Auch das noch: Google bringt die Werbung direkt ins Wohnzimmer

Wird so Werbung im Zeitalter sprechender digitaler Assistenten aussehen? Einige Besitzer des Google-Lautsprechers Home wurden überrascht davon, dass das Gerät sie unaufgefordert auf den Kinostart der Neuauflage des Disney-Klassikers „Die Schöne und das Biest“ hinwies und ein wenig darüber erzählen wollte. Google erklärte, die Einspielung sei nicht als Werbung gedacht gewesen. Man experimentiere damit, über den sprechenden Assistenten passende Inhalte für Nutzer hervorzuheben, „und wir hätten es in diesem Fall besser machen können“, hieß es in einer Stellungnahme unter anderem beim Tech-Bog „The Verge“ in der Nacht zum Freitag.

Der Hinweis auf den Film wurde in die Funktion „Mein Tag“
eingeflochten, in der der Lautsprecher aktuelle Informationen wie Wetter, Verkehrslage und Nachrichten-Schlagzeilen auflistet. In dem Gerät steckt der Google Assistant, eine Software mit künstlicher Intelligenz, die Nutzer durch den Tag begleiten und ihnen helfen soll. Google kündigte erst vor kurzem an, den Assistant in Millionen Smartphones mit den beiden neuesten Versionen seines Mobil-Betriebssystems Android zu bringen. Ähnliche Assistenz-Software haben auch Amazon mit Alexa, Apple mit Siri und Microsoft mit Cortana.

Ein Vormarsch sprechender Assistenten wirft im Fall von Google eine fundamentale Frage nach dem Geschäftsmodell auf. Der Internet-Konzern verdient nach wie vor den Großteil seiner Milliarden-Gewinne mit Klicks auf Anzeigen im Umfeld von Suchanfragen. Gesprochene Fragen und Antworten hebeln das eingespielte Auktionsverfahren dafür aber aus. Google-Manager erklärten bisher, ein Geschäftsmodell werde sich schon finden, wenn die Technologie erst einmal von Nutzern angenommen werde.
Amazon Echo für jeden erhältlich – lohnt er sich? 10.45

Musik-Streaming: Spotify steht die größte Änderung seit Jahren bevor

Spotify ist der König der Musikstreamingdienste. Weltweit hat der Dienst mehr als 100 Millionen Nutzer, rund 50 Millionen zahlen dafür jeden Monat eine Abo-Gebühr. Im Gegensatz zur kostenlosen Version bekommen Premium-Nutzer eine bessere Soundqualität, eine Offline-Funktion und sie können ihre Musik komplett ohne Werbeunterbrechungen hören. Das grundlegende Angebot unterscheidet sich aber nicht: Ob man zahlt oder nicht, alle haben Zugriff auf den gleichen Musikkatalog.

Das könnte sich demnächst ändern: Wie die für gewöhnlich gut informierte „Financial Times“ berichtet, hat Spotify sich mit führenden Labels darauf geeinigt, dass einige der größten Neuerscheinungen in Zukunft lediglich Premium-Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Kostenlos-Nutzer können die Alben und Singles dagegen einige Monate lang nicht abspielen.Spotify Tricks Foto-Strecke 21.22

Spotify will Exklusiv-Rechte

Für den Musikdienst ist dieser Strategiewechsel ein radikaler Schritt, denn der Gratis-Modus war bislang ein wertvolles Instrument, um Neukunden anzulocken. Das war der Konkurrenz seit Jahren ein Dorn im Auge, vor allem Apple Music (20 Millionen Abonnenten) und Tidal (3 Millionen). Beide setzen ausnahmslos auf ein Abonnententen-Modell, was bei der Musikindustrie deutlich besser ankommt: Künstler wie Herbert Grönemeyer oder Taylor Swift sind auf Spotify gar nicht vertreten, sondern exklusiv mit allen Alben auf Apple Music. Tidal punktete dagegen mit Exklusiv-Starts der Alben von Beyonce, Rihanna und Jay Z.

Durch die neue Marschrichtung erhofft sich Spotify nicht nur mehr Abonnenten, sondern auch einen besseren Stand bei Künstlern. Als Pop-Ikone Taylor Swift ihre Songs aus dem Musikstreamingdienst entfernt hatte, schrieb sie: „Musik ist Kunst, und Kunst ist wichtig und selten. Seltene Dinge sind wertvoll. Und für wertvolle Dinge sollte man zahlen. Meiner Meinung nach sollte Musik nicht kostenlos sein.“ Den Gerüchten zufolge könnte Spotify durch diesen Schritt auch Lizenzgebühren einsparen, die regelmäßig an die Musikverlage gezahlt werden. Spotify Meinungsstück

Streaming-Box: Der neue Apple TV bringt ein langerwartetes Feature

„Die Zukunft des Fernsehens sind Apps“, das betont Apple-Chef Tim Cook immer wieder. Dementsprechend überraschte es wenig, dass der Konzern bei der Vorstellung des Apple TV 4 im September 2015 die Vielfalt der Anwendungen in den Mittelpunkt rückte: Auf der Medienbox laufen nicht nur die Mediatheken einiger Sender und Netflix, sondern auch Games, Yoga-Apps, Musik oder Live-TV-Dienste wie Zattoo. Doch für den stolzen Preis von 179 Euro fehlten den Nutzern einige Features – etwa die Unterstützung von 4K-Material. Beim aktuellen Apple TV ist bei Full-HD (1080p) Schluss. Obwohl das iPhone bereits seit mehr als einem Jahr in der ultrahohen 4K-Auflösung filmen kann.

In diesem Jahr könnte der Apple TV 5 auf den Markt kommen, wie „Bloomberg“ bereits im Februar berichtete. Neue Medienberichte stützen diese These: In ersten Server-Logs ist ein bislang unbekanntes Modell namens „AppleTV 6,2“ aufgetaucht. Die aktuelle Version trägt die Bezeichnung „AppleTV 5,3“.Apple TV Vote

4K für iTunes

Sollte Apple mit dem neuen Apple TV endlich die 4K-Auflösung unterstützen, müsste auch das gesamte Ökosystem angepasst werden. Denn bislang kann man Filme bei iTunes ebenfalls nur in Full-HD leihen oder kaufen. Seit einigen Monaten kursieren zudem Gerüchte über einen Siri-Lautsprecher, ähnlich wie Amazons Echo. Dieser kann nur mit Sprachbefehlen gesteuert werden. Ob es sich dabei um ein eigenständiges Gerät handeln soll oder der neue Apple TV zugleich als Siri-Speaker fungiert, wird sich zeigen. Auf jeden Fall müsste Siri deutlich smarter werden, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.

iPhone 8 Ticker (NICHT ÄNDERN)_13.27Andere Gerüchte besagen, dass Apple sein Geschäft mit Wlan-Routern (Airport Express und Extreme) einstellen und diese Funktion direkt in den Apple TV einbauen wird. Auch dafür gibt es bislang allerdings keine Belege.

tvOS 11 kommt zur WWDC

Das neue Modell soll zudem mit der neuen Betriebssystem-Version tvOS 11 laufen. Deren Vorstellung wird für den 5. Juni erwartet, an diesem Tag findet in San Jose die Worldwide Developers Conference statt. Zugleich dürfte es einen ersten Blick auf iOS 11 und watchOS 4 geben.Apple-Fakten 11.44