Lukrative Mini-Programme: Apple verdient 240 Millionen Dollar mit Apps – an nur einem Tag

Fast auf den Tag genau zehn Jahre ist es her, als Apple das iPhone das erste Mal der Weltöffentlichkeit vorstellte (mehr dazu in den kommenden Tagen auf stern.de). Doch die App-Auswahl war in der ersten Smartphone-Generation noch bescheiden: Man konnte das Wetter checken, die Kamera starten und die Börsenkurse verfolgen. Erst mit der zweiten Generation (iPhone 3G) und der Einführung des App Stores machte Apple das iPhone zum Universaltalent. Am Anfang standen knapp 500 Mini-Programme zum Download bereit. Mittlerweile gibt es mehr als 2,2 Millionen Apps für iPhone, iPad oder Apple TV. Das sind noch einmal 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

iphone 7 Test NICHT ÄNDERNAm Neujahrstag konnte Apple nun einen neuen Rekord vermelden: Mit 240 Millionen US-Dollar ist der 1. Januar 2017 der bisher umsatzstärkste Tag in der Geschichte des App Stores.

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Apple schüttete 20 Milliarden Dollar in einem Jahr aus

Für Apple sind die Programme längst ein wichtiger Umsatztreiber. Die Services-Sparte, zu denen die Einnahmen aus dem App Store zählen, legt in den Quartalsberichten zweistellig zu, während andere Bereiche stagnieren oder gar rückläufig sind. Apple behält 30 Prozent der Einnahmen, der Großteil wird an die Entwickler ausgeschüttet – im Jahr 2016 wurden knapp 20 Milliarden US-Dollar verteilt, ein Anstieg von 40 Prozent. Seit dem Start des App Stores 2008 haben Entwickler über 60 Milliarden US-Dollar verdient, ein Drittel davon im vergangenen Jahr.

Apple-GeheimtippsMit mehr als drei Milliarden US-Dollar Umsatz war allein der Monat Dezember extrem erfolgreich. Mitverantwortlich dafür dürfte Nintendos erste Smartphone-App gewesen sein, das Jump ’n‘ Run „Super Mario Run“. Mit 40 Millionen Downloads in gerade einmal vier Tagen war es ein sensationeller Erfolg – allerdings kritisierten viele Fans den hohen Preis und die vergleichsweise kurze Spielzeit.

Pokémon Go ist erfolgreichste App des Jahres

Die am meisten heruntergeladene App des Jahres war Pokémon Go. Zu den Top-Apps zählen weiterhin Prisma, Reigns, Procreate, Lumino City, Sweat With Kayla und Djay Pro.

Die deutschen Nutzer scheinen mittlerweile eher Download-müde zu sein. Apple zufolge sind die weltweit umsatzstärksten Märkte des App Store die USA, China, Japan und Großbritannien.15 simple Akku-Tricks: So hält… Längere Laufzeit 15.07

CES 2017: Diese Bürste weiß, was gut für Ihre Haare ist – indem sie beim Kämmen zuhört

Immer mehr Alltagsgegenstände ins Netz zu schicken, ist seit einigen Jahren bei den Elektronik-Herstellern der letzte Schrei. Auch zur gerade stattfindenden Consumer Electronics Show (CES), der größten Technik-Messe der Welt, werden wieder allerlei Haushaltsgeräte per App-Anbindung revolutioniert – egal, ob das nun sinnvoll ist oder nicht. Neuestes Beispiel: die schlaue Bürste.

Die hört auf den Namen „Kérastase Hair Coach“ und wurde in Zusammenarbeit von L’Oréal und Withings entwickelt. Wie wollten sie nun das schlichte Haarkämm-Werkzeug zu einem echtem Smartdevice machen? Die Hair Coach misst mit allerlei Sensoren wie Beschleunigungsmesser, Gyroskop und Feuchtigkeitssensor, wie genau man seine Haare kämmt. Von der Geschwindigkeit, über die genutzten Muster bis zum Feuchtigkeitsgrad. Der besondere Clou: Per verbautem Mikrofon lauscht die Bürste sogar dem Klang der eigenen Haarpracht.Braucht wirklich selbst der To… Internet der Dinge auf der CES (2164318)

Per App zum Haar-Glück

Friseurtratsch soll sie so aber nicht herausfinden. Stattdessen soll die Hair Coach durch die Kämmgeräusche genaue Erkenntnisse über die Trockenheit, Spliss und sogar Haarbruch liefern können, verkündet Withings in einem Videoclip.

Die gesammelten Daten landen dann – wie sollte es anders sein – in einer App. Die gibt es für iPhones und Android-Smartphones. Sie wertet die Daten aus und verkündet etwa dem verblüfften Kämmer: „Ihr Haar ist spröde.“ Dazu werden die Strukturschädigung, der Haarbruch, die Kämmbarkeit und die Trockenheit jeweils auf eigenen Skalen angezeigt. So erfährt man etwa, dass der eigene Haarschopf trotz mittlerer Trockenheit und mäßigem Haarbruch nur eine niedrige Kämmbarkeit hat. Toll.Wlan Wasserkocher 16.00

Ab Mitte 2017 im Handel

Zum Glück hat die App auch Abhilfe parat: Mit Empfehlungen für die richtigen Pflegeprodukte, von L’Oréal versteht sich, und Tipps, wie man diese anwendet. Wenn man das dann fleißig tut, geht auch die Zeitkurve zum „Vitalitäts Niveau“ endlich wieder nach oben. Das muss einem der Preis von etwa 200 Euro dann aber auch wert sein. Wer nun schon verzückt das Portmonee in der Hand hält, dürfte aber enttäuscht werden: Die Kérastase Hair Couch erscheint erst Mitte des Jahres.

Technikmesse CES: QLED-TVs: Was kann Samsungs TV-Revolution?

Die Technikmesse CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas ist traditionell ein Schaulaufen der Elektronikbranche. Im Mittelpunkt steht vor allem die nächste Generation von Fernsehern. Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel getan: Aus Full-HD wurde 4K, neue Bildtechniken wie Dolby Vision oder HDR sorgen für noch natürlichere Bilder.

Allerdings bildeten sich in den vergangenen Jahren zwei Lager: Auf der einen Seite steht Marktführer Samsung, der bei den Bildschirmen bislang auf LCD-Technik setzte und diese Weiterentwicklung als SUHD vermarktete. LG wiederum konzentriert sich auf OLED-Displays (Organic Light Emitting Diode), die bei Smartphones längst etabliert sind. Die organischen Dioden haben den entscheidenden Vorteil, dass sie anders als LCDs selbstleuchtend sind und so kontrastreichere Bilder ermöglichen. Ein Schwarz ist hier auch wirklich schwarz. Der Nachteil: Die Technik ist sehr teuer.

In der Nacht zum Mittwoch hat Samsung nun zum Gegenschlag angesetzt und seine neue Modellpalette vorgestellt. Die 2017er-Fernseher (Q9, Q8 und Q7) locken nicht nur mit einer neuen Bildtechnik namens QLED, sondern auch mit anderen cleveren Neuerungen. Doch was bedeutet die neue Technik eigentlich?Fernseher-Trends 2017 12.28

Was sind QLEDs?

QLED steht für „Quantum Dot Light Emitting Diodes“ und wird von Samsung als der Quasi-Nachfolger der noch recht jungen OLED-Technik ins Rennen geschickt. Wie es der Name bereits verrät, basiert die neue Bildtechnik auf Quantum Dots, also Nanokristallen. Trifft Licht auf die winzig kleinen Partikel, strahlen diese je nach Größe in einer anderen Farbe. Der große Unterschied: Aktuelle Bildschirme nutzen fotoluminiszente Quantum Dots, die neue Generation ist aber elektroluminiszent. Sie benötigen also nicht das Licht einer LED, um zu leuchten, sondern ein elektrisches Feld. Dadurch kann der TV einzelne Pixel an- und abschalten (wie ein OLED-Gerät) und so viel höhere Kontraste und tiefere Schwarzwerte erreichen.

Heller und mehr Farben

HyunSuk Kim, Samsungs Visual-Display-Chef, schwärmte bei der Präsentation von einen völlig neuen Seherlebnis. Die Bildschirme sollen etwa den DCI-P3-Farbraum bei allen Helligkeitsstufen komplett darstellen und Spitzenhelligkeiten von 1500 bis 2000 Nit erreichen. Bei der 2016er-Generation war bei (ohnehin schon guten) 1000 Nit Schluss. Das ist vor allem für die Wiedergabe von HDR-Material entscheidend.

Die ersten Eindrücke der Reporter vor Ort klingen vielversprechend. John Archer, TV-Redakteur beim renommierten „Forbes“-Magazin, konnte die Geräte bereits in Augenschein nehmen und spricht von „unglaublichen Bildern“ und „phänomenalen Schwarzwerten“. Zugleich räumt er aber ein, dass die Ausstellungsfläche sehr hell gewesen sei und man deshalb nur schwer einschätzen könne, wie gut die Schwarzwerte wirklich im Vergleich zu OLED-Fernsehern ausfallen. Das werden erst Labortests im Laufe des Jahres zeigen.4K Voing

Unsichtbare Kabel, neue Standfüße

Immer mehr Menschen befestigen ihren TV an einer Wandhalterung. Hier will Samsung eine eigene, bessere Halterung entwickelt haben, die nicht nur den Abstand zur Wand drastisch verkleinert, sondern auch kinderleicht in 15 Minuten anzubringen sein soll. Auch hier werden Tests zeigen, ob Samsung den Mund nicht etwas zu voll genommen hat. Damit keine störenden Kabel mehr vor der Wand hängen, verbaut Samsung eine nahezu transparente Strippe.

Für mehr Individualität im Wohnzimmer kann man nun den Standfuß austauschen, der entweder zurückhaltend oder in Form einer Staffelei daherkommt – das macht aber vermutlich nur in Loft-großen Wohnzimmern etwas her.

Einige offene Fragen

Zu einigen Details hat sich Samsung bislang noch nicht geäußert. Technisch wäre etwa noch interessant zu wissen, ob HDMI 2.1, Dolby Vision oder dynamische Metadaten unterstützt werden, in denen Filmproduzenten die Bildeinstellungen für jede Szene anpassen und so den Bildeindruck nochmals deutlich verbessern können.

Das Spitzenmodell (Q9) gibt es nur als Flat-TV, die Q8-Serie wird als Curved-Variante angeboten, den Q7 gibt es sowohl als Flat- als auch als Curved-Modell. Die Preise und Verfügbarkeiten sind bislang noch nicht bekannt.Whatsapp Kettenbrief