Erstes iOS-Gerät mit USB-C: Die größte Revolution beim iPad ist nicht das Display

Was war der Aufschrei groß. Als Apple im Herbst 2012 das iPhone 5 vorstellte, drehte sich die Debatte nach kurzer Zeit nicht mehr um das Telefon an sich, sondern um die nicht einmal fingerbreite Öffnung an der Unterseite. Denn mit dem iPhone 5 schaffte Apple den damals gebräuchlichen, breiten 30-Pin-Ladestecker ab und ersetzte ihn durch die Lightning-Buchse, die man bis heute kennt.

Und obwohl der Lightning-Stecker in jeder Hinsicht überlegen war, waren viele Nutzer erzürnt. Denn sämtliches Zubehör, vom Netzteil bis zu den damals populären Docking-Stations zur Musikwiedergabe, war auf einen Schlag nicht mehr mit den neuen Geräten kompatibel. Man wollte damals nicht in der Haut eines Apple-Hotlinemitarbeiters stecken.

Apple wagt den Schritt auf USB-C

Seitdem strich Apple die Kopfhörerbuchse (was für mindestens ebenso viel Wirbel sorgte) und den Home-Button, nur an die Ladebuchse traute sich der Konzern nicht mehr heran. Jedenfalls nicht bei seinen iOS-Geräten, mit denen der Konzern den Großteil seines Umsatzes verdient.

Und so hat sich die Situation mittlerweile völlig ins Gegenteil verkehrt: Als Apple in diesem Jahr seine neuen Telefone vorstellte – das iPhone XS, XS Max und das XR, das am Freitag auf den Markt kam -, monierten einige, dass Apple immer noch auf die olle Lightningbuchse setzt.Apple Event in Bildern Macbook Air, iPad Pro Mac Mini 1925

Zurecht: Mittlerweile ist USB-C der Goldstandard der Branche. Samsung verbaut den Stecker in seinen Smartphones ebenso wie Huawei, OnePlus, Sony und Google. Nur iPhones werden noch per Strippe geladen wie 2012. Das ist insofern kurios, weil Apple mit dem Macbook im Jahr 2015 sogar einer der ersten Konzerne war, der komplett auf USB-C setzte. Dongles und Adapter inklusive. Apple nutzt den USB-C-Stecker für die eigene Technologie Thunderbolt. Die ist leistungsfähiger als der von der Industrie beschlossene Standard, über den gemeinsamen Stecker aber mit sämtlichen USB-C-Geräten kompatibel.

Türöffner für das 2019er-iPhone

Das neue iPad Pro ist nun das erste iOS-Gerät, mit dem Apple den Sprung auf USB-C wagt. Das war überfällig. Dem Profi-iPad eröffnen sich dadurch viele Möglichkeiten: So kann es direkt an einen Monitor angeschlossen werden und anderen Geräten Strom spenden. Natürlich nur, wenn man zuvor die passenden Ladestrippen erworben hat – in dieser Hinsicht bleibt sich Apple treu.

Das iPad Pro ist allein aufgrund des hohen Preises kein Gerät für die Massen. Und doch ist es als Türöffner für die nächsten iPhone-Generationen zu sehen, die im kommenden Jahr höchstwahrscheinlich ebenfalls auf USB-C umgerüstet werden. Denn dass sich Apples Telefon nur mit Hilfe von Adaptern an die brandneuen Macbooks oder iPads anschließen lässt, ist alles andere als intuitiv.

Die Tage der Lightning-Buchse dürften gezählt sein.Handson iPad Pro

Tablet ausprobiert: Apples neues iPad fällt aus dem Rahmen

Der Tablet-Hype ist spürbar abgekühlt. Seit 14 Quartalen in Folge sinken im Vorjahresvergleich die weltweiten Absatzzahlen der Flachmänner. Jeder, der ein Tablet möchte, scheint bereits eines zu besitzen. Einige Firmen haben sich deshalb bereits aus dem Business zurückgezogen oder betreuen es höchstens noch stiefmütterlich. 

Doch Apple ist anderer Meinung. Das iPad sei „der Computer der Zukunft“, betont das Unternehmen immer wieder. Die Botschaft ist klar: Das Tablet hat seine besten Tage erst noch vor sich. Um diese These zu untermauern veranstaltete der Hersteller nun zum zweiten Mal in diesem Jahr ein Event, das sich hauptsächlich um das iPad drehte. Im Frühjahr stand das Jedermann-iPad für 349 Euro im Mittelpunkt, am Dienstag folgten in New York die teureren, deutlich mächtigeren Pro-Modelle. Der stern hat sie bereits ausprobiert.iPad Pro Rahmen

Gesichtserkennung im Querformat

Das neue iPad Pro gibt es in zwei Ausführungen: 11 Zoll und 12,9 Zoll. Wie bei den iPhones wurde der Rand der Geräte auf ein Minimum reduziert – der ehemalige 10,5-Zoller hat im selben Gehäuse nun einen größeren Screen, der entrahmte 12,9-Zoller ist dank des kleineren Formfaktors deutlich handlicher. Vor allem beim größeren Modell ist der Unterschied frappierend. Im Gegensatz zu vorherigen Modellen verjüngt sich das 5,9 Millimeter dünne Gehäuse nicht mehr zum Rand hin. Es gibt nun eckige Kanten statt sanfter Rundungen. Dadurch fühlt sich das iPad Pro anders an als die Vorgänger.

Wie bei den Telefonen wurde der Home-Button gestrichen und durch die Gesichtsentsperrung Face ID ersetzt. Diesmal allerdings ohne Notch, also ohne die unschöne Aussparung am oberen Bildschirmrand. Weil man das iPad im Gegensatz zum Smartphone mal vertikal, mal horizontal hält, mussten die Apple-Ingenieure die Gesichtserkennung so anpassen, dass sie auch im Querformat funktioniert. Wie gut das klappt, konnten wir leider noch nicht ausprobieren.

Wie auf den iPhones benötigt man neue Wischgesten, um eine möglichst flüssige Bedienung zu erreichen. Im ersten Eindruck gingen die leicht von der Hand. Doch auch hier wird erst ein umfangreicher Test zeigen, wie intuitiv die Bedienung des XXL-Screens wirklich ist.iPad Pro Buchse

Ruhe in Frieden, Klinkenbuchse

Apropros Screen: Der Bildschirm, der bis auf einen schmalen schwarzen Rand die gesamte Front bedeckt, ist allein aufgrund der schieren Größe ein Hingucker. Laut Apple handelt es sich um ein „Liquid Retina“-Display, wie es auch im iPhone XR verbaut ist. Die Pixeldichte des iPad Pro liegt bei 264 pixel pro inch, das entspricht den vorherigen Retina-iPads. Einzelne Bildpunkte sind mit bloßem Auge nicht erkennbar. Schrift wirkt gestochen scharf, das Bild war selbst in der sehr hell ausgeleuchteten Hands-on-Area stets gut erkennbar.

Was in der Keynote nicht erwähnt wurde: Der Kopfhörer-Anschluss wurde bei den neuen iPads abgeschafft. Warum, weiß nur Apple. Viel weitreichender ist der Wechsel von Lightning auf USB-C. Die neue Buchse ermöglicht neue Einsatzszenarien, so kann man eine Kamera oder einen zusätzlichen Monitor direkt an das iPad anschließen, sofern dieser einen Display-Port besitzt. Externe Festplatten werden allerdings (noch) nicht unterstützt.

Durch die neue Buchse ist der alte Apple Pencil nicht mehr kompatibel, weshalb es nun ein verbessertes Modell gibt. Der neue Stift lässt sich magnetisch am Rand des iPads befestigen und dort drahtlos aufladen. Das Rumhantieren an der Ladebuchse gehört somit der Vergangenheit an. Der Stift hat außerdem eine touchsensitive Oberfläche, mit einem Doppeltipp kann man Befehle in kompatiblen Apps ausführen – in Zeichen-Anwendungen wechselt man so etwa vom Stift auf den Radiergummi. Eine nette Neuerung, bei der Apple aber auf die Mithilfe der Entwickler angewiesen ist. iPad Pro Stift

Der schnellste Chip wird noch schneller

Angetrieben werden die neuen iPads vom A12X-Chip. Dabei handelt es sich um eine aufgemotzte Version des aktuellen iPhone-Prozessors. Der ist laut Apple je nach Anwendung zwischen 35 und 90 Prozent schneller. Auch die Grafikleistung ist enorm gestiegen. Wie viel, werden Benchmarks in ausführlichen Tests zeigen. Dem Konzern zufolge liegt das iPad Pro auf Augenhöhe mit der Xbox One X, einer vollwertigen Konsole, die Videospiele in flüssigem 4K darstellen kann. Das neue iPad Pro ist somit auch als Kampfansage an Nintendo und Co. zu verstehen. Aber auch Grafiker und Designer dürften die Leistung mit Software wie Adobe Photoshop, Affinity Photo und AutoCAD ausreizen. Mit „normalen“ Apps und Spielen bringt man das neue iPad längst nicht mehr an seine Leistungsgrenze. 

Fazit: Viele Neuerungen für viel Geld

Viel Leistung, ein kompakterer Formfaktor, neue Schnittstellen, smarteres Zubehör: Apple hat sein iPad neu erfunden. Aus dem Konsumgerät wurde ein Gerät, das es in vielerlei Hinsicht mit einem Laptop aufnehmen kann. Dass Apple sich mit den neuen iPads nicht vornehmlich an Ottonormalnutzer richtet, zeigt nicht nur der Namenszusatz „Pro“, sondern auch der Preis. Bekommt man das reguläre iPad bereits für 300 Euro, muss man für das Pro-Modell fast dreimal so viel auf den Tisch legen.

Los geht es bei 879 Euro für das 11-Zoll-Modell mit Wlan und 64 Gigabyte, das Modell mit einem Terabyte Speicher kostet 1709 Euro. So viel Platz dürften aber nur hauptberufliche Layouter, Fotografen oder Musiker auf ihrem Tablet benötigen. Der Aufpreis für das 12,9-Zoll-Modell liegt bei 220 Euro.

Für den neuen magnetischen Apple Pencil werden noch einmal 135 Euro fällig. Auch die smarte Tastaturhülle gibt es nicht umsonst, sie kostet knapp 200 Euro – es dürfte allerdings auch günstigere Modelle von Drittherstellern geben. Mit voller Ausstattung kratzt man schnell an der 2000-Euro-Marke. iPad Pro gesamt

Eine andere Strategie als Microsoft

Für Apple wird das neue iPad Pro ein wichtiger Baustein in der Unternehmensstrategie. Denn nach Jahren des Rückgangs gelang dem Konzern im Tablet-Markt zuletzt ein Schritt zurück in die Wachstumszone. Im vergangenen Quartal hatten 28,2 Prozent aller weltweit verkauften Tablets einen angebissenen Apfel auf der Rückseite, errechnete Strategy Analytics. Das sind so viele wie seit 2013 nicht mehr. Für den Großteil des Absatzes sorgte zwar das günstige iPad, die Gewinne erzeugt Apple allerdings erfahrungsgemäß mit den Premiummodellen.

Zwar ist der Tablet-Markt nicht so groß geworden, wie es sich der Konzern vor vielen Jahren erträumt haben dürfte. Dafür ersetzen die Nutzer ihre Tablets zu selten, im Gegensatz zu Smartphones. Doch im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern immer noch mehr iPads, als alle PC-Hersteller zusammen Notebooks. Mit den neuen, auf Leistung getrimmten Geräten könnte dieser Trend weiter befeuert werden.

Als größter Konkurrent im Tablet-Bereich gilt Microsoft mit seinen Surface-Modellen. Der Windows-Hersteller hält ebenfalls große Stücke auf die Tablet-Branche und zielt vor allem auf die Büro-Arbeiter. Apple will mit seinem Power-Flachmann dagegen die Kreativen erreichen, die auch unterwegs ohne Abstriche bei der Leistung arbeiten wollen. Ob diese Strategie aufgeht, werden die nächsten Quartale zeigen.

Werbeeinnahmen wachsen: Facebook verliert in Europa eine weitere Million Nutzer

Nach den jüngsten Datenskandalen und den Auswirkungen der EU-Datenschutzverordnung verliert Facebook weiter Nutzer in Europa. Im vergangenen Quartal sank die Zahl monatlich aktiver Mitglieder von 376 auf 375 Millionen.

Schon im Vierteljahr davor hatte Facebook eine Million Nutzer in Europa eingebüßt.

Weltweit gesehen geht das Wachstum des Online-Netzwerks aber weiter. Die Zahl mindestens einmal im Monat aktiver Facebook-Nutzer legte binnen drei Monaten von 2,23 auf 2,27 Milliarden zu. Und auch die Werbeeinnahmen wachsen weiterhin deutlich: Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 13,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte um neun Prozent auf knapp 1,34 Milliarden Dollar, wie Facebook am Dienstag mitteilte.

Die Anleger zeigten sich erleichtert: Die Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um rund ein Prozent zu.

Facebook hatte bereits gewarnt, dass die Regelungen der seit Ende Mai greifenden Datenschutz-Grundverordnung das Geschäft in Europa erschweren werden.

Das Unternehmen wurde in diesem Jahr von dem Datenskandal um Cambridge Analytica in eine Krise gestürzt. Zuletzt sorgte ein Hacker-Angriff, von dem 30 Millionen Nutzer betroffen waren, für neue Negativ-Schlagzeilen.

Dieses Bild narrt die Netzgemeinde: Sie sehen hier eine Krähe? Dann liegen Sie so was von falsch!

Immer wieder schaffen es optische Illusionen, die Internetgemeinde in den Wahnsinn zu treiben. Das wohl bekannteste Beispiel: Ein Kleid, das manche Nutzer als schwarz-blau wahrnahmen, während es für andere eindeutig weiß-golden war. Sogar Wissenschaftler beschäftigten sich mit dem 2015 viral gegangenen Bild, das unter dem Hashtag „#TheDress“ weiter im Netz herumgeistert. Seither hat es jede Menge ähnlicher Phänomene gegeben.

Aktuell ist ein Bild im Umlauf, das die Nutzer zwar nicht in zwei Lager spaltet, jedoch – zumindest auf den ersten Blick – ziemlich verwirrt. Das Foto, welches am vergangenen Sonntag zunächst auf Reddit hochgeladen und noch am selben Tag unter anderem durch den US-Amerikaner Robert Maguire via Twitter weiterverbreitet wurde, zeigt eine Krähe, die auf einem gefliesten Boden stehend in die Kamera blickt. So gut, so langweilig – könnte man meinen.

Das aber würde nicht erklären, warum Maguires Post in nur zwei Tagen rund 55.000 Mal retweetet, mehr als 150.000 Mal geliket und 1200-fach kommentiert wurde. Was also stimmt mit dem Bild nicht?

Eine ganz schön flauschige Krähe …

Dafür muss man schon ganz genau hinschauen. Denn statt einer – zugegeben: sehr flauschigen – Krähe zeigt das Bild eine Katze, die mit weit nach hinten gedrehtem Kopf nach oben blickt. Hier in Großaufnahme:

Krähen-katze auf Twitter

„Dieses Bild einer Krähe ist interessant, weil … es eigentlich eine Katze ist“, schrieb Maguire zu seinem Post, der seitdem unzählige, verdutze Reaktionen gesammelt hat – eine kleine Auswahl:

Einige User wollten trotz Maguires Auflösung nicht von der „Krähen-Theorie“ abrücken:reaktion 1

Eine Nutzerin sah sich gar an das aus dem Jahr 1892 stammende Ente-Hase-Kippbild erinnert:reaktion 2

Sie können von optischen Illusionen nicht genug bekommen? Dann dürfte Ihnen diese Geschichte auch gefallen:

Optische Illusion: Ist diese Tasse rund oder eckig? 13.37

Quellen: Reddit/Twitter-Account Rober Maguire

iPad Pro, Mac Mini und Macbook Air: Apple hat ein Monster geschaffen

Es war eine große Vision: Nicht weniger als die Neuerfindung des Computers hatte sich Steve Jobs auf die Fahnen geschrieben, als er im Januar 2010 das erste Mal das iPad der Öffentlichkeit präsentierte –  und damit überhaupt das Marktsegment der Tablets schuf. Seitdem hat sich das iPad – bis auf kleinere Details – kaum verändert. Mit dem am Dienstag vorgestellten iPad Pro wagt man einen großen Schritt. Und kommt Jobs‘ Vision so ein gutes Stück näher.

Das neue iPad Pro

Dafür verschwindet das Gerät wieder mehr hinter den Inhalten. Nach dem iPhone ist nun auch beim iPad der Displayrand deutlich geschrumpft. Das 11 Zoll große Display wird nur noch von einem unter 1 Zentimeter breiten Rahmen umfasst, dadurch passt es in das Gehäuse des iPad Pro 10,5. Beim großen Modell ist der Unterschied noch auffälliger: Das 12,9-Zoll-Modell ist im Vergleich zum Vorgänger drastisch kleiner. So kann es die Inhalte voll in den Vordergrund stellen. Und die sehen toll aus: Mit einer Auflösung von 2388 x 1668 Pixeln beim kleinen und 2732 x 2048 beim großen Modell ist das Bild noch einmal schärfer geworden.Liveblog Apple Keynote iPad_14.30

Doch das schicke Design hat noch weitere Folgen: Damit der Rand in diesem Maße schrumpfen konnte, musste Apple wie beim iPhone den Homebutton streichen. Stattdessen setzt nun auch das iPad voll auf Wischgesten, um eine möglichst flüssige Steuerung zu erreichen. Beim iPhone funktioniert das zwar tadellos, die mit iOS 12 beim iPad Pro eingeführte Umsetzung war bisher aber gewöhnungsbedürftig. Ob das Gewische beim neuen iPad besser klappt, muss ein Test zeigen. In der Vorführung sah es zumindest so aus.

Eine weitere Folge des verschwundenen Homebuttons: Auch das iPad wird nun mit dem Gesicht statt des Fingerabdrucks entsperrt. Die für Face ID benötigte Technologie hat Apple direkt im Rahmen versteckt.Apple Event in Bildern Macbook Air, iPad Pro Mac Mini

Mehr Leistung als Spielkonsolen

Technisch ist der Sprung ebenfalls riesig. Das letzten Sommer vorgestellte Modell setzte noch auf den A10X-Chip, eine Variante des iPhone-7-Prozessor. Das neue iPad überspringt eine Version und geht direkt auf den A12X. Die Performance soll bis zu 35 Prozent bei Single Core und bis zu satten 90 Prozent im Multi-Core-Betrieb ansteigen. Auch die Grafikleistung soll massiv ansteigen – und eine höhere Leistung als eine Xbox One X erreichen. Damit hat das iPad mehr Leistung als jede aktuelle Spielkonsole – ein echter Gamechanger. Zudem bleibt viel Leistung zum Arbeiten, etwa mit der heute vorgestellten vollwertigen Version von Adobe Photoshop für das iPad.iPad 2018 Test 7.23

Einen besonders radikalen Schritt wagt Apple beim Anschluss: Statt des bekannten Lightning-Steckers setzt das iPad nun auf seinen Thunderbolt-Anschluss in Form einer USB-C-Buchse. Das hat den Vorteil, dass es sich nun auch mit anderer Hardware wie einer Kamera, Sound-Equipment oder einem Bildschirm oder Beamer verbinden lässt – und es so noch besser als Computer-Ersatz taugt. Der Nachteil: Es ist nicht mehr mit dem bisherigen Apple Pencil kompatibel. Das ist angesichts des Nachfolgers aber nicht schade: Der neue Apple Pencil verbindet sich automatisch mit dem iPad, heftet sich magnetisch an das Gehäuse – und lädt sich kabellos über das Gehäuse. So behebt er alle Macken des Vorgängers. Hier war der Jubel entsprechend besonders laut.

Bemerkenswert: Das iPhone ist nun das letzte Apple-Gerät, das noch auf Lightning setzt.

Das iPad Pro ist mit 64 GB, 256 GB, 512 GB und 1 TB erhältlich. Das 11-Zoll-Modell kostet ab 879 Euro, das 12,9-Zoll-Gerät beginnt bei 1099 Euro. Das größte Modell mit LTE und 1 TB Speicher kostet saftige 2099 Euro – ohne Stift und Tastatur.iPhone XR 12h

Mac Mini mit mehr Power

Und auch bei den Rechnern gibt es viel Neues. Mit dem neuen Mac Mini erhört Apple das Flehen vieler Fans. Der Desktop-Rechner im Kleinstgehäuse hatte sein letztes Update vor Ewigkeiten erlebt, jetzt ist er mit frischer Technik aufgerüstet worden. Äußerlich hat sich wenig getan, das Gehäuse hat etwa die gleiche Form behalten, statt silberfarben ist es nun spacegrau.

Im Innern steckt aber deutlich mehr Leistung. Selbst das kleinste Modell ist nun mit einem Vierkernchip aus Intels aktueller i5-Reihe bestückt, bei Bedarf lässt es sich sogar mit einem i7 mit sechs Kernen ausstatten. So soll der Mini satte fünf Mal so schnell werden wie das alte Modell. Als Arbeitsspeicher stehen nun auch 32- und 64-GB-Konfigurationen zur Wahl. Beim Datenspeicher sind nun bis zu 2 TB auswählbar. Als Anschlüsse stehen neben den drei neuen Thundelbolt-Buchsen auch Klassiker wie Ethernet und HDMI zur Verfügung.

Die Start-Konfiguration mit 3,6-GHz-Prozessor, 8 GB RAM und 128 GB Speicher startet bei 899 Euro.iPad

Macbook Air: Der neue Einsteiger

Das neue Macbook Air hat ebenfalls einiges auf dem Kasten. Zum einen ist da das neue Retina Display. 4 Millionen Pixel tummeln sich nun auf dem neuen Glas-Display, zusätzlich gibt es 48 Prozent mehr Farbraum. Und: Der Rand ist ein gutes Stück geschrumpft, wodurch auch das Gehäuse satte 17 Prozent schrumpft. Das Gewicht liegt nur noch bei knapp über einem Kilo.

Im Kern steckt ein aktualisierter Intel i5 Dual-Core-Prozessor, der Arbeitsspeicher lässt sich nun bis 16 GB, der Datenspeicher sogar bis 1,5 TB erweitern. Als Standard werden 8 GB RAM und 128 GB Speicher verbaut, der Startpreis liegt bei 1349 Euro.

Auch bei den Eingaben hat Apple nachgelegt. Wie die Pro-Modelle hat das Macbook Pro nun TouchID, also das Freischalten per Fingerabdruck. Zusätzlich gibt es die neueste Butterfly-Tastatur inklusive Hintergrundbeleuchtung und ein großes Force-Touch-Trackpad. Wie die Pros setzt Apple nun auf Thunderbolt.

Stark für die Umwelt: Die neuen Macbook Airs werden aus 100 Prozent recyceltem Aluminium gebaut. Neben dem klassischen Silber gibt es nun auch beim Air die beiden neuen Farbtöne Gold und Spacegrey.

Apples großer Schritt

Mit seinem Event hat Apple sein Portfolio beeindruckend auf Stand gebracht. Zum einen ist da das Einsteiger-Segment bei klassischen Computern, das endlich mal wieder ein vernünftiges Update bekommen hat. Das neue Macbook Air zieht bei der Ausstattung endlich mit der Pro-Linie mit und fühlt sich nicht mehr wie ein Spar-Modell an. Und auch der Mac Mini bietet wieder ordentlich Leistung fürs Geld. 

Der Star ist aber klar ein anderer: Das neue iPad Pro ist ein wahres Monster und kann es mit seiner Kombination aus großem Display, hoher Leistung und der durch Thunderbolt hohen Konnektivität selbst mit sehr leistungsfähigen Laptops und auch Spielkonsolen aufnehmen. Nachdem das iPad jahrelang an der Vision scheiterte, den Computer abzulösen, hat das neue iPad Pro tatsächlich das Zeug dazu.

Keynote 2018: Das Event zum Nachlesen: Das ist Apples Neuerfindung des iPads

Seit Steve Jobs das iPad 2010 erstmals auf der Bühne auspackte, sehen die Tablets – von Größenanpassungen und Details mal abgesehen – weitgehend gleich aus. Das könnte sich heute ändern: Beim Event in New York wird eine radikale Neuerfindung von Apples des Tablets erwartet. Wir berichten live vor Ort für Sie. Um 15:00 geht es los.

Doch Apple hat noch mehr in petto, vor allem Fans der Mac-Rechner dürften sich freuen. Auch das Macbook Air wurde seit der Vorstellung optisch kaum verändert, zudem Apples Einsteiger-Notebook musste auf viele Neuerungen der teureren Pro-Serie verzichten. Heute soll ein modernes Redesign anstehen. Und: Der Mac Mini soll endlich wieder aufgefrischt werden. Apples Arbeitsrechner im kompakten Schreibtisch-Format wartet schon länger auf einen deutlichen Leistungs-Sprung.

Neues iPad, Macbook und Mac Mini: Hier sehen Sie das Apple Special Event im Livestream

Apple hat zum nächsten großen Event des Jahres geladen. Im September präsentierte der Konzern bereits im Steve-Jobs-Theater auf dem Apple-Campus in Cupertino das iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR sowie die Apple Watch Series 4. Nun legen die Kalifornier noch einmal nach. In New York, genauer gesagt in Brooklyn, zaubert Tim Cook weitere Neuheiten aus dem Köcher. Experten rechnen damit, dass neue Modelle vom iPad sowie MacBook Pro und MacBook Air präsentiert werden. Auch der Mac Mini könnte ein Update erfahren. Los geht es um 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Eine Auswahl geladener Gäste – darunter der stern – wird im Big Apple vor Ort mit im Saal sitzen. Sie können aber auch von zu Hause aus oder aus dem Büro ganz nah dran sein: per Livestream und stern-Liveblog. Für den Stream gibt es verschiedene Möglichkeiten. In den vergangenen Jahren machte Apple den Livestream häufig nur für Apple-Geräte nutzbar, mittlerweile sind die Kalifornier nicht mehr so restriktiv. 

Apple Special Event im Oktober: So sind Sie per Livestream ganz nah dran

Auf der amerikanischen Apple-Website wird der Stream übertragen:

apple livestream

Das Angebot ist per Browser abrufbar. Es wird empfohlen, ein iPhone, ein iPad oder einen iPod Touch mit Safari-Browser und mindestens iOS 10 zu nutzen. Auf dem Mac sollte es mindestens MacOS Sierra 10.12 sein. Besitzer eines Apple TV der zweiten Generation oder neuer können die Präsentation über die App „Apple Events“ ansehen.

Auf dem PC wird Windows 10 und Microsoft Edge empfohlen. Auch auf Android-Geräten und in anderen Browsern, zum Beispiel Chrome oder Firefox, funktioniert der Livestream von Apple. Allerdings sollten die Codecs MSE, H.264 unnd AAC unterstüzt werden. 

Liveticker: Der stern ist vor Ort

Darüber hinaus ist stern-Redakteur Christoph Fröhlich live in den USA vor Ort und berichtet im Ticker aus dem Saal vom Apple Special Event. Los geht es um 15 Uhr, der Liveticker wird kurz vorher starten – hier finden Sie den Liveblog.

Unten im Video sehen Sie zwar keinen Livestream, aber interessante Fakten über Apple und die aktuelle iPhone-Generation: Apple-Fakten 11.44

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Bezahlen mit Smartphone: Apple Pay kommt nach Deutschland – und diese Banken sind (nicht) dabei

In den USA startete Apple seinen Bezahldienst Apple Pay vor knapp vier Jahren. Es folgten viele weitere Länder auf der Welt – nur in Deutschland kann man immer noch nicht mit iPhone und Apple Watch zahlen. Das ändert sich demnächst: Noch in diesem Jahr soll der Dienst hierzulande starten, das hat Apple-Chef Tim Cook bereits bestätigt. Konkrete Details werden vermutlich heute Abend (das Event können Sie bei uns ab 14.30 Uhr im Liveticker verfolgen) genannt.

Doch welche Banken sind von Beginn an dabei, welche werden den Dienst im Laufe des Jahres für ihre Kunden freischalten – und welche warten erst einmal ab? Eine Übersicht der wichtigsten Banken. 

Von Beginn an dabei:

Deutsche Bank:

„Wir sind von Anfang an dabei.“

N26:

„N26 wird Apple Pay zum Deutschlandstart für seine Kunden anbieten.“

Santander:

„Wenn Apple in Deutschland Apple Pay einführt, wird auch Santander seinen Kunden Apple Pay anbieten.“

American Express, Wirecard/boon und VIMPay sind ebenfalls zum Auftakt dabei.

Zeitnah dabei:

Comdirect:

„Später in diesem Jahr wird comdirect Apple Pay auf den Markt bringen.“

Hanseatic Bank:

„Später in diesem Jahr wird die Hanseatic Bank Apple Pay auf den Markt bringen.“

Hypovereinsbank – Unicredit:

„Noch in diesem Jahr wird die Hypovereinsbank Apple Pay auf den Markt bringen.“

Vielleicht oder nicht dabei:

Augsburger Aktienbank:

„Wir sind aktuell in entsprechenden Gesprächen und grundsätzlich dem Thema sehr aufgeschlossen gegenüber. Wir können zum heutigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sagen, ob und wann wir Apple Pay unseren Kunden anbieten können. Bis Jahresende planen wir eine Entscheidung.“

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

„Die Finanzgruppe prüft den Einsatz von Apple Pay. Eine Entscheidung steht noch aus.“

Commerzbank:

„Wir wollen, dass unsere Kunden mobil bezahlen können. Den ersten Schritt haben wir mit der Einführung von Google Pay gemacht. Und wir arbeiten weiter intensiv an dem Thema.“

Deutscher Sparkassen- und Giroverband:

„Die Sparkassen und Landesbanken in Deutschland arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Leistungen im Zahlungsverkehr für ihre Kunden. […] Von besonderem Interesse hierbei ist auch das mobile Bezahlen mit den iOS-Geräten von Apple. Die Sparkassen-Finanzgruppe prüft hierzu die Optionen.

Hamburger Volksbank:

„Unser Mobile Payment-Angebot für Android wird sehr gut angenommen, so dass wir Apple Pay grundsätzlich offen gegenüber stehen. Zu klären ist die Schnittstelle für Dritte. Hier ist unser Bundesverband aktiv.“ (siehe: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken)

ING-Diba:

„Aktuell ist nicht geplant,  unseren Kunden Apple Pay in diesem Jahr anzubieten. Wir werden unseren Kunden im Laufe des kommenden Jahres aber auf jeden Fall eine moderne Mobile Payment Lösung anbieten. Genaue Details bezüglich des Angebotes erarbeiten wir gerade.“

Moneyou:

„Sicherlich werden wir uns dem Mobile Payment künftig nicht verschließen, aber konzentrieren uns nun erstmal auf intelligente Lösungen, mit denen unsere Kunden ihre Finanzen […] organisieren können.

Norisbank:

„Wir sehen den Trend zum mobilen Bezahlen als eine bedeutende Entwicklung im Markt […] Der Bezahldienst Apple Pay ist für viele Konsumenten sicherlich attraktiv. Zum Start des Bezahldienstes in Deutschland hat die Norisbank jedoch keine Kooperation geplant.“

Sparda-Bank Berlin:

„Nein, zum Start leider noch nicht. Sind aber sehr interessiert ApplePay unseren Kunden zeitnah auch anzubieten.“

Sparda-Banken generell:

„Wir prüfen derzeit neue „Mobile Payment“-Angebote […]. Weitere Auskünfte können wir im Augenblick nicht geben.“

Wüstenrot-Bank:

„Das Thema der neuen digitalen Bezahldienste […] steht bei der Wüstenrot Bank selbstverständlich auf der Agenda. Dazu zählt unter anderem eine intensive Marktbeobachtung, die wir derzeit durchführen. Aktuell bieten wir beide Alternativen noch nicht an, können uns in Zukunft aber den Einstieg sehr gut vorstellen.“

Ein Apple-Pay-Support sei für 2018 aber sehr unwahrscheinlich, bestätigt ein Sprecher auf Nachfrage des stern.

Kreissparkasse Köln:

Nicht dabei.

Oldenburgische Landesbank:

„Wir werden unseren Kunden sicher Möglichkeiten zum mobilen Bezahlen per Smartphone anbieten. Offen ist nur, wie und wann genau: Ob tatsächlich in Kooperation mit Apple Pay oder mit Google Pay oder durch eine selbstentwickelte App werden wir in nächster Zeit abwägen und entscheiden. Danach folgt dann die Phase der Umsetzung“

Postbank:

„Beim Start von ApplePay wird die Postbank nicht mit dabei sein. Wir […] beobachten weiterhin die Marktentwicklung.“

Targo-Bank:

„Wir prüfen verschiedene Optionen zur Umsetzung einer Smartphone-Bezahllösung mittels NFC und befinden uns dazu in Gesprächen.“

Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert