"News Lab Fellowship": Datenjournalisten aufgepasst: Google und stern suchen Stipendiaten

Du bist JournalistIn aus Leidenschaft? Geschichten mit Texten, bewegten und unbewegten Bildern oder in Grafiken zu erzählen, ist genau Dein Ding? Dann bist Du für uns, das Digitalangebot des stern, wie gemacht!

In Kooperation mit Google sucht unsere in Hamburg ansässige Redaktion im Rahmen des „2018 News Lab Fellowship“-Programms für acht Wochen (Zeitraum: zwischen Mai und September) Verstärkung bei der Umsetzung interaktiver Storytelling-Formate und Datenvisualisierungen.

Was Dich bei stern Digital erwartet

stern Digital gehört zu den reichweitenstärksten journalistischen Angeboten im deutschsprachigen Netz und ist auf allen digitalen Kanälen und Plattformen zu finden. Unsere Themen und Formate sind so abwechslungsreich wie das Leben unserer Leser. Wir informieren sie darüber, was heute wichtig ist und erklären die Hintergründe – mal als Service-Stück, mal als Analyse und dabei immer mit dem Ziel, Komplexes verständlich zu machen und das Leben zu erleichtern.

Wir erzählen bunte und bildgewaltige Geschichten, die sich ganz nah an den Menschen bewegen und scheuen dabei nicht davor zurück, mit neuen Erzählformaten zu experimentieren – genau da kommst Du ins Spiel!

Was wir von Dir erwarten

Wir freuen uns auf einen Google News Fellow, der sich ab dem ersten Tag als Teil unserer Redaktion versteht und uns als Datenjournalist bei der Umsetzung interaktiver Storytelling-Formate und Datenvisualisierungen unterstützt. Du solltest dafür bereits redaktionelle Erfahrungen gesammelt haben und Kenntnisse mit einschlägigen Tools sowie in HTML, CSS, optional auch JavaScript, mitbringen. Alles, was Du darüber hinaus kannst – z.B. Python oder D3.js – prädestiniert Dich umso mehr.

So kannst Du Dich bewerben – und weitere wichtige Daten

Wir haben Dein Interesse geweckt? Dann hast Du noch bis zum 15. April 2018 Zeit, Dich hier für das Fellowship-Programm zu bewerben.

Ab dem 20. April werden die ersten erfolgreich ausgewählten KandidatInnen bekannt gegeben. Du bist darunter? Dann erwartet Dich am 26. April ein ganztäiger News Lab Workshop bei Google, ehe Du uns ab Mai für acht Wochen tatkräftig in der Redaktion unterstützen wirst.

Alle Voraussetzungen für Deine Teilnahme, alle Informationen zum Stipendium sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen findest Du hier.

Die stern-Redaktion wünscht Dir viel Erfolg – vielleicht sehen wir uns schon bald in Hamburg!

Voraussage eines Experten: Roboter könnten bald unsere besten Freunde sein – was daran so gefährlich ist

David Gerrolds Job ist es, sich Gedanken über das Leben in der Zukunft zu machen. Insbesondere darüber, wie Mensch und Technik in den nächsten Jahrzehnten neben- und miteinander existieren werden. Der 74-jährige US-Amerikaner schreibt Science-Fiction-Romane („The Martian Child“) und wurde dafür in seinem Leben bereits mehrfach ausgezeichnet.

Dass Gerrold genau der Richtige für diesen Job ist, hat er 1999 bewiesen. Damals sagte er in einem Zeitungsbeitrag sehr präzise voraus, wie das Smartphone unser Leben verändern würde – wohlgemerkt acht Jahre bevor Steve Jobs das erste iPhone vorstellte. Seitdem gilt Gerrold als einer der großen Experten, wenn es um technologische Zukunftsvisionen geht.Tweet vorhersage

Roboter sind jetzt schon Teil unseres Alltags

Man sollte also ernstnehmen, wenn David Gerrold Prognosen wagt – entsprechend viel Aufsehen hat sein neuer Artikel erregt. In einem Text für die Plattform des IT-Unternehmens Hewlett Packard widmete sich Gerrold kürzlich dem Thema „Künstliche Intelligenz“ und traf Vorhersagen darüber, wie Roboter unser Leben zukünftig verändern werden.

Roboter sind längst ein ganz selbstverständlicher Teil unseres Lebens, ohne dass wir sie wahrnehmen: Computer, Aufzüge, automatische Türen. Doch für Gerrold beinhaltet der Begriff mehr. Ihm geht es um eine Maschine, die multi-tasking-fähig ist, also mehrere Aufgaben gleichzeitig auf Basis der ihr zur Verfügung stehenden Informationen erledigt. Ein solcher Roboter könnte Frühstückseier zubereiten, aber auch gleichzeitig den Kühlschrank im Blick haben und sofort neue Eier nachbestellen.

Vom Lebensmanager zum Lebensbegleiter

Doch damit nicht genug. Roboter werden nach Gerrolds Voraussage nicht nur „Lebensmanager“, sondern irgendwann auch „elektronische Freunde“ sein. Sie werden mit uns spielen, uns zuhören, vielleicht sogar eine Art Therapeutenersatz sein. „Der Roboter-Teddybear wird der erste Freund eines Kindes sein. Er wird zuhören, antworten, ihm Dinge beibringen, auf seine Gesundheit achten und alle Unregelmäßigkeiten an die Eltern berichten“, schreibt Gerrold.

Der elektronische Begleiter werde sich mit seinem menschlichen Gegenüber gemeinsam entwickeln – ein Freund fürs ganze Leben gewissermaßen. Am Ende des Lebens werden sie es sein, die sich um den alten und gebrechlichen Menschen kümmern. Sogar als Liebespartner kämen Roboter in Frage, je mehr sie menschliche Züge annehmen.

Aber was ist mit der Liebe?

All diese Entwicklungen sieht Gerrold bereits in Grundzügen vorhanden, bis seine Vorhersagen eintreffen, werde es aber noch „mindestens ein Jahrzehnt, wahrscheinlich länger“ dauern. Der Prozess werde langsam und auch schmerzlich vonstatten gehen, schreibt der Autor. 

Ob das nun die schöne neue Welt oder eine gruselige Zukunftsvorstellung ist, bleibt wahrscheinlich Ansichtssache. Doch auch Gerrold selbst sieht die problematischen Seiten seines Entwurfs. Er warnt die Menschheit davor, die Fähigkeit, miteinander zu umzugehen, zu verlieren: „Wenn wir das aufgeben, schaffen wir eine Generation, die niemals wissen wird, was es heißt, geliebt zu werden.“

27-Der Roboter, dem die Menschen vertrauen-5741542117001

Facebook-Chef: "Es war mein Fehler": Zuckerberg übernimmt Verantwortung für Datenskandal

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will in seiner mit großer Spannung erwarteten Aussage vor dem US-Kongress die persönliche Verantwortung für den Skandal um den gigantischen Missbrauch von Nutzerdaten übernehmen. Facebook habe seine Verantwortung nicht in angemessener Form wahrgenommen: „Dies war mein Fehler, und es tut mir leid“, erklärte Zuckerberg in einem vorbereiteten Statement für seine Anhörungen, das am Montag von einem Kongressausschuss verbreitet wurde.

Als Gründer und Chef von Facebook „bin ich verantwortlich für das, was hier passiert“, betonte der 33-Jährige. Sein Unternehmen habe nicht genügend gegen einen Missbrauch der von ihm bereitgestellten Instrumente zur Online-Vernetzung getan. Dies gelte für die Verbreitung von Falschnachrichten und Hassrhetorik, ausländische Einmischungen in Wahlen und den Zugriff auf Nutzerdaten.

Zuckerberg gelobte Besserung: „Es wird einige Zeit brauchen, um all die Veränderungen abzuarbeiten, die wir vornehmen müssen, aber ich bin dem Ziel verpflichtet, es hinzubekommen.“ Der Facebook-Chef hatte sich bereits seit Aufkommen des Skandals mehrfach entschuldigt und seine persönliche Verantwortung betont.

Bis zu 87 Millionen Nutzer von Datenskandal betroffen

Der Skandal dreht sich um das Abschöpfen der Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern durch die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica, die dann mutmaßlich für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgewertet und eingesetzt wurden. Facebook steht wegen des Skandals unter massivem politischen, juristischen und wirtschaftlichen Druck.Zuckerberg räumt Fehler ein

Zudem steht der Onlinegigant in den USA schon seit längerem in der Kritik, weil sein Netzwerk während des Wahlkampfs massiv für die Verbreitung von Falschinformationen genutzt worden war. Ein Großteil dieser manipulativen Inhalte soll in Russland erzeugt worden sein.

Mark Zuckerberg kämpft um Facebook-Reputation

Zuckerberg soll am Dienstag und Mittwoch vor diversen US-Parlamentsausschüssen aussagen. Es ist sein erster derartiger Auftritt vor dem US-Kongress – und zweifellos einer der bislang wichtigsten Auftritte seiner Karriere. Der Facebook-Chef kämpft um nicht weniger als die Reputation und Zukunft seines Konzerns, dessen Geschäftsmodell auf der massiven Sammlung von Daten über seine Nutzer beruht.

Zuckerberg wird zunächst am Dienstag (ab 20.15 Uhr MEZ) in einer gemeinsamen Sitzung der Senatsausschüsse für Justiz und Handel angehört. Am Mittwoch folgt dann seine Befragung durch den Handelsausschuss des Repräsentantenhauses.05-Laut Facebook bis zu 87 Mio Betroffene in Datenschutzskandal-5764351707001