
Ein Patent von Microsoft zeigt ein faltbares Smartphone mit mehreren Bildschirmen, dass durch ein Scharnier zum Tablet werden könnte.
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Ein Patent von Microsoft zeigt ein faltbares Smartphone mit mehreren Bildschirmen, dass durch ein Scharnier zum Tablet werden könnte.
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Statt romantischer Emojis gibt es nur Datenärger. Gerade macht bei Whatsapp mal wieder eine fiese Kettenbrief-Aktion die Runde.
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Jetzt können Instagram und Snapchat einpacken: Mit Meitu wird selbst Donald Trump zum süßen Prinzen. Wer schon immer gerne seine Selfies mit Filtern verschönert hat, kommt um diese App kaum herum. Meitu entfernt Pickel, macht schlank – und baut Sie zur weinenden Meerjungfrau um. Selbst, wenn Sie eigentlich Bart tragen. So kitschig haben Sie sich noch nie gesehen.
Wer die App öffnet, kann seine Bilder je nach Motiv mit zahlreichen Filtern belegen. So weit, so bekannt. Neu ist, dass man sich selbst mit viel digitalem Puder, Kajal und Haut-Spachtelmasse hübscher machen, digital abnehmen und auch direkt im Bild herummalen und Glanzstellen setzen kann. Bequemer ist der Modus „Hand-Drawn“. Hier verwandelt man sich mit wenigen Tippern zur großäugigen Prinzessin, Meerjungfrau oder Baroness, Schmetterlinge und Glitzereffekt inbegriffen. Einziger Wermutstropfen: Bilder von mehreren Personen werden nicht unterstützt.
Dabei ist die kitischige Ästhetik eigentlich eindeutig fernöstlichen Schönheitsstandards geschuldet. Wer schon einmal ein Smartphone aus China in der Hand hatte, kennt ähnliche Features bereits. Die Selfie-Kameras der chinesischen Smartphone-Hersteller „verschönern“ Bilder auf Wunsch ebenfalls, der Effekt fällt meist auch deutlich harmloser aus. Große Augen und eine praktisch texturlose Haut müssen aber sein. Was in China zum Standard-Selfie gehört, hat sich hier aber noch nicht durchsetzen können – bis jetzt.
Aktuell erobert Meitu die westliche Social-Media-Welt im Sturm, bei Instagram gehen unter dem Hashtag im Minutentakt neue Bilder ein. In der Heimat China hält der Meitu-Hype schon länger an, die App hat satte 52 Millionen aktive Nutzer am Tag. Im Dezember ging die gleichnamige Firma mit einem Wert von 5 Milliarden Euro an die Börse. Dass die kostenlose App nun plötzlich auch im Westen wie eine Bombe einschlägt, hat einen einfachen Grund: Sie ist seit einigen Tagen auch in Europa und den USA erhältlich, für Android-Smartphones und das iPhone.
Hier finden Sie einige witzige Kreationen aus dem Netz:
Es ist schon eine Crux mit dem iPhone-Speicher. Bis zum iPhone 7 hatte das kleinste Modell lange nur 16 Gigabyte zu bieten, eine spätere Erweiterung ist anders als bei vielen Android-Smartphones nicht möglich. Wer nun an der falschen Stelle gespart hat, bekommt viel zu oft nervige Fehlermeldungen zu sehen. „Speicher fast voll“, heißt es dann. Wir verraten, wie man mit wenig Aufwand Speicher spart.
+++ Hier finden Sie alle iPhone 8 Gerüchte +++
Einer der größten Speicherfresser sind selbst geschossene Videos. In der Voreinstellung zeichnet das iPhone in der FullHD-Auflösung von 1080p mit 1920 x 1080 Bildpunkten auf und verbraucht dabei satte 130 MB die Minute. Für kleine Videos zwischendurch reicht aber auch durchaus 720p aus, vor allem, wenn man sie ohnehin nur auf dem iPhone schaut. Das spart mächtig Speicher, 720p-Videos verbrauchrn nur knapp die halbe Speichermenge. 4K-Videos, wie sie seit dem iPhone 6s möglich sind, sollte man wegen des Speicherhungers ohnehin meiden – außer man hat ein iPhone mit mindestens 32 Gigabyte Speicherplatz. Die Auflösung ändern Sie in den Systemeinstellungen unter „Fotos & Kamera“ und „Video aufnehmen“.
iMessage und Whatsapp schlucken schnell Speicher im Gigabyte-Bereich. Doch mal ehrlich: Wer liest alte Chats? Auch automatisch gespeicherte Fotos und Videos fressen unnötig Speicher.
Wenn die Lichtbedingungen nicht ideal sind, kann HDR eine Menge herausholen. Leider speichert das iPhone in der Standard-Einstellung nicht nur das gewünschte HDR-Foto, sondern auch das normale Bild ohne die Verbesserungen. Das kostet sinnlos Speicher. Um die Option zu ändern, wählen Sie in den Einstellungen „Fotos & Kamera“ und legen unter dem Punkt „HDR“ den Schalter bei „Foto behalten“ um.
Wer mehr als ein Apple-Gerät besitzt oder Musik über iTunes kauft, hat schnell den Speicher voll. Alle Einkäufe landen in der Regel auch auf allen Geräten – obwohl man etwa die neue App nur auf dem iPad braucht oder das Album nur für den iPod. In den Einstellungen unter „iTunes & App Stores“ können Sie genau festlegen, welche Einkäufe Sie wirklich automatisch auf dem iPhone haben möchten.
Wenn Sie iCloud nutzen, um die Bilder im Netz zu sichern, gibt es einen ganz einfachen Weg, schnell Speicher zu sparen. Das iPhone behält dann nur eine verkleinerte Version von frisch geknipsten Fotos, in iCloud werden die Bilder aber in voller Pracht gespeichert. Dazu tippen Sie in den Einstellungen auf „Fotos & Kamera“. Unter dem Punkt „iCloud-Fotomediathek“ wählen Sie statt „Laden und Originale behalten“ die Option „iPhone-Speicher optimieren.“
Ist man mit demselben iCloud-Account auf mehreren Geräten eingeloggt, die Bilder schießen, sitzt man ruckzuck in der Speicherfalle. Schuld ist Apples Fotostream, der die letzten 1000 Fotos automatisch auf allen Geräten synchronisiert. Abschalten können Sie die Funktion in den Einstellungen unter „Fotos & Kamera“ unter dem Punkt „Mein Fotostream“.
Neben unnötigen Fotos sind vor allem die benutzten Apps am schwindenden Speicher schuld. Zum einen hat man viele, die man eigentlich gar nicht nutzt, zum anderen sammeln die Anwendungen im Laufe der Zeit erschreckende Mengen an Daten an. Welche die größten Speicher-Fresser sind, erfahren Sie in den Einstellungen unter „Allgemein“, „Speicher- und iCloud-Nutzung“ und der oberen Option „Speicher verwalten“. Instagram, Whatsapp und andere kommen hier bei intensiver Nutzung schnell in den Gigabyte-Bereich.
Wie man die angehäuften App-Daten, den so genannten Cache, aufräumen kann, hängt von den jeweiligen Apps ab. Viele bieten in den Einstellungen eine entsprechende Option an. Für Whatsapp haben wir es oben erklärt, bei einigen wie etwa Instagram hilft tatsächlich nur ein Löschen und eine erneute Installation der App. Vor allem bei Social-Media-Apps, in die man sich per Account einloggt, ist das oft die bequemste Variante. Da sowieso alle Daten auf dem Server der Betreiber liegen, verliert man durch das Löschen auch keine wichtigen Daten. Einen Trick, wie man den Cache vieler Apps in einem Rutsch leeren kann, ohne sie neu installieren zu müssen, verraten wir in diesem Artikel.IPhone_fuerCF
Vergangene Woche enthüllte Nintendo alle Details zu seiner kommenden Konsole Switch. Zwar war die Konsole bei großen Händlern wie Amazon oder Saturn ratzfatz ausverkauft, doch einige Fans blieben skeptisch. Denn so innovativ das Gesamtpaket auch ist – man kann die Konsole mit wenigen Handgriffen zu einer Art XXL-Gameboy umbauen -, nicht alles begeistert. Fünf Dinge, die uns an der Switch stören.
Puh, 330 Euro sind für die Nintendo Switch definitiv eine Ansage. Vor allem wenn man sie mit den anderen beiden Konsolen am Markt vergleicht: Die aktuelle Xbox One S gibt es bereits für 250 Euro (mit „Fifa 17“), die Playstation 4 Slim bekommt man ebenfalls ab 250 Euro. Kann man bei der Konsole über den happigen Preis noch hinwegsehen, sind die Kosten für das Zubehör beinahe Wucher: Ein Pro-Controller kostet 70 Euro, zwei zusätzliche JoyCon-Controller schlagen mit 80 Euro zu Buche. Dabei rasen wir doch so gerne mit Freunden zusammen auf einem Sofa in „Mario Kart“ um die Wette.
Viele Details der Switch sind bekannt, doch bei den technischen Daten gibt sich Nintendo bislang auffällig schmallippig. Das dürfte einen Grund haben: Medienberichten zufolge hat die neue Konsole kaum mehr Power als die 2012 erschienene Wii U. Und die war schon damals technisch veraltet. Klar, Grafik ist nicht alles. Doch während man auf der Playstation 4 staunend durch die wunderschönen Landschaften von „Skyrim“ stapft, bekommt die Switch nur eine Neuauflage auf dem Niveau der PS3- und Xbox-360-Version. Für das Jahr 2017 ist das einfach zu wenig. Für kommende Mega-Hits wie „For Honor“, „Ghost Recon: Wildlands“ und „Mass Effect: Andromeda“ dürfte die Power nicht ausreichen. Schade! Bleibt zu hoffen, dass viele Drittentwickler trotzdem an Bord bleiben. Switch Games 19.49
Konsole kaufen, anschließen und direkt loszocken – so stellt sich jeder Vollblut-Zocker den perfekten Start einer neuen Konsole vor. Doch ein Spiel liegt diesmal nicht bei, und die Auswahl ist dünn. Sieht man einmal von „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ ab, das mit Sicherheit eines der besten Games des Jahres wird, ist kein nennenswerter Blockbuster für die Nintendo Switch dabei. Ein aufwendiges Renn- oder Sportspiel oder einen packenden Shooter sucht man vergebens. Die fünf bislang bekannten Startspiele sind:
Auf Multiplayer-Kracher wie „Mario Kart 8 Deluxe“ und „Splatoon 2“ muss man nach dem Start noch ein paar Wochen warten, das nächste Mario-Abenteuer steht sogar erst Weihnachten im Handel. Nintendo verspricht, dass regelmäßig neue, spannende Spiele für die Switch erscheinen werden und man den Fehler der Wii U nicht wiederholt – wir sind gespannt.
Der eigentliche Clou der Switch ist die Portabilität der Konsole. Nimmt man die Switch aus der Docking-Station für den Fernseher, kann man die Controller einfach direkt anschließen und unterwegs weiterzocken. Allerdings nicht so lange, wie viele Fans gehofft haben dürften: Je nach Spiel ist nach 2,5 bis sechs Stunden der Akku leer. Grafisch aufwendige Spiele wie „Zelda“ werden definitiv nur rund drei Stunden durchhalten, wie Nintendo bestätigte. Das reicht nicht einmal für eine Zugfahrt von Hamburg nach Köln. Immerhin: Die Switch lässt sich mobil via USB-C laden.NintendoSwitch
Im Vergleich zu Xbox Live (Microsoft) oder dem PSN (Playstation) wirkte Nintendos Online-Welt immer etwas behäbiger und weniger ausgefeilt. Mit der Switch will Nintendo nun liefern: Auf der Pressekonferenz wurde ein Online-Dienst angekündigt, der wie bei der Konkurrenz nach einer Testphase kostenpflichtig wird. Das ist nicht schlimm, die meisten Gamer sind bereit für ihr Hobby ein paar Euro pro Monat zu bezahlen, solange der Service stimmt. Zudem gibt es regelmäßig Goodies, Sony und Microsoft verschenken einmal monatlich zwei bis drei mehr oder weniger aktuelle Games.
Nintendo geht dagegen einen anderen Weg und besinnt sich auf seine Kult-Vergangenheit. Jeden Monat sollen Switch-Besitzer ein NES- oder SNES-Spiel als Gratis-Download geben. Eigentlich eine coole Sache, wenn da nicht folgende nervige Einschränkung wäre: Das Spiel kann nur einen Monat lang gespielt werden. Bei der Konkurrenz kann man die Spiele dagegen zeitlich unbegrenzt daddeln, solange man ein aktives Abo hat. Nintendo, das lässt sich doch leicht beheben und würde viele Fans glücklich machen.Nintendo Switch
Die meisten Menschen haben mittlerweile verstanden, dass man im Netz vorsichtig sein muss und sich im Zweifel eher zurückhält. So ist es nicht ratsam, Bilder von Flugtickets zu posten oder die private Anschrift zu teilen, weil Kriminelle diese Daten für Betrugsfälle ausnutzen könnten. Und niemand würde seine Passwörter oder PINs einfach so ins Netz stellen.
Kaum jemand hat allerdings Probleme damit, Bilder von Urlaubsreisen hochzuladen und diese den Freunden zu zeigen. Dabei kann das gefährlicher sein, als man zunächst denkt. Denn japanische Forscher des National Institute of Informatics (NII) haben nun gezeigt, dass man aus einem Selfie den Fingerabdruck des Nutzers auslesen und mit diesem das Smartphone entsperren kann.
Dafür reicht sogar ein Bild, dass aus drei Metern Entfernung aufgenommen wurde, solange die Aufnahme hell und scharf ist und der Fingerabdruck klar zu erkennen ist. „Indem man ein Peace-Zeichen (auch bekannt als Victory-Zeichen) in die Kamera hält, werden Fingerabdrücke massenhaft zur Verfügung gestellt“, sagte Isao Echizen, Professor und Sicherheitsforscher am NII, der lokalen Zeitung „Sankei Shimbun“.
Es handelt sich bei der Warnung nicht nur um eine theoretische Gefahr. Ende 2014 zeigte Jan Krissler (auch bekannt als Starbug) auf dem Chaos Communication Congress in Hamburg, dass er anhand von Aufnahmen einer Bundespressekonferenz den Fingerabdruck des Daumens von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen weitgehend nachbauen konnte. Mit den richtigen Materialien – etwa einer durchsichtigen Folie, einem hochauflösenden Drucker, Holzleim und Graphitspray – könnte man diesen Fingerabdruck als Attrappe nachbauen. Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel baute er anhand eines Fotos ein Iris-Abbild nach. Damit könnte man einige der weitverbreiteten Biometriesysteme umgehen.
thailandselfie 15.02Im Gegensatz zu einem Passwort können die biometrischen Daten nicht einfach auf Knopfdruck geändert werden. Dementsprechend sei jedes über soziale Netzwerke geteilte Foto und Video eine potentielle Schwachstelle, warnen Experten. Wenn die biometrischen Daten einmal gestohlen wurden, können sie einfach im Dark Web verkauft werden – und der betroffenen Person das Leben schwer machen. In einigen Ländern kann man etwa in Shops nur mit dem Fingerabdruck bezahlen.
Die japanischen Forscher haben einen speziellen, transparenten Film aus Titaniumoxid veröffentlicht, der einfach an die Fingerspitzen geheftet wird. Damit können die Fingerabdrücke nicht ausgelesen werden. Allerdings dauere es noch ein paar Jahre, bis die Technik fertig sei – und ob sich diese Schutzmaßnahme gut im Alltag schlägt, darf sowieso bezweifelt werden. Besser: Nicht jedes Foto hochladen. Und das nächste Mal vielleicht die Merkel-Raute statt das Peace-Zeichen machen. Das macht auf dem Urlaubsbild zwar nicht so viel her, ist dafür aber sicherer.Selfiesisters_20.30
Die deutsche Marine bekommt neue Schiffe. Im Sommer 2017 soll das erste Schiff der F125 Klasse offiziell in Dienst gestellt werden, insgesamt werden es vier. Derzeit befindet sich die „Baden-Württemberg“ in der Erprobung. Der ganze Stolz der Marine ist also eine Fregatte. Eigentlich ist das ein eher kleiner Schiffstyp, ein Kriegsschiffchen sozusagen. Die Reihenfolge geht in etwa so: Zuerst kommen die gigantischen Flugzeugträger, dann die – ausgestorbenen – Schlachtschiffe. Es folgen Schlachtkreuzer, schwere und leichte Kreuzer, Zerstörer – dann kommen Fregatten und Korvetten.
Doch auf die Größe kommt es nicht immer an. Außerdem sind die Kriegsschiffe im Laufe der Jahrzehnte gewaltig gewachsen. Mit 7000 Bruttoregistertonnen ist die F125 immerhin fast doppelt so groß wie ein deutscher Zerstörer des Zweiten Weltkriegs vom Typ 1936C. Und damit die größte weltweit gebaute Fregatte.
Die Fregatten des neuen Typs messen etwa 150 Meter Länge und 19 Meter Breite. An Bord befinden sich 120 Mann Besatzung. Das wiederum ist sehr viel weniger als im Zweiten Weltkrieg. Um den halb so großen Zerstörer zu bemannen, wurden damals 320 Mann benötigt. Generell gilt: Je weniger Besatzung – umso moderner das Boot. Die Personalkosten sind ein großer Kostenblock, außerdem benötigen mehr Menschen auch mehr Raum an Bord – Raum, den sie dem wichtigen technischen Gerät wegnehmen.01 F125
Und davon hat die Fregatte eine Menge. Allein vier Einsatzboote und zwei Hubschrauber vom Typ Sea Lynx befinden sich an Bord. Die Bewaffnung besteht aus einem mächtigen 127-Millimeter Marinegeschütz Oto Melara, dazu kommen zwei Maschinenkanonen vom Kaliber 27 Millimeter sowie Maschinengewehre. Noch eindrucksvoller sind die acht Anti-Schiff-Raketen vom Typ RGM-84 Harpoon. Gegen angreifende Raketen kann die Fregatte zwei Starterbatterien mit Abwehrraketen vom Typ RIM-116 Rolling Airframe Missile einsetzen. Die F125 verfügt allerdings über keine Luftabwehrsysteme mittlerer bzw. großer Reichweite und auch nicht über Waffen, um U-Boote anzugreifen. Die Fregatte wurde ebenfalls nicht dafür konzipiert, weitreichende Cruise Missiles oder Raketen einzusetzen.
Ein Einsatz gegen Ziele auf dem Festland ist daher problematisch. Derzeit hat das 127-Millimeter-Geschütz eine Reichweite von 30 Kilometern, damit würde die Fregatte im Bereich zahlreicher einfacher Schiffsabwehrraketen vor der Küste schippern. Trotz des modernen RIM-Abwehrsystems eine mulmige Situation. Es ist zwar geplant, das Geschütz mit gelenkter Munition mit einer Reichweite von über 80 Kilometern auszustatten. Die USA scheiterten allerdings daran, diese Art von Munition zu einigermaßen bezahlbaren Preisen für die USS Zumwalt zu beschaffen.
Die Baden-Württemberg-Klasse hat man für die veränderten Einsätze der Bundeswehr maßgeschneidert. Ihre Besonderheit sind Wartungsarmut und lange Serviceintervalle. Die Schiffe sollen zwei Jahre in entfernten Gebieten im Dienst sein können. So sollen Einsätze wie am Horn von Afrika logistisch sehr viel einfacher zu bewältigen sein. Das sind andere Anforderungen als zur Zeit des Kalten Krieges, als man mit einem eher kurzen, aber überaus intensiven Kriegsverlauf rechnete.
Damit diese Rechnung aufgeht, musste die Besatzung enorm verkleinert werden. Denn zwei Jahre Schiffseinsatz können nur mit zwei Mannschaften durchgeführt werden. Das Schiff bleibt im Einsatzgebiet, die Besatzung rotiert regelmäßig alle vier Monate. Dadurch verspricht sich die Marine eine 50-prozentige Verfügbarkeit der Schiffe. Die Personalkosten sind kaum höher als beim Vorgänger, der Bremen-Klasse, mit 219 Mann Besatzung.
Die F125 verfügt über Stealth-Technologie, um die Ortung durch den Gegner zu erschweren. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit stellt mit 28 Knoten bzw. 52 km/h keine Bestmarken auf. Interessant ist der Schiffsaufbau in „zwei Inseln“. Elektronik und Kommandostrukturen sind doppelt in zwei Aufbauten ausgelegt, damit soll das Schiff auch nach einem schweren Treffer in einer der Inseln kampffähig bleiben.
Die USA haben derzeit keine modernen Schiffe dieser Klasse. In Russland entspricht die etwas kleinere Admiral-Gorschkow-Klasse (Projekt 22350) in etwa der F125. Das russische Mehrzweck-Kampfschiff ist allerdings für andere Missionen gedacht. Die Bewaffnung ist für Schiffs-, U-Boot- und Flugabwehr optimiert – die Admiral-Gorschkow-Klasse ist ein „Warfighter“.
Zumvalt 15.54Die Kritik an der F125-Klasse entzündet sich auch genau daran. Trotz der vorhandenen Bewaffnung ist die F125 nichts anderes als ein großes Patrouillenboot: optimal für lange Einsätze etwa gegen Piraten im Horn von Afrika. Auch die Überwachung eines Waffenembargos auf See wie im Falle des Jemens wäre denkbar. Der Einsatz in einem Seegefecht gegen einen Gegner, der technologisch auf Augenhöhe operiert, stand nicht im Fokus. Entsprechend schlecht steht es um die Fähigkeiten der Fregatte, Luftziele und U-Boote zu bekämpfen. Im Verband soll eine Fregatte normalerweise andere, größere Schiffe vor Luft-, U-Boot oder Raketenangriffen schützen. Das alles kann die F125 nicht, im Gegenteil – sie bräuchte wohl selbst Schutz.
Lider Class 08-50Dabei haben die Konstrukteure nicht gepfuscht. Es zeigt sich, wie sehr sich die Weltlage seit der Konzeption verändert hat. Seit einigen Jahren blickt der Westen besorgt nach Russland oder auf die Spannungen im südchinesischen Meer. Für Konflikte, die hier entstehen könnten, hat die „Baden Württemberg“ wenig zu bieten. Dafür ist die Besatzung vergleichsweise komfortabel untergebracht.
Dem Fach-Blog „Augen geradeaus“ sagte der Marine-Typenbeauftragte Christoph Mecke rundheraus, heute würde die Marine eine Fregatte in der Konzeption der F125 nicht mehr in Auftrag geben. In der Nato wünscht man sich kampfstarke Einheiten. Mecke: „Das nächste Schiff wird ein Warfighter.“
Jede der Fregatten ist in etwa so teuer wie die Elbphilharmonie. Das ist sehr viel Geld für ein Schiff, mit dem der Auftraggeber bei Lieferung eigentlich schon nichts mehr anfangen kann.
Jede hinreichend fortschrittliche Technik ist von Magie nicht unterscheidbar, schrieb einst Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke. Und in der Tat hatte es etwas von Zauberei, als der koreanische Hightech-Hersteller LG Anfang Januar auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas den neuen Flachbildfernseher W7 Signature vorstellte.
Denn das, was man da sah, hatte mit einem TV-Apparat im herkömmlichen Sinn kaum noch etwas gemeinsam. Der W7 hat eine Riesendiagonale von 77 Zoll, also fast zwei Meter. Und ist dennoch fast nicht mehr vorhanden! Wenn er in den kommenden Monaten auf den Markt kommt, wird er der dünnste Fernseher der Welt sein: nur noch 0,257 Zentimeter tief, kaum dicker als die Tapete, auf der er befestigt ist.
Mit dem Ultraflachfernseher von LG ist der vorläufige Endpunkt einer Entwicklung erreicht, die bereits in den 1950er-Jahren begonnen hatte. Damals mussten TV-Geräte noch schrankgroß sein. Über die Stationen Röhren-TV, Transistor-Gerät und Flatscreen wurden die Gehäuse dann immer kleiner und leichter. Nun sind wir an einem Punkt, an dem praktisch nur noch das reine Bild übrig ist. Sehen Fernseher bald alle so aus? Wie Bilder – oder gar Poster -, die man sich an die Wand hängt?
Die Entwicklung des Tapeten-Fernsehers von LG steht beispielhaft für einen Trend in der Unterhaltungselektronik insgesamt: Obwohl sie immer leistungsfähiger geworden ist, sieht Technik heute oft gar nicht mehr aus wie Technik. “Das Design ist minimalistischer geworden, die Unterschiede werden feiner”, meint Timm Lutter vom Branchenverband Bitkom. Andererseits hatten Designer noch nie zuvor so vielfältige Möglichkeiten, elektronische Geräte ansehnlich zu gestalten, sie zu bauen, wie sie nie zuvor gebaut worden sind – oder eben beinahe verschwinden zu lassen.
Möglich machen das immer ausgeklügeltere und flexiblere Bauteile, die in immer kleinere Gehäuse gequetscht werden können. Auch die LG-Techniker bedienten sich gleich mehrerer Kunstgriffe, um das Design-Wunder des Tapeten-Fernsehers möglich zu machen. So lagerten sie wichtige Elektronik-Komponenten und Anschlüsse in das Lautsprechersystem aus, das über ein flaches Kabel mit dem Display verbunden wird. Als Bildschirmtechnologie wählten sie OLED, denn nur damit lassen sich derart dünne Displays bauen. CES TV_17.45
Was bei Fernsehern im Trend ist – möglichst materialarm bauen, möglichst wenig von den Geräten zeigen -, ist inzwischen auch bei Handys angesagt. Das Modell Mi Mix des chinesischen Herstellers Xiaomi beispielsweise verzichtet weitgehend auf den Rand um das Display herum. Was man da noch in der Hand hält, ist – abgesehen von einem schmalen Streifen an der unteren Gerätevorderseite – fast nur noch Bildschirm.
Was nicht heißt, dass dem Hersteller das Aussehen des verbliebenen Gehäuses unwichtig wäre. Im Gegenteil: Mit der Gestaltung hat Hersteller Xiaomi den weltweit gefeierten französischen Star-Designer Philippe Starck beauftragt. Der tobte sich dann auch gleich aus und wählte als Material für das Gehäuse nicht das übliche Plastik oder Leichtmetall, sondern Keramik. Anstatt eines Lautsprechers ließ er die Ingenieure einen Metallrahmen einbauen, der in Schwingungen versetzt werden kann und auf diese Weise Töne erzeugt. Auch das spart Platz: für den Bildschirm – und fürs Design.
Dass Top-Leute wie Starck mit chinesischen Billig-Fabrikanten zusammenarbeiten, zeigt, welchen Stellenwert gutes Design inzwischen auch fernab traditioneller Nobel-Marken wie Bang & Olufsen oder Apple hat. Eine vergleichbare Kooperation ging kürzlich der Kamerahersteller Fujifilm ein, der seine trendigen Instax-Sofortbildkameras teilweise vom namhaften Designer Michael Kors entwerfen ließ.
Andere Elektronikhersteller kooperieren mit Luxusmarken wie Hermès oder Swarovski. Gold, Glitter, Edelsteine: Handys, Tablets und Notebooks im Edelmetalllook sind seit über einem Jahr Verkaufsrenner. Neben schönen Geräten ist Aufmerksamkeit das Ziel solcher Kooperationen: Wahrscheinlich hätte sich niemand für das Mi Mix interessiert, wäre es einfach ein neues Handy in der Flut der ständig neu erscheinenden Android-Modelle.
Doch gerade auf dem Gebiet der Smartphones, bei denen heutzutage im Grunde alle Geräte alles können, suchen die Hersteller nach immer neuen Verkaufsargumenten, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Früher hätten sie vielleicht auf noch mehr Rechenpower, noch mehr Leistung, noch mehr Pixel gesetzt. Inzwischen geht es immer mehr um den optischen Eindruck. Schicke technik (VERMARKTET)
Der Name eines Mannes steht stellvertretend für diese Denkart: Jonathan Ive. Als der Brite in den 1990er Jahren Designchef von Apple wurde, war die heute wertvollste Marke der Welt noch ein eher unbedeutendes Computerunternehmen mit allerhand wirtschaftlichen Problemen. Doch dann begann Ive, Aussehen und Bedienbarkeit in den Mittelpunkt der Produktentwicklung zu stellen. Heraus kamen spektakuläre Produkte wie der Musikplayer iPod. Zwar gab es schon vor dessen Marktstart im Jahr 2001 in technischer Hinsicht bessere Geräte. Nur: Die sahen nicht so gut aus. Und erwiesen sich gegen die hübsche Konkurrenz aus dem Hause Apple als chancenlos. Einen noch größeren Erfolg schaffte Ive später mit dem Design des iPhones, das anschließend von der gesamten Konkurrenz mehr oder weniger schamlos kopiert wurde.
Und nicht nur das Design übernahmen die Produktmanager der anderen Unternehmen. Sie hatten gelernt: Aussehen zählt! Und investierten fortan kräftig. In Materialien, Logos, Verpackungen, Benutzeroberflächen. Ein Grund für den Trend zum Schönen, der in der Branche aber meist hinter vorgehaltener Hand geflüstert wird, ist der “Women Acceptance Factor”, auch WAF genannt. Damit bezeichnen die Hersteller nur halb im Scherz den weiblichen Faktor: Nicht nur, dass im Vergleich zu früheren Zeiten Frauen selbst sehr viel mehr Technik kaufen – sie wachen nach allgemeiner Ansicht auch darüber, dass das, was fürs Wohnzimmer angeschafft wird, entweder nicht zu sehen ist – oder optisch was hermacht.
Viele technische Neuerungen spielen den Produktdesignern beim neuen Design-Trend in die Hände. So können Lautsprecher inzwischen deutlich kleiner gebaut werden als früher – und sich trotzdem gut anhören! Ein Beispiel dafür ist der Mu-so Qb, ein Würfel mit etwa 20 Zentimetern Kantenlänge, dessen Design gleich mehrere Preise – darunter einen Red Dot Award und ein UX Award – einheimsen konnte. Inzwischen sind Bluetooth-Lautsprecher, die eine originelle und ansehnliche Erscheinung haben, die Regel und nicht mehr die Ausnahme. Ganz neue wie der PJ9 von LG oder der “Mars” von Crazybaby können – Magnetismus macht’s möglich – sogar schweben! Und andere sind unsichtbar. So wie beim gerade frisch vorgestellten Fernseher Bravia A1 von Sony, der die Lautsprecher gleich komplett aus dem Gehäuse verbannt, weil das Gerät insgesamt schwingt – und damit selbst der Lautsprecher ist. CES HIghlights 15.28h
Doch nicht nur auf Lautsprecher, auch auf Bedienelemente wie Knöpfe, Rädchen und Schalter können Produktdesigner inzwischen immer häufiger verzichten. Dazu verbinden sie die jeweiligen Geräte kurzerhand mit dem Smartphone und ermöglichen die Steuerung dann über eine Handy-App.
Zudem nehmen auch die Anschlüsse immer weniger Platz weg. Dank des schlanken USB-C-Anschlusses werden auch die Notebooks immer flacher. Oder sie entfallen komplett. Künftig werden Kabel durch WLAN- und Bluetooth ersetzt werden. Und dort, wo man auf Kabel nicht verzichten kann, schaffen es die Hersteller mit zunehmendem Geschick, sie zu verbergen. Panasonic baut dazu in seine neuen Fernseher eine Klappe ein, hinter der die Kabel verschwinden können, Samsung lagert die Anschlussleiste ganz aus dem Gerät aus, so dass man sie versteckt in einem Fernsehmöbel unterbringen kann. Auch Standfüße werden immer öfter zur Unterbringung von Kabeln und sonstiger Elektronik genutzt.
Doch nicht allein das Verschwindenlassen ist das Ziel moderner Gerätedesigner. Die neuen Möglichkeiten lassen auch Designs zu, die aktuelle Geräte – im positiven Sinne – ganz alt aussehen lassen. Beispiel Kameras: Hier dominiert schon seit Jahren das Retro-Design. Bestes Beispiel ist die neue Android-Kamera von Kodak. Auf den ersten Blick sieht das Gerät mit seiner Leder-Optik aus, als wäre es mindestens 50 Jahre alt. In Wahrheit aber ist die Kamera so modern, dass sie eigentlich mehr Smartphone als Fotoapparat ist. Dazu passend bietet der Hersteller eine hellbraune Foto-Ledertasche an.
Ein ähnlicher Trend ist bei der noch jungen Produktkategorie Smartwatch zu beobachten. Die ersten intelligenten Uhren wirkten noch klobig und nerdig. Dann gelang den Herstellern der Umstieg auf runde Displays – und siehe da, auf einmal konnte man die Smartwatch auch tragen ohne auszusehen wie ein Physikstudent. Experimentierten die Hersteller zunächst mit futuristischen Designs, die an Science-Fiction-Filme erinnerten, herrschten fortan Analog-Styles vor. Auch wenn sie den Kalorienverbrauch berechnen, durch den Verkehr navigieren und komplizierte Sprachbefehle verstehen könne, sehen die meisten Smartwatches inzwischen aus, als würde in ihnen noch eine Mechanik mit Zahnrädern arbeiten. Samsung Fakten
Die Welle von Abzock-Kettenbriefen bei Whatsapp nimmt nicht ab. Kaum ein Tag vergeht, an dem man nicht neue Emojis installieren, Einkaufsgutscheine oder ein nagelneues iPhone gewinnen soll. Im neuesten Beispiel ist die Whatsapp-Falle aber besonders subtil – weil der Kettenbrief gar nicht unbedingt als solcher zu erkennen ist.
„so süß !!“ lautet die schlichte Nachricht. Dazu zwei Emojis mit Herzen als Augen und ein unverdächtig aussehender Link. Also durchaus eine Nachricht, die man so von Freunden, der Familie oder dem Partner bekommen könnte. Auch in vielen Whatsapp-Gruppenchats wäre die Nachricht nichts Ungewöhnliches.
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Sobald man drauftippt, sieht das schon ganz anders aus. Plötzlich geht es um romantische Emojis, die man sich auf das Smartphone laden kann. Vorher muss man aber den Kettenbrief an zehn Freunde oder drei Whatsapp-Gruppen weiterleiten. Die übliche Kettenbrief-Masche eben. Wie immer gibt es aber selbst nach dem Teilen nicht das, was versprochen wurde. Statt der vermeintlichen süßen Emojis erscheint etwa ein dubioses Online-Kasino, berichtet das Portal „Mimikama“. Da nicht immer dieselbe Seite geöffnet wird, könnten auch andere Abzockfallen oder Schädlinge wie Trojaner dahinter lauern.
Alleine den Link zu klicken, dürfte zwar keinen Schaden bringen, sobald der Brief geteilt werden muss, sollte man die Seite allerdings schleunigst schließen. Die Briefe nicht zu teilen ist der einzige Weg, andere vor der Masche zu schützen. Zudem sollte man den Nutzer, von dem der Link kam, auf die Gefahr durch solche Kettenbriefe hinweisen.
Auf die leichte Schulter sollte man solche Nachrichten nämlich nicht nehmen. Durch die Abzock-Seiten hinter Kettenbriefen kann ganz konkreter Schaden entstehen. Wie gefährlich Kettenbriefe wirklich sind und warum sie sich gerade so rasant verbreiten, erklären wir in diesem Text ausführlich. Kettenbrief_01

Im August war sie bereits ein Ziel. Jetzt haben Hacker sich die Kamera erneut vorgenommen und sind erneut eingedrungen.
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