Suchanfragen im Ranking: Wo ist Martin Schulz? Wie lange bleibt die Hitze? Was die Deutschen 2018 von Google wissen wollten

Suchdaten, so sagt Simon Rogers, Data Editor bei Google in Kalifornien, „sind sehr menschliche Daten“. Gemeinsam mit seinem Team wertet er diese Datenberge aus, um Trends in den unzähligen Fragen und Schlagwörtern herauszuarbeiten, die die Menschen Tag für Tag in die Suchmaschine eingeben. Das Themenspektrum deckt alles ab: Die Menschen wollen Antworten mit einem Nutzwert – Tipps gegen Hitze, Wespen oder und Eichenprozessionsspinner. Genauso wollen sie aktuell und hintergründig über politische, gesellschaftliche oder auch sportliche Entwicklungen informiert werden. 

Das wollten die Menschen im Jahr 2018 überdurchschnittlich* oft von Google wissen: 

Was-Fragen

  • Eichenprozessionsspinner was tun?
  • Was hilft gegen Wespen?
  • Was sind Permanenzen?
  • Was ist mit Daniel Küblböck?
  • Was bedeutet rs?
  • Was hat Maaßen gemacht?
  • Was ist in Chemnitz passiert?
  • Was tun bei Hitze?
  • Was sind Bitcoins?
  • Was passiert bei einer Mondfinsternis?

Wo-Fragen

  • Wo ist der Mond?
  • Wo ist die ISS?
  • Wo liegt Uruguay?
  • Wo läuft heute Fußball?
  • Wo spielt Neymar?
  • Wo ist Martin Schulz?
  • Wo liegt Kroatien?
  • Wo entspringt der Rhein?
  • Wo regnet es gerade?
  • Wo liegt Bali?

Wie-Fragen

  • Wie oft war Frankreich Weltmeister?
  • Wie muss Deutschland spielen um weiter zu kommen?
  • Wie heißt der Sohn von Kate und William?
  • Wie heißt die Mutter von Niki Lauda?
  • Wie lange bleibt die Hitze?
  • Wie viele Zeitzonen gibt es?
  • Wie alt ist Thomas Müller?
  • Wie heißt Bibis Sohn?
  • Wie heißt das WM Maskottchen?
  • Wie alt ist Prinz Harry?

Allgemeine Suchbegriffe

  • WM
  • Daniel Küblböck
  • Jens Büchner
  • Avicii
  • Medaillenspiegel
  • Olympia
  • Meghan Markle
  • Mondfinsternis
  • Euro Lira
  • Hochzeit Harry Meghan

Erwischt: Google Street View zeigt Prostituierte und Freier inflagranti

Schlagzeilen

  • Mondfinsternis
  • Euro Lira
  • Hochzeit Harry Meghan
  • Chemnitz
  • Hambacher Forst
  • Hessen Wahl
  • Landtagswahl Bayern
  • DSGVO
  • Kate Baby
  • Thailand Höhle

Sportevents

  • WM
  • Medaillenspiegel
  • Olympia
  • Deutschland Schweden
  • Handball EM
  • Nations League
  • Olympia Eishockey
  • Leichtathletik EM
  • EM 2020
  • Public Viewing

Persönlichkeiten

  • Daniel Küblböck
  • Meghan Markle
  • Jan Ullrich
  • Maaßen
  • Demi Lovato
  • Özil
  • Seehofer
  • Tina York
  • Sylvester Stallone
  • Ella Endlich

Serien

  • babylon berlin
  • bad banks
  • tannbach
  • haus des geldes
  • altered carbon
  • the good doctor
  • young sheldon
  • lost in space
  • gestüt hochstetten
  • weissensee

Abschiede

  • Jens Büchner

  • Avicii

  • Mac Miller

  • Stephen Hawking

  • Stan Lee

  • XXXTentacion

  • Martin Haas

  • Dieter Thomas Heck

  • Anthony Bourdain

  • Aretha Franklin

*Hinweis: Die obenstehenden Listen enthalten die Top Rankings der sogenannten „Trending Searches“. Das bedeutet, die betreffenden Suchanfragen haben 2018 für eine anhaltende Phase einen besonders starken Anstieg im Suchinteresse im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Diese aufsteigenden Begriffe werden dann nach dem Suchinteresse in der jeweiligen Phase absteigend sortiert. 

Quellen: GoogleInterview-Rogers_17.10

Jobverluste möglich: Betriebsräte warnen Politik vor nationaler 5G-Roamingpflicht

Arbeitnehmervertreter der großen deutschen Mobilfunkkonzerne haben die Politik vor den Folgen einer nationalen Roamingpflicht für die Mitarbeiter gewarnt.

«Die Pläne zum lokalen Roaming gefährden eine fünfstellige Zahl an Arbeitsplätzen», schrieben die Betriebsratschefs von Vodafone, Telefónica und Deutscher Telekom an die Fraktionsspitzen von Union und SPD, wie das «Handelsblatt» und die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» am Montag (Online) übereinstimmend berichteten.

Demnach fürchten sie, dass eine Pflicht, die Infrastruktur für Wettbewerber zu öffnen, den Netzausbau in Deutschland hemmen würde und zu Lohndumping in der Branche führen könnte.

Beim lokalen Roaming würden Handynutzer in einem Funkloch automatisch und kostenlos mit dem Netz eines anderen Telekommunikationskonzerns verbunden werden. Für Verbraucher klingt das sinnvoll, Netzbetreiber werten dies hingegen als betriebswirtschaftlichen Bremsklotz. «Verpflichtendes Roaming kommt einer Enteignung gleich», sagte Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas dem Handelsblatt. An diesem Donnerstag beschäftigt sich der Bundestag in erster Lesung mit dem Gesetz.

Auch die Bundesnetzagentur hatte zuletzt davor gewarnt, lokales Roaming zu erzwingen. Eine solche Änderung noch vor der 5G-Auktion würde «erhebliche Rechtsunsicherheiten verursachen und das Auktionsverfahren gefährden». Führende Bundestagsabgeordnete der Koalition fordern hingegen eine solche Roamingpflicht und beziehen sich dabei auf einen EU-Kodex.