Praxis-Tipp: Facebook: So einfach chatten Sie auf dem Smartphone auch ohne Messenger

Es ist schon ein paar Jahre her, da lagerte Facebook seine Nachrichten in eine eigene App aus. Zuerst war sie nur ein Angebot, dann wurde sie zur Pflicht: Die Messenger-App ist aktuell die einzige Möglichkeit, auf dem Smartphone seine Facebook-Nachrichten abzurufen – offiziell zumindest. Wir verraten, wie es auch ohne klappt.

Denn egal ob in der offiziellen Facebook-App oder im Browser: Tippt man das Nachrichten-Symbol an, wechselt das Smartphone entweder in die Messenger-App oder fordert auf, sie zu installieren. Dabei gibt es gute Gründe, die App nicht auf seinem Smartphone haben zu wollen. Welche das genau sind, erklären wir in diesem Artikel. Was wohl die wenigsten Nutzer wissen: Die Sperre lässt sich ohne weiteres umgehen.Darum sollte man die Facebook-App löschen 11-30

Facebook-Nachrichten ohne Messenger

Dazu öffnen Sie einfach Facebook in einem Browser, etwa Google Chrome oder Safari, und fordern dann die Desktop-Version an. Schon gelangen sie einfach per Tippen auf das Messenger-Symbol auf der Seite an ihre Nachrichten. Lesen, antworten und Gruppenchats funktionieren ohne Einschränkungen.

Besonders praktisch: Die für Smartphones optimierte Mobilseite „mobil.facebook.com“ müssen Sie trotz des Desktop-Modus nicht verlassen, das Interface bleibt also auch auf dem Smartphone-Display gut bedienbar.

Und so schalten Sie den Desktop-Modus ein:

So geht es bei Google Chrome

In Chrome tippen Sie oben rechts auf das Menü-Symbol, das aus drei Punkten besteht. Scrollen Sie im aufklappenden Menü nach unten und wählen Sie „Desktop anzeigen“. Die Methode klappt sowohl in der Chrome-Version für Android als auch auf dem iPhone.

So klappt’s bei Apple Safari

Im iPhone-Browser Safari ist der Desktop-Modus etwas versteckter: Er befindet sich im Teilen-Menü. Tippen Sie auf das viereckige Symbol mit dem Pfeil nach oben in der Mitte des Menü-Bandes. Swipen Sie nun im unteren Band mit den grauen Symbolen von rechts nach links und wählen Sie „Desktop anfordern“.Whatsapp Tricks_8.10

Neues Smartphone: Schlank, schick, günstig: So viel Premium steckt in Nokias neuer Mittelklasse

Als das Handy noch das Maß aller Dinge war, war Nokia der König. Bei Smartphones muss sich der einstige Platzhirsch allerdings erst einmal etablieren. Nachdem man es im letzten Jahr eher mit günstigen Modellen versuchte, ist mit dem Nokia 7 Plus nun auch ein sehr schickes Mittelklasse-Gerät im Programm. Wir haben es getestet.

Nokia hat bei seinen neuen Geräten viel Wert auf das Design gelegt – das merkt man auch dem Nokia 7 Plus sofort an. Seine kupferfarbenen Metallrahmen rund um das Gehäuse, das Display und um Kamera und Fingerabdruck-Sensor setzen im sonst recht schlichten Design markante Akzente und machen es sofort zum Hingucker. Die Aluminium-Rückseite schmiegt es sich dank einer Keramik-ähnlichen Textur regelrecht in die Hand. Auch die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Dadurch fühlt sich das 7 Plus teurer an, als es ist. Nokia 7 Plus Back Nokia Neuheiten MWC 1 7 Cherokee 17.41

Optisch hui, technisch okay

Technisch ist das 7 Plus nicht ganz so edel geraten, aber immer noch völlig angemessen für ein Mittelklasse-Smartphone. Der Prozessor Snapdragon 660 sorgt stets für eine flüssige Bedienung. So rasant wie ein iPhone X oder ein Galaxy S9 kann das Nokia 7 Plus leistungsintensive Aufgaben wie Videoschnitt zwar nicht meistern, im Alltag wirkt es aber sehr flott.

Auch bei der Kamera kann es sich so gut schlagen. Die Doppelknipse mit Zeiss-Optik punkten vor allem bei gutem Licht, dann sind die Bilder sehr scharf, detailreich und farbtreu. Auch der Zweifach-Zoom und der Tiefeneffekt funktionieren dann recht gut. Wird es dunkler, werden die Bilder leider deutlich verwaschener als bei den Premium-Smartphones. Das Nokia 7 Plus schwächelt dann im Vergleich klar. Gemessen an anderen Geräten seiner Preisklasse sind die Ergebnisse aber in Ordnung.Nokia 7 Plus Test (1) Nokia 8 Test_13.15

Displayriese und Dauerläufer

Am Display dürften sich die Geister scheiden: Es ist mit 6 Zoll wirklich sehr groß. Dank des schmalen Randes bleibt es zwar – verhältnismäßig – handlich, trotzdem dürfte es vielen potenziellen Käufern damit zu groß ausfallen. Sonst gibt es am Bildschirm wenig zu meckern: Er ist hell, stellt Farben gut dar und ist mit 1080 x 2160 Bildpunkten im 18:9-Verhältnis ausreichend hoch aufgelöst.

Ein Vorteil des großen Displays ist der zusätzliche Raum für den Akku. Der fällt mit 3800 mAh zwar nicht gigantisch aber immer noch überdurchschnittlich aus. Mit moderater bis durchschnittlicher Nutzung kann man so auch mal einen zweiten Tag herausholen.Nokia 7 Plus Side Nokia 3 5 6 Test_20.20

Updates wie bei Google selbst

Ein besonders Plus des Nokia 7 Plus ist – wie bei allen neuen Nokia-Smartphones – die schnelle Versorgung mit Updates. Während Konkurrenten selbst bei teuren Geräten teils Monate braucht, schickt Nokia als Android-One-Partner Updates in kürzester Zeit an seine Geräte. Auf unserem Testgerät war bereits bei Lieferung das aktuelle Android 8.1 mit dem Sicherheitspatch vom April 2018 installiert. Eine beachtliche Leistung. Nokia verspricht, die Geräte mindestens zwei Jahre lang auf dem neuesten Stand zu halten. Mehr bietet Google bei seinen eigenen Pixel-Smartphones (hier bei uns im Test) auch nicht. Und die kosten deutlich mehr.

Fazit: Sehr viel Smartphone für’s Geld

Mit dem Nokia 7 Plus ist dem neuen Mutterkonzern HMD Global ein beeindruckendes Smartphone gelungen – vor allem, wenn man den Preis ab aktuell 375 Euro bedenkt. Das Design ist schlicht und markant, die Verarbeitung hochwertig. Das Nokia 7 Plus wäre vor zwei Jahren in dieser Hinsicht noch als Premium-Smartphone durchgegangen.

Bei der Geschwindigkeit und vor allem bei den Fotos merkt man dann doch einen deutlichen Unterschied zu den – deutlich teureren – Konkurrenten von Apple, Huawei oder Samsung. Mit Spitzenkameras wie der des Huawei P20, des Galaxy S9 oder des iPhone X kann es nicht annähernd mithalten, bei der Mittelklasse kann man das aber auch nicht ernsthaft erwarten.

Wer ein Mittelklasse-Smartphone mit tollem Look sucht, kann beim Nokia 7 Plus beruhigt zuschlagen. Wer Wert auf Spitzenfotos legt, sollte lieber noch etwas Geld drauflegen und sich das Huawei P20 oder Googles Pixel 2 (hier bei uns im Test) ansehen, die preislich noch unter den Modellen von Samsung oder Apple liegen. Wer noch mehr sparen möchte, sollte sich das Huawei P Smart anschauen. Hier finden Sie einen Vergleichstest.

Das Nokia 7 Plus ist bereits im Handel und in Schwarz und Weiß ab 375 Euro zu bekommen.

Weitere Tests bei stern.de

Anmerkung: In einer älteren Version des Textes wurde die beschichtete Aluminium- Rückseite fälschlicherweise als Plastik genannt.

Unhörbare Befehle: Deshalb sollte uns die Lauscherei von Alexa, Siri und Co. wirklich unheimlich sein

„Sowas stellst du dir in die Wohnung?“ – diese entsetzte Reaktion kennt wohl jeder, der einen Sprachlautsprecher wie Amazons Alexa sein Eigen nennt. Die Tatsache, dass die Geräte immer in den Raum horchen, macht immer noch vielen Menschen Angst. Dabei ist der Verdacht, ständig abgehört zu werden, völlig überzogen. Viel gefährlicher ist die Möglichkeit, die Geräte mit Befehlen zu steuern, die Menschen gar nicht hören können.

Dass dies möglich ist, haben Wissenschaftler bereits mehrfach nachgewiesen, in verschiedensten Varianten. So konnten chinesische Forscher zeigen, dass man Siri mit Befehlen zu Anrufen überreden kann, die für Menschen völlig unhörbar sind. Wissenschaftler der US-Uni Berkley konnten dagegen Befehle so überarbeiten, dass sie von Menschen nur als Rauschen wahrnehmbar waren. So ließen sie sich in scheinbar harmlosen Sprach- und Musikaufnahmen wie Verdi’s Requiem verstecken. Hier können Sie sich Beispiele anhören.Alexa – der Traum der Geheimdienste 21.06

Ultraschall und Klassik

Ein ausführlicher Artikel der „New York Times“ hat die Studien gesammelt. Alle haben eines gemeinsam: Sie machen sich Schwächen bei der Verarbeitung von Sprache durch den Computer zunutze. Was uns Menschen gelingt, ohne darüber nachzudenken, ist für Computer immer noch harte Arbeit. Um Gesprochenes verstehen zu können, müssen sie – beziehungsweise die dahinter steckende künstliche Intelligenz – das Gehörte in einzelne Geräusche zerlegen, denen dann ein Buchstabe zugeordnet wird. Aus denen werden dann wieder Sätze und Phrasen zusammengesetzt, die dann verarbeitet werden können. 

Die Angreifer machen sich das Zunutze, indem sie gleich am ersten Schritt angreifen und ihre eingeschleusten Befehle so gestalten, dass sie von Menschen nicht gehört, von den Computern aber verstanden werden. Am besten gelingt das aktuell mit Ultraschall, wie Forscher aus China zeigten. Sie sandten Befehle auf Frequenzen, die für Menschen schlicht unhörbar sind, von den Mikrofonen aber erfasst werden. In Anlehnung an die teilweise ebenfalls unhörbare Sprache der Delfine nannten sie das Ganze „Dolphin Attack“ (Delfin-Angriff).Amazon Echo für jeden erhältlich – lohnt er sich? 19.40

Zum Glück noch nicht ausgereift

In einigen Videos zeigen die Forscher, dass die Technik bei einer ganzen Reihe von Geräten und Assistenten funktioniert, von einem iPhone mit Siri über Smartphones mit dem Befehl „OK. Google“ bis zu Amazons Alexa. Die einzige Einschränkung ist aktuell die Entfernung zum Gerät: Am Anfang durfte es nicht mehr als 1,5 Meter entfernt sein, mittlerweile schaffen die Forscher gut 7 Meter Abstand. Für echte Attacken ist das aber – noch – zuwenig.

Auch das Verstecken von Sprachbefehlen in Dialogen oder Musik scheitert zum Glück noch an dieser Hürde. „Die hier gezeigten feindseligen Beispiele funktionieren nicht mehr, wenn sie über Funk gesendet werden“, heißt es in dem Forschungsbericht aus Berkley. Das wird sich aber ziemlich sicher noch ändern, gibt sich Nicholas Carlini, einer der Forscher, gegenüber der „New York Times“ sicher. „Ich vermute, dass Menschen mit bösen Absichten bereits Menschen wie mich anstellen, um das herauszufinden.“

Google, Amazon und Apple wollen Sicherheit

Bei Google, Amazon und Co. dürfte man sich der Gefahr bewusst sein. Die Hersteller versichern gegenüber der Zeitung, dass es Sicherheitsmaßnahme gebe, wollen aber keine Details verraten. Einige dürften aber klar sein: Google und Amazon setzen bereits heute auf Stimmerkennung, um den Sprecher zu erkennen. Die Technik lässt sich allerdings immer noch recht einfach austricksen. Ob sie auch vor Delfin-Geräuschen schützt, muss sich entsprechend zeigen. Zu sicher sollte man sich deswegen wohl nicht sein. Schließlich lassen sich Siri, Alexa und Co. immer noch regelmäßig vom Fernseher austricksen.Zukunft_in_100_Sek-Assistenten .6.25