Nun auch in der EU: Facebook erkennt jetzt Ihr Gesicht – das müssen Sie dazu wissen

Facebooks umstrittene Gesichtserkennung ist ab sofort auch in Europa freigeschaltet. Die Anwender in Europa sollen künftig selbst entscheiden können, ob sie die Gesichtserkennung aktivieren oder nicht. Die umstrittene Funktion war bislang in den Ländern der EU nicht verfügbar. Facebook wolle im Zusammenhang mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Verfahren testen, mit denen die Anwender selbst entscheiden, welche Daten sie öffentlich teilen wollen und welche nicht.

„Die Verwendung der Gesichtserkennung ist völlig freiwillig“, teilte Facebook am Donnerstag in einem Blog-Eintrag mit. Die Aktvierung werde vorgeschlagen und müsse aktiv bestätigt werden. Wenn der User nichts unternehme oder den Vorschlag ablehne, bleibe die von Datenschützern kritisierte Gesichtserkennung ausgeschaltet. Facebook kopierte Profile 20.30h

Alles freiwillig, sagt Facebook

Wer sich für das „Opt-in“ entscheide, werde künftig benachrichtigt, wenn ein anderer User das Foto des Betroffenen als sein Profilfoto hochlade. Damit wolle man verhindern, dass Menschen sich als andere auf Facebook ausgeben. Die Anwender werden auch von Facebook hören, wenn sie auf einem Foto auftauchen, auch wenn sie nicht markiert sind. „Sie können wählen, ob Sie sich selbst taggen, sich selbst unmarkiert lassen oder sich an die Person wenden, die das Foto gepostet hat, wenn Sie Bedenken haben“, verspricht Facebook. Von der Gesichtserkennung sollen auch Menschen mit Sehbehinderung profitieren können, die auch ohne Markierungen erkennen können, wer auf Fotos abgebildet ist.

In einem zweiten Test werden Facebook-Anwender gefragt, ob sie Informationen aus dem persönlichen Profil zu persönlichen Interessen sowie politischen und religiösen Orientierungen tatsächlich mit der Öffentlichkeit teilen wollen. Facebook fragt auch diejenigen, die bislang auf solche Angaben verzichtet haben, ob sie diese nicht ausfüllen wollen.Facebook Kettenbrief_15.40

Serien und Pay-TV: Über Sky kann man künftig auch Netflix gucken

Der Bezahlsender Sky kooperiert mit Neflix. Kunden von Sky könnten das komplette Angebot des US-Streamingdienstes künftig nahtlos über das neue Receiver-Modell Sky Q empfangen, teilte der britische Pay-TV-Sender am Donnerstag mit. Bei Sky werde das entsprechende Angebot in ein neues Entertainment-Paket integriert. Noch in diesem Jahr solle der Service in Großbritannien und Irland starten, wo der Receiver Sky Q bereits auf dem Markt ist. Später sollten dann Deutschland, Österreich und Italien folgen.

Genaue Daten für den Start der Angebote in den einzelnen Ländern wurden nicht mitgeteilt. Es ist daher auch nicht klar, wann deutsche Sky-Abonnenten Netflix über den Bezahlsender sehen können.

Das steckt hinter Netflix forever_9.20Sky ist Europas größter Pay-TV-Anbieter, um das Unternehmen tobt derzeit ein Übernahmekampf, in dem sich der Medienunternehmer Rupert Murdoch und der US-Kabelkonzern Comcast einen Bieterwettstreit liefern. Vor allem bei Sportfans ist Sky dank der vielen Wettkampf- und Spieleübertragungen beliebt.

Sky und Netflix konkurrieren bisher

Das US-Unternehmen Netflix ist mit 117 Millionen Nutzern der größte Streamingdienst für Serien und Filme weltweit und wächst dank populärer Serien wie „House of Cards“, „The Crown“ oder „Orange ist the New Black“ stark. Zudem macht Netflix mit seinem Angebot an Spielfilmen und Dokumentationen Anbietern wie Sky große Konkurrenz. Die Netflix-App kann über diverse andere Anbieter schon jetzt empfangen werden und ist daher auch extrem verbreitet.

Derren Brown The Push

Apple-Gründer: Lustlos und voller Fehler: Diese frühe Bewerbung von Steve Jobs ist ein Desaster

Steve Jobs gilt als eines der größten Genies aller Zeiten. Er machte Technik sexy und revolutionierte mit dem Smartphone unseren Alltag. Der 2011 gestorbene Apple-Gründer galt als detailversessener Perfektionist – jede Schraube, jede Kante soll er persönlich inspiziert haben. Nichts überließ er dem Zufall.

Umso bemerkenswerter ist daher eines seiner frühen Schreiben, das demnächst in den USA bei RR Auction versteigert wird. Es stammt aus dem Jahr 1973 und ist eine Mischung aus Lebenslauf und Bewerbung. Und der damals 18 Jahre alte Jobs macht nicht den besten Eindruck.stevejobs

Man liest die Lustlosigkeit zwischen den Zeilen

Das geht schon beim Namen los. „Steven jobs“ steht ganz oben links, Groß- und Kleinschreibung hielt er damals offenbar für überbewertet. Als Adresse gibt Steve Jobs das „Reed College“ an, jedoch ohne eine konkrete Adresse zu nennen. Jobs studierte zwar an dem College, machte dort allerdings nie einen Abschluss.

Diese neuen Emojis kommen 2018 10.38Man merkt beim Lesen förmlich, wie widerwillig Jobs die Zeilen ausgefüllt hat. Bei der Frage nach der Telefonnummer schreibt er „Keins“. Bei der Unterrubrik Führerschein gibt er zwar an, dass er einen besitzt. Beim darauffolgenden Punkt „Zugang zu einem Transportmittel“ schreibt er jedoch (zu) ehrlich: „Möglich, aber unwahrscheinlich.“ Wirklich hilfreich dürfte das für den Personaler nicht gewesen sein. Das Unternehmen „Hewlett-Packard“, bei dem Jobs in jungen Jahren einen Sommerjob hatte, schreibt er leider auch noch falsch („Hewitt-Packard“).

Auf welche Stelle sich Jobs genau bewarb, ist nicht ersichtlich. Als „Special Abilities“, also besondere Talente, gibt er an, dass er gut mit Computern und Rechnen umgehen könne. Mit Pfeilen ergänzt er die Wörter „Design“ und „Tech“. Als Interessen gibt er „Design Engineer“ und „Digital“ ein.

Steve Jobs machte Apple zur Weltmarke

Ob Jobs die Stelle bekommen hat, ist nicht bekannt. Anhand des Bewerbungsschreibens würden wir das für unwahrscheinlich halten. Geschadet hat es ihm jedoch nicht. Ein Jahr darauf packte Jobs seine Sachen und reiste nach Indien. Als er zurückkam, sammelte er erste Erfahrungen im Technik-Bereich.

1976 gründete er schließlich gemeinsam mit Steve Wozniak und dem beinahe in Vergessenheit geratenen Ronald Wayne das Unternehmen Apple. Ein Jahr darauf wurde die Firma mit dem Apple II zu einem der großen Player auf dem noch jungen Computermarkt. 1984 stellte Apple den Macintosh vor, es war der erste kommerziell erfolgreiche Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche.40 Fakten Apple 09:49 h

Ayman Hariri: Pleitegeier und Bin-Laden-Konkurrent: Der Milliardär hinter der Hype-App Vero

Glaubt man den Influencern, tummeln wir uns alle bald bei Vero. Innerhalb kürzester Zeit hat es die Hype-App an die Spitze des App Stores geschafft – nachdem sie zwei Jahre vor sich hindümpelte. Einige sehen Vero schon als das neue Instagram. Für den Mann hinter der App ist es ein Aufstieg aus Ruinen.Wird Vero wirklich das neue Instagram? 19.00In Interviews stellt sich Ayman Hariri gerne als ausgeglichener Sportler und Unternehmer dar, erzählt von seiner Vorliebe für Apple-Produkte und Superhelden. Der libanesische Milliardär will die App nach eigenen Angaben gegründet haben, weil er mit den bisherigen sozialen Netzwerken frustiert war. „Als ich mich dort mit meinen Freunden verband, verhielten sie sich ganz anders als im echten Leben“, erzählte er „CNBC“. Ein sympathisches Bild. Das aber leider nicht so recht mit seinen sonstigen Aktivitäten zusammenpassen will.

Vor dem Hype kam der Crash

Zuletzt hatte Hariri im letzten Jahr Schlagzeilen gemacht: Seine Baufirma Saudi Oger war pleite gegangen. Sie hatte in Saudi Arabien vorher Unmengen an Großobjekten gestemmt, war der größte Konkurrent der Binladin Group – jener saudischen Baufamilie, der auch Osama Bin Laden entstammt.

Die Firma nahm es mit der ethischen Verantwortung nicht so eng. Vor der Pleite hatte Hariris Unternehmen ausländische Arbeiter einfach über Monate nicht bezahlt. Weil die Aufenthaltsgenehmigung der meist aus Südostasien stammenden Arbeiter mit dem Job zusammenhing, konnten sie nicht einfach in eine andere Firma wechseln. Stattdessen blieben sie teils monatelang hungernd im Land. Ohne die passenden Papiere durften sie nicht mal ausreisen – und Saudi Oger rückte die nicht heraus, berichtete die Agentur „Reuters“. Irgendwann reichte es der Königsfamilie: Sie bezahlte selbst die Flüge und zwang das Unternehmen, die Löhne zu begleichen. Die Firma ging mit Milliardenschulden in den Bankrott. 

Eine Familie von Premiers

Facebook Algorithmus geändert – Newsseiten anzeigenÜbernommen hatte Hariri die Firma von seinem Vater. Der war nicht irgendwer – sondern der 2005 ermordete libanesische Premierminister Rafiq al-Hariri. Das tödliche Attentat auf dessen Autokonvoi hatte damals die Zedernrevolution in dem arabischen Mittelmeerstaat ausgelöst. Seine fünf Kinder machte das Erbe des als Korrupt geltenden Politikers derweil reich. Ayman Hariris Halbschwester Hind landete 2008 sogar auf der Forbes-Liste der jüngsten Milliardäre – mit gerade mal 24 Jahren.

Heute leitet wieder ein Hariri das Land: Aymans Bruder Saad ließ sich Ende 2016 zum Premierminister wählen. Auch er hatte seine Finger in Saudi Oger: Die beiden Brüder hatten die Pleitefirma nach dem Tod des Vaters gemeinsam geleitet. Nach dem Ruin sitzt nun einer auf dem Premierministerposten – und der andere landet einen Social-Media-Hit.

Facebook-Abzocke mit Klon-Profilen 20.00

Xperia L2 gegen P Smart: Sony gegen Huawei: Duel der Billigheimer-Smartphones

Smartphones werden immer günstiger, schon für knapp 200 Euro findet man heute gute Geräte. Nun haben Sony und Huawei jeweils einen neues Modell in dieser Preisklasse im Handel. Und im direkten Vergleich zwischen Huawei P Smart und Sony Xperia L2 gibt es einen klaren Gewinner: Huawei.

Schon beim Design haben die Chinesen die Nase vorn. Während das kantige Plastikgehäuse des Xperia in der Hand geradezu gigantisch wirkt, fühlt sich das aus Metall gefertigte P Smart mit seinen abrundeten Kanten angenehm kompakt an – und das, obwohl beide ein 5,5-Zoll-Display mitbringen. Schuld ist der deutlich größere Display-Rahmen des L2, der es klobiger macht.Sony Xperia L2

Auch beim Bildschirm selbst ist Huawei vorne: Mit einer Auflösung von 2160 x 1080 Bildpunkten ist das Display des P Smart deutlich schärfer, das Xperia L2 bietet nur HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Das ist bei dieser Größe schlicht zu wenig. Da es auch noch deutlich weniger hell ist und Farben blasser darstellt, wirkt das Bild im direkten Vergleich noch trister. Da macht das P Smart mehr Spaß.

Kamera-Patzer

Bei der Kamera leistet sich Sony endgültig einen Bauchplatscher. Für einfache Schnappschüsse lässt sich das L2 noch benutzen, sobald das Licht schlechter wird oder Bewegung ins Spiel kommt, verschwimmt aber alles. Bedenkt man, dass Sony die besten Smartphone-Bildsensoren baut, auch Apple und Samsung beliefert und der Chip-Sparte seinen größten Gewinn seit 20 Jahren verdankt, ist das schlicht peinlich.

Wie es besser geht, zeigt das P Smart. Obwohl beide mit 13 Megapixeln aufnehmen, sind die Bilder schärfer und detailreicher. Auch bei schlechtem Licht schneidet es besser, wenn immer noch nicht richtig gut ab. Denn natürlich kann es auch das P Smart nicht mit Spitzenkameras wie dem Pixel 2 oder dem iPhone 8 Plus aufnehmen (Hier finden Sie einen Foto-Vergleich zwischen den beiden Top-Smartphones). Für den Preis ist es aber in Ordnung. Gut: Dank der Doppelkamera kann es sogar Bilder mit Tiefenunschärfe (Bokeh-Effekt) aufnehmen, die einigermaßen passabel aussehen. Ein weiterer klarer Punkt für das P Smart. Huawei P SmartS Sony Xperia L2

Bei der Selfie-Kamera geben sich die beiden übrigens nicht viel, die Bilder sind in Ordnung, aber nicht berauschend.

Ruckler im veralteten System

Technisch sind die Unterschiede sonst nicht groß. Beide Geräte bringen 32 GB Daten- und 3 GB Arbeitsspeicher mit, beide erlauben eine Speichererweiterung per microSD-Karte. Der Prozessor ist im Alltag jeweils meist flott genug, beim L2 kann es aber zu Rucklern kommen. Für extrem aufwändige Apps sind beide Geräte zu schwach auf der Brust.

Aus dem schwächelnden Prozessor und seinem klobigen Gehäuse kann das L2 immerhin seinen einzigen, echten Vorteil ziehen: Beim Akku gewinnt Sony. Das P Smart hält zwar den ganzen Tag durch, beim Xperia L2 ist aber bei sparsamer Nutzung auch noch ein zweiter drin. Das ist leider immer noch nicht selbstverständlich.Huawei P Smart

Software-seitig hinkt Sony dann wieder hinterher. Während auf dem P Smart das aktuelle Android Oreo installiert ist, kommt Sony mit dem seit einem halben Jahr veralteten Nougat daher. Ob es ein Update geben wird, ist nicht bekannt. Darauf verlassen sollte man sich aber lieber nicht.

Fazit: Ein klarer Sieg für Huawei

So gehen Einsteigersmartphones: Mit dem P Smart zeigt Huawei, das günstig nicht billig bedeuten muss. Das Gerät ist schick, hat ein gutes Display und schießt Bilder, die für diese Preisklasse wirklich gut sind. Ein zeitgemäßer Einsteiger – vor allem, weil es das Gerät bereits für knapp 210 Euro gibt.

Das Sony Xperia L2 dagegen wäre vor einem Jahr in dieser Preisklasse vielleicht noch in Ordnung gegangen, heute ist es mit seinem Preis von 230 Euro nicht konkurrenzfähig. Das Design ist klobig, das Display pixelig, dunkel und farbarm, – und die Kamera ein Reinfall. Nur Fans des Sony-Designs, die auf lange Laufzeit setzen, dürfen über den Kauf nachdenken. Alle anderen bekommen mit dem P Smart ein besseres Gerät – und sparen dabei sogar noch.

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