Illegaler Streamingdienst: Darum sperrt Vodafone manchen Kunden den Zugang zu "Kinox.to"

Vodafone-Kunden, die über das TV-Kabelnetz des Unternehmens ins Internet gehen, dürften sich in den vergangenen Tagen verwundert die Augen gerieben haben – zumindest wenn sie den illegalen Streamingdienst „Kinox.to“ ansurfen wollten. Denn statt der Startseite des Portals bekommen Nutzer seit Kurzem lediglich eine Sperrseite angezeigt mit dem Hinweis: „Dieses Portal ist aufgrund eines urheberrechtlichen Anspruchs vorläufig nicht verfügbar.“

Grund für die von Vodafone vorgenommene Sperrung ist demnach eine von dem Filmunternehmen Constantin Film am Landgericht München erwirkte einstweilige Verfügung, wie das Technik-Portal „Golem“ berichtet. Durch diese sei Vodafone aufgefordert, „die Angebote des Portals Kinox für seine Internetkunden der Vodafone Kabel Deutschland zu sperren“, bestätigte eine Unternehmenssprecherin in dem Bericht. Andere Kunden, zum Beispiel aus dem Mobilfunkbereich, sind demzufolge nicht betroffen.vodafone – kinox.to – sperre

Vodafone will sich zu „Kinox.to“-Sperre nicht konkreter äußern

Twitter-User beschimpft Vodafone_19.20Laut „Golem“ hat Constantin Film, das unter anderem für deutsche Produktionen wie die „Fack ju Göhte“-Reihe oder „Er ist wieder da“ verantwortlich ist, vor Gericht urheberrechtliche Ansprüche geltend gemacht, die durch Dritte verletzt worden sind. Vodafone selbst wollte sich demnach nicht weiter zu dem Fall äußern, weil es sich um ein noch laufendes Verfahren handele.

„Kinox.to“ war war einst als Nachfolger der 2011 zwangsweise abgeschalteten Streamingplattform „Kino.to“ entstanden, wo kostenlose Links zu Raubkopien von Kinofilmen oder TV-Serien zum Download oder Anschauen im Internet angeboten wurden.

Ein Schlag gegen „Kinox.to“ gelang den Behörden indes Anfang Juli vergangenen Jahres, als ihnen ein mutmaßlicher Betreiber der Seite in der Kosovo-Haupstadt Pristina nach dreijähriger Flucht ins Netz ging. Der 24-Jährige lebte vor seiner Flucht gemeinsam mit seinem vier Jahre älteren Bruder im Elternhaus bei Lübeck, das damals von Spezialeinheiten durchsucht worden war. Die Staatsanwaltschaft wirft den Brüdern neben gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung auch Steuerhinterziehung vor.

13-Riskanter Spaß: Sprung auf dicke Eisschicht-5732805086001

Verkaufsportal: "Was letzte Preis?": Die irre Welt der Ebay-Kleinanzeigen

Karma-Punkte zu sammeln ist gar nicht so einfach, wie mein Kollege Gernot Kramper wieder einmal feststellte. Er wollte Teile seines Hausstandes auf Facebook verschenken – und wurde mit allerlei kuriosen bis dreisten Anfragen überhäuft (seinen Bericht können Sie hier nachlesen). Wer eine Annonce einstellt, merkt schnell, dass die „Zu verschenken“-Szene in den sozialen Netzwerken ihre eigenen Gepflogenheiten besitzt. Die Mutter allen Handels-Irrsinns ist aber ohne Zweifel Ebay Kleinanzeigen, das Lokal-Pendant des berühmten Online-Auktionshauses.

Das merkte der Autor dieser Zeilen, als er vor wenigen Wochen sein Heimkino-System loswerden wollte. Die Preisvorstellung lag bei 90 Euro, Verhandlungsbasis. Ein Schnäppchen, allein der Subwoofer war ein Vielfaches wert. Dementsprechend flink trudelten die Nachrichten ein. Doch schnell zeigte sich: Rechtschreibung und freundliche Begrüßungen bleiben bei der Schnäppchenjagd häufig auf der Strecke. „Bitte 40€ Danke“ gehörte aufgrund der grundlegenden Höflichkeitsformen noch zu den netteren Antworten.bitte40eurodanke

„NOCH DA?“

Das Erlebnis ist leider kein Einzelfall. Das zeigt eine Unterrubrik von Reddit mit dem treffenden Namen „Was letzte Preis?“, in der Nutzer skurrile Anzeigen oder Verkaufsdialoge von Ebay Kleinanzeigen posten. Der Klassiker ist das „Noch da“, das man vorzugsweise in Großbuchstaben an den Kopf geknallt bekommt. Doch egal was und wann man zurückschreibt, in der Regel hört man nie wieder etwas von den Interessenten.

In der Realität würde man das extrem unhöflich finden. Auf Ebay Kleinanzeigen ist das Alltag. Falls doch mal jemand auftaucht, kommt er entweder zu spät oder ist völlig unvorbereitet. „Eine Interessentin fragt mich, ob es möglich sei den Schrank mit seinem Skateboard zu transportieren“, schreibt einer. Das Portal sei „der Schmelztiegel der Gesellschaft“, heißt es auf Reddit – das trifft den Nagel auf den Kopf.

Mitunter bekommt man auch kuriose Tauschgeschäfte vorgeschlagen, bei denen man noch größeren Schrott erhält als den, den man eigentlich loswerden will. So ist jemand bereit, sein gebrauchtes Mountainbike „im Tausch gegen 10 Pfund Nudeln und 6 Liter Milch“ abzugeben. Ein Nutzer bot im Gegenzug für einen Fernseher an, ein Tattoo zu stechen. Wer kann da schon Nein sagen?

Schlechtreden aus Geiz

Ein weiterer beliebter Trick ist es, die angebotene Ware mit allen Mitteln schlechtzureden, um den Preis zu drücken – und sei es auch nur um 50 Cent. „Warum kostet denn ein so grottenhässlicher Schuh so viel Geld“, fragt ein Nutzer, verbleibt dann aber immerhin „mit freundlichen Grüßen“. Ein anderer bezeichnet den Verkäufer erst als „Lauch“, später wird zu derberen Kraftausdrücken gewechselt, nur weil dieser beim Preis nicht heruntergehen will.ebay-kleinanzeigen

Generell scheinen viele Mitmenschen eine kurze Lunte zu haben. Mitunter wird man als F****“ bezeichnet, nur weil man einen im Hintergrund des Bildes stehenden Brotkorb nicht veräußern möchte. Ein anderer Nutzer fragt den Verkäufer ernsthaft, ob er die kostenlosen Bücher nicht auch noch auf eigene Kosten verschicken könne – „aus Kulanz“, versteht sich. 

„Zehr gute zussstandt“

09-Romantische Geste geht viral: Ebay-Autoverkauf mit Stil-0700Doch es sind nicht nur die Käufer, die Ebay Kleinanzeigen zu einem der schrägsten Orte des Internets machen. Mitunter gibt es auch skurrile Angebote: So wurde in der Nähe von Frankfurt vor wenigen Tagen ein E-Bike-Ladegerät feilgeboten, bei dem laut Beschreibung drei bis vier Zellen durch Rost unbrauchbar geworden sind. Trotz des Wasserschadens bei hochsensibler Elektronik verlangt der Verkäufer noch 50 Euro. „Auch der Tod hat seinen Preis“, spottet man auf Reddit. In einem anderen Angebot wird ein geöffnetes Glas Nutella angeboten (Preis: 2 Euro), weil die neue Rezeptur nicht gefällt. Geschätzt 75 Gramm der Schokohaselnusscreme wurden bereits verzehrt, heißt es in der Beschreibung.

+++ Hatten auch Sie kuriose Erlebnisse auf Ebay, Shpock und Co.? Schicken Sie uns Ihre Erfahrungen an achtungkunde@stern.de +++

Häufig braucht man viel Fantasie, um überhaupt zu verstehen, was der- oder diejenige überhaupt verkaufen will. In einem Angebot werden Reifen angeboten – „Zehr gute zussstandt“ -, die „nur 1 sezon“ gefahren wurden. Bei „Hallo suche auch die bilder von mir machem in auto und da vor in garten bin 48 j“ muss man schon drei-, viermal lesen, bis man erahnt, worum es gehen könnte.

Ebay Kleinanzeigen ist eine Welt ohne Rechtschreibung, ohne Satzzeichen, ohne Höflichkeiten und ohne Verbindlichkeiten. Vermutlich wäre es einfacher, seinen alten Krempel einfach auf die Straße zu stellen, so wie es Ted und Marshall in der Sitcom „How I Met Your Mother“ machen. Selbst das abgewetzteste Sofa findet dort schnell einen neuen Besitzer. Doch es ist eben nur eine Fernsehserie. Die Realität lehrt einen: Vielen Menschen scheint selbst geschenkt zu teuer zu sein.

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Online-Marktplätze: Scout24 profitiert von mehr Maklern und Händlern

Der Internetportalbetreiber Scout24 hat zum Jahresende dank steigender Makler- und Händlerzahlen operativ unerwartet viel verdient.

Auf Jahressicht dürfte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 12,6 Prozent auf 252,8 Millionen Euro zugelegt haben, wie die im SDax notierte Firma an diesem Dienstag in München auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Besonders im vierten Quartal legte das operative Ergebnis mit gut 18 Prozent kräftig zu.

Das Unternehmen betreibt die Online-Marktplätze Immobilienscout24 und Autoscout24. Je mehr Wohnungen, Häuser und Autos auf den Portalen vermittelt werden, umso profitabler wird das Unternehmen tendenziell.

Im Jahresverlauf habe der Immobilienmarktplatz den Trend bei abwandernden Maklern umkehren können, in vielen wichtigen Städten sei das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs, sagte Vorstandschef Greg Ellis. Im Autovermittlungsgeschäft legten die Händlerzahlen vor allem in Deutschland ebenfalls zu.

Der Umsatz kletterte 2017 um 8,5 Prozent auf 479,8 Millionen Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Die Prognose für 2018 bestätigte das Unternehmen, der Erlös soll mit einem hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentsatz wachsen.

Smarter Lautsprecher: So witzig veralbert Sonos den neuen Homepod von Apple

Audio-Freunde haben gespannt darauf gewartet: In den USA kommen seit einigen Tagen die ersten HomePods in ihrem neuen Zuhause an. Der smarte Lautsprecher ist Apples Angriff auf Amazon Echo und Googles Home. Weil er aber auch noch sehr gut klingen soll, dürfte sich auch Lautsprecher-Hersteller Sonos als Konkurrent fühlen. Trotzdem bereitete Sonos dem HomePod einen warmen Empfang – und verpackte ihn in einen freundlichen Seitenhieb.

Hauptkritikpunkt von Apples smartem Lautsprecher ist – neben den bekannten Unzulänglichkeiten von Sprach-Assistentin Siri -, dass er nur den eigenen Musik-Dienst Apple Music auf Zuruf unterstützt. Der beliebte Dienst Spotify kann nur über das iPhone übertragen werden. Sonos schlägt mit seinem Willkommensgeschenk genau in diese Kerbe – und gratuliert Apple mit einer eigenen Spotify-Liste. Sonos One Test_14.10

Brief per Playlist

Die hat es allerdings in sich. Wer sich die Mühe macht, die Titel der Tracks zu lesen, findet nämlich einen kleinen Brief an den neuen Konkurrenten. Sie fängt an mit „Hello“ von Adele, dann folgt „Apple„, von Alicia Keys und Pharrell Williams, und so weiter. Über die Hits von Daft Punk, The Notorious B.I.G. und Nirvana bis zu den Whitestripes beschwören die Titel die Freundschaft der Unternehmen.

„Hallo Apple, etwas zwischen uns fühlt sich richtig an. Obwohl Du so nach diesem Home Pod verrückt bist. Denk daran: Zwei sind besser als einer. Nur Spaß. Es ist ein Fest. Und jeder kommt – sogar Du. Sei ganz Du selbst, Fruit Machine. Egal was die anderen sagen: Wir werden Freunde bleiben. Komme was wolle“, geht der Text über 21 Song-Titel.

Die beiden Unternehmen verbindet schon lange eine gemeinsame Partnerschaft, Apple verkauft die schicken Sonos-Lausprecher in seinen Apple Stores. Sonos sollte sogar gerüchteweise als erster Hersteller in seinem sprachgesteuerten Lautsprecher Sonos:One Unterstützung für Apple Music und Siri bekommen. Und wäre damit der einzige Hersteller, der Alexa, Google Home und Siri unterstützt. In letzter Zeit hieß es allerdings, Siri könnte eventuell doch gestrichen werden. Aber vielleicht lässt sich Apple von der netten Geste ja doch überzeugen.Wie Amazon Apple und Co vor sich herjagt 12.40

Spannungen mit USA: Peking schickt den Stealth-Jet J-20 erstmals an die Front

Im vergangenen Jahr wurde der J-20 Multirole-Fighter an die Volksbefreiungsarmee übergeben, nun ist auch die letzte Erprobung abgeschlossen. Die J-20 wird in den aktiven Kampfdienst geführt, das sagte der Sprecher der Volksbefreiungsarmee, Shen, Anfang Februar.

Der Jet soll schon bei der Übung „Rotes Schwert“ 2017 eingesetzt worden sein. „Unsere Stealth-Jets werden die Kampffähigkeit der Luftwaffe weiter verbessern und sie in die Lage versetzen, Chinas Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität besser zu schützen“, sagte Shen stolz. Im Juli 2017 wurden die J-20 auf dem Militärstützpunkt Zhurihe in der Innere Mongolei vorgestellt, dort feierte die Armee ihren 90. Geburtstag.  

China fordert die USA heraus

J-20 19.27Neue Jets gibt es viele, aber die J-20 fordert die USA unmittelbar heraus, denn sie ist ein echter Stealth-Jet – ein Kampfflugzeug der fünften Generation. Bislang bauen nur die USA sogenannte Stealth-Flugzeuge. Jets, die zwar nicht wirklich unsichtbar sind, die man mit einem herkömmlichen Radar jedoch nicht aufzuspüren kann. Auch Russland arbeitet an einem eigenen Projekt. China ist nun weltweit das zweite Land, das einen fertigen Stealth Fighter im Einsatz bei den Streitkräften hat. 

Sehr schnelle Entwicklung

Westliche Experten vermuten, dass der Multi-Role-Fighter für eine einzige Aufgabe optimiert wurde: Mit hoher Geschwindigkeit gegnerische Kampfschiffe anzugreifen. Es wird angenommen, dass die J-20 auch bei reduziertem Spritverbrauch ohne Nachbrenner eine hohe Angriffsgeschwindigkeit erreichen kann.

Zu diesem Zweck wurden die Stealth-Eigenschaften an der Front optimiert. Vermutlich wird die J-20 weitreichende Anti-Flugzeug und Anti-Schiffsraketen tragen. Parallel zur Entwicklung des Stealth-Flugzeuges arbeitet Peking mit Hochdruck an Hyperschall-Raketen – das sind Waffen, die schneller als 6000 km/h fliegen können. Die Kombination von Stealth-Jet und Hyperschall-Waffe wären der perfekte Killer für die US-Trägergruppen. J-20-Stealthfighter 16.57

Pekings Konzept einer Chinesischen Mauer im Meer sieht vor, mit einem ganzen Arsenal an Waffen die Gewässer um China herum für jeden Gegner inklusive der USA in eine Todeszone zu verwandeln. Die Macht der USA basiert auf den Trägergruppen. Bedrohungen wie die J-20 sollen die Träger auf Distanz halten, der militärische Wert ihrer Flugzeugträger sinkt dann gewaltig.

Hohe Erwartungen in China

Yu Xu 17.03In einem TV-Interview hat der chinesische Militär-Experte Li Li die Bedeutung des Jets betont. Anders als westliche Einschätzung sagte Li, dass die J-20 und auch die russischen Suchoi Su-57 das Ziel hätten, das Monopol der USA zu brechen und eine bessere Performance als die F-22 Raptor der USA zu erreichen. Außer den USA baut kein einziges Land einen Stealth-Fighter. In Europa hat nicht einmal eine ernsthafte Planung begonnen. 

Peking gibt Gas 

Erschreckend ist die ungeheure Geschwindigkeit der Entwicklung des Flugzeugs. Ganz anders als bei Rüstungsprojekten des Westens gelang es Peking, den Zeitplan für die J-20 deutlich zu unterbieten. Gleichzeitig wird befürchtet, Peking könne seine Rüstungsvorhaben weit kostengünstiger umsetzen als die USA.

Billiger und schneller – gelingt es Peking beide Faktoren beizubehalten, dürfte der Vorsprung der US-Airforce bald schrumpfen.

Patrouillen über umstrittenen Gewässern 

Die letzte Erprobungsphase dauerte nur etwa neun Monate. „Sobald eine Waffe oder Ausrüstung neuen Typs an das Militär geliefert wird, wird sie von speziellen Truppen getestet, und danach werden die zuständigen Abteilung informiert, wenn Anpassungen erforderlich sind. Normalerweise dauert dieser Prozess ein bis zwei Jahre“, sagte Song Zongping, ein chinesischer Militärexperte, der staatlichen „Global Times„.  

„Erst nach diesem Prozess wird die neue Waffe formell den Kampftruppen übergeben, nun wird die J-20 den Rivalen entgegentreten, die es wagen, China in der Luft zu provozieren.“

Der Hintergrund für den Schnelldurchlauf sind die Spannungen im Südchinesischen Meer. Gleichzeitig zur Übergabe der Stealth-Jets an Kampftruppen hat Peking seine modernsten Jets, russischen Su-35s, in die Region verlegt.Drohne CH-5

Unzulässige Voreinstellungen: Datenschützer triumphieren über Facebook

Facebook muss seine Voreinstellungen in Deutschland künftig ändern. Verbraucherschützer hatten sich unter anderem daran gestört, dass in der Facebook-App für Mobiltelefone ein Ortungsdienst in den Voreinstellungen aktiviert wird, der Chat-Partnern den eigenen Aufenthaltsort verrät. In den Einstellungen zur Privatsphäre war voreingestellt, dass Suchmaschinen einen Link zur Chronik des Teilnehmers erhalten. Das Berliner Landgericht stimmte der Klage zu. 

Facebook darf keine Klarnamen verlangen

Im Urteil erklärten die Richter insgesamt fünf der von den Verbraucherschützern monierten Voreinstellungen auf Facebook für unwirksam. Es sei nicht gewährleistet, dass diese vom Nutzer überhaupt zur Kenntnis genommen werden. Auch Teile der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen verstoßen demnach gegen geltendes Verbraucherrecht.

Facebook Algorithmus geändert – Newsseiten anzeigenDie nötigen Einwilligungen zur Datennutzung, die sich das Unternehmen einholt, seien teilweise unwirksam, heißt es in der Entscheidung. Unzulässig ist dem Urteil zufolge auch eine Klausel, mit der sich Nutzer verpflichten, auf Facebook nur ihre echten Namen und Daten zu verwenden. 

Nicht durchsetzen konnten sich der Verbraucherzentrale Bundesverband beim Versuch, die Werbeaussage „Facebook ist kostenlos“ verbieten zu lassen. Das Urteil vom 16. Januar (Az. 16 O 341/15) ist noch nicht rechtskräftig.