Cyborg mit Leib und Seele: Dieser Mann hat 14 Implantate unter der Haut – und kann damit viele Türen öffnen

Der Niederländer Patrick Paumen beschreibt sich selbst als Cyborg. Denn insgesamt hat er 14 Implantate unter seiner Haut, und die öffnen ihm viele Türen. Wie er sich die Implantate einpflanzen lässt und warum er das tut, erklärt er im Video.

Absturz der Hype-App?: Das Snapchat-Dilemma: Warum sich die Firma zwischen Nutzern und Geld entscheiden muss

Es war der große Kandidat für die Nachfolge von Facebook. Nachdem es den Ruf einer reinen Sexting-App abgelegt hatte, konnte Snapchat jahrelang einen gigantischen Hype erzeugen. Damit ist nun Schluss. Schuld ist der Konkurrent Facebook, eine völlige Missachtung der eigenen Nutzer und – glaubt man vielen Medienberichten – Kylie Jenner.

Das Social-Media-Starlet soll Ungeheuerliches vollbracht haben: Mit einem einzigen Tweet soll sie Snapchat ganze 1,6 Milliarden Dollar gekostet haben. „Aaaalso, öffnet ihr eigentlich auch Snapchat nicht mehr? Oder geht es nur mir so? Ach, das ist so traurig“, lautet die lapidare Nachricht. Kurz danach war die Aktie um 6 Prozent gefallen. Aber so einfach, wie es viele Schlagzeilen darstellen, ist der Zusammenhang vermutlich nicht. Denn Snapchat hat echte Probleme – und Kylies Tweet ist nur ein Symptom davon.Die Emoji-Codes der Drogendealer 19.45

Snapchat vergrault seine Nutzer

Vor allem ein aktuelles Update macht Snapchat Ärger. In den letzten Monaten wurde die App komplett überarbeitet, seit Januar nutzen alle die neue Oberfläche. Bei den Nutzern stößt sie auf wenig Gegenliebe. Sie ärgern sich, dass sie viele Funktionen nicht mehr finden. Zudem wird der Discovery-Funktion, die bezahlte Inhalte von Firmen und Stars vorstellt, nun deutlich mehr Raum gegeben, während die Chats und Freunde zusammengequetscht wurden. Das kommt nicht gut an. Eine Petition, die fordert, das Update zurückzuziehen, hat bereits 1,25 Millionen Unterzeichner. In anderen Netzwerken wie Twitter und Reddit machen die frustrierten Snapchat Fans ihrem Ärger Luft.

Snapchat ficht das nicht an. Die Firma behauptet, man wolle mit den Änderungen die Kommunikation unter den Nutzern fördern. Ein geleaktes Dokument zeigt aber das Gegenteil, berichtet „The Verge“: Weil sich die Nutzer lieber mit Chats statt den bezahlten Stories beschäftigten, sollten letztere prominenter ausgespielt werden, heißt es da. Eine verzweifelte Aktion, die viele Nutzer nun endgültig vergraulen könnte. Die Notwendigkeit Geld zu verdienen kostet Snapchat so möglicherweise sein größtes Kapital – die große Nutzerbasis.Meitu 19.10

Die wilde Alternative zu Facebook

Die machte die App überhaupt erst relevant. Viele junge Leute wenden sich von Facebook ab, seit sich dort auch Oma und der Chef tummelten. Stattdessen entdeckten sie die wilde Welt von Snapchat. Vor allem die berühmten, sich selbst auflösenden Fotos hatten es den jungen Nutzern angetan. Aber nicht nur wegen der Sex-Chats. Sie schätzten die Vergänglichkeit, mussten bei Snapchat nicht das perfekte Image aufrecht erhalten. Alles fand im Augenblick statt.

Facebook erkannte das Potenzial – und die daraus enstandene Gefahr – schnell. Schon 2012 bot Mark Zuckerberg Snapchat-Gründer Evan Spiegel drei Milliarden Dollar für die App. Doch der lehnte ab. Ein gewagtes Manöver. Facebook ging in den Angriff, veröffentlichte mit dem gefloppten „Poke“ eine eigene App mit sich selbst löschenden Bildern – und fachte damit den Hype um Snapchat nur weiter an. Die App wuchs und wuchs.Google zahlt an Apple – und Siri nutzt bing_10.20

Kopierter Erfolg

Mit den Stories gelang Snapchat dann sein größter Coup. Die kurzen Clips und Fotos erlaubten Einblicke in die Leben der Nutzer, waren nach 24 Stunden aber wieder verschwunden. So manchen machten seine kleinen Gechichten zum Star. Die Snapchat-Influencer waren geboren – und dank Koorperationen mit etablierten Marken hatte die App endlich ein Geschäftsmodell.

Da traf Facebooks Rache Snapchat um so härter. Indem man zuerst in Instagram, dann auch bei Facebook und Whatsapp ebenfalls Stories einführte, klaute man Snapchat einen guten Teil der Nutzerbasis. Hinzu kamen die vielen erwachsenen Nutzer, die zwar im spielerischen Ansatz von Snapchat nie einen echten Mehrwert für sich erkannten – bei Instagram und Co. aber sofort dabei waren. Genau diese Nutzer wollte man mit dem Update wohl zu Snapchat locken: In einem Statement gab Spiegel bekannt, dass das neue Interface vor allem bei älteren Nutzern für mehr Aktivität sorgte. Ob man so die vergraulten, jungen Nutzer aufwiegen kann, darf aber bezweifelt werden.Facebook kopierte Profile 20.30h

Werber wollen Facebook

Die Werbekunden vertrauen jedenfalls auf die Facebook-Dienste. Eine Studie zeigt, dass Firmen bei bezahlten Posts oder Werbung viel lieber auf Zuckerbergs Firmen setzen. 96 Prozent der befragten Unternehmen hatten demnach bei Facebook für Werbung oder Posts bezahlt, 44 Prozent waren es bei Instagram. Snapchat landete auf dem sechsten und letzten Platz der Umfrage – gerade mal drei Prozent der Unternehmen hatten dort Geld gelassen. Obwohl immer mehr Geld in Social Media und die Story-Funktionen gesteckt wird, landet ein immer kleinerer Teil bei Snapchat. Die Studie erschien im Januar, vor dem Update-Drama. Die Lage dürfte sich seitdem nicht verbessert haben.

„Wir sehen hier den Absturz einer Firma“, erklärte Investor Eric Schiffer entsprechend pessimistisch gegenüber dem „Guardian„. „Das ist der Todesstoß für eine Firma wie Snapchat und seine Nutzerbasis, die so lange treu blieb.“ Scott Levy, dessen Firma Fuel Online andere Unternehmen bei Werbebuchungen berät, sieht das ähnlich. „Wir raten allen unseren Kunden ab, Geld in Snapchat zu stecken.“

Der Chef gönnt sich einen Bonus

Vielleicht ist das auch der wahre Grund für den wegbrechenden Aktien-Kurs. Nach dem letzten Quartalsbericht waren die Aktionäre begeistert, Snapchat hatte erstmals seit dem Börsengang im letzten Sommer die Erwartungen übertroffen. Der Kurs ging steil nach oben. Dann schwoll der Chor der kritischen Stimmern zu dem neuen Update immer weiter an – bis er mit Kylie Jenners Tweet den Höhepunkt fand. Die hohen Erwartungen sind in sich zusammengebrochen.

Wie es mit Snapchat weitergeht, muss sich zeigen. Der Chef scheint sich wenig Sorgen zu machen. Im letzten Jahr hatte sich Evan Spiegel Aktien im Wert von 638 Millionen Dollar auszahlen lassen, das wurde vor kurzem bekannt. Als Bonus. Mal sehen, ob er das nächstes Jahr noch einmal durchbekommt.Jodel-Horrordates 18.16

Was steckt dahinter?: Streamingdienst bietet "Netflix forever" an

Gerade einmal 25 Sekunden dauert das Video, mit dem Netflix aktuell Film- und Serienfans in Aufruhr versetzt. Doch der Clip bewirbt keine neue Produktion des Streamingsdienstes. Stattdessen in der Hauptrolle: eine schwarze Karte, die deutlich an eine Kreditkarte erinnert. Was steckt dahinter?

Chance auf eine „ewige Netflix Mitgliedschaft“

Netflix hat den Spot am Dienstag via Facebook und Twitter verbreitet. Im charakteristischen Netflix-Rot leuchtet der Schriftzug „Netflix forever“ auf einer Seite der Karte. Auf der anderen ist „Das ewige Netflix Mitglied 0001“ zu lesen, ein Name fehlt jedoch. Lediglich das Gültigkeitsdatum ist noch zu erkennen: Start ist im Februar 2018, ein Ende gibt es nicht. Stattdessen ist das Unendlichzeichen aufgedruckt.

 Wer jetzt bei dem Gedanken an eine ewige Netflix-Mitgliedschaft schon ganz aus dem Häuschen ist, muss sich jedoch noch etwas gedulden. Aktuell hüllt sich der Streamingdienst in geheimnisvolles Schweigen. Am 1. März können aber weitere Informationen erwartet werden. Dann will Netflix bekannt geben, wie Fans das Angebot erhalten können. 

Einmalzahlung oder Werbegag – was steckt dahinter?

netflix 16.20Zahlreiche Spekulationen verbreiten sich bereits jetzt unter den Usern. Während einige auf ein Abo für lau hoffen, gehen andere von einer hohen Einmalzahlung aus. Manche vermuten gar, dass sie ihre Seele an Netflix verkaufen müssten.

Es scheint sich zumindest nicht um einen bloßen Werbegag zu handeln, denn das Unternehmen verspricht in seinem Posting, dass die ewige Mitgliedschaft „nicht länger nur ein Traum“ ist.

Aktuell können Nutzer das Serien- und Filmangebot von Netflix nach einem Gratismonat nur in einem monatlichen Abo nutzen. Das kostet mindestens 7,99 Euro. Das Streaming-Angebot des US-Unternehmens ist seit 2014 in Deutschland verfügbar und hat sich mit seinen aufwendigen Eigenproduktionen neben Amazon Prime Video als Marktführer etabliert. Netflix longtail_10.20

Cyberangriff auf Bundesregierung: APT28 – das sind die Hacker hinter dem Angriff auf das Bundesnetzwerk

Es ist ein Angriff, dessen Folgen wir noch gar nicht einschätzen können: Cyberkriminellen soll es gelungen sein, das als besonders sicher geltende Datennetzwerk des Bundes geknackt und bis zu einem Jahr ausgehorcht zu haben. Der Name der Gruppe: APT28. Doch wer steckt dahinter?Hacker dringen in regierungsnetz ein 17.06

Das Hacker-Kollektiv ist in der Szene schon lange berüchtigt. Die Abkürzung steht für „Advanced Persistant Threat“, ein Begriff der IT-Sicherheit, der sich am besten mit „Fortgeschrittene und anhaltende Bedrohung“ übersetzen lässt. Den Namen erhielten die Hacker von den Sicherheitsexperten von FireEye,  einem US-Unternehmen für Netzwerksicherheit. APT28 wird auch als „Fancy Bear“ oder „Sofacy Group“ bezeichnet. Wer genau dahinter steckt, ist nicht offiziell bekannt. Die deutschen Geheimdienste sind aber sicher: Gesteuert wird die Gruppe von den russischen Geheimdiensten GRU und FSB. Auch unter anderen Sicherheitsexperten ist das weitgehend Konsens, klare Beweise fehlen aber bislang.

+++ Lesen Sie hier: Deutschlands digitale Krieger – Zu Besuch beim Cyberkommando der Bundeswehr +++

Hochrangige Ziele

Die Hacker haben schon einiges auf dem Kerbholz. Ihnen wird etwa der Angriff auf den Bundestag 2015 zugeschrieben, sie attackierten europäische Rüstungskonzerne, Webprovider und Energieunternehmen. Auch der Hacker Guccifer 2.0, der vor der Wahl die Server der US-Demokraten infiltrierte, wird der Gruppe zugerechnet, weil er bekannte Teile ihrer Software benutzte. Die Wahlkampfteams von Angela Merkel und Emanuel Macron sollen in den letzten Jahren ebenfalls ins Visier genommen worden sein, scheinbar aber ohne Erfolg.Nordkorea Hacker Insider 20.40

In ihrem Vorgehen gleicht APT28 anderen, fortgeschrittenen Hacker-Gruppen: Sie suchen oder kaufen bis dahin unbekannte Lücken in Betriebssystem und Programmen, dann wird versucht, über Phishing-Mails Zugriff auf die Systeme zu bekommen. Die Software wird in der Regel passgenau auf die Ziele zurechtgeschnitten. Experten sind sich anhand der Zielauswahl sicher, dass es sich um eine staatlich gesteuerte Gruppe handelt, der Fokus auf West- und vor allem Osteuropa legt eine russische Beteiligung nahe.

Die Deutsche Regierung wollte sich mit dem Daten-Netzwerk „Informationsverbund Berlin-Bonn“ (IVBB) gezielt vor solchen Angriffen schützen. Es wurde eigens eingerichtet, um die geheime Kommunikation der Behörden sicher abzuschirmen. Dass die Hacker nun genau dieses Netzwerk infiltrieren und womöglich monatelang Zugriff auf geheimste Daten hatten, bezeichnete ein Sicherheitsexperte nach Angaben der „Deutschen Presse Agentur“ als „Super-Gau“.Manipulieren russische Hacker die Bundestagswahl

Für Serien-Junkies: Netflix forever: So kriegen Sie die Mitgliedschaft für immer kostenlos

Netflix ist für seine aufwendigen Eigenproduktionen bekannt. Das es jedoch auch möglich ist, Film- und Serienfans mit einem Video von gerade einmal 25 Sekunden Länge in Aufregung zu versetzen, bewies der Streamingdienst Ende Februar.

Dabei ist die Hauptrolle des Clips eher ungewöhnlich besetzt: Eine Karte im Kreditkartenformat steht im Mittelpunkt. Darauf sind deutlich die Worte „Netflix forever“ zu lesen. Das Netz rätselte mehrere Tage, ob es sich um ein unschlagbares Angebot oder einen bloßen Werbegag handelt. Netflix hat sein geheimnisvolles Schweigen nun gebrochen.

Gewinnspiel um eine ewige Netflix-Mitgliedschaft

Tatsächlich handelt es sich um eine Promo-Aktion für die neue Serie „Altered Carbon“. In dem Netflix-Original ist ein Leben bis in alle Ewigkeit möglich. Diese Erfahrung will der Streamingdienst auch für drei seiner Nutzer erlebbar machen – zumindest was die Netflix-Mitgliedschaft angeht. Dafür bietet das Unternehmen ewig kostenfreie Nutzung seines Angebots.

Netflix Oscar 13.27Wer unendlichen Zugriff auf die Inhalte des Video-on-Demand-Anbieters erhalten möchte, muss sein Wissen in einem Quiz unter Beweis stellen. Die einzige Voraussetzung: Man muss über 18 Jahre alt sein. Teilnehmer können sich mit ihrem Facebook-Login anmelden und schier unendlich viele Fragen zu den Filmen und Serien des Streamingdienstes beantworten. Pro Frage muss eine von vier Antwortmöglichkeiten ausgewählt werden. Aber Vorsicht: Wer daneben liegt, ist sofort ausgeschieden. Neben Wissen ist vor allem Durchhaltevermögen gefragt: Das Netflix-Quiz startet am 1. März um 8 Uhr. Bis 20 Uhr am 4. März kann gespielt werden. Die „Netflix forever“-Mitgliedschaften gehen an die drei Spieler, die die meisten korrekten Antworten gegeben haben. 

Das Unternehmen hat eine eigene Website für das Gewinnspiel eingerichtet. Wer sein Glück versuchen möchte, kann gleich hier starten.

Der Streaminggigant zahlt auch fürs Serienschauen

Netflix hatte den Spot am vergangenen Dienstag via Facebook und Twitter verbreitet. Neben dem Schriftzug „Das ewige Netflix Mitglied 0001“ war ein Gültigkeitsdatum zu lesen. Das Angebot startete demnach im Februar 2018, ein Ende gibt es nicht. Bisher fehlt auf der Karte ein Name. Nun ist klar: Erst nach 84 Stunden steht fest, wer ewiges Netflix-Mitglied wird. 

Aktuell ist das Serien– und Filmangebot von Netflix nach einem kostenfreien Testmonat nur im monatlichen Abo nutzbar. Das kostet mindestens 7,99 Euro. Da steht es wohl außer Frage, dass zahlreiche Kunden ihr Glück auf einen lebenslang kostenlosen Zugang versuchen werden. Wenn es aber doch nichts mit der ewigen Mitgliedschaft werden sollte: Das Schauen von 40 Stunden Netflix-Produktionen pro Woche kann man sich auch bezahlen lassen.Netflix-Trailer The End of the Fucking World