Software "Knoop": Dorfbewohner in Schleswig-Holstein schalten Straßenlaternen nachts per App ein

Über das kleine Dorf in Schleswig-Holstein berichten dieser Tage etliche Medien. Die Lokalzeitung war hier, der NDR und sogar der Bayerische Rundfunk. Was die Medienvertreter so interessiert, lässt sich auf der Website der 650-Seelen-Gemeinde nachlesen. „Löwenstadt aktuell“ ist stolz auf „seine“ App. Und sie wurde entwickelt  – von einem Löwenstedter.

Dank dieser Software können die Bewohner hier in dem Ort  zwischen Flensburg und Husum etwas, das in anderen Gemeinden nicht möglich ist. Sie knipsen nachts selbst die Straßenbeleuchtung an – über eine App auf ihrem Smartphone, den „Knoop“. Das ist Plattdeutsch und heißt „Knopf“.

Entwickler dieses Knopfes ist Simon Hansen. Eigentlich wollte der 26-jährige Informatiker nur, so sagte er jüngst dem NDR, eine Software austüfteln, mit der er die Deckenlampe in seinem Wohnzimmer steuern kann. Doch dann sei er einmal nachts im Dunkeln nach Hause gelaufen und fragte sich: Könnte man nicht das ganze Dorf beleuchten?

Technik ist vor allem etwas für kleine Orte auf dem Land

Die Idee des „Knoop“ war geboren. Inzwischen seien Gemeinden in ganz Schleswig-Holstein an der Anwendung interessiert, sagte Hansen dem stern. Dabei richte sich die Technik an kleine Gemeinden. In großen Städten gebe es teils schon smarte Straßenlaternen, die miteinander kommunizieren können. „Wir richten uns aber speziell an kleine Orte, die mit wenig Aufwand ihre LED-Beleuchtung smart machen wollen“, so Hansen zum stern.

Wie der „Knoop“ funktioniert, können sich die Interessenten hier in Löwenstadt ansehen, und zwar am besten mitten in der Nacht. Wenn die Dauerbeleuchtung durch die Straßenlaternen ab 1 Uhr früh ausgeschaltet sind, kann man sie per App wieder anknipsen. Die Lampen machen dann für zwölf Minuten Licht – das reicht meist, um von der Dorfkneipe nach Hause zu laufen. Ansonsten drückt man den „Knoop“ einfach ein zweites Mal.

Bürgermeister Holger Jensen, der den App-Erfinder aus seinem Dorf „schon immer“ kennt, ist sehr zufrieden mit der neuen Technik für sein Dorf. Sie sei nicht nur bei den Nachtschwärmern beliebt, sagte er dem stern. „Hier wohnen auch viele ältere, alleinstehende Leute. Die empfinden es als positiv, wenn sie nachts ein Geräusch hören und einfach mal kurz das Licht im Dorf anmachen können.“ Dies gebe den Leuten auch ein Gefühl der Sicherheit.

23-‚Die With me‘: Bei dieser App ’stirbt‘ man gemeinsam-21.00Im vergangenen Herbst wurde die Technik erstmals in dem kleinen Ort installiert, zunächst getestet von einer Handvoll Löwenstedter. „Seit Dezember ist sie für das ganze Dorf verfügbar“, so der Bürgermeister. Hauptsächlich nutzten junge Leute die Software – aber eben auch eine Reihe der Über-50-Jährigen.

Entwickler Simon Hansen beziffert die „Knoop“-Anwender in Löwenstadt an diesem Freitag auf exakt 65 Personen – immerhin 10 Prozent der Dorfbewohner. Für die Nutzer ist die App kostenlos. Man bekommt sie nicht im App- oder Playstore. Die Löwenstedter erhalten die Software direkt von Hansen oder der Entwicklerfirma Sourceboat, die er gemeinsam mit mehreren Partnern betreibt.

Die Gemeinde zahlt für den „Knoop“ eine Gebühr. Diese berechnet sich  pro Monat pro Straßenlaterne, von denen es in Löwenstedt 107 gibt.

Löwenstedt in Schleswig-Holstein: App soll Energie sparen helfen

Bürgermeister Jensen hofft, dass die Gemeinde künftig Geld und Energie mit dem „Knoop“ spart: So sollen ab 2019 die Straßenlaternen in Löwenstedt schon um Mitternacht ausgeschaltet werden, also eine Stunde früher als jetzt. Wer später durchs Dorf geht, knipst dann das Licht per App an.

Und manch anderer Löwenstedter freut sich vielleicht darüber, dass die Laternen schon ab Mitternacht nicht mehr im Dauerbetrieb leuchten – und an dann den Sternenhimmel sehen kann. Denn eine weitere Motivation, diese Technik zu entwickeln, sei auch die Lichtverschmutzung gewesen, sagte Entwickler Hansen. Er findet es erschreckend, dass an vielen Orten nachts nicht mehr die Milchstraße zu erkennen ist. Ab nächstem Jahr haben Hobby-Astronomen dann wohl eine Stunde mehr Zeit für ihre Passion. Zumindest in Löwenstedt. Und wenn nicht gerade jemand den „Knoop“ drückt.

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Synchronuhren: Warum Radiowecker und Herduhren derzeit nachgehen

Viele Radiowecker oder Uhren in Mikrowellenherden haben aktuell offenbar Probleme, die exakte Zeit anzuzeigen: Sie gehen nach. Grund dafür sei akute Energieknappheit, berichtet das Technologiemagazin „Heise Online“ am Freitag. Viele solcher Synchronuhren nutzten statt Quarzoszillatoren traditionell die minimalen Abweichungen der konstanten Netzfrequenz für die Berechnung der Zeitanzeige. Diese liegt in Europa traditionell bei fast genau 50 Hertz. Stärkeren Energiebedarf gleichen die Versorger in der Regel durch höhere Einspeisung aus, sodass die Frequenz normalerweise nur um ein paar Hundertstel Hertz differiert, was den Uhren aber als Taktgeber ausreicht.

Aktuelles Leistungsdefizit

Dass solche Uhren, die die Schwingungen der Netzfrequenz für die Zeitmessung nutzen, nun mehrere Minuten nachgingen, sei ein Indiz dafür, dass seit Längerem zu wenig Leistung etwa aus Gaskraftwerken ins Netz gespeist werde, schreibt „Heise Online“: „Der Leistungsmangel scheint aktuell ein Dauerzustand zu sein.“

Keine großen Ausfälle zu erwarten

Ein Grund dafür könne der Strompreis sein, schätzt Ahlers.
Möglicherweise exportiere Deutschland derzeit auch große Mengen an Strom nach Frankreich, da das Nachbarland aktuell Probleme mit der Energiegewinnung aus seinen Atomkraftwerken habe, vermutet „Heise Online“. Wenn die Differenz deutlich sinke, würden die Anbieter jedoch gegensteuern. Größere Ausfälle seien also nicht zu erwarten. Wenn es wieder wärmer wird, werde sich das Problem ohnehin von selbst erledigen. Amazon-Chef baut teuerste Uhr_10.30

Xperia L2 gegen P Smart: Sony gegen Huawei: Duel der Billigheimer-Smartphones

Smartphones werden immer günstiger, schon für knapp 200 Euro findet man heute gute Geräte. Nun haben Sony und Huawei jeweils einen neues Modell in dieser Preisklasse im Handel. Und im direkten Vergleich zwischen Huawei P Smart und Sony Xperia L2 gibt es einen klaren Gewinner: Huawei.

Schon beim Design haben die Chinesen die Nase vorn. Während das kantige Plastikgehäuse des Xperia in der Hand geradezu gigantisch wirkt, fühlt sich das aus Metall gefertigte P Smart mit seinen abrundeten Kanten angenehm kompakt an – und das, obwohl beide ein 5,5-Zoll-Display mitbringen. Schuld ist der deutlich größere Display-Rahmen des L2, der es klobiger macht.Sony Xperia L2

Auch beim Bildschirm selbst ist Huawei vorne: Mit einer Auflösung von 2160 x 1080 Bildpunkten ist das Display des P Smart deutlich schärfer, das Xperia L2 bietet nur HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Das ist bei dieser Größe schlicht zu wenig. Da es auch noch deutlich weniger hell ist und Farben blasser darstellt, wirkt das Bild im direkten Vergleich noch trister. Da macht das P Smart mehr Spaß.

Kamera-Patzer

Bei der Kamera leistet sich Sony endgültig einen Bauchplatscher. Für einfache Schnappschüsse lässt sich das L2 noch benutzen, sobald das Licht schlechter wird oder Bewegung ins Spiel kommt, verschwimmt aber alles. Bedenkt man, dass Sony die besten Smartphone-Bildsensoren baut, auch Apple und Samsung beliefert und der Chip-Sparte seinen größten Gewinn seit 20 Jahren verdankt, ist das schlicht peinlich.

Wie es besser geht, zeigt das P Smart. Obwohl beide mit 13 Megapixeln aufnehmen, sind die Bilder schärfer und detailreicher. Auch bei schlechtem Licht schneidet es besser, wenn immer noch nicht richtig gut ab. Denn natürlich kann es auch das P Smart nicht mit Spitzenkameras wie dem Pixel 2 oder dem iPhone 8 Plus aufnehmen (Hier finden Sie einen Foto-Vergleich zwischen den beiden Top-Smartphones). Für den Preis ist es aber in Ordnung. Gut: Dank der Doppelkamera kann es sogar Bilder mit Tiefenunschärfe (Bokeh-Effekt) aufnehmen, die einigermaßen passabel aussehen. Ein weiterer klarer Punkt für das P Smart. Huawei P SmartS Sony Xperia L2

Bei der Selfie-Kamera geben sich die beiden übrigens nicht viel, die Bilder sind in Ordnung, aber nicht berauschend.

Ruckler im veralteten System

Technisch sind die Unterschiede sonst nicht groß. Beide Geräte bringen 32 GB Daten- und 3 GB Arbeitsspeicher mit, beide erlauben eine Speichererweiterung per microSD-Karte. Der Prozessor ist im Alltag jeweils meist flott genug, beim L2 kann es aber zu Rucklern kommen. Für extrem aufwändige Apps sind beide Geräte zu schwach auf der Brust.

Aus dem schwächelnden Prozessor und seinem klobigen Gehäuse kann das L2 immerhin seinen einzigen, echten Vorteil ziehen: Beim Akku gewinnt Sony. Das P Smart hält zwar den ganzen Tag durch, beim Xperia L2 ist aber bei sparsamer Nutzung auch noch ein zweiter drin. Das ist leider immer noch nicht selbstverständlich.Huawei P Smart

Software-seitig hinkt Sony dann wieder hinterher. Während auf dem P Smart das aktuelle Android Oreo installiert ist, kommt Sony mit dem seit einem halben Jahr veralteten Nougat daher. Ob es ein Update geben wird, ist nicht bekannt. Darauf verlassen sollte man sich aber lieber nicht.

Fazit: Ein klarer Sieg für Huawei

So gehen Einsteigersmartphones: Mit dem P Smart zeigt Huawei, das günstig nicht billig bedeuten muss. Das Gerät ist schick, hat ein gutes Display und schießt Bilder, die für diese Preisklasse wirklich gut sind. Ein zeitgemäßer Einsteiger – vor allem, weil es das Gerät bereits für knapp 210 Euro gibt.

Das Sony Xperia L2 dagegen wäre vor einem Jahr in dieser Preisklasse vielleicht noch in Ordnung gegangen, heute ist es mit seinem Preis von 230 Euro nicht konkurrenzfähig. Das Design ist klobig, das Display pixelig, dunkel und farbarm, – und die Kamera ein Reinfall. Nur Fans des Sony-Designs, die auf lange Laufzeit setzen, dürfen über den Kauf nachdenken. Alle anderen bekommen mit dem P Smart ein besseres Gerät – und sparen dabei sogar noch.

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Ayman Hariri: Pleitegeier und Bin-Laden-Konkurrent: Der Milliardär hinter der Hype-App Vero

Glaubt man den Influencern, tummeln wir uns alle bald bei Vero. Innerhalb kürzester Zeit hat es die Hype-App an die Spitze des App Stores geschafft – nachdem sie zwei Jahre vor sich hindümpelte. Einige sehen Vero schon als das neue Instagram. Für den Mann hinter der App ist es ein Aufstieg aus Ruinen.Wird Vero wirklich das neue Instagram? 19.00In Interviews stellt sich Ayman Hariri gerne als ausgeglichener Sportler und Unternehmer dar, erzählt von seiner Vorliebe für Apple-Produkte und Superhelden. Der libanesische Milliardär will die App nach eigenen Angaben gegründet haben, weil er mit den bisherigen sozialen Netzwerken frustiert war. „Als ich mich dort mit meinen Freunden verband, verhielten sie sich ganz anders als im echten Leben“, erzählte er „CNBC“. Ein sympathisches Bild. Das aber leider nicht so recht mit seinen sonstigen Aktivitäten zusammenpassen will.

Vor dem Hype kam der Crash

Zuletzt hatte Hariri im letzten Jahr Schlagzeilen gemacht: Seine Baufirma Saudi Oger war pleite gegangen. Sie hatte in Saudi Arabien vorher Unmengen an Großobjekten gestemmt, war der größte Konkurrent der Binladin Group – jener saudischen Baufamilie, der auch Osama Bin Laden entstammt.

Die Firma nahm es mit der ethischen Verantwortung nicht so eng. Vor der Pleite hatte Hariris Unternehmen ausländische Arbeiter einfach über Monate nicht bezahlt. Weil die Aufenthaltsgenehmigung der meist aus Südostasien stammenden Arbeiter mit dem Job zusammenhing, konnten sie nicht einfach in eine andere Firma wechseln. Stattdessen blieben sie teils monatelang hungernd im Land. Ohne die passenden Papiere durften sie nicht mal ausreisen – und Saudi Oger rückte die nicht heraus, berichtete die Agentur „Reuters“. Irgendwann reichte es der Königsfamilie: Sie bezahlte selbst die Flüge und zwang das Unternehmen, die Löhne zu begleichen. Die Firma ging mit Milliardenschulden in den Bankrott. 

Eine Familie von Premiers

Facebook Algorithmus geändert – Newsseiten anzeigenÜbernommen hatte Hariri die Firma von seinem Vater. Der war nicht irgendwer – sondern der 2005 ermordete libanesische Premierminister Rafiq al-Hariri. Das tödliche Attentat auf dessen Autokonvoi hatte damals die Zedernrevolution in dem arabischen Mittelmeerstaat ausgelöst. Seine fünf Kinder machte das Erbe des als Korrupt geltenden Politikers derweil reich. Ayman Hariris Halbschwester Hind landete 2008 sogar auf der Forbes-Liste der jüngsten Milliardäre – mit gerade mal 24 Jahren.

Heute leitet wieder ein Hariri das Land: Aymans Bruder Saad ließ sich Ende 2016 zum Premierminister wählen. Auch er hatte seine Finger in Saudi Oger: Die beiden Brüder hatten die Pleitefirma nach dem Tod des Vaters gemeinsam geleitet. Nach dem Ruin sitzt nun einer auf dem Premierministerposten – und der andere landet einen Social-Media-Hit.

Facebook-Abzocke mit Klon-Profilen 20.00

Apple-Gründer: Lustlos und voller Fehler: Diese frühe Bewerbung von Steve Jobs ist ein Desaster

Steve Jobs gilt als eines der größten Genies aller Zeiten. Er machte Technik sexy und revolutionierte mit dem Smartphone unseren Alltag. Der 2011 gestorbene Apple-Gründer galt als detailversessener Perfektionist – jede Schraube, jede Kante soll er persönlich inspiziert haben. Nichts überließ er dem Zufall.

Umso bemerkenswerter ist daher eines seiner frühen Schreiben, das demnächst in den USA bei RR Auction versteigert wird. Es stammt aus dem Jahr 1973 und ist eine Mischung aus Lebenslauf und Bewerbung. Und der damals 18 Jahre alte Jobs macht nicht den besten Eindruck.stevejobs

Man liest die Lustlosigkeit zwischen den Zeilen

Das geht schon beim Namen los. „Steven jobs“ steht ganz oben links, Groß- und Kleinschreibung hielt er damals offenbar für überbewertet. Als Adresse gibt Steve Jobs das „Reed College“ an, jedoch ohne eine konkrete Adresse zu nennen. Jobs studierte zwar an dem College, machte dort allerdings nie einen Abschluss.

Diese neuen Emojis kommen 2018 10.38Man merkt beim Lesen förmlich, wie widerwillig Jobs die Zeilen ausgefüllt hat. Bei der Frage nach der Telefonnummer schreibt er „Keins“. Bei der Unterrubrik Führerschein gibt er zwar an, dass er einen besitzt. Beim darauffolgenden Punkt „Zugang zu einem Transportmittel“ schreibt er jedoch (zu) ehrlich: „Möglich, aber unwahrscheinlich.“ Wirklich hilfreich dürfte das für den Personaler nicht gewesen sein. Das Unternehmen „Hewlett-Packard“, bei dem Jobs in jungen Jahren einen Sommerjob hatte, schreibt er leider auch noch falsch („Hewitt-Packard“).

Auf welche Stelle sich Jobs genau bewarb, ist nicht ersichtlich. Als „Special Abilities“, also besondere Talente, gibt er an, dass er gut mit Computern und Rechnen umgehen könne. Mit Pfeilen ergänzt er die Wörter „Design“ und „Tech“. Als Interessen gibt er „Design Engineer“ und „Digital“ ein.

Steve Jobs machte Apple zur Weltmarke

Ob Jobs die Stelle bekommen hat, ist nicht bekannt. Anhand des Bewerbungsschreibens würden wir das für unwahrscheinlich halten. Geschadet hat es ihm jedoch nicht. Ein Jahr darauf packte Jobs seine Sachen und reiste nach Indien. Als er zurückkam, sammelte er erste Erfahrungen im Technik-Bereich.

1976 gründete er schließlich gemeinsam mit Steve Wozniak und dem beinahe in Vergessenheit geratenen Ronald Wayne das Unternehmen Apple. Ein Jahr darauf wurde die Firma mit dem Apple II zu einem der großen Player auf dem noch jungen Computermarkt. 1984 stellte Apple den Macintosh vor, es war der erste kommerziell erfolgreiche Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche.40 Fakten Apple 09:49 h

Serien und Pay-TV: Über Sky kann man künftig auch Netflix gucken

Der Bezahlsender Sky kooperiert mit Neflix. Kunden von Sky könnten das komplette Angebot des US-Streamingdienstes künftig nahtlos über das neue Receiver-Modell Sky Q empfangen, teilte der britische Pay-TV-Sender am Donnerstag mit. Bei Sky werde das entsprechende Angebot in ein neues Entertainment-Paket integriert. Noch in diesem Jahr solle der Service in Großbritannien und Irland starten, wo der Receiver Sky Q bereits auf dem Markt ist. Später sollten dann Deutschland, Österreich und Italien folgen.

Genaue Daten für den Start der Angebote in den einzelnen Ländern wurden nicht mitgeteilt. Es ist daher auch nicht klar, wann deutsche Sky-Abonnenten Netflix über den Bezahlsender sehen können.

Das steckt hinter Netflix forever_9.20Sky ist Europas größter Pay-TV-Anbieter, um das Unternehmen tobt derzeit ein Übernahmekampf, in dem sich der Medienunternehmer Rupert Murdoch und der US-Kabelkonzern Comcast einen Bieterwettstreit liefern. Vor allem bei Sportfans ist Sky dank der vielen Wettkampf- und Spieleübertragungen beliebt.

Sky und Netflix konkurrieren bisher

Das US-Unternehmen Netflix ist mit 117 Millionen Nutzern der größte Streamingdienst für Serien und Filme weltweit und wächst dank populärer Serien wie „House of Cards“, „The Crown“ oder „Orange ist the New Black“ stark. Zudem macht Netflix mit seinem Angebot an Spielfilmen und Dokumentationen Anbietern wie Sky große Konkurrenz. Die Netflix-App kann über diverse andere Anbieter schon jetzt empfangen werden und ist daher auch extrem verbreitet.

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