Unbeliebtestes Video: YouTube-Jahresrückblick knackt Negativrekord

Eigentlich soll der Jahresrückblick von YouTube eine Art Dankeschön an die Community sein. Doch in diesem Jahr erlebte die Videoplattform mit dem Video-Zusammenschnitt eine Bauchlandung.

Das «Rewind 2018»-Video ist zum bisher unbeliebtesten Beitrag auf YouTube geworden. Seit der Veröffentlichung am 6. Dezember erhielt der Clip bereits mehr als zehn Millionen Dislikes.

Das achtminütige Video ist unter anderem geprägt von Schauspieler Will Smith, dem Hype um K-Pop oder «Ninja», dem Top-Streamer des Computerspiels Fortnite. Der Beitrag gehe an der Community vorbei, denn es fehlten echte YouTube-Stars, kritisieren zahlreiche User in den Kommentaren.

Bislang galt der Clip zu Justin Biebers Song «Baby» aus dem Jahr 2010 mit 9,8 Millionen Dislikes als unbeliebtestes YouTube-Video. ««Baby» zu entthronen, war nicht unbedingt unser Ziel dieses Jahr», kommentierte YouTube. Man habe gelernt, wie schwierig es sein könne, Inhalte zu produzieren.

Streaming: Die Schöne, das Biest und jede Menge Superhelden: Das kommt im Januar zu Netflix

Neues Jahr, neues Glück – das gilt auch für den Wettkampf der Streaming-Anbieter. Um sich die Aufmerksamkeit der Kunden zu sichern, setzt Netflix auch im Januar wieder auf frische Inhalte. 

Vor allem Fans von Superhelden kommen voll auf ihre Kosten. Los geht es mit dem Klötzchen-Spaß „Der Lego Batman Film“. Mit „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ hat Netflix noch einen echten Blockbuster parat. Wer es beschaulicher mag, darf sich auf „Die Schöne und das Biest“ freuen. Der Disney-Klassiker wurde im letzten Jahr neu aufgelegt und kann nun erstmals per Flatrate gestreamt werden. 

Und auch Serien-Fans bekommen neuen Stoff. Neben jeder Menge neuer Originale setzt Netflix auch einige der beliebtesten Serien fort. „Grace und Frankie“, „Star Trek: Discovery“, „Unbreakable Kimmy Schmidt“, „Grimm“ und „American Crime Story“ gehen alle in die nächste Runde.

Hier finden Sie alle Neuheiten im Überblick:

Netflix: Neue Serien im Januar 2019

  • Aufräumen mit Mario Kondo, ab 1. Januar 2019
  • Grimm –  Staffel 6, ab 6. Januar 2019
  • When Heroes Fly, ab 10. Januar 2019
  • Friends from College – Staffel 2, ab 11. Januar 2019
  • Sex Education, ab 11. Januar 2019
  • Titans, ab 11. Januar 2019
  • American Crime Story: Der Mord an Gianni Versace – ab 18. Januar 2019
  • Die Coal Valley Saga – Staffel 5, ab 18. Januar 2019
  • Grace and Frankie – Staffel 5, ab 18. Januar 2019
  • Star Trek: Discovery – Staffel 2, ab 18. Januar 2019 wöchentlich neue Episoden
  • Justice, ab 21. Januar 2019
  • Black Earth Rising, ab 25. Januar 2019
  • Club de Cuervos – Staffel 4, ab 25. Januar 2019
  • Kingdom, ab 25. Januar 2019
  • Unbreakable Kimmy Schmidt – Staffel 4, Teil 2, ab 25. Januar 2019
  • Pose, ab 31. Januar 2019
  • Jessie – Staffel 3, ab 31. Januar 2019

Netflix: Filme im Januar 2019

  • Sword Art Online 2, ab 1. Januar 2019
  • Die irre Heldentour des Billy Lynn – 02. Januar 2019
  • Lionheart, ab 4. Januar 2019
  • Und atmen Sie normal weiter, ab 4. Januar 2019
  • The LEGO Batman Movie, ab 6. Januar 2019
  • Godzilla: The Planet Eater, ab 9. Januar 2019
  • Die Schöne und das Biest, ab 10. Januar 2019
  • ReMastered: Massacre at the Stadium, ab 11. Januar 2019
  • Solo, ab 11. Januar 2019
  • The Last Laugh, ab 11. Januar 2019
  • World War Z, ab 11. Januar 2019
  • Das größte Spiel seines Lebens, ab 14. Januar 2019
  • Er kennt keine Gnade, ab 15. Januar 2019
  • Sebastian Maniscalco: Stay Hungry, ab 15. Januar 2019
  • T2 Trainspotting, ab 16. Januar 2019
  • IO, ab 18. Januar 2019 Soni, ab 18. Januar 2019
  • Animas, ab 25. Januar 2019
  • Guardians of the Galaxy Vol. 2, ab 25. Januar 2019
  • Queen of Katwe, ab 30. Januar 2019
  • 2012, ab 31. Januar 2019
  • 30 Minuten oder weniger, ab 31. Januar 2019
  • Haben Sie das von den Morgans gehört?, ab 31. Januar 2019
  • Saving Mr. Banks, ab 31. Januar 2019
  • Spider-Man, ab 31. Januar 2019
  • Spider-Man 3, ab 31. Januar 2019
  • Zwei wahnsinnig starke Typen, ab 31. Januar 2019

Netflix: Neues für Kinder im Januar 2019

  • Eine Reihe betrüblicher Ereignisse – Staffel 3, ab 1. Januar 2019
  • Carmen Sandiego – Staffel 1, ab 18. Januar 2019
  • Pinky Malinky, ab 1. Januar 20

Netflix: Neue Comedy im Januar 2019

  • Comedians der Welt, ab 1. Januar 2019
  • Kaya Yanar – Reiz der Schweiz, ab 4. Januar 2019
  • Gabriel „Fluffy“ Iglesias: One Show Fits All, ab 29. Januar 2019

Netflix: Neue Dokus ab Januar 2019

  • FYRE: The Greatest Party That Never Happened, ab 18. Januar 2019
  • Trigger Warning with Killer Mike, ab 18. Januar 2019
  • Conversations with a Killer: The Ted Bundy Tapes, ab 24. Januar 2019

Spott im Netz: Russisches Staatsfernsehen lobt "High-Tech-Roboter" – der ist aber nur ein Mensch im Anzug

Der russische TV-Sender „Russa-24“ hat einen neuen Roboter und seine Fähigkeiten gefeiert. Es stellte sich aber heraus, dass der Roboter gar kein echter Roboter, sondern ein Mann in Kostüm war. Das berichtete der britische „Guardian“ am Mittwoch. Das neue „High-Tech-Wunder“ Boris wurde demnach bei einem Jugendforum für Robotertechnik vorgestellt. Bei der Vorstellung hieß es unter anderem, dass der Roboter sogar gelernt habe, zu tanzen und darin gar nicht mal so schlecht sei. 

„Warum hat der Roboter so viele überflüssige Bewegungen beim Tanzen gemacht?“

Einige Blogger entdeckten aber, so der „Guardian“, dass mit dem im TV-Bericht gefeierten Roboter etwas nicht stimmt. So seien schnell Fragen wie „Wo sind eigentlich die Sensoren?“ oder „Warum hat der Roboter so viele überflüssige Bewegungen beim Tanzen gemacht?“ laut. Kurz darauf wurden Fotos auf Twitter geteilt, die zeigen, wie ein Mann in den Roboter-Anzug schlüpft. Boris ist nicht echt. Oder sollte man besser sagen – echter als das russische Staats-TV dachte? Das Kostüm der Firma „Show Robots“ koste nach Angaben des „Guardian“ etwa 3340 Euro und ist mit Mikrofon und Displays ausgestattet.

Der Bericht über Boris sei am Mittwoch zunächst wieder von dem Youtube-Kanal des Senders verschwunden. Wenige Stunden später sei er dann aber wieder aufrufbar gewesen. In den sozialen Netzwerken verbreitete sich der Bericht in Windeseile. Viele User teilten den Clip und das Foto des Mannes, der in den Roboter-Anzug steigt, zum Beispiel auf Twitter.Twitter-Video Russia-24Ob nur der TV-Sender auf den Fake-Roboter hereingefallen ist oder die Veranstalter den Roboter-Auftritt als authentisch verkaufen wollten, ist unklar. Einem geschulten Auge – auch bei den jüngeren Teilnehmern des Jugendforums – dürfte der Fake aber relativ schnell auffallen.

Quelle:„The Guardian“ / Twitter

Dieser Roboter kann tanzen – so gut, dass es gruselig ist 18.34

Anhörung in Washington: Google-Chef: Aktuell keine Pläne für Suchmaschine in China

Google verfolgt nach Angaben von Firmenchef Sundar Pichai aktuell keine Pläne für den Start einer Suchmaschine in China.

Vor kurzem hatten Medienberichte, wonach Google an einer im Einklang mit Vorgaben der chinesischen Behörden zensierten Internet-Suche arbeite, für heftige Kritik an dem Internet-Konzern gesorgt. Pichai bestritt zugleich nicht, dass Google intern solche Überlegungen anstellte. Und er bezeichnete den Zugang zu Informationen als ein Menschenrecht – was mit der Zeit auch als ein Argument für ein Angebot in China dienen könnte. Google hatte 2010 China verlassen, statt die Suche zu zensieren.

Pichai musste sich bei der Anhörung auch immer wieder gegen Vorwürfe von Republikanern wehren, der Internet-Konzern unterdrücke konservative Meinungen. «Ich führe das Unternehmen ohne jegliche politische Ausrichtung», versicherte er. Unter anderem der texanische Abgeordnete Lamar Smith behauptete, konservative Stimmen würden während der Präsidentschaft von Donald Trump von Google stummgeschaltet.

Einer seiner Kollegen wollte wissen, wieso bei der Suche nach dem Begriff «Idiot» häufig ein Bild von Trump auftauche. Der Abgeordnete Tom Marino warnte Google vor einer Regulierung durch Behörden: «Wenn die Regierung regulierend eingreift, wird das Ihnen nicht gefallen. Einige Demokraten beklagten sich hingegen, dass rechte Nachrichtenseiten zu viel Gewicht bekämen.

Ein weiteres Thema war die Datensammlung durch Google. Der Konzern sauge ein Menge an Nutzerinformationen ein, die «die NSA erröten lassen würde», sagte der Ausschussvorsitzende Robert Goodlatte, ein Republikaner. Pichai entgegnete, Daten würden nur mit Zustimmung der Nutzer erhoben. Bei weiteren Fragen ging es unter anderem darum, was Google gegen russische Propaganda unter anderem im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2016 unternommen habe.

Vor Pichai wurden bereits unter anderem Mark Zuckerberg und Twitter-Chef Jack Dorsey stundenlang im Kongress befragt. Auch diese Anhörungen brachten wenig konkrete Ergebnisse, während die beiden politischen Parteien sie zum Teil als Plattform für ihre Vorwürfe gegen die Internet-Firmen nutzten.

Verband: Künstliche Intelligenz ist Treiber des digitalen Wandels

Künstliche Intelligenz ist nach Einschätzung des Verbands ZVEI auch in der Unterhaltungselektronik ein wesentlicher Treiber des digitalen Wandels.

Der Begriff treffe allerdings auf ein ambivalentes Echo, sagte Kai Hillebrandt aus dem Vorstand des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, zur Vorstellung der Ergebnisse einer YouGov-Umfrage.

So knüpften bislang nur 18 Prozent der Befragten positive Erwartungen mit der Technologie. Wenn es um konkrete Einsatzgebiete mit hohem Alltagsnutzen gehe, zeige sich jedoch ein anders Bild. Es brauche deshalb «überzeugende Nutzungsszenarien».

Den sinnvollen Einsatz von KI im persönlichen Alltag können sich laut Umfrage generell 26 Prozent der Befragten vorstellen. Das größte Interesse bringen die Verbraucher (52 Prozent) intelligenten Navigations-Anwendungen entgegen, wenn es etwa darum geht, Staus und hohes Verkehrsaufkommen zu umfahren.

Die Steuerung von vernetzten Heizungssystemen per Smartphone würden 27 Prozent der Befragten begrüßen. An persönlichen Empfehlungen für das TV-Programm auf Basis der Analyse des Nutzungsverhaltens wären 21 Prozent der Befragten interessiert. Die automatische Nachbestellung von Verbrauchsgütern zum Beispiel über die intelligente Waschmaschine hält allerdings knapp die Hälfte (46 Prozent) für verzichtbar.

Der Studie zufolge, die der ZVEI bei den Marktforschern von YouGov in Auftrag gegeben hat, nutzt jeder sechste Befragte bereits Sprachsteuerung für Geräte in seinem Zuhause. Am häufigsten werden demnach mobile Geräte wie Smartphones per Sprache gesteuert (54 Prozent), gefolgt von Unterhaltungselektronik (32 Prozent) und Smart-Home-Anwendungen (22 Prozent). Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) betätigt Haushaltsgeräte per Sprache. Das größte Interesse liegt demnach bei der Navigation (43 Prozent) und bei der Nutzung von Suchmaschinen (40 Prozent).