
Im Netz von O2 gibt es seit dem frühen Dienstagmorgen deutschlandweit Störungen. Betroffen sind Internet- und Telefonverbindungen.
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News aus der digitalen Welt

Im Netz von O2 gibt es seit dem frühen Dienstagmorgen deutschlandweit Störungen. Betroffen sind Internet- und Telefonverbindungen.
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Unmengen Musik aus aller Welt auf Abruf, gegen eine kleine Gebühr: Als Spotify an den Start ging, gingen die Träume von Millionen Musikfans von einer Musikflatrate in Erfüllung. Seitdem ist viel passiert. Und trotz der mit Abstand größten Anzahl von Abonnenten und konstantem Wachstum droht Spotify langsam den Anschluss zu verlieren.
Denn die Konkurrenz schläft nicht. Von kleineren Diensten wie Deezer mal abgesehen, haben mit Apple Music, Amazon Prime Music und Google Play Music gleich mehrere Internet-Schwergewichte eigene Streaming-Angebote in den Markt geworfen – und lassen Spotify immer älter aussehen. Vor allem bei der immer wichtiger werdenden Sprachsteuerung sieht der Primus im Vergleich mächtig alt aus.Spotify legaler Scam_6.30
Durch die Verbreitung von Sprachlautsprechern wird es immer beliebter, den Musikdienst seiner Wahl über Sprache zu steuern. Die Steuerung per Sprache ist die Zukunft, auch im Auto setzt sich das immer mehr durch. Und genau hier hängt Spotify mächtig hinterher, wie „Techchrunch“ in einer aktuellen Analyse zeigt. Während die Konkurrenten sich weitgehend über Sprache bedienen lassen, ist diese Funktion bei Spotify nur rudimentär möglich. Selbst, wenn man über den Titel sucht, findet Spotify viele Lieder demnach nicht. Doch die Konkurrenten sind längst zu viel mehr in der Lage.
Fragt man etwa Alexa nach einer bestimmten Songzeile, kann sie bei Amazon Music das passende Lied dazu finden. Siri lernt das Feature mit dem im Herbst kommenden iOS 12 ebenfalls, in Testversionen funktioniert es ganz ordentlich. Googles Assistant ist noch smarter – und kann neben der Suche über den Songtext sogar eine vorgesungene Melodie erkennen. Siri erkennt immerhin Lieder über den eingebauten Dienst Shazam, wenn man sie danach fragt. Spotify muss in diesem Bereich passen. Die Erkennung per Text wird zur Zeit nur in Japan angeboten, einen Zeitplan für andere Länder gibt es nicht.Spotify Tricks Foto-Strecke_17.35
Doch auch Sprachsteuerung an sich ist alles andere als Spotifys Stärke. In der US-Version der Smartphone-App kann man zwar per Halten des Suchsymbols eine Sprachsuche einschalten, die reine Sprachsteuerung ohne Berührung, wie man sie von Siri, Googles Assistant oder Alexa gewohnt ist, kann Spotify aber nicht bieten.
Hinzu kommt: Das Problem dürfte sich in Zukunft nur noch verstärken: Spotify vertreibt keinen eigenen Sprachlautsprecher – und ist damit auf die Geräte der Konzerne angewiesen, die dem Dienst nun mit eigenen Musikangeboten auf die Pelle rücken. Auf dem Amazon Echo oder dem Google Home spielt es aber nur die zweite Geige. Auf Apples Homepod oder auch der Apple Watch ist der Dienst aber gleich ganz ausgesperrt.
Die gerade angekündigte Zusammenarbeit mit Samsung für den neuen Sprachlautsprecher Galaxy Home dürfte kaum helfen. Der darauf installierte Assistent Bixby gilt als weitgehend unnütz, zudem ist er nur auf Koreanisch und Englisch verfügbar. Ein Verkaufsschlager dürfte er also in nächster Zeit nicht werden.Spotify Börsengang 19.05
Auch beim Umgang mit den Songtexten steht sich Spotify selbst im Weg. Vor zwei Jahren hatte der Dienst sein Feature zur Anzeige von Songtexten entfernt. Angeblich wollte man es überarbeiten, leider tauchte es aber nie wieder im vollen Umfang auf. Mit „Behind the Lyrcis“ hat Spotify zwar seinen eigenen, bisher einmaligen Ansatz, der den Text und die Entstehung der Lieder erklärt und dafür von Fans geschätzt wird. Ganz glücklich macht das Angebot aber nicht: Die Infos stehen nicht zu jedem Song zur Verfügung. Wer nur den Text will, hat diese Option nicht: Die „Behind the Lyrics“-kacheln überdecken aber immer wieder die Texte selbst.
Andere Dienste wie Apple Music oder Amazon Music leben dagegen sehr viel Wert auf die Lyrics. Beide betreiben eigene Teams, die sich nur darum kümmern. Amazons Echo Show zeigt etwa auf Wunsch die Texte für jedes gespielte Lied – und wird dadurch praktisch zur Mini-Karaokemaschine.
Wie die Zukunft aussieht, wird sich zeigen müssen. Noch geht es Spotify sehr gut, weltweit ist der Dienst auch bei den zahlenden Abonnenten weltweit immer noch Spitze. Doch die Änderung steht schon an: In den USA hat Apple Music die Schweden bei den zahlenden Kunden nun erstmals überholt, verkündete Tim Cook vor kurzem. Spotify sollte sich also langsam etwas einfallen lassen.Junge Walkman
Hamburgs Justizsenator Till Steffen will bei der Entlastung von Gerichten neue Wege gehen. «Wir wollen vor allem dafür sorgen, dass kleinere Zivilverfahren schneller bearbeitet werden können», sagte der Grünen-Politiker im Interview mit dem «Hamburger Abendblatt».
Dazu habe die Hansestadt eine Initiative für ein Online-Schnellverfahren bei der Justizministerkonferenz der Länder eingebracht. «Im Rahmen eines Pilotprojekts soll es möglich sein, dass ein Bürger über eine Eingabemaske seine Klage in einem vereinfachten Zivilverfahren online einbringt», so Steffen.
Der neue Klageweg ist für Verfahren mit einem Streitwert unter 1000 Euro vorgesehen. Die Klage soll elektronisch bearbeitet werden, danach soll es schnell zu einer mündlichen Verhandlung und einer Entscheidung kommen. «Dass man online eine Klage per Eingabemaske bei Gericht einreichen kann, wäre bundesweit einmalig», sagte Steffen. Über die erforderliche Änderung der Zivilprozessordnung muss der Bundestag entscheiden.
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Für nagelneue Bomber fehlt dem Kreml das Geld, also werden die alten modernisiert. Dazu zählen auch die Überschallbomber vom Typ T-22M. Die ersten Modelle wurden 1972 gebaut. Und dennoch soll dieser Dinosaurier den Kampf mit der mächtigen US-Airforce aufnehmen.
Der erste auf den neuesten Standard Tu-22M3M gebrachte Jet wurde nun aus der Werkshalle in Kazan gerollt. Während des Upgrades werden die Maschinen komplett zerlegt und dabei die gesamte Elektronik ausgetauscht. Angriffsgenauigkeit und Manövrierfähigkeit des Bombers sollen drastisch verbessert worden sein. Nun verfügt das Flugzeug über neue Navigations-, Kommunikations- und Zielgeräte, neue Systeme zur Kontrolle des Motor- und Kraftstoffverbrauchs sowie über radioelektronische Kampfmittel. Erstmals arbeitet auch eine künstliche Intelligenz an Bord des Jets, sie soll die Piloten selbstständig unterstützen.PIC Tu-22M
„Die Fähigkeiten dieses Flugzeugs sind beeindruckend und allen ähnlichen ausländischen Einheiten weit überlegen“, so Sergey Kobylash, Kommandant der strategischen Luftkräfte.
Insgesamt besitzt Russland noch 100 Tu-22M3 von ehemals 497. Bis 2020 sollen 30 Modelle modernisiert werden.
Danach wird der Bomber die neuesten Flotten-Zerstörer Russlands an Bord haben, darunter auch den Anti-Schiff-Marschflugkörper Kh-34. Die Besonderheit dieser Waffe: Wird die Kh-34 abgefeuert, nähert sie sich nicht direkt dem Ziel. Sie steigt in die Stratosphäre auf 40 Kilometer Höhe. Über dem Ziel stürzt sie im steilen Winkel zu Boden. In der Höhe von 40.000 Metern ist die Waffe unerreichbar für die amerikanischen Abwehrraketen. Im Sturz zum Boden erreicht sie Hyperschallgeschwindigkeit – auch dann ist sie derzeit nicht abzufangen. Die Reichweite soll 1000 Kilometer betragen.Raketentest ind Russland (2) 6.35
Schon zuvor wurde bekannt, dass die Tu-22M3M Bomber Kinzhal-Hyperschall-Raketen (Kh-47M2) tragen. Diese neue Kreml-Waffe wurde der Öffentlichkeit bereits vorgestellt. Damals hat ein Langstreckenkampflugzeug eine einzige Kinzhal getragen, der Bomber wird mehrere Systeme transportieren. Bei der Kh-47M2 handelt es sich um eine ballistische Rakete, die in der Luft gestartet wird. Die Reichweite soll mehr als 2000 Kilometer betragen. Die Kinzhal stößt dabei in den Geschwindigkeitsbereich jenseits der 10-fachen Schallgeschwindigkeit vor. Mit heutigen Abwehrwaffen lässt auch sie sich nicht stoppen.
Russland macht keinen Hehl daraus, dass die Modernisierung der strategischen Bomber auf die USA und nicht auf Bombeneinsätze wie in Syrien zielt. Die Hyperschallwaffen sind vorrangig als Flugzeugträger-Killer entwickelt worden. Dies bestätigte auch Alexander Konyukhov, Chef von Tupolev: „Die Hauptaufgabe der Tu-22M3M wird es sein, Luftkräfte zu bekämpfen, die von See aus operieren. Sie wird in der Lage sein, moderne Waffen und neue Anti-Schiffs-Raketen zu tragen. Dieses verbessert radikal und qualitativ die Möglichkeiten dieses Flugzeugs, abgesehen von den üblichen Aufgaben, die mit dem Einsatz eines Bombers verbunden sind.“
Stealth-Eigenschaften besitzen die modernisierten Russen-Bomber allerdings nicht, hier sind die strategischen Bomber der USA weit voraus. Die Entwicklung von Stealth-Flugzeuge ist dem Kreml zu kostspielig. Dabei wird von russischer Seite immer wieder betont, Stealth sei auch nicht nötig. Sowohl Russland wie auch China behaupten, dass ihre Radaranlage die angeblich unsichtbaren Flugzeuge der USA inzwischen exakt aufspüren können.
Hinzu kommt, dass die Machtpolitik der USA nach dem Zweiten Weltkrieg darauf beruhte, dass die extrem mächtigen und teuren Trägergruppen nicht erfolgreich angegriffen werden können. Ob das jemals so war, ist umstritten. Aber eine Situation, in der die Träger wie wehrlose Enten von Hyperschallwaffen versenkt werden könnten, kann das Pentagon nicht zulassen.
Tatsächlich ist die Modernisierung der Bomber auch ein Zug im Kampf der Rüstungsdollar. Hier will der Kreml mit einem begrenzten Kostenaufwand die USA zu massiven und teuren Gegenmaßnahmen zwingen.