Besondere Choreografie: Diese Lehrerin begrüßt ihre 20 Schüler – mit 20 individuellen Handschlägen

Jeder Schüler der Grundschulklasse in Kansas hat einen eigenen Handschlag einstudiert – diese außergewöhnliche Lehrerin kennt sie alle. So begrüßt sie jeden ihrer 20 Schüler mit einem individuellen Handschlag.

Bezahlen per Smartphone: Die Commerzbank rüstet sich für Apple Pay – hofft aber auf einen ganz anderen Dienst

Bezahlen per Smartphone wird sich nach Einschätzung der Commerzbank auch in Deutschland zunehmend durchsetzen. „Grundsätzlich werden mobile Bezahlsysteme weiter an Bedeutung gewinnen“, sagte der Privatkundenvorstand des Instituts, Michael Mandel, im Gespräch mit den Nachrichtenagenturen DPA und DPA-AFX in Frankfurt.

Dass die Commerzbank gemeinsam mit ihrer Online-Tochter Comdirect bei dem Thema einer der Partner von Google ist, schließe eine Zusammenarbeit mit Apple nicht aus, betonte Mandel: „Es wird nicht nur ein Bezahlverfahren für Mobile Payment geben. Der Kunde wird zwischen verschiedenen Angeboten immer wieder wechseln. Das bedeutet, dass wir viele Verfahren prüfen und bewerten. Auch die Entwicklung bei Apple Pay schauen wir uns mit Interesse an.“

Der Internet-Konzern Google hatte Ende Juni den Start seines Smartphone-Bezahldienstes Google Pay in Deutschland verkündet und war damit dem Rivalen Apple zuvorgekommen. Einen Monat später kündigte der Technologieriese Apple an, seinen iPhone-Bezahldienst Apple Pay bis Ende dieses Jahres in Deutschland einzuführen. Partner dabei sind bislang unter anderem Deutsche Bank und Hypovereinsbank (HVB). Sparkassen und Genossenschaftsbanken hierzulande bieten jeweils eigene Modelle zum mobilen Bezahlen per Handy an.

Die Deutschen lieber ihr Bargeld

Technisch funktionieren alle Angebote gleich: Zum Bezahlen muss man das Smartphone im Laden an das Kartenterminal an der Kasse halten. Die Kassentechnik muss dafür kontaktloses Bezahlen per NFC-Funk unterstützen – ein großer Teil der Geräte in Deutschland ist bereits entsprechend umgerüstet. Allerdings bezahlen die Deutschen nach wie vor am liebsten mit Bargeld: Drei von vier Einkäufen an der Ladenkasse (74 Prozent) tätigen die Menschen hierzulande jüngsten Zahlen der Bundesbank zufolge nach wie vor mit Schein und Münze.

Doch bereits wenige Wochen nach dem Start von Google Pay in Deutschland sieht Comdirect-Chef Arno Walter eine positive Entwicklung: „Schon heute bezahlen Comdirect-Kunden jeden fünften Einkauf im stationären Handel kontaktlos. Deswegen haben sich allein in den ersten Wochen seit Start von Google Pay deutlich über 10.000 Comdirect-Kunden dafür angemeldet und auch bereits über 50.000 Transaktionen ausgeführt. Das passt zu unseren Erwartungen.“

Commerzbank hofft auf Paydirekt

Einen Schub für neue Bezahlverfahren erhofft sich Commerzbank-Vorstand Mandel auch von Paydirekt – der Antwort der deutschen Kreditwirtschaft auf den Erfolg des US-Konkurrenten Paypal im boomenden Online-Handel. „Ich kämpfe weiter dafür, dass wir Paydirekt als deutsche Kreditwirtschaft zum Erfolg machen werden“, sagte Mandel. „Paydirekt ist die logische Ergänzung des Girokontos.“

Großer Vorteil bei Paydirekt für Kunden nach Einschätzung der heimischen Finanzbranche: Die fälligen Beträge werden vom hinterlegten Girokonto abgebucht – die Daten bleiben somit bei der Hausbank und auf Servern in Deutschland. Nach einmaliger Registrierung können Kunden auf diesem Weg beim Einkaufen im Internet in der Regel per Eingabe von Benutzername und Passwort bezahlen.

Doch Paydirekt setzt sich nur schleppend durch: Knapp drei Jahre nach dem Start haben nach Paydirekt-Angaben etwa zwei Millionen Kunden den Dienst als Zusatzfunktion ihres Girokontos freigeschaltet. Konkurrent Paypal zählt nach eigenen Angaben 20,5 Millionen Nutzer hierzulande.

"Internationale Armeespiele": Panzerbiathlon und punktgenaues Bombenwerfen – Russland spielt Krieg mit seinen Freunden

Russland hat dieser Tage eine neue Attraktion – die Internationalen Armeespiele. Wer die Wettbewerbe verfolgt, kann einiges über das Reich von Wladimir Putin und die Armeen von Moskaus Verbündeten lernen. 

Die Teilnehmer nehmen die Wettbewerbe ungeheuer ernst – diesen hier zum Beispiel: Verbissen kämpfen sich weißrussische Fallschirmjäger durch den Parcours – bäuchlings unter Drähten durch, über die Mauer, runter in den Tunnel und dann eine nachgebaute Hauswand hinauf. Im Team vier Mann mit Sturmgewehr, einer mit Panzerfaust. Neben der Strecke auf dem Manövergelände der russischen 76. Fallschirmjäger-Division bei Pskow knallen Platzpatronen, es soll ja echt wirken. Heiß ist es. Erst ein Kilometer ist durchlaufen, und die Wettbewerbsgegner aus Pakistan liegen schon 40 Sekunden zurück.

Wenige Wochen nach der Fußball-WM erlebt Russland nun also den nächsten großen Wettbewerb, zum vierten Mal wird er organisiert vom russischen Verteidigungsministerium. „Mit jedem Jahr wächst die Zahl der Teilnehmer, werden neue Regionen erfasst, wird das Programm komplizierter“, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu zur Eröffnung der Internationalen Armeespiele Ende Juli in Alabino bei Moskau.

Armeespiele finden nicht nur in Russland statt

Beim Abschluss dieser Olympiade militärischen Könnens an diesem Samstag  werden 189 uniformierte Mannschaften aus 32 Nationen in 28 Disziplinen den Sieger ermittelt haben. Die Wettbewerbe fanden nicht nur in Russland statt, sondern auch in anderen Ländern wie im Iran oder in China

RussischeEisbrecher_V01 16.05Der Aufwand ist gigantisch, aber die russische Armee kann sich so im besten Licht zeigen. Einmal geht es nicht um Syrien, nicht um die Frage, ob Russland bei einem Manöver zu viele Soldaten einsetzt und gegen internationale Verträge verstößt – wie 2017 beim Großmanöver Zapad an der Grenze zu den Nato-Staaten im Baltikum. Dies ist ein friedlicher Wettbewerb.

Russische Soldaten zeigen, was sie mit ihren Waffen können; die Bevölkerung kann stolz auf sie sein; und Russland macht sich von Jahr zu Jahr mehr Freunde. Vor allem Ex-Sowjetrepubliken nehmen teil, dazu die Großmacht China, der Iran, Pakistan und Algerien, russische Verbündete wie Venezuela, internationale Außenseiter wie der Sudan. Südafrika, diesmal nur Beobachter, will 2019 mitkämpfen.

Der Westen ist nicht dabei – wegen der Krim

„Ohne die Krim-Annexion würden auch westliche Nationen mitmachen“, sagt indes der Vertreter eines Nato-Landes in Moskau. Das Verhältnis ist zerrüttet, seit sich Russland 2014 die ukrainische Halbinsel einverleibt und verdeckt in der Ostukraine eingriffen hat.

Offiziell hat die russische Armee nicht im Osten des Nachbarlandes gekämpft, auch nicht die 76er Fallschirmjäger aus Pskow. Trotzdem kamen damals auf dem Garnisonsfriedhof im Nordwesten Russlands viele neue Gräber hinzu. Nach Presseberichten erinnern die Grabsteine mittlerweile offen an den Tod in jener Zeit.

So machte diesmal als einziges Nato-Mitglied Griechenland mit. Und das bei einem Wettbewerb, der weitab in Armenien ausgetragen wurde und zu dem neben Schießen auch Singen, Tanzen und ein Quiz zur Militärgeschichte gehörte.

Feldküchen messen sich im Kochwettbewerb

Wie früher bei der Fernsehshow „Spiele ohne Grenzen“ sind nicht alle Disziplinen bierernst gemeint, zum Beispiel die Kategorie Feldküche. Minister Schoigu aß sich durch die Kochkünste von zwölf Armeen durch. Eigentlich heißt es ja: Je schlechter das Essen, desto besser die Armee. Aber Schoigu sagte „Sehr lecker, danke!“. Bei der Kür im Kochen und Brotbacken mit vorgegebenen Zutaten lag die Mongolei vorn, insgesamt siegte Gastgeber Russland vor China.

Die Wettbewerbe tragen fröhliche und beschönigende Namen. Denn natürlich geht es bei Flugzeugdarts um punktgenaue Bombenabwürfe. Beim publikumsträchtigen Panzerbiathlon in Alabino jagen die schweren Stahlkisten erst durchs Gelände, dann schießen sie. Scharfschützen üben ihre tödliche Präzision.

Die Fallschirmjäger aus zehn Ländern gehen mit vollem Ehrgeiz durch ihren fast zweiwöchigen Wettbewerb in Pskow. „Fallschirmjäger gelten in allen Armeen als Eliteeinheit“, sagt Oberst Irina Kruglowa vom Verteidigungsministerium. Mal habe die eine Mannschaft, mal die andere die Nase vorn. „Manchmal ist es nur ein Sekundenabstand.“ Und trotz der Hitze habe keiner der beteiligten Soldaten aufgeben müssen.

Sudanesen in schicker Wüstenuniform und mit cooler Sonnenbrille

Nach jeder Runde auf dem Schießstand zählt der Oberschiedsrichter die Treffer auf den Scheiben aus. Die Chinesen sind stark vertreten und haben alles Gerät aus der fernen Heimat mitgebracht. Kämpfen sich die Iraner durch die Hindernisse, laufen Kameraden mit Flagge nebenher. Daumen hoch!, zeigt ein iranischer Offizier, es gefällt ihm in Russland. Bei den Sudanesen treiben viele Offiziere – schicke Wüstenuniform, coole Sonnenbrille – die wenigen erschöpften Fußsoldaten lautstark an. Am Ende heißt der Sieger auch in Pskow: Russland vor China und Weißrussland.

Früher gab es ähnliche Militärwettbewerbe auch bei der Nato. Das Panzervergleichsschießen Canadian Army Trophy wurde erst im niedersächsischen Munster, dann in Grafenwöhr in Bayern ausgetragen, zuletzt 1991.

09-US-Sanktionen gegen Russland wegen Skripal-Anschlag-5819887300001Was bei der Fußball-WM in Russland die Fanzone war, ist auf dem Truppenübungsplatz die Ausstellung von Wehrtechnik. Stundenlang müssen Soldaten in voller Ausrüstung an ihren Waffen ausharren, um sie den Besuchern zu erläutern. Mit den Spielen soll die Armee im Volk populär gemacht werden, es gibt ein Rekrutierungsbüro. Eltern lassen ihre Kinder unbefangen über Panzer krabbeln. Doch der Hit an dem trocken-heißen Sommertag bei Pskow ist das weiße Schneemobil, wie Russlands Truppen es im hohen Norden nutzen. Fast jeder Besucher steigt auf und scheint zu hoffen, dass es darauf etwas kühler ist.

28-917 Tonnen Gewicht auf Rädern: Schwertransport in Russland 6.10

Pressebericht: Bericht: Google will Außenwerbung machen

Der Suchmaschinenkonzern Google will laut einem Pressebericht das Geschäft mit Außenwerbung in Deutschland aufmischen.

Auf der Basis von Nutzerdaten plane der Online-Werbeprimus Werbung auf digitalen Bildschirmen zu vermarkten, berichtete die «Wirtschaftswoche» am Freitag unter Berufung auf Branchenkreise. Das sind Werbeflächen, die etwa in Bahnhöfen oder in Einkaufszentren stehen und Informationen und Werbung zeigen.

Google wollte sich auf Nachfrage der Wirtschaftswoche nicht zu den Plänen äußern. Die Aktie des Werbevermarkters Ströer geriet jedoch deutlich unter Druck und verlor fast 5 Prozent an Wert.

Deutschlandweit gibt es dem Blatt zufolge mehr als 110 000 solcher Werbebildschirme. Derzeit sucht Google demnach nach Partnern, die solche Displays bereits betreiben.

Das Geschäft ist bislang eine Domäne des Kölner Werbekonzerns Ströer aus dem MDax. Dieser hatte im vergangenen Jahr mit Werbung auf öffentlichen Videobildschirmen 121 Millionen Euro umgesetzt – knapp 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.