Von wegen Robocop: Sicherheits-Roboter hat keinen Bock mehr – und ertränkt sich im Springbrunnen

Wenn in Filmen ein Roboter für Sicherheit sorgt, kommt so etwas wie Robocop oder der Terminator heraus. In der Wirklichkeit fallen die patrouillierenden Maschinen deutlich harmloser aus – vor allem, wenn sie sich selbst außer Gefecht setzen. So wie gerade in einem Büro-Gebäude in Washington D.C.

Dort hatte man sich einen hochmodernen Sicherheits-Roboter zugelegt. Der eierförmige Knightscope K5 patrouilliert durch die Gänge, erkennt mit Kamera, Wärmesensoren und Mikrofon ungewöhnliche Vorkommnisse und meldet sie dann. Die echte Gefahr erkannte der kleine Roboter aber nicht: die Stufen zum Springbrunnen im Foyer. Sexroboter 12.47

Wasserbad im Springbrunnen

Die polterte der Wach-Roboter gestern hinab, purzelte ins Wasser – und gab den Geist auf. Ob er die Stufen nicht mit seinen Kameras erfassen konnte oder sie ignorierte, ist nicht klar. Mehrere Sicherheitsleuten fischten den K5 aus dem Wasser. Kein leichtes Unterfangen: Der unhandliche Roboter bringt mehr als 150 Kilo auf die Waage. Ob die Elektronik den Tauchgang überlebte, ist nicht bekannt, darf aber bezweifelt werden.

Bei den Angestellten sorgte das Ganze für Belustigung. „Sie haben und fliegende Autos versprochen, stattdessen bekamen wir lebensmüde Roboter“, witzelt Programmierer Bilal Farooqui bei Twitter. 

Nervfaktor Mensch

Es ist nicht das erste Mal, dass ein K5 für Schlagzeilen sorgte. Normalerweise bringen aber Menschen die Roboter aus dem Konzept. Im letzten Herbst überfuhr einer der Roboter in einem Einkaufszentrum im Silicon Valley einen 16 Monate alten Jungen und verletzte ihn dabei. Im April diesen Jahres hatte ein wütender Falschparker einen der Roboter wütend umgestoßen – weil der ihm ein Ticket ausgestellt hatte.

Eigentlich soll der K5 laut Knightscope-CEO William Li die Kriminalitätsrate durch seine Patrouillen um 50 Prozent senken. Die Logik dahinter: Wenn eine herumfahrende Kamera vor Ort ist, riskieren Einbrecher, Diebe und Vandalierer lieber nichts. Ob die Vorfälle um die Roboter in der Quote schon eingerechnet sind, ist nicht bekannt.03-Mini-Cop: Roboter soll Sicherheitskräfte entlasten-5491331484001

Was steckt dahinter?: Mysteriöse Radiowellen aus dem All – und Forscher haben keine Erklärung für sie

Soweit die Erforschung des Weltalls in den letzten Jahrzehnten gekommen ist: Die Tiefen des Alls halten immer noch jede Menge Geheimnisse bereit. Eines davon beschäftigt aktuell Wissenschaftler an der Universität von Puerto Rico in Arecibo: Sie haben Radiowellen aufgezeichnet, die sich keinem bekannten Phänomen zuordnen lassen.

Das Signal wurde das erste Mal im Mai entdeckt. Die Wissenschaftler der Sternwarte von Arecibo in Puerto Rico beobachteten Rote Zwerge. Das sind kleinere Sterne als unsere Sonne, die zudem deutlich schwächer leuchten und nicht mit dem bloßen Auge zu sehen sind. Auch Ross 128 ist einer dieses mit Abstand häufigsten Sterntyps, der Zwerg liegt 10,9 Lichtjahre von der Erde entfernt. Und aus seiner Richtung kommt das ungewöhnliche Signal, erklären die Forscher in einem Blogpost.Nasa-Mission Sonne_11.30

Was steckt hinter dem Signal?

Die Forscher beobachten die Roten Zwerge um ihre Strahlung und magnetische Felder zu untersuchen – und eventuell sogar Planeten zu entdecken. In der Aufnahme von Ross 128 entdeckten sie bei der Auswertung dann ein Signal, dass sie als „quasi-periodischen, unpolarisierten Pulse mit sehr starker Streuung“ beschreiben.

Das entspricht keiner der vielen bekannten Quellen für Radiowellen aus dem All. Das Signal erinnert zwar an Wellen, die bei Sonnenruptionen entstehen. Doch die haben in der Regel eine tiefere Frequenz. Als weitere gute Erklärung kämen andere Objekte im Sichtfeld von Ross 128 als Quelle in Frage. Es sind aber kaum welche vorhanden. Zu guter Letzt nennen die Forscher die Störung durch einen um die Erde kreisenden Satellit als möglichen Grund. Es sei aber noch nie ein solches Signal durch einen Satelliten entstanden. Die drei besten Erklärung passen also nur in Teilen.Trump redet über das Weltall – Buzz Aldrin guckt skeptisch 16.26

Eher keine Aliens

Lokale Störungen durch Radiostationen in der Nähe der Sternwarte schließen die Wissenschaftler aus – weil das Signal nur in den Aufnahmen zu Ross 128 auftrat. Auch die starke Streuung weise auf eine Quelle tief im All hin. Aliens schließen sie zwar als mögliche Erklärung explizit nicht aus, machen aber klar: „Sie stehen ganz unten auf unserer Liste von Erklärungen.“

Von anderen Forschern können sie aktuell keine Hilfe erwarten: Nur ein weiteres Teleskop ist stark genug, um das Signal zu empfangen. Das chinesische FAST-Teleskop wird aber gerade gewartet. Die Forscher setzen daher voll auf eine weitere Messung, die sie am 16. Juli erfolgreich durchgeführt haben. Bis zum Ende der Woche wollen sie Ergebnisse liefern.

Der Raumforschungs-Direktor der Universität, Abel Méndez, machte gegenüber „The Verge“ klar, dass man das auch schaffen möchte: „Wir hetzen uns gerade wirklich. Wir wollen es wissen.“ Vielleicht haben die Forscher gerade „nur“ eine neue Art von Sonneneruptionen entdeckt – oder aber etwas völlig anderes.Weltraummission 18.43

Anytime: Startet Amazon bald mit eigenem Messenger?

Unsere Smartphones geben nur selten Ruhe. Sie klingeln und vibrieren, Tim diskutiert die Essenspläne für heute Abend, Sina fragt nach dem Lied, das wir letztens gehört haben. Und dann sind da noch die Gruppenchats.

Einen Großteil unserer Angelegenheiten besprechen wir über Messenger, der Markt ist riesig und hart umkämpft. Neben dem Platzhirsch WhatsApp hat sich auch der Facebook Messenger einen großen Kundenstamm erarbeitet. Jetzt könnte noch ein großer Player mit ins Spiel kommen: Nach dem Bericht einer amerikanischen IT-Plattform arbeitet Online-Händler Amazon an einer eigenen Chat-App namens „Anytime“. 

Amazon Anytime: Alles in einer App

Faktenstück Amazon 10.40Das Unternehmen soll derzeit Kundenbefragungen durchführen um die Erwartungen an einen Messengerdienst herauszuarbeiten. Von Amazon gab es bisher keine offizielle Bestätigung. 

Nach Angaben von „AFTVnews“ soll „Anytime“ neben dem herkömmlichen Chat viele weitere Funktionen abdecken. So könnte die Amazon-App auch für Flug- und Hotelbuchungen, Tischreservierungen und natürlich zum Online-Einkauf genutzt werden. Ähnlich wie beim Facebook Messenger sollen die Kontakte nur anhand ihres Namens gefunden werden, Telefonnummern wären dann nicht mehr nötig. Die Frage, wie die App alle Martin Schmidts und Petra Meiers unterscheiden will, bleibt zunächst offen.

Verschlüsselung der Chat-Funktion 

Um das wachsende Sicherheitsbedürfnis der Kunden zu berücksichtigen, könnte die klassische Chat-Funktion um eine zuschaltbare Verschlüsselung ergänzt werden, die an die Absicherung beim Online-Banking erinnert. Damit ließen sich sensible Daten wie Passwörter und Bankverbindungen sicher austauschen. 

Es ist zu erwarten, dass Amazon Anytime für Smartphones, Tablets und die Desktop-Nutzung angeboten wird. Auch eine Integration in die Amazon-Echo-Geräte ist denkbar. Ob und wann der neue Messenger kommen wird, ist noch unklar. Die Informationen der amerikanschen IT-Plattform „AFTVnews“ beziehen sich auf Screenshots und Kundenaussagen aus der Amazon-Befragung. Ein Statement des Onlinehändlers bleibt bisher aus – allerdings ist es bei Amazon auch nicht üblich, Angaben zu einem Produkt zu machen, bevor es offiziell vorgestellt wurde.Amazon Prime Day

Großbritannien: Praktikant übernimmt Twitter-Account der Bahn – und das Netz dreht durch

Eddie Smith absolviert sein Praktikum bei einer britischen Bahngesellschaft. Dort ist er für den Online-Kundendialog zuständig. Der 15-jährige Praktikant macht alles anders als seine Kollegen. Das kommt bei den Kunden erstaunlich gut an.