
Das geplante Fake-News-Gesetz regelt aber die Pflicht, bestehende Rechtsverletzungen zu beseitigen.
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Das geplante Fake-News-Gesetz regelt aber die Pflicht, bestehende Rechtsverletzungen zu beseitigen.
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Wer die Arktis beherrschen will, braucht Eisbrecher. Nur wer das Eis meistern kann, kann auch um den Nordpol herum operieren. Mächte, die nur bei Schönwetter in dem Gebiet beweglich sind, haben von vornherein verloren.
Während die Welt auf die Ost-Ukraine, das Baltikum und Syrien blickt, findet der eigentliche russische Aufmarsch im Norden statt. Schließlich beansprucht Moskau einen Großteil des Gebietes als Teil des eigenen Festlandsockels. Bei den Eisbrechern macht Russland schon heute niemand etwas vor: Moskau unterhält eine Flotte von etwa 40 Schiffen und hat weitere, darunter gewaltige atomgetriebene Modelle, auf Kiel gelegt. Die USA können dagegen derzeit nur einen Eisbrecher aufbieten.
Nun legt Moskau weiter nach und baut erstmals eisbrechende Kriegsschiffe – sie können im Eismeer selbstständig besser manövrieren als jedes andere Kriegsschiff und sind gemessen an ihrer Größe schwer bewaffnet. Das Projekt 23550 wird offiziell als „Eis-Klassen-Patrouillen-Schiff“ geführt. Mit 114 Metern Länge und 6800 Tonnen Wasserverdrängung sind die Schiffe in etwa so lang wie ein Zerstörer aus dem Zweiten Weltkrieg, jedoch wesentlich massiger gebaut. Heutzutage entsprächen sie in etwa einer Korvette, die dickbäuchigen Schiffe sind aber schwerer als etwa die Fregatten der Sachsen-Klasse.
Gebaut werden die Schiffe in St. Petersburg. Zwei Exemplare sollen bis 2020 ausgeliefert sein. Bestellt wurden die Schiff im Frühjahr 2016, am 20. April soll das erste Exemplar auf Kiel gelegt werden, teilte die Werft jetzt mit. Computer-animierte Bilder zeigen, dass das Projekt 23550 mit einer 100-mm-Kanone bewaffnet ist, ebenso besitzen die Schiffe ein Flugdeck und einen Hangar. Außerdem sind zwei Standard-Werfer für Raketen und Marschflugkörper mit je vier Abschussrohren vorgesehen. Sie könnten mit Anti-Schiffs-Raketen oder Marschflugkörpern bestückt werden.
Das Besondere an den Schiffen ist ihre Fähigkeit, Eis zu brechen: Sie sollen selbstständig Gewässer befahren können, die von einer bis zu 1,5 Meter dicken Eisschicht bedeckt sind. Andere Arktis-Anrainer besitzen oder planen ebenfalls eissichere Patrouillen-Boote. Norwegen hat zum Beispiel den Eisbrecher Svalbard, Kanada plant die verwandte Harry-DeWolf-Klasse. Diese Schiffe gehören zwar zum Militär, sie sind aber nur mit leichten Maschinenkanonen bewaffnet und sollen vor allem Schiffswege freihalten und entlegene Küsten anlaufen können. Echte Kriegsschiffe – gebaut für ein Seegefecht – sind sie nicht. Das russische Projekt 23550 hingegen ist ein echter Warfighter. Hinzu kommt, dass das vergleichsweise kleine Schiff atomwaffenfähige Marschflugkörper verschießen kann.
Russland baut ohnehin in den letzten Jahren kleine Schiffe, die mit extrem schweren Waffen ausgestattet sind. Von dem nur 500 Tonnen schweren Mini-Booten der Bujan-Klasse wurden im Jahr 2015 Ziele in Syrien aus dem kaspischen Meer heraus mit Lenkwaffen angegriffen. Für die Nato war das ein Schock, mit derartig weitreichenden Waffensystemen werden im Westen nur Zerstörer wie die Arleigh-Burke-Klasse ausgerüstet.HMS Diamond Wochit20.40
Einmal in Dienst gestellt, dürften die Schiffe des Projekts 23550 das Eismeer unangefochten beherrschen. Der Nordpol wird dann zum „Mare Putin“. Es ist nicht nur die Bewaffnung mit weitreichenden Anti-Schiffsraketen und Marschflugkörpern, die die Schiffe gefährlich macht, sondern ihre Fähigkeit, Gebiete frei befahren zu können, die für westliche Überwasserschiffe wegen der Eisdecke tabu sind. Würden sich ähnlich stark bewaffnete Einheiten der USA in diese Gewässer trauen, wären sie einfache Ziele, weil sie sich nur in den begrenzten schiffbaren Zonen bewegen könnten oder auf die Rinne eines Eisbrechers angewiesen wären.
Hinzu kommt, dass sich das Projekt 23550 in eine Flotte von Neubauten einreiht, die für das Nordmeer konzipiert wurden. Dazu gehören Eisbrecher, Tanker und bewaffnete Versorgungsschiffe – Projekt 23550 ist die stählerne Faust dieser russischen Eis-Armada.
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