Microsoft lobt "Kopfgeld" aus: Wer einen Fehler in Windows findet, kann damit bis zu 250.000 Dollar verdienen

Wer künftig Sicherheitslücken in Windows entdeckt, könnte damit richtig viel Geld verdienen: Microsoft hat in dieser Woche sein „Windows Bounty Program“ vorgestellt – damit lobt der Konzern quasi ein „Kopfgeld auf Fehler“ im System aus. Das Konzept an sich ist zwar nicht neu, Microsoft bietet – ebenso wie andere Tech-Firmen, etwa Apple und Google – technik-affinen Nutzern, die Sicherheitslücken aufdecken und berichten schon seit Jahren eine Belohnung an.

Nun hat das Unternehmen allerdings die Summen, die es für die Bugs zahlt, noch einmal drastisch nach oben geschraubt – wohl auch, um zu verhindern, dass die Entdecker der Fehler die Sicherheitslücken meistbietend an Dritte verkaufen. Bis zu 250.000 Dollar zahlt der Software-Gigant für das Aufdecken einer verwundbaren Stelle im System. Die Höhe der Belohnung hängt davon ab, an welcher Stelle sich der Bug befindet und wie gravierend der Fehler ist. Die Spannbreite startet bei 500 Dollar.

Auch wenn ein Windows-Fehler schon bekannt ist, winkt eine Belohnung

Microsoft hat dazu auf seinem Unternehmensblog eine Liste mit Programmversionen und Belohnungssummen veröffentlicht, auf die sich das Programm bezieht. Am meisten zahlt das Unternehmen demnach für aufgedeckte gravierende Mängel in der Virtualisierungssoftware „Hyper-V“, die unter anderem in Windows 10 enthalten ist.

Auch wenn ein Fehler intern bereits bekannt ist, bekommt der erste Finder, der ihn meldet, bis zu zehn Prozent von der Belohnungssumme. Das Programm bezieht sich auf alle Code- oder Design-Bugs, welche die Privatssphäre oder Sicherheit der Kunden beeinträchtigen könnten. „Das Bounty-Programm ist nachhaltig und läuft nach dem Ermessen von Microsoft auf unbestimmte Zeit“, heißt es im Firmenblog.

Auch „Wannacry“ nutzte eine Windows-Sicherheitslücke

Wie gefährlich Sicherheitslücken sein können, zeigten unter anderem zwei schwere Cyber-Attacken dieses Jahr: Im Mai legte der Erpressungstrojaner „Wannacry“ etliche Rechner lahm, im Juni sorgte eine weitere Schadstoffsoftware weltweit für Probleme in Unternehmen, legte unter anderem Beiersdorf teilweise lahm. Beide nutzen zum Einfall in die Systeme unter anderem eine Windows-Sicherheitslücke aus. 21-Beunruhigend: Die Welt im Cyber-Krieg?-5442719097001

Ab August In Deutschland: Facebook startet Online-Flohmarkt "Marketplace"

Flohmärkte sind in Deutschland beliebt. Davon hat anscheinend auch Facebook Wind bekommen. Das Unternehmen will im August mit seinem Online-Flohmarkt „Marketplace“ nun auch in Deutschland starten. User können dort kostenlos ihre Sachen anbieten und verkaufen.

Seit Herbst 2016 existiert die Plattform bereits in den USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland. Nun kommt „Marketplace“ auch nach Europa. Zunächst in Irland, Italien, Portugal und Spanien, folgen einem Bericht des „Tagesspiegels“ zufolge Deutschland, Frankreich und die Benelux-Staaten. In Deutschland sei der Start für Mitte August geplant. Facebook sagte zu dem „Tagesspiegel„-Bericht: „Wir hoffen, ‚Marketplace‘ bald auch in weiteren Länder zu starten.“ 

Schon lange nutzen User Facebook, um Dinge zu kaufen oder verkaufen. Das läuft bisher über Gruppen wie „Kaufen & Verkaufen | Biete & Suche – Deutschlandweit“ oder man sucht gezielt nach bestimmten Artikeln wie „Brautkleider kaufen & verkaufen – Second Hand Brautkleid Bazar„. Nach Angaben des Unternehmens sind es rund 450.000 Millionen, die sich in solchen Gruppen aufhalten. 

Facebooks Gewinn steigt weiter

Reuters Notfeed Facebook 15.35Die Zahl der aktiven Nutzer des Online-Netzwerks ist inzwischen auf mehr als zwei Milliarden monatlich gestiegen. Das sind 17 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Der Internetkonzern von Mark Zuckerberg hat seinen Gewinn weiter kräftig gesteigert. Im zweiten Quartal lag der Verdienst bei 33 Milliarden Euro und damit um 71 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie das US-Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz stieg um 45 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar.

„Wir hatten ein gutes zweites Quartal und erstes Halbjahr“, erklärte Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Bereits zwischen Januar und März war war der Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal um 76 Prozent auf 3,06 Milliarden Dollar gewachsen.

Mit dem neuen „Marketplace“ tritt Facebook in Konkurrenz zu Portalen wie eBay-Kleinanzeigen oder Kleiderkreisel.

Das ersteigern Fans, um ihren Stars ganz nah zu sein 8.29

Ende einer Ära: Das nervigste Programm des Internets ist endlich Geschichte

Wer früher online Videos anschauen oder Games zocken wollte, kam an Adobes Flash Player nicht vorbei. Und auch heute noch gibt es im Netz jede Menge Flash-Inhalte. Dabei ist das Browser-Plug-in alles andere als beliebt: Ständig stürzt es ab, nervt mit Updates und macht den Rechner mit immer neuen Schwachstellen unsicher. Jetzt hat Adobe angekündigt, den Flash Player abzuknipsen: Ab 2020 wird das Programm ganz offiziell nicht mehr unterstützt.

Das erklärte das Unternehmen in einem Blog-Eintrag. Die offizielle Begründung: Man habe das Programm nur entwickelt, weil es vorher nichts Vergleichbares gab. Nun seien viele offene Standards wie HTML5 oder WebGL als Alternativen vorhanden. Weil diese Standards auch von Browsern wie Google Chrome oder Mozilla Firefox unterstützt werden, seien heute gar keine zusätzlichen Plug-Ins mehr nötig – und man gebe Flash auf.

Ab 2020 will Adobe deshalb den Support für das Programm streichen und es auch nicht mehr selbst zum Download bereitstellen. Wer im Netz Flash-Inhalte anbietet, solle sie bitte auf andere Standards portieren. Vor Erpressungs-Trojanern schützen 19.26h

Adobe Flash brachte lange gutes Geld

Ganz freiwillig wird Adobe den Schritt nicht gegangen sein. Der Hauptvorteil von Flash für das Unternehmen war lange, dass man für die Erstellung der Inhalte die teuren Profi-Programme aus Adobes Creative Suite kaufen musste. Mit der zunehmenden Ablösung Flashs durch offene Standard verlor man dieses Verkaufsargument. Zumal die Adobe-Tools auch die offenen Standards unterstützen – und sich daher trotzdem gut verkaufen.

Dass mittlerweile die wichtigsten Browser Flash automatisch blockieren oder es gar nicht unterstützen, dürfte dem Programm endgültig den Todesstoß versetzt haben. Bei Microsoft Edge, Google Chrome und Apples Safari muss man seit einigen Monaten explizit zustimmen, um Flash-Inhalte zu starten. Auf dem iPhone und aktuellen Android-Smartphones wird das Plug-In gar nicht erst unterstützt. Die Folge ist klar: Wer wirklich alle Nutzer erreichen will, muss auf einen anderen Standard setzen, etwa das von allen unterstützte HTML5.

Sicherheits-Albtraum Flash

So wurde Flash für Adobe immer mehr zur Belastung. Weil es auf fast jedem Rechner installiert ist und sich direkt über den Browser aktivieren lässt, ist Flash das mit Abstand beliebteste Ziel für Angriffe. Jede Sicherheitslücke des Plug-Ins wird rasant ausgenutzt, mit teils katastrophalen Folgen. Adobe muss ständig nachbessern. Und wenn dann noch die Vorteile wegfallen, ist das irgendwann schlicht zu teuer. Wohl auch deshalb hat Adobe nun den Schlussstrich gezogen, ab 2020 ist die Flash-Ära zu Ende. Vermissen wird sie aber wohl keiner.Life Hacks Wasserschaden Handy 11.00