Milliardär Jan Koum: WhatsApp-Gründer wirft das Handtuch – für Facebook ist das ein Problem

Die Woche wird mit einem Paukenschlag im Silicon Valley eröffnet: Jan Koum, Gründer von Whatsapp, wirft das Handtuch und verlässt Facebook – jenen Konzern, der sich seine App einst für die Rekordsumme von 19 Milliarden US-Dollar einverleibte und ihn über Nacht zum Milliardär machte. Es war eine „fantastische Reise“, doch nun sei es Zeit, „weiter zu ziehen“, erklärte der 42-Jährige in einem Facebookbeitrag. Einer der ersten, der den Post geliket hat, ist Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Dabei dürfte der wenig zu lachen haben. Der Zeitpunkt für Koums Ausscheiden könnte kaum ungünstiger sein: Am Dienstag eröffnet Mark Zuckerberg im kalifornischen San José die alljährliche Entwicklerkonferenz F8, vermutlich im Schlabber-Shirt statt wie zuletzt vor Gericht im Maßanzug. Der Facebook-Chef, der zuletzt eine Krise nach der nächsten meistern musste, wird dann die zukünftige Marschroute des sozialen Netzwerks erläutern.

Im Zentrum steht die Frage, wie offen die Plattform für Entwickler und Kunden sein wird, nachdem wiederkehrende Berichte zu russischen Wahlmanipulationen, Fake News und Daten-Sicherheitslücken das Vertrauen zuletzt schwer belasteten. Um den Schlingerkurs zu beenden, muss Zuckerberg das Heft wieder in die Hand nehmen.

Zoff um Privatsphäre

Doch offenbar sind selbst intern die Fronten nicht geklärt. Die „Washington Post“ berichtet einige Details zu Koums Ausscheiden. Und die lesen sich nicht so rosig, wie es der herzige Post des WhatsApp-Gründers vermuten lässt: Dem Bericht zufolge gab es unüberbrückbare Differenzen mit der Mutterfirma bezüglich des Geschäftsmodells und der Datenauswertung von Whatsapp. 

Koum ist ein bekennender Verfechter der Privatsphäre, Facebook wollte dagegen die Verschlüsselung in Whatsapp aufweichen, um weitere Daten zu gewinnen. Facebook muss immer noch beweisen, dass die Übernahme wirtschaftlich sinnvoll war, denn bislang ist Whatsapp noch werbefrei. Die Unabhängigkeit und der Schutz der Nutzerdaten waren Jan Koum und Brian Acton, sein Mitgründer, eine Herzensangelegenheit, als der 19-Milliarden-Deal im Frühjahr 2014 eingetütet wurde. 2016 legten sie nach und führten eine tiefgreifende Verschlüsselung in die populäre Messenger-App ein, die es Dritten schwerer machte, die Chats auszuwerten.

Die WhatsApp-Gründer sind von Bord

Jan Koum war mehr als nur der Gründer von Whatsapp. Der 42-Jährige war der einzige Gründer eines von Facebook geschluckten Unternehmens, der zugleich Teil des Boards war, also an den wesentlichen Entscheidungen des Unternehmens beteiligt war. Nur zwei andere Facebook-Führungspersonen – Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg – sind Mitglieder des Boards.

Wann Koum abtreten wird, ist nicht bekannt. Das Unternehmen wollte sich gegenüber Medienanfragen nicht äußern. Koum habe jedoch bereits die Führungsetage bei Facebook und WhatsApp über seine Pläne informiert, in den vergangenen Monaten sei er der „Washington Post“ zufolge auch kaum noch in den Büros anwesend gewesen. 

Brian Acton, der zweite Whatsapp-Gründer, verließ das Unternehmen im November. Anschließend kritisierte er Facebook scharf und verbreitete auf Twitter den Hashtag #DeleteFacebook, also #LöschtFacebook.  

Die beeindruckende Geschichte von WhatsApp

Jan Koum veränderte mit Whatsapp die Welt, in dem er Kommunikation über Ländergrenzen hinweg einfacher machte. Mittlerweile hat der Dienst mehr als 1,5 Milliarden Nutzer. Die Geschichte von WhatsApp ist die eines modernen Märchens: Koum wuchs in ärmsten Verhältnissen in Kiew auf, als einziger Sohn einer Hausfrau und eines Konstrukteurs.

Anfang der Neunziger, kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, wanderte er als Teenager gemeinsam mit seiner Mutter in die USA aus. Doch auch dort war das Leben hart: Um über die Runden zu kommen, jobbte seine Mutter als Babysitterin, sie schliefen in einem engen Zweibettzimmer und waren auf Lebensmittelmarken angewiesen. Als bei der Mutter Krebs diagnostiziert wurde, lebten sie fortan von ihrer Erwerbsunfähigkeitsrente. Mit dem Vater, der in der Ukraine geblieben war, hatte Koum kaum noch Kontakt, weil Auslandsgespräche teuer waren – das wollte er später mit WhatsApp ändern. 1997 starb der Vater in der ehemaligen Heimat.

Auf der High School war Koum ein Störenfried, nach Schulschluss beschäftigte er sich mit Computernetzwerken und trat einer Hackergruppe bei. Nach der Schule wechselte er aufs College, doch wie viele Startup-Gründer schmiss auch er sein Studium. Als Sicherheitstester und später als Infrastruktur-Ingenieur arbeitete er bei Yahoo, dort traf er auf seinen Kollegen Brian Acton. 2000 starb Koums Mutter an den Krebsfolgen, Koum zog daraufhin zu Acton und sie wurden beste Freunde. 

2007 verließen beide Yahoo, sie reisten durch Südamerika und spielten Frisbee. Als sie in die USA zurückkehrten, bewarben sich beide bei Twitter und Facebook, doch die Unternehmen lehnten ab. 2009 kaufte sie kaum ein iPhone, und Koum erkannte, dass der damals noch recht junge App Store die Grundlage für ein neues Geschäftsmodell sein konnte.

Alex Fishman, einem russischen Freund, erzählte Koum von seiner Idee: „Jan zeigte mir sein Adressbuch“, sagte Fisherman vor ein paar Jahren dem Magazin „Forbes“. „Er glaubte, es sei wirklich cool, Status-Texte neben den Namen der Leute zu haben.“ Damit könne man anzeigen, ob man gerade Lust auf ein Treffen habe, im Fitnessstudio sei oder man bereits schlafe, erklärte ihm Koum. Auch eine Idee für den Namen der App hatte er: „Whatsapp“. Ihm gefiel der Name, er klang wie „Whats up“ („Was ist los?“). Nur eine Woche später, am 24. Februar 2009, gründete er die Firma Whatsapp Inc. Es war Koums 33. Geburtstag, und zugleich der Geburtstag einer weltweiten Kommunikationsrevolution.

Whatsapp war bei der Veröffentlichung direkt der Platzhirsch: Es gab Blackberrys Messenger, der nur auf Smartphones dieser Firma funktioniert, außerdem Googles gefloppten Dienst G-Talk und Skype. Als Whatsapp in der Version 2.0 veröffentlicht wurde, gab es bereits mehr als 250.000 Nutzer. Und die Nutzerkurve zog rasend schnell an.

Mit einer Unterschrift zum Milliardär

Koum ließ sich ein Leben lang von seinen Ideen leiten. Er blieb standhaft, wenn riesige Unternehmen anklopften und seine junge Firma übernehmen wollten. Ihm ging es nicht um den schnellen Reibach, sondern um seine Vision: Er habe den perfekten Messenger entwickeln wollen, der so simpel zu bedienen sei, dass ihn selbst eine 60-jährige Oma ohne jegliche Computer-Kenntnisse bedienen könne, sagte er bei einem seiner wenigen Auftritte. Koum war einer der ersten, der Mobile First ging, sich also voll und ganz auf Smartphones konzentrierte. Selbst Branchenschwergewichte wie Google oder Facebook verschliefen den Trend.

Letzterer kaufte im Februar 2014 für 19 Milliarden US-Dollar den Messenger. Laut „Forbes“ besaß Koum zum zeitpunkt des Deals mit 45 Prozent den Löwenanteil von Whatsapp. Er war über Nacht Milliardär. Der Vertrag wurde ein paar Blocks von ihrem Firmensitz unterzeichnet, in einem weißen Bürogebäude, das früher einmal das Sozialamt war, in dem Koum als Jugendlicher für Lebensmittelmarken angestanden hat.

In seiner Auszeit will sich Koum nun seinen Hobbys widmen, schreibt er auf Facebook. Er möchte seine Porschesammlung vergrößern und wieder Frisbee spielen. So wie damals im Jahr 2007, als Whatsapp noch nicht mehr als eine kühne Idee war.

40 Fakten Apple 09:49 h

Betrugsmasche: Gefälschte Facebook-Profile: Angriff der Klon-Freunde

Ein bisschen wundert man sich vielleicht: Eine Freundschaftsanfrage bei Facebook von dieser Person? Wir waren doch schon befreundet. Dann nimmt man die Anfrage wieder an. Wer weiß, warum sich der andere nun einen neuen Account angelegt hat. Dass man gerade in eine Falle getappt ist, bemerken wohl die wenigsten. Denn der vermeintliche Freund ist ein Betrüger – und hat schlicht das Profil geklont.

Immer wieder machen zahlreiche Warnungen vor den falschen Freunden bei Facebook die Runde. Fast alle Accounts seien gehackt oder geklont worden, heißt es in den weit verbreiteten Facebook-Posts. Dazu ein Hinweis, dass der Versender kein neues Profil angelegt habe und man keine erneuten Anfragen annehmen soll. Laut dem Verein Mimikama gingen die Meldungen teilweise im Minutentakt ein. Und auch wenn die Behauptung, sämtliche Accounts seien betroffen, übertrieben ist: Die Gefahr durch Klon-Accounts sollte man unbedingt ernst nehmen.

So funktioniert die Betrugsmasche auf Facebook

Irgendwann wird man von dem gefälschten Freund dann nämlich gefragt, ob man nicht eben noch mal die Telefonnummer durchgeben könnte, der Freund will das Handy verloren haben. Dann kommt eine eigentlich unschuldige Bitte: Der Facebook-Kontakt fragt nach einem Zahlen-Code, den man per SMS bekommt – und schon ist man in die Falle getappt.Facebook Akku problem 13.00

Mit dem Code wird dann ein Online-Einkauf über die Handy-Rechnung bestätigt. Das Perfide ist, dass die Fake-Profile kaum als solche zu erkennen sind. Die Betrüger kopieren sie einfach 1:1 von echten Accounts, inklusive der Bilder des Freundes. Teilweise haben sie auch dieselben Kontakte – die ebenfalls auf das falsche Profil hereingefallen sind. 

Sind Sie oder ein Freund betroffen?

Sind Sie betroffen, sollten Sie sofort sämtliche Kontakte anschreiben und sie vor dem falschen Profil warnen. Außerdem sollten Sie sich dringend an Facebook wenden. Dazu öffnen Sie das gefälschte Profil, tippen auf das Symbol mit den drei Punkten und wählen „Melden“. Dann folgen Sie den Anweisungen und geben an, dass es sich um ein gefälschtes Profil handelt. Sollte es bereits zum Betrug gekommen sein, sollten Sie ein Anzeige einreichen und sich an den Verbraucherschutz wenden.Darum lieben die Abzocker Whatsapp 13.15

Ist das Profil eines Freundes betroffen, informieren Sie die Person ebenfalls so schnell wie möglich darüber – außerhalb von Facebook. Auch diese Profile sollten Sie Facebook melden.

Schützen Sie sich und Ihre Freunde

Trotzdem kann man sich – und in gewissem Maße auch seine Freunde – vor den falschen Profilen schützen. Zunächst einmal gilt es, jede Anfrage wirklich zu prüfen: Bin ich mit der Person vielleicht schon bei Facebook verbunden? Steckt dahinter wirklich der vermeintliche Bekannte? Einige persönliche Fragen im Chat oder eine Nachfrage auf einem anderen Kontaktweg geben Sicherheit. Eine Anfrage über SMS-Pins sollte man selbstverständlich völlig ignorieren.

Damit das eigene Profil nicht kopiert werden kann, sollte man es zudem soweit wie möglich privat schalten. Mimikama hat dafür eine Liste mit den besten Einstellungen erarbeitet, Sie finden sie hier. Der einfachste Weg ist, die Freundesliste nicht öffentlich sichtbar zu machen. Dazu wählen Sie in der Browser-Ansicht auf Ihrer Profilseite den Reiter „Freunde“, wählen dann den Stift neben „Freunde finden“ und „Privatsphäre bearbeiten“. Wählen Sie hier bei der Freundesliste die Einstellung „Nur ich“. Die Freundesliste gibt Informationen zu möglichen Opfern – und ohne sie ist ein geklontes Profil schlicht wertlos.161222_ZuckerbergJarvis 21.40

Hauseigene Entwicklerkonferenz: Facebook hilft bald beim Flirten – neue Funktion auch für Instagram

Facebook steigt ins Geschäft mit der Partnersuche ein. Für die Dating-Funktion werden Mitglieder gesonderte Profile anlegen müssen, die auch nur für andere Flirt-Interessierte sichtbar sein werden, wie Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg ankündigte. Auf den Datenschutz sei dabei besonders geachtet worden. Anleger trauen Facebook zu, den Markt aufzumischen: Die Aktie der Match Group, der Mutterfirma der Flirt-App Tinder, verlor nach der Ankündigung über ein Fünftel ihres Werts.

Ob Facebook auch auf sein enormes Wissen über die Mitglieder zurückgreifen will, um Partner-Vorschläge zu machen, blieb zunächst unklar. Zunächst wurde nur bekannt, dass Nutzer an Events und Gruppen teilnehmen und dort ihre Profile für andere sichtbar machen können. Die Kommunikation zwischen zwei Personen soll über einen eigenen neuen Chatdienst laufen. Das Dating-Profil soll nicht für die Facebook-Freunde eines Nutzers sichtbar sei – und sie sollen auch nicht als potenzielle Partner vorgeschlagen werden, hieß es. Weitere Details soll es in den kommenden Monaten geben.

Facebook zielt auf Aufbau langfristiger Beziehungen ab

Facebook kopierte Profile 14.25hFacebook wolle darauf aufbauen, dass sich bereits viele Paare bei dem Online-Netzwerk kennengelernt hätten, sagte Zuckerberg. Und 200 Millionen Nutzer gäben aktuell an, dass sie Alleinstehend seien – „also gibt es hier ganz klar etwas zu tun“. Der Dienst solle helfen, langfristige Beziehungen aufzubauen, nicht nur kurzfristige Flirts, sagte Zuckerberg mit einem unverhohlenen Seitenhieb auf Tinder.

Match-Chefin Mandy Ginsberg, spielte im Gegenzug in einem bissigen Kommentar auf den jüngsten Datenskandal von Facebook an: Die Ankündigung komme zu einem überraschenden Zeitpunkt, wo doch in diesem Bereich viele persönliche und heikle Informationen anfielen. Facebook hätte finanziell das Zeug dazu, das auf zusätzlichen Premium-Angeboten basierende Geschäftsmodell von Apps wie Tinder mit einem kostenlosen Dating-Dienst massiv unter Druck zu setzen.

Außerdem erleichtert es Facebook den Nutzern nach dem jüngsten Datenskandal, einige gesammelte Informationen wie die Liste besuchter Websites oder angeklickter Links zu löschen. Zudem könnten die Nutzer künftig auch verhindern, dass Daten über ihre Interaktionen mit anderen Websites und Apps überhaupt gespeichert werden, sagte  Zuckerberg auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz F8. Er verglich die Funktion „Clear History“ mit dem Entfernen ähnlicher Informationen in Webbrowsern. Genauso könne ein solcher Schritt auch die Nutzung von Facebook weniger komfortabel machen, betonte er. „Ihr Facebook wird nicht ganz so gut sein, während das System neu lernt.“

Zuckerberg gibt weitere Neuerungen bekannt

Leute, die bei WhatsApp und Facebook nicht zurückschreiben 11.20hAls weitere Neuerung bekommt die Foto-App Instagram eine Videochat-Funktion und der Kurzmitteilungsdienst Facebook Messenger einen eingebauten Übersetzer. Außerdem gab Zuckerberg den Startschuss für den Verkauf der neuen VR-Brille Oculus Go.

Eine zentrale Rolle bei Zuckerbergs Auftritt spielte aber der Datenskandal um den Abfluss von Nutzerinformationen an die Analysefirma Cambridge Analytica. Zuckerberg wiederholte, dass dies „ein massiver Vertrauensbruch“ gewesen sei. „Wir müssen dafür sorgen, dass sich so etwas nicht wiederholen kann.“ 

Zugleich bekräftigte der Facebook-Chef, dass das Online-Netzwerk wegen des Skandals und der heftigen Kritik der vergangenen Monate nicht stehenbleiben werde. „Es ist wichtig, hart zu arbeiten, um die Welt zusammenzubringen. Wir werden weiterbauen.“

Zuckerberg wirkte auf der Bühne sicherer und lockerer als in den vergangenen Jahren – und griff auch zur Selbstironie. Eine Funktion zum gemeinsamen Ansehen von Videos demonstrierte er anhand seiner zehnstündigen Fragerunde vor US-Abgeordneten und Senatoren. „Nehmen wir mal an, einer Ihrer Freunde muss im US-Kongress aussagen“, sagte Zuckerberg. „Man kann seine Freunde versammeln und gemeinsam lachen, gemeinsam weinen“, setzte er zu Gelächter im Saal fort. „Lasst uns das nicht so bald wiederholen“, schloss er nach einer Pause ab.

VR-Brille Oculus Go soll Zukunft prägen

Facebook Geständnis Cambridge20hJeder der rund 5000 anwesenden Entwickler und Partner fährt mit einer Oculus-Go-Brille nach Hause, kündigte Zuckerberg an. Das günstigere Gerät ohne Kabel soll das immer noch schlummernde Geschäft mit virtueller Realität ankurbeln. Das Gerät mit dem Namen Oculus Go kommt im Gegensatz zu bisherigen VR-Brillen ohne Anschluss an einen leistungsstarken Computer aus. Das neue Gerät hat weniger Einsatzmöglichkeiten als das Top-Modell Oculus Rift, der Preis ist aber auch nur etwa halb so hoch.

Die Oculus Go sei vor allem für Menschen gedacht, die VR ausprobieren oder in der Brille Filme oder Videos ansehen wollen, sagte Produktmanager Madhu Muthukumar. Außerdem gibt es eine Plattform für virtuelle Besuche von Konzerten und anderen Events.

Zuckerberg hofft, mit Oculus die Kommunikation der Zukunft mitzuprägen, nachdem Facebook die Smartphone-Plattformen Apple und Google überlassen hatte. „Telefone sind rund um Apps aufgebaut, aber das ist nicht, wie wir denken“, betonte Zuckerberg. Facebook wolle stattdessen die Nutzer in den Mittelpunkt stellen.

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Skurriles Foto: Internethit: Schnappschuss aus einem Café enthält ein erstaunliches Detail

Drei Männer sitzen nebeneinander mit ihren Laptops in einem Café – erst einmal keine Seltenheit. Doch wenn man das Foto, das zu einem kleinen Internet-Hit wurde, genauer betrachtet, offenbart es sich als einmaliger Schnappschuss eines erstaunlichen Zufalls.

Der Mann links ist jung, die Haare sind voll und er sitzt aufrecht vor seinem Laptop. Sein Nachbar scheint ein paar Jahre älter zu sein und sitzt schon etwas gekrümmter vor dem Bildschirm. Der rechte Mann kauert zusammengesunken vor seinem Computer, die Haare sind grau und licht.

Das Komische daran: Irgendwie scheinen sich die Männer ziemlich ähnlich zu sehen. Und sie haben scheinbar auch die gleichen Vorlieben: Sie tragen schlichte Kleidung, eine dezente Brille und arbeiten offenbar gerne mit ihrem Laptop in einem Café. Noch dazu sitzen sie wie ihrem Alter entsprechend aufgereiht nebeneinander – als würde man dreimal die gleiche Person in verschiedenen Altersstadien sehen. Möglicherweise einen 20, 40 und 60 Jahre alten Mann. 

Ein Mann in drei Altersstufen

Ein Nutzer postete dieses Bild auf der Online-Plattform Reddit und schrieb darunter: „Ich war in einem Café und bemerkte, dass diese Männer von links nach rechts aussehen wie dieselbe Person, die mit der Zeit gealtert ist.“ Als die anderen Nutzer dies erkennen, beginnt das witzige Sinnieren über die Geschichten hinter den dreien. 

Ein Nutzer stellt den Vergleich an: „Wenn du ein Entwicklungsprojekt beginnst vs. wenn du kurz davor bist, am Ende zu sein.“ Worauf ein anderer antwortet: „Das würde den Haarverlust erklären“.

Möglicherweise handelt es sich laut eines Nutzers auch um einen (ehemaligen) Studierenden, der in seinen jungen Jahren einen Studienkredit aufgenommen habe. Der zweite Mann habe auch 20 Jahre später immer noch Kreditschulden aus der Studienzeit. Der Dritte realisiere irgendwann, dass er seine Jugend vergeudet hat, weil er versuchte, sich aus dem finanziellen Ruin herauszuarbeiten. 

Die drei Stufen des Laptopbenutzers

Die Laptops sehen viele als Indikator für das Alter der Männer. Die Sticker auf dem mittleren Laptop sprächen eine deutliche Sprache: „Das Ding mit den Stickern auf dem Laptop war nur Teil einer kurzen Midlife-Krise.“ Ein Nutzer sieht die Regeln der Laptop-Benutzung durch die Männer verkörpert: „1. Ich führe einen glatten und sauberen Computer aus, den ich gerade gekauft habe und ich bin jung und das macht mich optimistisch. 2. Ich muss weniger zurückhaltend sein. Ich werde Sticker auf meinen Laptop kleben, um zu zeigen, dass ich, obwohl ich schon etwas älter bin, immer noch ziemlich wild bin. 3. Es ist mir einfach egal“, heißt es auf Reddit.

Ein anderer Vergleich geht von den dreien als Computerprogrammierer aus. „1. Front-End-Programmieren lernen. 2. Die erste Software-Entwicklungsposition erhalten. 3. Warten auf den Ruhestand, weil sie dich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen als Full-Stack-Entwickler eingestellt haben und alle Web-Entwickler-Projekte auf dich und nur auf dich abgewälzt haben.“ 

Zusammenfassen lässt sich das Bild auch so: „Die drei Stufen eines Hipster-Lebens, die alle in einem Café existieren.“ Das Foto wurde bereits über 800.000 Mal angesehen und 960 Mal kommentiert. Und irgendwie scheinen alle Vermutungen ein wenig plausibel zu sein. Die spannendste Frage wird aber wohl ungeklärt bleiben: Haben die Drei den komischen Zufall selbst bemerkt?

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9,7-Zoll-Modell: Neues iPad im Test: Lohnt sich Apples 300-Euro-Tablet?

Smartphones werden immer größer, Notebooks dagegen leichter und kompakter. Darunter musste in den vergangenen Jahren vor allem eine Produktkategorie leiden: die Tablets. Das zeigt auch ein Blick auf die weltweiten Verkaufszahlen. Die Flachmänner hatten ihren Zenit in den Jahren 2012 bis 2014, heute werden teils nur noch halb so viele Modelle pro Quartal verkauft. Um das Geschäft wieder anzukurbeln setzt Apple deshalb seit vergangenem Jahr neben dem aufs Business getrimmte iPad Pro auf ein günstigeres Einsteigermodell. Durchaus mit Erfolg: Nach vier Jahren im Sinkflug konnte der Konzern die Sparte zuletzt wieder in die Wachtumszone manövrieren. In diesem Frühjahr wurde eine aufgemotzte Variante vorgestellt. Wir haben sie ausführlich getestet. 

Das Wichtigste beim neuen iPad ist der Preis: die UVP liegt bei 349 Euro. Damit ist es 50 Euro günstiger als das 2017er-Modell. Im Angebot bekommt man das Gerät bereits für unter 300 Euro. Ein guter Preis für ein neuwertiges Apple-Gerät mit voller Garantie, das mehr Features bietet als der Vorgänger.

Der Bildschirm macht den Unterschied

Bei dem günstigen Preis ist klar: Ein komplett neues Design wie beim iPhone X gibt es nicht. Nach wie vor gibt es einen Home-Button mit Fingerabdruckscanner (Touch ID). Maße und Gewicht (469 Gramm) sind identisch mit dem Vorgängermodell. Die Verarbeitung des Aluminiumgehäuses ist hochwertig. Die Rahmen um den Bildschirm sind nicht so schlank wie beim iPad Pro, dafür kostet das Gerät aber auch nur die Hälfte.iPad-2018-homebutton

In der Praxis macht sich der größere Screen des iPad 10.5 ohnehin nur in einigen Situationen bemerkbar, etwa beim Betrachten von Fotos, Filmen oder beim Surfen im Safari-Browser. In der Mail-App wird dagegen nur eine Nachricht mehr angezeigt als beim 9,7er-iPad. Auch in der Facebook-App hält sich der Unterschied in Grenzen.

Technisch sind die Unterschiede zum 600 Euro teuren iPad Pro jedoch offenkundig. Zwar ist der Bildschirm nur minimal kleiner (9,7 statt 10,5 Zoll) und die Pixeldichte ist genauso hoch. Allerdings ist das Display komplett anders aufgebaut. Das Günstig-iPad reflektiert das Licht stärker, zudem fehlt die True-Tone-Technologie, welche die Farbwiedergabe des Bildschirms automatisch an das Umgebungslicht anpasst. Das fällt allerdings nur im direkten Vergleich mit dem Spitzenmodell auf. Wer bislang ein „normales“ iPad oder die Mini-Variante nutzte, wird auch mit dem 2018er-Modell zufrieden sein.

iPad 2018 FS

Erweiterte Realität mit dem iPad

Der zweite große Unterschied ist der eingebaute Prozessor. Der A10X Fusion des iPad Pro liefert bis zu 30 Prozent mehr Rechenpower als der A10 Fusion im neuen iPad. Das macht sich aber nur bei Profi-Apps für Video- und Bildgestalter bemerkbar. 3D-Spiele, Streaming-Apps, digitale Magazine oder sonstige Software stellt das iPad mühelos dar. Die Multitasking-Möglichkeiten, die Apple mit iOS 11 auf dem iPad eingeführt hat, sind für das Gerät kein Problem. Zwei Apps können nebeneinander dargestellt werden. Kurz: Das 2018er-iPad ist die ideale Entertainment-Machine für all jene, die neben Netflix und Games nur ab und zu mal eine Mail oder einen kurzen Text schreiben wollen.

Selbst neuartige Augmented-Reality-Apps, bei denen das Tablet-Display quasi zur Erweiterung der Realität wird, sind kein Problem. Mittlerweile gibt es Dutzende AR-Apps. Wer die Technik ausprobieren will, dem seien die kostenlosen Apps „Ikea Places“, die Umweltsimulation „WWF Free Rivers“ oder das Vermessungs-Tool „MeasureKit“ ans Herz gelegt.

Zudem dürfte das iPad dank des neuen Prozessors noch drei bis vier Jahre lang Sicherheits-Updates und Betriebssystem-Aktualisierungen erhalten. Das ist leider selbst bei vielen hochpreisigen Androidgeräten die Ausnahme.iPad-2018-Stift

Unterstützung für Apple Pencil

Erstmals unterstützt das Standard-iPad den Apple Pencil, den digitalen Zeichenstift. Der war zuvor den Pro-Nutzern vorbehalten. Mit dem Stift kann man zeichnen, aber auch handschriftliche Notizen anfertigen. Apples Office-Pendant iWork (Pages, Keynote und Numbers) wurde extra für den Pencil überarbeitet. Allerdings ist der Stift nicht im Lieferumfang enthalten und kostet 99 Euro. Zudem fehlt nach wie vor eine praktische Aufbewahrungsmöglichkeit für den Stift. Zwar verkauft Apple auch ein Tastatur-Cover mitsamt Stift-Halterung. Das ist aber nur mit den Pro-Modellen kompatibel, weil das 349-Euro-iPad keinen Smart Connector bietet. Externe Tastaturen müssen via Bluetooth gekoppelt werden.

Wer will kann mit dem iPad auch fotografieren. In der Rückseite steckt eine Kamera mit 8 Megapixeln, die für Schnappschüsse ausreicht. Enttäuschend ist dagegen die 1,2-Megapixel-Frontkamera. Im Videochat sieht man deutliche Unterschiede zur 7-Megapixel-Knipse des Pro-Modells. Apple, wenigstens die 5-Megapixel-Kamera des 2016er iPad Pro hätte es sein können.

Die vom Hersteller versprochenen zehn Stunden hält das Tablet mit einer Akkuladung durch. Im Flugzeug oder Zug kann man somit mehrere Filme hintereinander schauen. Statt vier Lautsprechern stecken im 9,7-Zoll Modell nur zwei, weshalb es deutlich weniger räumlich klingt. Immerhin gibt es noch eine Kopfhörerbuchse.iPad-2018-speaker

Fazit: Das Jedermann-Tablet

Mit dem neuen iPad richtet sich Apple ganz klar an die breite Masse. Der Prozessor ist flink, alle nennenswerten Apps werden unterstützt und man wird noch jahrelang Sicherheitsupdates bekommen. Beim Bildschirm muss man ein paar Abstriche machen und der Prozessor ist nicht so leistungsfähig wie beim iPad Pro. Wer aber nicht professionell mit dem Tablet arbeitet, wird das kaum bemerken. Erstmals wird der Apple Pencil außerhalb der Pro-Reihe unterstützt, leider ist er nicht im Lieferumfang enthalten. In der Kategorie bis 500 Euro zählt das iPad (2018) zu den besten Tablets.

Alternativen

Eine Alternative ist das iPad Pro 9.7, das im März 2016 veröffentlicht wurde. Dieses Modell bekommt man gebraucht bereits für unter 300 Euro und bietet einige Vorzüge, etwa den weniger spiegelnden Bildschirm, den Smart Connector und die Stereo-Lautsprecher. Allerdings ist der A9X-Prozessor langsamer, vermutlich wird dieses Modell auch ein Jahr früher keine Updates mehr erhalten. Zudem fehlt bei einem Gebrauchtgerät die einjährige Herstellergarantie. 

Eine Android-Alternative ist das Galaxy Tab S2 für 300 Euro. Es hat ebenfalls einen 9,7-Zoll-Bildschirm, einen per microSD-Karte erweiterbaren Speicher und ein sehr dünnes Kunststoffgehäuse (5,6 statt 7,5 Millimeter). Die Akkulaufzeit ist allerdings rund drei Stunden kürzer. Eine weitere Alternative ist das brandneue MediaPad M5 von Huawei. Es ist mit 10,8 Zoll etwas größer und kostet 380 Euro, bietet dafür einen für Tablets exzellenten Sound.

Wer auf Produktivität angewiesen ist dürfte um ein Surface-Modell mit Windows-Betriebssystem kaum herumkommen. Die Microsoft-Tablets bieten einen echten USB-Anschluss und unterstützen alle herkömmlichen Windows-Programme, sind dafür aber teurer (600 Euro aufwärts).

Hier finden Sie eine Übersicht unserer Smartphone-Tests – von 200 bis 1000 Euro.

Eve Jobs 12-30

Tinder-Dates: Von wegen Stewardess: Diese Frauenjobs finden Männer wirklich attraktiv

Wenn Männer bei Tinder stöbern, sind sie oft nicht besonders wählerisch. Da wird geswipet, was das Zeug hält, ein Match wird sich schon finden. Andere sind anspruchsvoller und haben ihre eigenen Kriterien. Schließlich ist man oft genug auf die vielen, bestens inszenierten Bilder hereingefallen. Wie viele bei der Suche auf den Job der Damen achten, ist nicht bekannt. Den Klischees entsprechen sie dabei aber nicht.Tinder Jobs Frauen

Denn während es in der Erwachsenenunterhaltung von Sekretärinnen und Stewardessen nur so wimmelt, haben die Damen aus diesen Berufen bei Tinder einen deutlich schwereren Stand – und schaffen es nicht mal unter die Top 15. In einer Auswertung der deutschen Tinder-Nutzer haben die Betreiber der Dating-App genau herausgefunden, worauf Mann hierzulande wirklich steht. Und mit dem ersten Platz hätte wohl niemand gerechnet.

Wo sind die Klischees?

Denn dass ausgerechnet Buchhalterinnen den Höhepunkt des Sexappeals bilden, hätte man nicht vermutet. Genau die sollen aber bei Tinder am besten ankommen. Natürlich muss man bedenken: In der App werden die wenigsten Nutzer nur wegen des Berufs nach rechts wischen. Und vielleicht sind Buchhalterinnen im Schnitt einfach attraktiver und/oder sympatischer.FS-Tinder

Auch sonst finden sich einige Überraschungen auf der Liste. Während die Lehrerinnen auf Platz drei durchaus noch zu erwarten waren, gehören Sozialarbeiterinnen eher nicht zu den klassischen Männerfantasien. Trotzdem landen sie auf dem sechsten Platz. Meeresbiologinnen dürfte es hierzulande eigentlich nicht in Unmengen geben – schaffen es aber auf Platz 11. Dafür mögen deutsche Männer Studentinnen nur dann, wenn sie Jura pauken. Besonders skurril: die Zahntechnikerin auf Rang 13. Schließlich findet wohl kaum jemand die spitzen Zahnstocher sexy. Aber vielleicht haben die Damen aus diesem Berufsstand auch einfach das überzeugendste Lächeln.

Interessant: Während in der Liste der heißesten Männer-Berufe (hier zu finden) mit Tänzer und Model auch Jobs dabei sind, bei denen Körper und Optik eine entscheidende Rolle spielen, ist das bei den Frauenberufen nicht so klar zu finden. Vielleicht liegt das auch daran, dass Frauen auch in ganz normalen Berufen deutlich mehr auf ihr Äußeres achten müssen.

Die vollständige Liste:

  1. Buchhalterin
  2. Ladenbesitzerin
  3. Geschäftsfrau
  4. Lehrerin
  5. Kundenberaterin
  6. Sozialarbeiterin
  7. Ingenieurin
  8. Interior Designerin
  9. PR Managerin
  10. Jura-Studentin
  11. Meeresbiologin
  12. Rezeptionistin
  13. Zahntechnikerin
  14. Immobilienkauffrau
  15. MarketingberaterinOrgasmus Sex Fakten