Neues Buch zum Spieleklassiker: Warum macht Tetris eigentlich so süchtig?

Wohl kaum ein Videospiel hat so viele Menschen in seinen Bann gezogen wie Tetris. Es war der Durchbruch des nerdigen Hobbys in den Mainstream. Doch warum fesselt das schlichte Spielprinzip alle immer wieder, vom Hardcore-Zocker, bis zur Oma? In seinem in den USA gerade erschienenen Buch „The Tetris Effect: The game that hypnotized the world“ beschäftigt sich Tech-Journalist Dan Ackerman mit dieser Frage – und damit, ob es wirklich wegen des hohen Suchtpotenzials zum Hit wurde.

Denn Tetris wurde nach Ackermann vor allem deshalb so ein großer Erfolg, weil einfach alles stimmte: der Zeitpunkt, der Ort – und natürlich das süchtig machende Spielprinzip. Das fast der Techblog „Mashable“ zusammen. Schon kurz nach der Entwicklung durch den russischen Programmierer Alexy Pajitnov sei für jeden, dem er es zeigte, klar gewesen: Das wird ein Hit. Dass es mal zum vielleicht kultigsten Spiel aller Zeiten werden würde, dürfte damals aber niemand vorhergesehen haben. Nach einer schier endlosen Odyssee verhalf genau ein Glücksmoment dem Spiel zum Durchbruch: Es lag als einziges dem damals neuen Nintendo Entertainment System bei. Wohl auch, weil jeder etwas mit Tetris anfangen konnte.Tetris Film_19.50

Medizin aus der Steckdose

Warum aber bringt Tetris nahezu jeden Spieler dazu, immer weiter zu daddeln? Für Ackerman ist es die perfekte Mischung aus Einfachheit und Spieltiefe: Tetris erfordert weder eine Einweisung, noch Vorerfahrung – jeder begreift das einfache Spielprinzip schon nach wenigen Sekunden. Trotzdem ist es kein grundsätzlich leichtes Spiel. Strategisches Denken ist genauso gefordert wie flinke Reflexe. Durch die immer schnellere Taktung und die ansteigende Schwierigkeit bietet es für jeden eine Herausforderung. 

Und Tetris kann wirklich süchtig machen. Im Buch kommt auch Jeffrey Goldsmith zu Wort, der Tetris in einem vielbeachteten Artikel bereits 1994 als „Pharmatronik“ bezeichnete, weil es als elektronisches Medium eine Wirkung ähnlich der von Pharmaprodukten habe. Tetris beschleunigt demnach die Glukose-Verarbeitung – und kann dadurch tatsächlich eine Art High verursachen. Das Zusammensetzen der Teile ist einfach befriedigend, setzt Glückshormone frei und hat damit Suchtpotenzial.

Der Drang nach Ordnung

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch der britische Wissenschaftler Tom Stafford. Für ihn spricht Tetris unseren inhärenten Trieb zur Erschaffung von Ordnung an, erklärte er in einem BBC-Artikel aus dem Jahr 2012. Die kleine Befriedigung, die wir aus einem aufgeräumten Schreibtisch oder einem frisch sortierten Regal ziehen, funktioniert auch bei Tetris, nur mit weniger Aufwand und in viel schnellerem Tempo. Zur kleinen, unerledigten Aufgabe – Wo passt der fallende Stein? – kommt immer gleich die passende Lösung. Wenn doch das wahre Leben auch so einfach funktionieren würde.Der Mann, der „Tetris“ erfand Alexei Paschitnow (2118059)

Stiftung Warentest : "Mangelhaft": KitchenAid fällt im Mixer-Test durch

Ob für Smoothies, Suppen oder Babynahrung: In vielen Küchen kommen Mixer zum Einsatz. Doch muss man für die Haushaltshelfer wirklich Hunderte Euro ausgeben – oder reicht ein Einsteigermodell? Stiftung Warentest hat fünf Smoothie-Mixer und 12 Standmixer zwischen 20 und fast 900 Euro getestet.

Die Mixer mussten sich in mehreren Disziplinen behaupten: Obst und Gemüse zu Smoothies pürieren, Eier und Öl zu Mayonnaise mixen und Eiswürfel zerstoßen. Die Smoothies packten alle Geräte mühelos, Unterschiede liegen hier vor allem in der Füllmenge und den Zubereitungsmöglichkeiten. Wer nur ein bis zwei Becher püriertes Obst möchte, dem reicht für gewöhnlich ein kleiner Smoothie-Mixer. Für Babybrei, Mayonnaise und Gemüsepüree eignet sich ein Stabmixer.

Kartoffelpüree-Artikel_ 10.04Bei den Smoothie-Geräten liegt AEG mit dem SB2500 ganz vorne (Note: 1,9). Für 40 Euro bekommt man einen soliden Smoothie-Mixer mit sehr guter Haltbarkeit. Weniger empfehlenswert sind der Clatronic SM 3593 (19,70 Euro) und Russell Hobbs Kitchen Collection Mix&Go (26,70 Euro). Beide erreichen im Haltbarkeitstest nur eine 4,5 als Teilnote, insgesamt gibt es zweimal eine glatte 4,0.

Große Unterschiede bei Standmixern

Ambitionierte Köche greifen zur Küchenmaschine mit Mixaufsatz. Die Hochleistungsmixer haben teils mehr als 1000 Watt, bei längerer Betätigung können sich die Zutaten durch die Reibung erwärmen. Eines haben alle getesteten Geräte gemeinsam: Sie sind laut. Den größten Krach verursacht KitchenAid mit 90 Dezibel, das kann schon im Ohr schmerzen.

Küchenmaschinen 16.27Vorsicht: Bei fast allen Standmixern lässt sich der Deckel bei laufendem Messer öffnen. Greift man hinein, kann man sich die Finger verletzen. KitchenAid ist eine löbliche Ausnahme, das Messer dreht nur mit geschlossenem Deckel.

Bei den Mixern bis 1000 Watt gewinnt der Braun JB 5160 (Note: 2,1). Er kostet 113 Euro und meistert fast alle Zubereitungsarten gut, nur beim Zerkleinern von Eiswürfeln gibt es Punktabzug. Auch in dieser Kategorie ist Russell Hobbs das Schlusslicht, diesmal mit dem Illumina (Note: 4,0).

KitchenAid fällt durch

Bei den Geräten mit mehr als 1000 Watt gewinnt der Vitamix Professional Series 750 (Note: 2,2). Mit 895 Euro ist er mit Abstand der teuerste Mixer im Test, er liefert aber auch überzeugende Ergebnisse. Nur der Energieverbrauch ist etwas zu hoch, moniert Warentest.

Der 675 Euro teure KitchenAid Artisan Magnetic Drive Blender fällt dagegen sang- und klanglos durch: Im Haltbarkeitstest gibt es die Teilnote 5,0. Der Grund: Drei KitchenAids fielen schon im ersten Zehntel des simulierten Langzeittests aus. Die Krug- und Bodenplatten überhitzten, ein Antriebsriemen riss. „Bei Vielnutzern hätten sie kein Jahr überlebt“, urteilen die Tester. In der Kategorie Umwelt und Gesundheit sieht es mit einer 4,8 nicht viel besser aus. Am Ende steht das enttäuschende Fazit: „5,0 – Mangelhaft“.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr unter test.de/standmixer

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GMX, Web.de und Co.: Stiftung Warentest prüft Mail-Anbieter: Nur ein kostenloser ist gut

Ob privat oder beruflich: E-Mails sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, wenn die Bedeutung auch langsam abnimmt. Die meisten haben sich irgendwann bei einem der kostenlosen Dienste angemeldet oder nutzen gar ein Angebot ihres Internet-Providers. Stiftung Warentest hat sich nun 15 Mail-Angebote unter die Lupe genommen und zeigt: Eigentlich sollte man für E-Mails Geld bezahlen – aber zuviel muss es nicht sein.

Unter den 15 Angeboten sind eigentlich alle wichtigen Dienste wie GMX, web.de, Telekom und Gmail zu finden. Viele von ihnen bieten sowohl einen kostenlosen Grunddienst, als auch ein Premium-Angebot. War das der Fall, prüfte Warentest beide unabhängig voneinander. Der Fokus lag auf der Handhabung, der Datensicherheit und den allgemeinen E-Mail-Funktionen, wie Postfachgröße und Cloudspeicher.Koffer Warentest 14.55

Die Testsieger kosten nur einen Euro

Die beiden besten Dienste dürften den meisten unbekannt sein: Posteo und Mailbox.org teilen sich mit der Gesamtnote „sehr gut“ (1,4) den ersten Platz. Beide punkten sowohl bei den E-Mail-Funktionen wie mit der Handhabung. Den Sieg verdanken sie aber ihrem sehr guten Schutz der Privatsphäre. Hier ziehen sie mit umfangreicher Verschlüsselung und praktisch nicht vorhandenem Schnüffelverhalten den Konkurrenten klar davon: Mailbox.org mit einer perfekten Note 1,0, Posteo mit einer fast ebenso guten Note 1,1.

Beide Dienste kosten zwar Geld, den Preis von nur einem Euro im Monat kann sich nahezu jeder leisten. Zwei klare Sieger also.

Nur ein kostenloser Dienste ist „gut“

Als einziges kostenloses Angebot konnte web.de mit einer Gesamtnote von 2,5 gerade noch so ein „gutes“ Ergebnis einfahren. Auch web.de punktet vor allem beim Testpunkt „Schutz und Privatsphäre“ – wenn auch mit deutlichem Abstand zu den Testsiegern: Es reichte für ein „gut“ (2,2). Immerhin die drittbeste Wertung im Test. Etwas schlechter schnitten die E-Mail-Funktionen an sich ab: Mit einer Postfach-Größe von nur 1000 Mails und maximal 20 MB großen Anhängen waren sie nur „befriedigend“ (2,8).

Microsoft und Google ganz hinten

Ganz am Ende des Testfeldes finden sich die größten Anbieter: Googles Gmail (3,4) und Microsofts Outlook.com (3,3) sind beide nur befriedigend. Das haben die beiden kostenlosen Dienste allerdings einer drastischen Abwertung zu verdanken: Beide verloren eine ganze Note, weil sich in den Nutzungsbedingungen „sehr deutliche“ Mängel fanden. Welche genau, gibt Warentest aber nicht an. Mit der Qualität des Dienstes hat das aber wenig zu tun. Schade, denn sonst hätte es bei beiden für ein „gutes“ Gesamtergebnis gereicht. Gmail war in Punkto Handhabung sogar der beste Dienst im Test.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr unter https://www.test.de/email.

Apple-Gerüchte: Kommen die neuen Super-Macbooks schon im Oktober?

In Computer-Jahren sind es Ewigkeiten: Seit 2011 hat Apple bei der Optik seines Vorzeige-Notebooks Macbook Pro nicht mehr Hand angelegt. Damals führte Apple erstmals ein Retina-Display ein und warf das optische Laufwerk raus. Das Macbook Pro wurde deutlich flacher, seitdem kamen nur noch Updates unter der Haube. Jetzt wird erstmals über einen Termin für ein neues Design gemunkelt: Am 24. Oktober soll es soweit sein.

Das will das Apple-Blog „The Apple Post“ herausgefunden haben und beruft sich auf mehrere, selbstverständlich anonyme Quellen. Auch das letzte Mac-Event fand Ende Oktober statt, allerdings bereits vor zwei Jahren. Der Zeitpunkt wäre perfekt, um die neuen Macs im Weihnachtsgeschäft zu platzieren.

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Was können die neuen Macbook Pro?

Aber was genau soll Apple dann zeigen? Dazu hatte die Gerüchteküche in den letzten Monaten jede Menge in petto. Die neuen Macbook Pro sollen einige radikale Änderungen mitbringen. Die mit Sicherheit spannendste Neuerung: Unterhalb des Displays sollen sie einen Touch-Bereich besitzen, der je nach geöffnetem Programm verschiedene Buttons anzeigt. Bei einem Film etwa die Steuerelemente wie die Play-Taste, bei Textverarbeitung Tasten zum Kopieren und Einfügen und so weiter.

Fans der vielen Schnittstellen an der Seite des bisherigen Macbook Pro müssen wohl stark sein: Apple streicht den Gerüchten zufolge einen Großteil der Anschlüsse und ersetzt sie mit dem modernen USB-C-Standard. Auch das überarbeitete Macbook aus dem letzten Jahr kam nur mit einem der Multifunktionsanschlüsse daher, beim Macbook Pro dürften es allerdings ein paar mehr werden. Ob wie beim iPhone 7 auch der Klinkenanschluss wegfällt, ist nicht bekannt.Apple Watch Test 15.50h

Touch ID und mehrere Farben

Ein Feature des iPhones soll aber auf jeden Fall kommen: Die neuen Macbook Pro werden demnach wie Apples Smartphones und Tablets mit Touch ID ausgestattet und lassen sich mit dem Fingerabdruck entsperren. Außerdem sind sie so wohl auch für Apples Zahlungsdienst Apple Pay geeignet. Der ist in Deutschland allerdings auch zwei Jahre nach Vorstellung noch nicht verfügbar.

Zum Design ist wenig Konkretes bekannt, durch den Wegfall der Anschlüsse dürfte das Gehäuse aber noch mal ein Stück weit dünner ausfallen. Zudem könnte Apple erstmals auch beim Pro-Modell mehrere Farben anbieten. Das Macbook gibt es etwa in Gold, Dunkelgrau, Silber und Pink. Die Farben orientierten sich am iPhone. Gut möglich also, dass auch das Diamantschwarz des iPhone 7 kommt – und Apple das erste Mal ein Macbook Pro in Klavierlack-Optik anbietet.Fotostrecke-iphone7Galaxy_10.40