Luxemburg: EuGH entscheidet über Haftung für Filesharing der Familie

Muss der Inhaber eines Internetanschlusses auch dann für illegales Filesharing haften, wenn Familienangehörige Zugriff auf den Anschluss hatten? Heute (ab 9.00 Uhr) beantwortet diese Frage der Europäische Gerichtshof.

Nach Ansicht des zuständigen Generalanwalts kann sich der Anschlussinhaber der Haftung nicht entziehen. Das Grundrecht auf Schutz des Familienlebens dürfe nicht die Haftung für Urheberrechtsverletzungen aushebeln, argumentierte er seinem Gutachten im Juni. (Rechtssache C-149/17)

In dem Fall hatte der Verlag Bastei-Lübbe gegen einen Mann geklagt, über dessen Anschluss ein Hörbuch anderen Internetnutzern über eine Tauschbörse zum Herunterladen angeboten worden sei. Der Inhaber bestreitet das und argumentiert, dass auch seine Eltern Zugriff auf den Anschluss gehabt hätten. Laut bestehender deutscher Rechtssprechung muss wegen des Schutzes von Ehe und Familie keine Auskunft über die Nutzung durch Angehörige gegeben werden. Dadurch wäre die Schuld nicht eindeutig zu klären. Das Landgericht München hatte den Fall nach Luxemburg verwiesen.

Der zuständige EuGH-Generalanwalt verwies darauf, dass geistiges Eigentum ebenso wie Familienrechte durch die Charta der Grundrechte der EU geschützt seien. Urheberrechtsansprüche müssten daher durchsetzbar sein. «In diesen Fällen müsste das Eigentumsrecht Vorrang vor dem Recht auf Achtung des Familienlebens haben», schrieb der Gutachter. Sollte es keine Auskunft über Familienangehörige geben, müsse der Inhaber des Anschlusses haftbar gemacht werden. Die EuGH-Richter folgen der Einschätzung der Gutachter häufig, aber nicht immer.

Hund vermisst: Plakate, Facebook-Werbung, Privatdetektiv – die teure und spannende Suche nach Pudel Zoey

„Wir haben einen privaten Flohmarkt gemacht, das war am 7. September. Es war ein kühler Morgen und Zoey hat an der Tür gekratzt, weil sie raus wollte“, erzählt Bridgette Slack dem Fernsehsender ABC News. Die Amerikanerin aus Cleveland, Tennessee, ließ den Hund heraus – bemerkte aber bereits nach kurzer Zeit, dass ihr weißer Pudel nicht mehr da war. Es begann eine groß angelegte Suche, die knapp anderthalb Monate später zum Erfolg führte. Bridgette und ihr Mann Darrell taten alles dafür, die zweijährige Zoey wiederzufinden. Dazu investierten sie viel Zeit, Mühe und Geld.

Da niemand gesehen hatte, ob der Hund weggelaufen oder mitgenommen worden war, hängte das Paar zunächst Plakate mit einem Foto von Zoey auf. „Mom und Dad“ setzten eine Belohnung von 1000 US-Dollar aus, wenn jemand ihren Hund zurückbrächte. Doch niemand reagierte. Also dehnte Bridgette die Suche aus: Sie erstellte eine Facebook-Seite mit dem Titel „Team Find Zoey“, auf der sie das Plakat postete, zahlte tausende Dollar für Werbung an Facebook und bat auch ihre Freunde darum, den Link zu verbreiten. Im Falle einer Rückgabe, hieß es, würden keine Fragen gestellt. Fb-Suche

Professionelle Hilfe durch einen Privatdetektiv

Als nichts half und Zoey verschwunden blieb, bat Bridgette ihren Mann, einen Privatdetektiv hinzuzuziehen. Die beiden leben in einem videoüberwachten Viertel, also knöpfte sich der Profi, Mr. Young, die Aufzeichnungen vom Tag des Flohmarkts vor. Er ging die Autos durch, die anlässlich des Yard Sales gehalten hatten und eines davon fiel ihm auf: ein großer Chevrolet Pick-up mit Camping-Aufbau. Anhand des Kennzeichens fand Young die Besitzer sowie deren Adresse heraus. Die Slacks machten sich auf den Weg dorthin, fanden jedoch nur ein leerstehendes Haus vor.

Young suchte weiter und fand die aktuelle Adresse der Familie mit dem Chevrolet heraus. Darrell machte sich auf den Weg dorthin, nach Athens, Tennessee. Er klopfte an die Haustür – und Zoey kam angerannt! Darrell klopfte lauter, um im Haus gehört zu werden. Währenddessen öffnete sich die Tür und Zoey sprang in die Arme ihres Herrchens. Es kam ein kleines spanisches Mädchen, das jedoch nicht mit ihm sprach. Also rief Darrell den Vater des Mädchens, Mr. Flores, an und sagte, dass Zoey sein Pudel sei. Der Vater entgegnete, er habe den Hund gekauft, es könne sich nicht um seinen Pudel handeln. Er sei auf dem Nachhauseweg, dann könne man reden. Doch Darrell entschied sich, die Polizei einzuschalten.

Nach ein paar Lügen folgt das Geständnis

Nachdem Darrel den Polizisten Charles Shelton über die Sachlage informiert hatte, rief dieser ebenfalls den Vater an. Flores erzählte ihm, er habe den Hund von Leuten gekauft, die Geld gebraucht hätten. Shelton konfrontierte Flores mit dem Videobeweis, dass sein Auto am Tag des Verschwindens von Zoey auf dem Grundstück gefilmt worden sei, Zoey nun bei ihm zu Hause und das ganze eine Lüge wäre. Flores sagte, er sei in 15 Minuten zu Hause, um dem Polizisten alles zu erklären.

Flores erklärte schließlich, in Wirklichkeit sei seine Frau bei dem Flohmarkt gewesen. Auf dem Rückweg habe sie bemerkt, dass ein Hund in ihrem Auto gesessen habe. Da sie nicht gewusst habe, wem er gehörte, habe sie beschlossen, ihn mit nach Hause zu nehmen. Er gestand, dass das falsch war und entschuldigte sich für den Vorfall. So steht es in dem Bericht des Polizisten Charles Sheldon. Ob er Flores diese Variante geglaubt hat, enthält der Bericht nicht.

Seit dem 16. Oktober ist Zoey wieder zu Hause. Bridgette ist sich sicher, dass der glückliche Ausgang dieser „Entführung“ vor allem ihren Gebeten zu verdanken sei.

FB Team Zoey

Dieser Roboter kann tanzen – so gut, dass es gruselig ist

#YouTubeDOWN: "Bitte ruft nicht den Notruf an" – die lustigsten Reaktionen zum Youtube-Ausfall

Langeweile macht bekanntlich kreativ. So auch während des Youtube-Ausfalls in der Nacht  zu Mittwoch. Zahlreiche Nutzer setzen unter dem Hashtag „#YouTubeDOWN“ lustige Tweets ab. Doch was haben die Polizei und eine Pornoseite damit zu tun?

iPads erwartet: Apple kündigt weitere Neuheiten-Präsentation an

Apple hat eine weitere Neuheiten-Präsentation angekündigt, von der ein neues Modell des iPad-Tablets sowie ein Macbook-Laptop erwartet werden.

Das Event am 30. Oktober ist nicht in Kalifornien, sondern in New York angesetzt, wie Apple ankündigte. Der Konzern äußerte sich wie gewohnt nicht dazu, was vorgestellt wird.

Der Finanzdienst Bloomberg hatte allerdings schon vor einiger Zeit geschrieben, dass Apple im Herbst eine Aktualisierung des iPad Pro auf den Markt bringen wolle – der teureren und leistungsstärkeren Version des Tablet-Computers. Es wird erwartet, dass ähnlich wie beim iPhone die Bildschirmränder sehr dünn werden und das Display praktisch die gesamte Frontseite ausfüllt. Entsprechend wird damit gerechnet, dass die Gesichtserkennung FaceID auch beim iPad den bisherigen Fingerabdrucksensor ersetzt.

Außerdem bereitete der Konzern nach Angaben von Bloomberg eine modernisierte Version seines günstigsten Laptops Macbook Air vor. Es ist laut Marktforschern das Apple-Notebook, das sich am meisten verkauft – technisch liegt es aber weit hinter den anderen Modell zurück. Mit aufgefrischten iPads und Laptops könnte Apple auf ein noch profitableres Weihnachtsgeschäft zusteuern, nachdem der Konzern wie gewohnt im September seine neuen iPhone-Modelle vorgestellt hatte.