Stillstand: Warum sich das Smartphone 2017 neu erfinden muss

Zehn Jahre nach Vorstellung des iPhones hat sich das Smartphone kaum verändert. Neuvorstellungen sind zwar besser und oft auch schicker als die Vorgänger, einen Wow-Effekt gibt es aber selten. Der Mangel an echten Innovationen wird für die Hersteller zum Problem. 2017 ist deshalb das Jahr, in dem das Smartphone dringend einen Neustart bekommen sollte.

Eigentlich haben die Kunden kaum einen Grund, sich ein neues Gerät zuzulegen. Während früher oft noch etwas ruckelte, laufen das System und die meisten Apps heute schon auf Einsteigergeräten vollkommen flüssig. Seit vor zwei Jahren das Level von Kompaktkameras erreicht wurde, haben sich Smartphone-Knipsen nur noch im Detail verbessert. Die Doppelkameras wie beim iPhone 7 Plus liefern zwar tolle Bilder, wirklich weltbewegend ist der Unterschied aber – zumindest noch – nicht.Smartphones unter 300 Euro 6.30h

Wer Gründe sucht, sich ein teures Smartphone zuzulegen, findet sie zwar auch heute noch. Wer mit weniger zufrieden ist, kommt aber locker mehrere Jahre ohne ein neues aus oder gibt deutlich weniger Geld aus. Und die Verkäufe purzeln nach unten. Zeit also, sich etwas wirklich Neues einfallen zu lassen.

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Quo Vadis Smartphone?

Was die Rettung bringen soll, ist indes noch nicht klar. Ein echter Gamechanger wäre etwa ein Akku, der endlich deutlich länger durchhält. Wenn ein Smartphone plötzlich mit einer Ladung eine ganze Woche schafft, würden wohl auch wieder viele über eine Neuanschaffung nachdenken. Doch so vielversprechend einige neue Technologien auch sind, sie stecken alle noch in der Forschungsphase. Ein echter Dauerläufer wird also 2017 vermutlich nicht mehr kommen.

Eher könnte eine Revolution beim Laden an sich anstehen. Das Unternehmen Energous arbeitet aktuell an einer Technik, mit der sich Smartphone-Akkus über mehrere Meter Entfernung ohne Kabel laden lassen. Man müsste sich also nur eine Station wie einen Wlan-Router in die Wohnung oder das Büro stellen und nur noch in Ausnahmen ans Aufladen denken. Noch dieses Jahr soll es soweit sein, vor wenigen Tagen kündigte Energous eine „wichtige strategische Partnerschaft“ mit einem großen Hersteller an. Die Branche ist sich sicher: Es dürfte sich um Apple handeln. Gut möglich also, dass das kommende iPhone 8 nur noch im richtigen Raum liegen muss, um zu laden.iPhone 8 Ticker (NICHT ÄNDERN) 11.45

Display mit Scharnier

Apples Konkurrenz versucht eine andere Richtung: Dank massiver Fortschritte bei der Entwicklung flexibler Bildschirme könnten dieses Jahr erstmals Smartphones mit Klappdisplay auf den Markt kommen. LG, Samsung und Microsoft haben sich bereits entsprechende Geräte patentieren lassen. Wie die klassischen Klapphandys dürften sie aber nicht aussehen. Stattdessen sollen die Geräte als gewöhnliches Smartphone benutzbar sein, aus dem dann durch Ausklappen ein kleines Tablet wird.

Ob sich das Smartphone so retten kann, muss sich zeigen. Ein Erfolg ist alles andere als sicher. Microsofts Idee, die eigenen Geräte mit einem echten Windows zu bestücken und so den PC zu ersetzen, kamen bei der Tech-Presse ebenfalls enorm gut an, für steigende Verkäufe sorgte sie aber nicht. Vermutlich wird vor allem der ohnehin schon darbende Tablet-Markt unter der Entwicklung leiden.

Muss es ein Smartphone sein?

Vielleicht wird das Smartphone in Zukunft auch einfach weniger im Vordergrund stehen. Bereits im letzten Jahr arbeiteten Google, Amazon, Microsoft, Apple und auch Facebook sehr engagiert daran, den Nutzern einen digitalen Assistenten an die Seite zu stellen. Und eines haben Alexa, Siri, Cortana oder der Google Assistant gemeinsam: Sie sind nicht an das Smartphone gebunden, sondern arbeiten übergreifend über eine ganze Reihe von Geräten. Bei der CES wurden etwa vom Kühlschrank bis zum Auto gleich Dutzende Neuheiten mit Amazons Alexa gezeigt. Das Smartphone ist in so einem Szenario ein Zugangsgerät von vielen. Wenn wohl auch weiter das wichtigste.

Life Hacks Handy schneller laden 19.15

Klares Ergebnis: Online-Supermärkte im Test: Amazon schlägt Rewe und Co. um Längen

Alles wird mittlerweile im Netz gekauft, von den neuen Schuhen bis zum Rasenmäher. Nur bei Lebensmitteln bevorzugen die meisten nach wie vor den Gang in den Supermarkt. Dabei liefern längst viele Dienste nach Hause. Die Technik-Zeitschrift „Chip“ hat nun Online-Supermärkte dem Test unterzogen – und mit Amazon einen erschreckend klaren Sieger gefunden.

Für den Test bestellte man bei sechs großen Lebensmittel-Shops, etwa bei Rewe und Bringmeister. Bestellt wurde ein fester Warenkorb, von Gemüse bis zu Getränken und Chips. Um auch die Lieferung beurteilen zu können, wurde sowohl an eine Stadtadresse als auch in eine ländliche Gegend bestellt. Allerdings nur in und um München. Bewertet wurde die Qualität des Essens, die Kosten der Bestellung, die Dauer der Lieferung sowie Bestellvorgang und Service.Ocdao Supermarkt 11-30

Prime Now ist ganz weit vorne

Klarer Testsieger ist Versandriese Amazon, den wohl die wenigsten als Supermarkt im Kopf haben. Seit dem letzten Test hat sich Amazon mächtig gemausert, damals reichte es nach Angaben von Chip nur für einen hinteren Platz. Nun erreicht Amazon sagenhafte 96,1 von 100 möglichen Punkten. Bei Preis, Qualität und Lieferung gab es glatt die volle Punktzahl. Das ist vor allem bei den Kosten beeindruckend: Hier kam kein anderer Anbieter auch nur über 75 Punkte. Amazon war häufig sogar günstiger als der Vergleichs-Supermarkt. Beim Bestellvorgang und Service sieht es für Amazon aber schlechter aus. Fast ein Fünftel der Produkte gab es nicht. Dass außerdem ausgerechnet das größte Online-Kaufhaus der Welt seinen Sofortdienst Prime Now nicht über den Browser sondern nur per App anbietet, kostete die entscheidenden Punkte.Online-Supermärkte 13.26

Wer nun aber sofort bei Amazon loslegen will, sollte sich aber nicht zu früh freuen: Prime Now gibt es bis jetzt nur in München und Berlin.

Auf den Plätzen folgen Bringmeister, Rewe und Allyouneed, die alle eine Wertung um 75 Punkte erhielten. Jedes der Angebote konnte in einem eigenen Bereich glänzen: Bringmeister war etwa bei der Lieferzeit knapp an der Höchstpunktzahl, Rewe beim Bestellvorgang. Allyouneed hatte nach Amazon die besten Preise im Test. 

Keine Empfehlung für Lebensmittel.de

Weit abgeschlagen ist dagegen Lebensmittel.de. Während die übrigen Bereiche schon nur mittelprächtig getestet wurden, fiel die Note im Punkt Lieferzeit schlicht miserabel aus. Faktenstück Amazon 10.40

Spinnen, Käfer, Schnecken: Dieser 19-Jährige lässt wirklich alles in seinem Gesicht herumkrabbeln

Adrian Kozakiewicz hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht: Er ist Europas wohl jüngster professioneller Insektenzüchter. Für seinen Instagram-Account lässt er sich Spinnen, Käfer und Schnecken übers Gesicht krabbeln – und hat damit viel Erfolg.