Lenovo hat auf der IFA in Berlin gleich zwei Hingucker präsentiert: Das Premium-Notebook macht Apples Macbook Konkurrenz, das neuartige YogaBook beherrscht gleich mehrere ganz besondere Tricks.
Samsung zeigt neue Smartwatch-Modelle auf der IFA
Samsung will sich mit zwei neuen Smartwatch-Modellen im Markt der Wearables und Computeruhren behaupten. Zum Auftakt der IFA in Berlin stellte der Konzern die Gear S3 Frontier und die Gear S3 Classic vor.
«Durch die im vergangenen Jahr vorgestellte Gear S2 und ihr personalisierbares Ziffernblatt sowie die drehbare Lünette hat die ganze Smartwatch-Produktkategorie einen Sprung nach vorn gemacht», sagte Samsung-Manager Younghee Lee. Mit den Gear S3 wolle Samsung nun seine Gear-Familie erweitern und perfektionieren.
Der Markt der Computeruhren ist noch relativ jung und wurde zuletzt von der Apple Watch befeuert. Für das laufende Jahr rechnet der Branchenverband Bitkom mit einem kräftigen Wachstum in Deutschland. Voraussichtlich würden rund 1,6 Millionen Geräte verkauft – das wäre ein Plus von 147 Prozent. Der Bitkom erwartet für alle Anbieter einen Umsatz von 297 Millionen Euro, das wären 76 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.
Die neuen Gear-S3-Modelle sollen verschiedene Nutzergruppen ansprechen. Während die Frontier als leistungsfähiger und robuster Begleiter für Abenteurer und Entdecker gedacht sei, setze Samsung bei der etwas kleineren Classic auf Eleganz und klassische Uhren-Optik. Generell habe Samsung Wert darauf gelegt, dass die Gear S3 in erster Linie eine Uhr sei. «Aus der Entfernung erkennt man keinen Unterschied», sagte Younghee Lee.
Beide Geräte lassen sich dem individuellen Geschmack entsprechend einrichten. Samsung bietet Armbänder in drei Varianten, zudem soll die Uhr auch mit allen herkömmlichen 22-Millimeter-Armbändern genutzt werden können. Insgesamt stehen 18 Oberflächen-Designs zur Auswahl. Durch die Menüs gelangt der Nutzer wie gewohnt über das Touch-Display sowie über die drehbare Lünette am Rand.
Als Betriebssystem dient Samsungs Eigenentwicklung Tizen. Über Samsung Pay lässt sich mit Hilfe des NFC-Funkstandards auch mobil bezahlen.
Über das Ökosystem können die Uhren auf 10 000 Apps zugreifen. Als Beispiel verwies Samsung auf die integrierte BMW Connected App, über die der Nutzer benachrichtigt wird, wann er zu einem Termin aufbrechen sollte. Die App zeigt auch den Füllstand des Tanks an. Über das Display kann der Nutzer auch den Wagen sperren.
Die neuen Modelle verbinden sich mit Samsungs aktuellen Smartphone-Modellen. Über eine Kompatibilität mit Apples iPhones sei noch nicht entschieden, hieß es.
Zum Auftakt der IFA in Berlin präsentierte Samsung die neuen Geräte in einer pompösen Show im Tempodrom. Auf der Messe zeigt das Unternehmen Geräte wie die Smartwatch oder die VR-Brille Gear VR als weitere Bausteine im mobilen Ökosystem rund um das Smartphone.
Durchsichtiger Kühlschrank und Thermomix-Klon: Das sind die coolsten Haushaltshelfer der IFA
Zwischen XXL-Fernsehern und Bluetooth-Lautsprechern wirken die meisten Haushaltsgeräte unscheinbar – doch es gibt auch ein paar echte Highlights. Wir zeigen smarte Kühlschränke und Waschmaschinen.
Studie sagt Virtual Reality großes Marktpotenzial voraus
Berlin (dpa) – Virtual Reality gilt als «nächstes großes Ding» in der Technik-Branche und wird nach Einschätzung von Markbeobachtern die Unterhaltungselektronik spürbar verändern.
«Viele Verbraucher sind im laufenden Jahr erstmals mit Virtual Reality in Berührung gekommen», sagte Timm Lutter vom Digitalverband Bitkom. «Die Resonanz zeigt, dass die Technologie riesiges Potenzial hat.» Auf der IFA in Berlin, die am Freitag für das Publikum öffnet, sind Anwendungen, mit denen der Nutzer in virtuelle Welten eintauchen kann, eines der großen Trendthemen.
Noch befinde sich die Technologie jedoch in einem frühen Stadium, heißt es bei der Beratungsgesellschaft Deloitte, die im Auftrag des Bitkom eine Trendstudie erarbeitete. Zwar werde erwartet, dass noch in diesen Jahr die weltweiten Erlöse mit entsprechender Hardware und Inhalten die Marke von einer Milliarde Euro «deutlich übertreffen» werden. Umsatzseitig sei es aber immer noch ein «Nischenprodukt» – im Vergleich mit dem 400 Milliarden Euro schweren Smartphone-Markt handele es sich bei den Prognosen um eine «Winzigkeit».
Für Deutschland prognostiziert die Trendstudie von Deloitte einen Umsatz von voraussichtlich 158 Millionen Euro in diesem Jahr. Davon entfielen 129 Millionen Euro auf die Hardware wie VR-Brillen, 29 Millionen Euro auf spezielle VR-Inhalte.
Bis 2020 könnte den Marktbeobachtern zufolge allein in Deutschland ein Umsatz von einer Milliarde Euro mit Geräten und Inhalten gemacht werden. «Für eine neue Technologie ist dies ein auffallend starkes Wachstum», sagte Klaus Böhm von Deloitte.
Wie andere Marktbeobachter auch geht Deloitte davon aus, dass zunächst Computer- und Videospiele die treibende Kraft bei VR sein werden. Potenzielle Nutzer würden sich vor allem dafür interessieren, Games in der virtuellen Realität zu erleben (41 Prozent), ergab die Studie. Danach folgt die Möglichkeit, mit VR-Brillen ferne Orte kennenzulernen (35 Prozent), Musikkonzerte zu erleben (23 Prozent) oder Filme (20 Prozent) und Sportereignisse (19 Prozent) anzusehen.
Für die schnelle Verbreitung der Technologie dürfte aber den mobilen Geräten und Anwendungen die wichtigste Rolle zukommen, sagte Klaus Böhm von Deloitte. Entsprechende Brillen wie Samsungs Gear VR sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung und bereits auf dem Markt verfügbar. Samsung hat seine Brille inzwischen 200 000 Mal verkauft. Und die Einsatzszenarien sind vielfältig. «Ich bin mir nicht sicher, ob die Konsolenhersteller den Trend nachhaltig für sich nutzen können», sagte Böhm.
Die Games-Branche selbst rechnet damit, dass ihr bei der Verbreitung und Entwicklung von VR eine maßgebliche Rolle zukommt. Auf der Gamescom in Köln konnten die Besucher sich bereits zahlreiche Spieletitel anschauen und etwa aus Adler-Perspektive über Paris fliegen oder sich auf einem Dinosaurier-Planeten durch den Dschungel kämpfen. Auf der IFA wird auch Sony Interactive Entertainment Deutschland vertreten sein und das Headset Playstation VR in den Mittelpunkt stellen, das für die Spielekonsole ab Oktober in den Handel kommen soll.
Aber auch Zeiss wird seine mobile Zeiss VR Plus mit im Gepäck haben, die mit Hilfe eines Smartphones in der Größe zwischen 4,7 und 5,5 Zoll und hochwertiger Linsentechnik in virtuelle Welten entführt. Der Optik-Spezialist ist Neueinsteiger in dem noch jungen Markt. Mittelfristig dürften sich jedoch Geräte im Markt durchsetzen, die ihre VR-Brille eingebettet in ein ganzes Ökosystem anbieten, meinte ein Branchenexperte.
Aber ohne Inhalten wird es keinen Erfolg von Virtual Reality geben. Inhalte-Anbieter aus den verschiedensten Mediengattungen experimentieren inzwischen mit VR-Inhalten. Die Herausforderungen seien dabei nicht zu unterschätzen, betonte Deloitte. «Denn Content für die Virtual Reality erfordert nicht nur den Einsatz neuer Technologien bei Aufnahme und (Post-)Produktion, sondern auch innovative Inhalte-Konzepte bis hin zu einer neuen Art des Storytelling.» Dennoch sei in den vergangenen Monaten nicht nur die Zahl verfügbarer VR-Inhalte gestiegen, sondern auch deren Qualität.
Eine wesentliche Rolle werde dabei auch Content spielen, den Nutzer selbst erstellten. Hierfür gibt es bereits erste Kameras und Zubehör für eine 360-Grad-Rundumsicht. Samsung zeigt etwa auf der IFA seine Gear 360, die seit rund zehn Tagen im Handel ist. Das Gerät in der Größe einer Billardkugel auf drei kleinen Beinen nimmt mit zwei Kamerasensoren 15-Megapixel-Aufnahmen auf und setzt sie dann zu einem 360-Grad-Video zusammen.
IFA Kompakt: Alle News von der Technikmesse
Drohnen, Smartphones, Fernseher, Tablets – und dazwischen jede Menge anderer Gadgets: Willkommen auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Ab Freitag öffnet die Messe ihre Tore, doch die meisten Hersteller schießen bereits jetzt aus allen Rohren und stellen eine Neuigkeit nach dernächsten vor. Der stern ist live vor Ort und berichtet über die neuesten Trends.
Gear S3 vorgestellt: Samsungs neue Smartwatch mag es dreckig
Attacke auf die Apple Watch: Samsung hat auf der IFA in Berlin die neue Generation seiner Smartwatch vorgestellt. Die ist nicht nur schneller, sondern trotzt auch Wind und Wetter.
Sony streamt Filme in Ultra-HD-Auflösung auch auf PCs
Sony will seinen Streaming-Dienst Ultra mit Filmen und TV-Serien in Ultra-HD-Auflösung künftig auch auf Personal Computern mit Intels neuen Prozessoren anbieten.
Notebooks und Desktop-PCs mit den neuen Chips der siebten Generation werden die ersten Geräte sein, die einen sicheren Zugang zu den Film- und TV-Angeboten in hoher Auflösung bieten werden, teilten beide Unternehmen mit. «Mehr und mehr Menschen nutzen ihren PC inzwischen als hauptsächliches Gerät, um Filme zu schauen», sagte Intel-Manager Navin Shenoy.
Sony Pictures Home Entertainment bietet in seinem Streaming-Dienst Filme und TV-Serien zum Ausleihen, Streamen sowie zum Kaufen an. Mit dem neuen PC-Angebot sollen Nutzer zusätzlich auch kostenlose, rund zehnminütige Vorschauen ansehen können sowie Filme 48 Stunden lang ausleihen können.
Ultra wurde im April gestartet. Auf Computern mit den neuen Intel-Prozessoren soll der Dienst ab dem ersten Quartal 2017 verfügbar sein. Auf der IFA in Berlin werden in den kommenden Tagen über hundert verschiedene Computer-Modelle der verschiedensten Hersteller mit Intels neuen Chips zu sehen sein. Die Prozessoren sollen für ein verändertes Medienverhalten mit der Nutzung von Streaming-Diensten, 360-Grad-Videos oder Inhalten in Virtueller Realität in Leistung und Ausdauer optimiert sein.
Erfolgsmodell Videotext: «Es ist ein Phänomen»
München (dpa) – Pixelig, ohne Fotos, in die Jahre gekommen: Der Videotext hat viel gemeinsam mit dem Testbild. Er wirkt wie das Relikt einer längst vergangenen Fernseh-Ära, versprüht Retro-Charme. Im Gegensatz zum Testbild aber ist seine Zeit noch nicht vorbei.
Vor mehr als 30 Jahren kam der Videotext nach Deutschland – und auch heute noch hat er eine erstaunlich treue Fangemeinde. Allein der Teletext des Bayerischen Rundfunks, der an diesem Donnerstag 30 Jahre alt wird, hat bis zu 1,3 Millionen Nutzer an einem einzigen Tag.
Insgesamt nutzen rund 10,4 Millionen Menschen in Deutschland täglich den Videotext der verschiedenen Fernsehsender. Sogar sage und schreibe 41 Millionen Menschen riefen ihn nach ARD-Angaben im vergangenen Jahr mindestens einmal auf – und das obwohl sich die Mediennutzung dank Instagram, Twitter und Co. inzwischen doch dramatisch verändert hat.
«Es ist in der Tat ein Phänomen, dass der Videotext heute noch so erfolgreich ist», sagt der Medienwissenschaftler Klaus Meier von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er hat folgende Erklärung dafür: «Wenn Sie neue Medientechnologie haben, die einfacher zu gebauchen ist, dann verschwindet die alte ganz schnell. Der Videotext ist aber nach wie vor im Alltag technisch einfach zugänglich und gerade da, wo er benutzt wird – auf dem Fernsehbildschirm in Wohnzimmer – hat es das Internet noch schwer.»
Der Videotext, später auch Teletext genannt, wurde in den 1970er Jahren in Großbritannien erfunden und kam 1981 nach Deutschland. «In England gibt es den Teletext nicht mehr, auch wenn ihm dort viele nachtrauern», sagt die Chefin des ARD-Textes, Frauke Langguth. «Deutschland ist da schon ein bisschen anders als andere Länder – weil wir den Videotext aber auch gepflegt haben. In skandinavischen Ländern ist er aber heute auch noch sehr beliebt.»
Vor genau 30 Jahren, am 1. September 1986, ging der Videotext des Bayerischen Rundfunks auf Sendung und ist seither rund um die Uhr verfügbar. Zur Feier des Tages bekommt er einen neuen Namen. «Aus Bayerntext wird BR Text», teilte der BR mit. «Der neue Name folgt der veränderten Markenführung im Bayerischen Rundfunk. (BR Fernsehen, BR Sport, BR24). Aufgaben und Zuschnitt der Redaktion «BR Text» ändern sich aber nicht.»
Viel ändern kann sich auch gar nicht, sagt Langguth – zumindest technisch nicht. «An der alten Optik können wir nichts mehr ändern. Die Technik, die ja in den 1970er Jahren in England entwickelt wurde, wird nicht mehr aktualisiert.»
Der Videotext beruht – knapp erklärt – auf der sogenannten Austastlücke. Weil bei der TV-Übertragung nicht alle 625 Bildzeilen genutzt werden, bleiben einige über, deren Raum für den Teletext mit Schrift und Grafiken genutzt wird. Langguth: «Das Aussehen wird oft mit dem Inhalt verwechselt – aber zu Unrecht.»
Zwischen 700 000 und 1,3 Millionen Nutzer rufen allein den BR-Videotext nach Senderangaben pro Tag auf. Die am häufigsten besuchten Seiten sind demnach die Nachrichten aus Bayern, Deutschland und der Welt, dicht gefolgt vom Sport-Angebot sowie Wetter- und Programminformationen. Der typische Nutzer des BR-Textes ist nach Angaben des Senders 56 Jahre alt.
Ganz immun gegen die sich wandelnde Medienwelt ist aber auch der Videotext nicht. Im Vergleich zu 2015 sank die Zahl der täglichen Nutzer zwar nur kaum merklich, 2014 riefen aber noch mehr als 11 Millionen Nutzer den Text mindestens einmal am Tag auf – ein Rückgang von mehr als einer halben Million in zwei Jahren. Vor zehn Jahren lagen die Nutzerzahlen nach BR-Angaben sogar noch bei 17 Millionen Lesern. «Der Medienwandel hinterlässt hier seine Spuren», heißt es vom BR.
Die ARD hat sich darüber Gedanken gemacht, bindet nach Angaben Langguths inzwischen Live-Ticker in den Videotext ein und Twitter-Kommentare zum «Tatort» oder zum «Polizeiruf 110».
An diesem Donnerstag startet außerdem die fünfte Ausgabe des Teletext-Kunstfestivals. Vier Wochen lang wird der Künstler Dan Farrimond die Zuschauer im ARD-Text täglich mit neuen Videotext-Kunstwerken überraschen. Im vergangenen Jahr verewigte der Berliner Künstler Ryo Ikeshiro den Po von US-Sternchen Kim Kardashian in roten und blauen Pixeln. ARD-Text-Chefin Langguth sagt: «Wir warten nicht, dass wir in Schönheit sterben, sondern wir machen schon etwas.»
BILDconnect – Das ist der neue Mobilfunk-Tarif von BILD

Ab sofort surfen Sie mit BILD blitzschnell im Datennetz! Die BILDconnect-Tarife kombinierten LTE-Speed mit einem BILDplus-Abo.
Foto: Taxi/Getty Images
Zum IFA-Start – Welche Technik wird jetzt billiger?

Die IFA in Berlin wird diese Woche viele Neuheiten bringen. Ältere Modelle werden günstiger. BILD verrät, wie man jetzt Schnäppchen macht.
Foto: Sven Schirmer