Neue Spielkonsole: Warum mich die Nintendo Switch begeistert – und ich sie mir nicht kaufe

Ich bin Nintendo-Fan. Mein erstes Spielgerät war der erste Gameboy, seitdem habe ich alle Nintendo-Konsolen besessen – außer der Wii U. Denn nach der Spielearmut auf der eigentlich tollen Wii und dem eher mauen Konzept der Wii U entschloss ich mich, erstmal abzuwarten, was da noch kommt. Und schlug dann wegen der fehlenden Spielevielfalt doch nie zu. Nun konnte ich eine Woche die Nintendo Switch testen – und bin begeistert. Kaufen werde ich sie mir trotzdem erst einmal nicht.

An der fehlenden Innovation liegt es nicht. Mit der Switch hat sich Nintendo ein bisher einmaliges Konzept ausgedacht. Während frühere Konsolen entweder für die Nutzung unterwegs oder am Fernseher gedacht waren, kann die Switch nahtlos zwischen beidem wechseln. Dazu nimmt man die Konsole einfach aus der Basis, steckt die auch für Bewegungssteuerung geeigneten Controller, JoyCon genannt, an die Seite – und kann schon in dem Moment auf einem gut aussehenden 6-Zoll-Display weiterspielen. Steckt man die Switch dann wieder in die TV-Station, erscheint sofort wieder das Bild auf dem Fernseher, praktisch ohne Verzögerung. Ein tolles Prinzip für Kinder, Reisen oder wenn die geliebte Ehefrau den Bachelor ohne meine nervenden Kommentare schauen will.Nintendo Switch 3  Nintendo Switch Kritik 20.55

Der Switch klappt

Und das Prinzip funktioniert. Beim Spielen von „Legend of Zelda: Breath of the Wild“ macht es fast keinen Unterschied, ob ich das Gerät in der Hand halte oder auf dem Fernseher spiele, die Joycons liegen sowohl am Gerät selbst als auch in der dafür vorgesehenen Halterung toll in der Hand. Theoretisch kann man sie auch einzeln halten, das empfand ich persönlich bei diesem Spiel aber als unpraktisch. 

Unterwegs macht die Switch ebenfalls eine gute Figur. Ich würde sie wegen des doch nicht ganz kleinen Gehäuses wohl eher nicht in der U-Bahn nutzen, im Zug, im Flieger oder auf der Autorückbank ist die Größe aber völlig in Ordnung. Wenn man einen Tisch hat, lässt sie sich sogar per ausklappbarem Standfuß abstellen. Vor allem Kinderarme sind dafür dankbar. Die Switch passt aber anders als etwa der Nintendo DS oder das Smartphone nicht in die Hosentasche. In einem Rucksack oder einer großen Handtasche kommt sie aber locker unter.Nintendo Switch 2 resident-evil-interview

Müder Akku

Natürlich muss man für eine solche Mobilität auch Kompromisse eingehen. Nintendo gibt eine mobile Akkulaufzeit von zwei bis sechs Stunden an, bei rechenintensiven Spielen dürften in der Regel drei Stunden drin sein. Solange hielt sie bei mir auch durch. Gemessen an der gebotenen Grafik ist das in Ordnung, im Vergleich mit einem Nintendo DS aber eher mager. Für längere Reisen ist die Switch alleine so nur bedingt geeignet, immerhin lässt sie sich per Netzteil oder sogar per Powerbank mit Strom versorgen.

Ein weiterer Kompromiss sind die separaten Joycons. Zum einen, weil sie mit einem eigenen Akku daherkommen müssen, um mobil zu sein. Der JoyCon-Halter lädt sie zudem nicht auf, man muss sie dazu an die Konsole stecken. Einen Halter mit Ladefunktion muss man sich extra kaufen – für knapp 30 Euro. Zum anderen sorgt der in der Mitte gespaltene Controller ab und an für Synchronisationsprobleme. Statt mit einem muss die Switch sich ja mit zwei Geräten koordinieren. Gelegentlich reagiert dann der linke JoyCon erst mit sekundenlanger Verzögerung, was mich mehr als einmal mein virtuelles Leben gekostet hat. Hoffentlich kann Nintendo hier per Software Abhilfe schaffen.Nintendo Switch 4

Spielemangel

Der Hauptgrund für mich, mir noch keine Switch zu kaufen, ist allerdings das aktuell noch arg magere Spieleportfolio. Zum Start stehen kaum Titel zur Verfügung, die meisten sind Neuauflagen. Mit Zelda hat man zwar ein echtes Schwergewicht am Start, das mich auch wirklich begeisterte, das Spiel gibt es allerdings auch für die Wii U. Und obwohl es mit seiner gigantischen Spielwelt und dem fesselnden Gameplay eines der besten Spiele des Jahres ist: Nur deshalb werde ich persönlich mir keine Switch zulegen. Bis Highlights wie Splatoon 2 oder das nächste Mario-Spiel erscheinen, wird es noch einige Monate dauern. Die meisten bisher angekündigten Highlights stammen von Nintendo selbst.

Ob sich diese Situation in Zukunft bessern wird, muss sich zeigen – vor allem wegen der Hardware-Beschränkungen. Wegen des Fokus auf mobiles Spielen ist die Switch etwas schwächer auf der Brust als die Konkurrenz. Mit der Leistung einer PS4, Xbox One oder gar eines potenten PCs kann sie in keiner Form mithalten. Weil es mit viel Aufwand verbunden ist, Spiele auf schwächerer Hardware zum Laufen zu bekommen, werden sich Entwickler sehr genau überlegen, ob sie auch eine Switch-Version anbieten. Bei der Wii U stiegen viele schnell aus, weil die Spieler- und damit die Käuferbasis schlicht zu klein war. Käufer wurden wiederum vom Spiele-Mangel abgeschreckt. Ein Teufelskreis, den Nintendo diesmal hoffentlich aufbrechen kann – und der mich zum Warten veranlasst.Nintendo Switch 5

Auch ob die Switch den happigen Anschaffungspreis von knapp 329 Euro wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Zumal zu diesem Preis noch kein Spiel dabei ist. Zum Vergleich: Die immer noch aktuellen Konkurrenz-Konsolen Playstation 4 und Xbox One gibt es trotz deutlich höherer Leistung für knapp 100 Euro weniger.

Ich bin begeistert – und warte trotzdem

Mit der Nintendo Switch ist Nintendo eine tolle Neudefinition der Spielkonsole gelungen. Ich hatte viel Spaß mit ihr. Das Wechselkonzept ist clever gelöst und funktioniert im Alltag in der Regel sehr gut. Die kleineren Aussetzer des JoyCon nerven, könnten aber per Software-Update zu beheben sein. Die Akkulaufzeit ist nicht so gut, wie man es sich wünschen würde, lässt sich aber per Ladekabel oder Powerbank abfedern.

Das größte Manko ist der aktuelle Spielemangel, der wegen der schwachen Hardware bestehen bleiben könnte. Zelda ist zwar einer der besten Starttitel aller Zeiten, als einziges Spitzen-Spiel der nächsten Monate reicht es mir persönlich aber nicht als Kaufgrund aus. Wer warten kann, sollte es wohl tun. Denn ob sich die Situation tatsächlich bessert, dürfte sich schon bis Ende des Jahres zeigen. Bis dahin sinkt auch der doch recht hohe Preis eventuell schon. Und vielleicht stelle ich mir dann auch eine Switch unter den Weihnachtsbaum.Life Hack Tastatur reinigen 11.54

Neue Waffe: Wie im Computerspiel: US-Militär zeigt ferngesteuerte 360°-Kanone

Man steuert sie wie ein Videospiel, doch sie ist tödlich: Das US-Militär hat nun eine ferngesteuerte Kanone im Einsatz, die die Soldaten aus dem Schutz ihres gepanzerten Fahrzeugs heraus abfeuern können.  Watch movie online John Wick: Chapter 2 (2017)

Apple Frühlings-Event: Kommt schon im März ein neues iPhone?

Bei seinen Frühlingsevents stellte Apple eigentlich immer neue iPads vor. Die Tablets sind zwar weiter toll, erzeugen aber nicht mehr so viel Hype wie zur Anfangszeit. In den letzten beiden Jahren hatte Apple mit der Apple Watch und dem iPhone SE deshalb für etwas mehr Hit-Potenzial gesorgt. Und auch dieses Jahr könnte ein iPhone auf dem Programm stehen.

Schon vor einigen Wochen machten Gerüchte die Runde, Apple wolle mit einer Neuauflage des iPhone SE auftrumpfen. Das berichtete der japanische Tech-Blog „Mac Otakara“. Apples Mini-iPhone solle demnach ein Modell mit 128 GB Speicher bekommen, weitere technische Änderungen waren bisher noch nicht durchgedrungen. Im iPhone SE steckt immer noch die Technik des mittlerweile veralteten iPhone 6s. Eine neue Farbe soll es ebenfalls geben: Im Rahmen des Spenden-Projekts „Project Red“ werden dem Bericht zufolge sowohl iPhone SE als auch iPhone 7 und 7 Plus in Knallrot zu kaufen sein.

+++ Hier finden Sie alle Gerüchte zum iPhone 8 +++iPhone 8 1000 Euro Knopflos_14.20

Kommt ein neues iPhone SE?

Aktuelle Gerüchte könnten nun dafür sprechen, dass mehr als nur ein Neuanstrich ansteht. Die große US-Handelskette Target soll von Apple aufgefordert worden sein, sämtliche unverkaufte iPhone-SE-Modelle in den Farben Gold, Silber und Roségold an Apple zurückzuschicken, berichtet die meist gut informierte Apple-Seite „MacRumors“ unter Berufung auf Target-Mitarbeiter. Das könnte zwar auch Gründe wie schlechte Verkaufszahlen haben, ein Zusammenhang mit dem Apple-Event ist aber naheliegend.

iPhone-Fans sollten sich aber nicht zu früh freuen. Theoretisch wäre auch denkbar, dass Apple nur die Speichermengen an das „große“ iPhone anpassen will. Bisher beginnt die Speicher-Ausstattung des SE-Modells bei 16 Gigabyte, was in Zeiten großer Apps und hochauflösender Fotos schnell knapp wird. Beim iPhone 7 hat das günstigste Modell 32 GB Speicher, das nächstgrößere 128 GB. Gut möglich, dass diese Staffelung nun auch beim iPhone SE ansteht.Apple-Fakten 11.44

Leider gibt es gute Gründe gegen eine echte Neuauflage mit neuer Technik. Der gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo argumentierte bereits im November, Apple werde das SE wohl nicht jährlich aktualisieren, um die Gewinnmarge hoch zu halten. Beim iPhone SE setzte Apple auf zu der Zeit modernste Komponenten des iPhone 6s, die in einem kleiner Gehäuse in der Größe eines iPhone 5 steckten. Trotz der aktuellen Technik war es schon zum Start deutlich günstiger als die großen Modelle, im Internet ist es zur Zeit ab 360 Euro zu bekommen. Da bleibt kaum Gewinn für Apple. Mit mehr Speicher dürfte auch der Preis wieder anziehen – ohne dass die Kosten für Apple stark nach oben gehen.iOS Tricks Fotostrecke 8.34h

Mobile World Congress: Google bleibt beim schmalen Produktangebot

Beim Mobile World Congress in Barcelona kündigte Google an, das eigene Geräteangebot auf wenige Produkt-Kategorien zu beschränken. „Wir werden nicht hunderte Produkte haben, wir werden uns auf einige wenige Schlüssel-Bereiche fokussieren“, sagte der Chef der Gerätesparte des Internet-Konzerns, Rick Osterloh. Das seien unter anderem Smartphones und vernetzte Lautsprecher.

Dabei gehe es auch darum, Googles Dienste und Plattformen wie den Assistenten mit künstlicher Intelligenz mit Hilfe von Hardware voranzubringen. „Was wir nicht machen werden, ist ein Gerät in einem Bereich herausbringen, in dem Google nicht engagiert ist.“ Das gelte auch für China, obwohl es ein riesiger Smartphone-Markt sei: „Da Google in China kein Service-Geschäft hat, ergibt es für uns auch keinen Sinn, dort Smartphones zu verkaufen.“

Google brachte im vergangenen Herbst das Smartphone Pixel und den vernetzten Lautsprecher Google Home auf den Markt. In beiden ist der Google Assistant integriert, den der Konzern mit der Zeit in möglichst viele Geräte bringen will. Kunden beklagen sich allerdings darüber, dass bestimmte Google-Geräte kaum verfügbar sind. So ist das Pixel-Smartphone mit 128 Gigabyte Speicher schon seit Wochen „nicht auf Lager“.Watch movie online Rings (2017)

Der Profit steht bei dieser Entscheidung im Hintergund

Ob das Hardware-Geschäft profitabel ist, sei zunächst einmal zweitrangig, sagte der Google-Manager: „Unser Fokus liegt nicht auf finanziellen Kennzahlen, sondern darauf ein gutes Produkterlebnis zu gestalten und es für mehr Nutzer verfügbar zu machen.“ Damit ist Osterlohs Sparte in einer deutlich komfortableren Position als die vielen Hersteller von Geräten mit dem Google-System Android, die in einem brutalen Wettbewerb meist nur kleine oder gar keine Gewinne einfahren.

Tschüss analoges Fotochaos_15.30Google riskiert mit dem eigenen Geräte-Angebot, seine langjährigen Hardware-Partner zu verärgern. Der Internet-Konzern stellt ihnen einerseits Android zur Verfügung, konkurriert nun aber auch direkt mit den Herstellern. „Wir wollten Verbrauchern zeigen, wie das bestmögliche Google-Erlebnis aussieht“, begründete Osterloh den Einstieg ins Hardware-Geschäft. Das sei auch das gemeinsame Thema bei Googles Geräteangebot insgesamt: „Fast alle unsere Produkte spiegeln diese Strategie wider.“ Die Technologie habe eine Stufe erreicht, auf der man Software und Hardware in vielen Fällen zusammen entwickeln müsse.

Google konzentriere sich auf Premium-Geräte mit aktuellen Innovationen, der Vorstoß in günstigere Produktklassen sei derzeit nicht geplant. Zugleich werde es regelmäßig neue Google-Smartphones geben, versicherte Osterloh. Er wollte auf Anfrage keine Angaben dazu machen, ob der Pixel-Hersteller HTC weiterhin der Fertiger bleibe.

Google prüft Produktion in den Staaten

Es werde mit der Zeit über Produktkategorien hinweg stärker eine einheitliche Linie beim Design geben, was die Geräte wiedererkennbar machen solle.

Google prüfe eine Produktion in den USA, sagte Osterloh. Der Manager war früher unter anderem beim Handy-Pionier Motorola, der Werke im Heimatland hatte. „Und ich kann ihnen mit meiner Erfahrung sagen, dass es ein schwieriges Unterfangen ist.“ Das liege unter anderem daran, dass sich die meisten Zulieferer in Asien befänden.

24: Google greift WhatsApp mit neuem AndroidMessenger an – 111579674da55066Osterloh schloss nicht aus, dass Google in Zukunft eine Computer-Uhr unter dem eigenen Namen herausbringt. Zur Idee einer Neuauflage der Datenbrille Google Glass äußerte er sich hingegen skeptisch – weil dies nicht zum aktuellen Dienste-Angebot von Google passe.

Die Notebook-Marke Pixel ließ Google unterdessen vorerst auslaufen: Die erste Generation sei ausverkauft und aktuell keine weitere geplant, sagte Osterloh.

„Google ist nicht als Verbraucherelektronik-Firma bekannt“, räumte der Manager ein. „Wir haben angefangen, eine Marke und einen Ruf dafür aufzubauen, aber wir stehen noch am Anfang.“