Kätzchen-Stream auf Youtube: Diese Kanadierin rettet Katzen – und macht Fans weltweit glücklich

Wer Katzen mag, aber aus diversen vernünftigen Gründen keine eigenen haben kann, der ist vermutlich im Netz schon längst einmal über Shelly Roche und ihr Projekt Tinykittens gestolpert. Die gebürtige US-Amerikanerin, die mit ihrem Mann in Kanada lebt, ist eigentlich Programmiererin. Vor allem aber hat die junge Frau ein großes Herz für Katzen. Und so entstand das, was vielen Menschen seit fünf Jahren große Freude macht: Ein Katzen-Livestream.

Sesame Street

In Zusammenarbeit mit einem örtlichen Tierheim nahm Shelly Roche hochschwangere Katzenmamas bei sich auf, für die dort kein Platz und für deren Pflege keine Kapazitäten da waren. In ihrer Obhut konnten die Miezen in Ruhe ihren letzten Wurf Kätzchen zur Welt bringen, bevor sie sterilisiert wurden, um weiteren Nachwuchs zu verhindern. Immer mit dabei: Shelly, ein Team passionierter freiwilliger Helfer und die engagierten Mitarbeiter der Tierklinik Mountain View.

Ihre letzten Kätzchen sollen in Ruhe aufwachsen

Das Besondere: Über die Plattform Livestream.com konnte die ganze Welt zusehen, wie die kleinen Babykatzen aufwuchsen. Die Zuschauer lernten die Charaktere der Kätzchen kennen, kannten ihre Geschichte und ihre Eigenheiten – das machte nicht nur Spaß, sondern sorgte auch dafür, dass alle schließlich ein gutes Zuhause fanden. Inklusive der Katzenmamas.

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Seit Roche 2013 mit Tinykittens startete, hat sich viel verändert. Die Roches sind umgezogen, um mehr Platz für Katzen zu haben. Da die Livestream-Plattform ihre Gebühren drastisch erhöhte, ist der Tinykittens-Stream mittlerweile bei Youtube zu finden. Und statt zutraulicher Tierheimkatzen haben sich Shelly und ihre Mitstreiter an ein neues Projekt gewagt: Sie betreuen eine Kolonie wilder Streunerkatzen, füttern und fangen die Vierbeiner, um sie gesund zu halten und nach und nach zu sterilisieren.

Natürlich kommt es vor, dass ihnen dabei eine Katze in die Falle tapst, die bereits schwanger ist. Nach viel Lernen, Probieren und Recherchieren weiß Shelly Roche mittlerweile, dass es gut funktionieren kann, auch halbwilde Katzenmütter zeitweise bei sich aufzunehmen. So können die ihre Kleinen sicher zur Welt bringen, werden medizinisch betreut – und die Babys sind von Anfang an den Kontakt zu Menschen gewöhnt und lassen sich anschließend gut vermitteln.

Die Pflege von Streunerkatzen ist schwierig

Die Mütter dürfen durch ihr Verhalten „selbst entscheiden“, ob sie zurück zu ihren wilden Freunden wollen, wenn die Kätzchen groß sind, oder ob ihnen das Leben bei den Menschen doch ganz gut gefällt. Dann dürfen sie bleiben, bis sie zutraulich genug sind, um in gute Hände vermittelt zu werden.

Schwarze Katzen_13.50

Das ist das Schöne: Während man als Zuschauer eigentlich nur kommt, um niedliche Kätzchen zu sehen, lernt man fast nebenbei viel darüber, was die großen Probleme bei der Tierschutzarbeit sind und wieviel Zeit und Kraft man in ein Projekt wie dieses investieren muss. Roche hat dabei weltweit Menschen inspiriert, ähnliche Aktionen zu starten.

„Vor Ort handeln, aber weltweit informieren“ ist das Motto von Tinykittens. Die Gruppe zeigt damit ein bisschen auf, woran es bei vielen Tierschutzvereinen krankt: Das größte Engagement hilft wenig, wenn es niemand mitbekommt, der sich begeistern lässt und die Sache unterstützen will. Ein bisschen Marketing hilft enorm weiter. Tinykittens macht praktisch 24 Stunden am Tag PR für einen wirklich guten Zweck.

Auch das Ehrenamt kann gute PR gebrauchen

Ihre Botschaft ist auch nach fünf Jahren immer noch: Jede Katze ist es wert, dass man sich bestmöglich um sie kümmert. Für das Tinykittens-Team ist kein Fall hoffnungslos. So wurde beispielsweise das Kätzchen Marvel, das mit einer Gaumenspalte zur Welt kam, zu einem echten kleinen Internethit und wuchs zu einem besonderen, aber glücklichen und gesunden Kater heran.

Das Kätzchen Cassidy, das als winziges Baby in der Wildnis beide Hinterbeine verlor, durfte direkt bei Shelly bleiben. Und der betagte Streunerkater Mason, den die Roches aufnahmen, weil bei ihm eine unheilbare Nierenerkrankung festgestellt wurde, überraschte alle: Nicht nur hat er die düsteren Prognosen der Ärzte schon längst Lügen gestraft – er nutzt seine Zeit in der kanadischen Luxus-Herberge auch sinnvoll, indem er sich um die mutterlosen Kätzchen kümmert, die Shelly immer wieder aufnimmt. „Opa Mason“ hat – zu jedermanns Überraschung – echte Mutterqualitäten bewiesen.

Cassidy

Aktuell warten zwei werdende Katzen-Mamas

Wer das Tinykittens-Erlebnis einmal von Anfang an mitbekommen will: Aktuell befinden sich zwei schwangere Mamakatzen in Shelly Roches Obhut: die rote Chloe und die schwarze Ramona. Beide stammen aus derselben Streuner-Kolonie und sollen Mitte April ihre Kätzchen zur Welt bringen. Schon jetzt kann man die beiden werdenden Mütter hier live beobachten.

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