategie radikal: Eine aufgemotzte Variante der ersten Generation wird als Apple Watch Series 1 zum Kampfpreis von 269 US-Dollar (Deutschland ab 319 Euro) angeboten, in limitierten Sonderaktionen bekam man die Uhr bereits für 199 US-Dollar.

Auch das Premium-Modell, die Apple Watch Series 2, liegt mit 349 US-Dollar im üblichen Rahmen der Smartwatches. Zum Vergleich: Samsungs Gear S3 kostet 349, die Fossil Q Founder 275, die Michael Kors Access 350 Dollar. Die Android-Uhr Tag Heuer Connected Modular 45 ist mit 1650 Euro sogar mehr als viermal so teuer. Mit dem Keramik-Modell Apple Watch Edition hat aber auch Cupertino eine Luxusversion im Angebot. Apple Watch Test 15.50h

Am Ende geht es um das iPhone

„Im Wesentlichen definiert Apple Luxus neu“, so der Experte. Schon lange nutzen Premium-Unternehmen vergleichsweise günstige Produkte, um Menschen mit der Marke in Berührung zu bringen. Apple bietet nun aber Produkte unter Marktpreis an, die trotzdem eine „Luxus-Erfahrung“ bieten. Apple kann sich das auf jeden Fall leisten. Mit Barreserven jenseits von 200 Milliarden Dollar kommt es nicht auf jeden Cent Umsatz an, sodass man auch mit weniger Einnahmen leben kann, wenn dafür der Marktanteil steigt. „Es wird für andere Unternehmen schwer sein, auf Dauer in diesem Spiel mitzumischen.“

iOS Tricks Fotostrecke 8.34hDoch warum fährt Apple so eine aggressive Preisstrategie? Dafür gibt es laut Cybart mehrere Gründe. Seiner Meinung nach fungieren die Einstiegs- und Lifestyle-Produkte als Türöffner in das Apple-Ökosystem, dessen Zentrum das iPhone ist. Bei der Apple Watch ist man auf das Smartphone zwingend angewiesen, und auch die AirPods können erst im Zusammenspiel mit dem iPhone alle Stärken ausspielen. Und das Geld verdient Apple nach wie vor mit seiner Smartphone- und Services-Sparte, während die Einnahmen durch Zubehör im Vergleich überschaubar sind. Ein netter Nebeneffekt: Durch die höheren Stückzahlen kann Apple die Fertigungskosten drücken.

Apple habe aus seiner Vergangenheit gelernt, als das Unternehmen kurz vor der Pleite stand. Damals konzentrierte sich der Konzern auf teure, exklusive Geräte statt auf Marktanteile. „Die Preisgestaltung der AirPods und Apple Watch zeigen, dass Apple nicht nur das Premium-Segment des Wearables-Marktes dominieren will, sondern den gesamten Markt“, schreibt Cybart. iPhone 8 Ticker (NICHT ÄNDERN)_13.27

Neue Stufe der Ransomware: Hacker wollen 200 Millionen iPhones löschen – wenn Apple kein Lösegeld zahlt

In den letzten Jahren haben sich Erpressungs-Trojaner wie Locky zur größten Bedrohung von Computer- und Smartphone-Nutzern entwickelt. Sie sperren den Zugang zu den privaten Daten und geben sie erst nach einer Lösegeld-Zahlung frei. Statt sich mit solchen Kleinzahlungen zufrieden zu geben, hat eine Hacker-Gruppe nun gleich den wertvollsten Konzern der Welt ins Visier genommen. Sie fordert ein Lösegeld von Apple – und droht mit der Löschung von Hunderten Millionen iPhones.

Die Gruppe, die sich „Turkkisch Hacking Family“ nennt, hat den Erpressungsversuch selbst an „Motherboard“ durchgestochen und E-Mail-Verkehr mit Apples Security-Team, Screenshots und ein bei Youtube hochgeladenes Video als Beweise vorgelegt. Auch andere Medien haben die Hacker wohl angesprochen. Vermutlich wollen die Hacker so den Druck auf Apple erhöhen.

+++ Hier finden Sie alle Gerüchte zum iPhone 8 +++Das iPhone gibt es jetzt in Rot 14.28

Apple spielt nicht mit

Das scheint auch dringend nötig zu sein. Denn Apple macht nach Angaben von „Motherboard“ wenig Anstalten, sich den Forderungen der Hacker zu beugen. Obwohl diese nach eigenen, allerdings widersprüchlichen, Angaben zwischen 300 und 600 Millionen iCloud-Accounts unter ihre Kontrolle gebracht haben. An der geforderten Summe kann es nicht liegen: Vergleichsweise bescheidene 75.000 US-Dollar (etwa 70.000 Euro) in Bitcoin oder der ebenfalls anonymen Internetwährung Ethereum fordern die Hacker, alternativ würden sie auch 100.000 Dollar in iTunes-Gutscheinen als Lösegeld akzeptieren. 

Doch Apples Sicherheits-Team stellt sich quer. „Wir fordern Sie höflich auf, das Video, das Sie hochgeladen haben, zu entfernen, weil es für ungewünschte Aufmerksamkeit sorgt. Desweiteren informieren wir Sie, dass wir Cyber-Kriminelle nicht für ihre Gesetzesbrüche belohnen“, schreibt ein Apple-Verantwortlicher in einer der Mails. Man habe den Fall an die Sicherheitsbehörden weitergeleitet.Apple-Fakten 11.44

Können die Hacker Ihr iPhone löschen?

Die Hacker sehen nun wohl ihren Coup in Gefahr. „Ich will nur mein Geld“, begründet einer den Kontakt mit Motherboard. Sollte Apple nicht bis zum 7. April gezahlt haben, wollen die Erpresser anfangen, die iPhones der arglosen Besitzer über die Fernlöschfunktion unbrauchbar zu machen. Sollten sie dazu wirklich in der Lage sein – was keinesfalls feststeht -, wäre das für die Nutzer eine Katastrophe. Und dürfte den Druck auf Apple dramatisch erhöhen. Die meisten Nutzer dürften wenig Verständnis dafür haben, dass Apple ihre Daten für einen Betrag riskiert, den der wertvollste Konzern der Welt aus der Kaffeekasse zahlen kann. Aber vielleicht bluffen die Gauner ja auch nur. Und Apples Sicherheitsteam hat sicher auch noch das ein oder andere Ass im Ärmel.iOS Tricks Fotostrecke 8.34h

"Toxic"-Parodie: Ist dieser Steward die bessere Britney Spears?

Erinnern Sie sich noch an Britney Spears? Beziehungsweise an ihren Song „Toxic“ und das dazugehörige Video? Es ist still geworden um den Popstar. Aber wie Britney als Stewardess verkleidet durch die Flugzeugkabine tanzt, sich auf den Economy-Sitzen räkelt und auch noch auf der Toilette mit einem Passagier rummacht, diese Bilder haben sich ins Gedächtnis derer eingebrannt, die das Musikfernsehen der Nullerjahre als Teenager miterlebt haben.

Die „Toxic“-Performance ist eine der ersten Assoziationen beim Namen Britney Spears – nicht zuletzt auch, weil der Clip nicht ganz unpeinlich ist. Zur Erinnerung: Um dieses Video geht es.

Nun hat sich ein echter Steward des Themas angenommen. Assraf Nasir arbeitet für die malaysische Billigfluglinie Air Asia und hat offensichtlich Spaß an seinem Job – oder auch einfach viel freie Zeit zwischen den Flügen. Jedenfalls legte der Flugbegleiter in einem leeren Airbus A330 eine tolle Parodie der „Toxic“-Performance hin. Schöner stöckelte Britney auch nicht den Gang entlang. Ein Arbeitskollege filmte die Darbietung mit seinem Handy und postete das Video auf Twitter, wo Nasirs Tanz sich schnell verbreitete. 

Innerhalb einiger Tage wurde das Video nicht nur auf Twitter mehr als 5700 Mal retweetet, sondern auch massenhaft auf Facebook und Instagram verbreitet. 

Und was sagt eigentlich Air Asia dazu, dass der Steward während seiner Arbeitszeit virale Videos dreht? CEO Tony Fernandes hat offenbar kein Problem damit. Ganz im Gegenteil: Der Chef postete das Video seines Angestellten auf seinem privaten Instagram-Account und schrieb stolz dazu: „Die Talente bei Air Asia hören nie auf, mich zu begeistern.“

Kein Wunder. Der virale Coup des Flugbegleiters bringt der aufstrebenden Airline internationale Bekanntheit und ein positives Image. Dass allerdings auch die Passagiere demnächst in den Genuss der männlichen Britney kommen, ist eher unwahrscheinlich.

Stewardess tanzt vor Passagier… Breakdance im Flieger (2179295)

Product Red: Apple sieht rot

In den letzten Jahren war das iPhone farblich eher zurückhaltend. Außer dem knallbunten iPhone 5c war es stets nur in dezenten Tönen zu bekommen. Selbst als Apple sich entschied, mit dem iPhone 6s eine rosafarbene Variante anzubieten, hielten sich die Designer um Jonathan Ive vornehm zurück und wählten ein dezentes Roségold. Jetzt ist damit Schluss: Mit dem neuen iPhone 7 Product Red kommt Apples Smartphone das erste Mal in wirklich knalligem Rot daher.

Abseits des knallig-roten Gehäuses mit seiner weißen Front unterscheiden sich iPhone und iPhone 7 Plus aus der von U2-Frontmann Bono  erdachten Product-Red-Reihe aber nicht von Apples bisherigen Modellen. Einzige Ausnahme: Beide sind nur mit 128GB und 256 GB Speicher zu bekommen, das Modell mit 32 GB fällt weg. Der Einstiegspreis liegt damit höher, sonst kosten die Geräte dasselbe wie die anderen Farbvarianten. Ab 24. März kann man es bestellen.

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Apple-Fakten 11.44

iPhone SE mit mehr Speicher

Ein anderes iPhone hat dagegen ein echtes Speicherupgrade erhalten: Während das iPhone SE bisher nur mit 16GB und 64GB zu bekommen war, bietet Apple sein Einsteiger-iPhone nun endlich mit 32 GB Speicher an, das größere Modell verdoppelt den Speicher ebenfalls. Eine richtige Entscheidung, die 16-GB-Modelle waren dem Speicherhunger moderner Fotos, Videos und Apps längst nicht mehr gewachsen.

Auch beim iPad gibt es neues Modell: Das iPad Air 2 hat einen Nachfolger bekommen, der nun nur noch schlicht „iPad“ heißt. Er bekommt den schnelleren A9-Prozessor spendiert, der Preis fällt auf 399 Euro. Ungewöhnlich: Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist das neue iPad etwas dicker und schwerer geworden. Das iPad Mini 4 behält dagegen seinen Namen und seine Maße, hat aber wie das iPhone SE etwas mehr Speicher. Es ist nun nur noch mit 128 GB Speicher erhältlich.

Frühling am Handgelenk

Fans der Apple Watch dürfen sich über jede Menge neue Armbänder freuen. Mit Frühlings-Farben wie „Beere“, „Seeblau“ und „Zitronengelb“ in Nylon oder einem zum neuen iPhone passenden roten Lederarmband ist für jeden Geschmack etwas dabei. Nur an den Preisen der Bänder hat Apple leider nichts geändert.iOS Tricks Fotostrecke 8.34h

Erweitertes Angebot: Amazon verhandelt über Bundesliga-Rechte

Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime Video erfreuen sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Für das klassische TV sind sie zu ernstzunehmenden Konkurrenten geworden. Besonders Amazon will sein Angebot jetzt deutlich erweitern. Dabei hat der Online-Händler auch die Bundesliga ins Auge gefasst. 

Amazon Prime Video plant, das Angebot aus Serien und Filmen um weitere TV-Angebote zu ergänzen. Das geht aus einem Bericht des Magazins „W&V“ hervor. Die Mischung aus Pay-TV und Videothek soll demnach ab dem Frühsommer zur Verfügung stehen. Ziel sei es, dass Kunden einzelne TV-Pakete kaufen könnten – ein Angebot, das bereits von dem Pay-TV-Sender Sky bekannt ist. Eine wichtige Komponente ist für Amazon die Sportübertragung: Bereits im Dezember kündigte Firmengründer Jeff Bezos Interesse an dem Bereich an. 

Amazon verhandelt mit Eurosport-Konzern

Amazons Sprachassistentin Alexa kommt auf den TV-BildschirmWie „W&V“ berichtet, führt das Unternehmen in Deutschland bereits Verhandlungen mit dem Eurosport-Mutterkonzern Discovery. Neben Sky hat auch dieses Unternehmen Rechte an einigen Bundesliga-Spielen erworben. Im Februar hatte Discovery der Deutschen Presse Agentur gegenüber angekündigt, verschiedene Gespräche über die Ausstrahlung von insgesamt 45 Bundesliga-Spielen führen zu wollen. Bei erfolgreichen Verhandlungen mit Amazon könnten diese Begegnungen live und exklusiv auf der Online-Plattform ausgestrahlt werden. 

Für Sky würde diese Einigung eine harte Konkurrenz bedeuten. Bisher zeigt der Pay-TV-Sender als einziger Anbieter alle Bundesliga-Partien. Drängt Amazon auf den Markt, muss Sky damit rechnen, Kunden zu verlieren. 

Die Konditionen für ein mögliches Sportpaket von Amazon Prime Video sind noch nicht bekannt. Sicher ist aber: Alle Spiele der Fußball-Bundesliga können sich die Kunden des Online-Unternehmens ab der kommenden Saison anhören. Um die Audio-Rechte hatte sich Amazon bei der Vergabe im vergangenen Sommer bemüht. Bundesliga Fakten Rekorde_14.15