Mobile World Congress in Barcelona: Neue Nokia-Smartphones: Das 8110 ist zurück – diesmal mit LTE

Es war eine der Überraschungen des letzten Jahres: Nokia ist zurück. Nachdem Microsoft sich die Namensrechte gekauft hatte, ist sie nun wieder in guten Händen. Die von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern gegründete Firma HMD Global hat sich die Marke gesichert – und es aus dem Stand auf den sechsten Platz des Handymarktes geschafft (hier erfahren Sie mehr). Nun stellt man auf dem Mobile World Congress in Barcelona das Line-Up für 2018 vor. Ab 16 Uhr tickern wir live für Sie.

Was wird zu sehen sein? Glaubt man der Gerüchteküche, soll HMD Global mit dem Nokia 1 und dem Nokia 7 zwei neue Modelle im Portfolio haben, zudem wird schon länger über ein neues Spitzenmodell mit Zeiss-Kamera gemunkelt. Natürlich könnten auch noch Neuauflagen der Geräte aus dem letzten Jahr auf dem Plan stehen. Die haben wir bereits ausführlich auf Herz und Nieren geprüft. Hier finden Sie unseren Test des aktuellen Spitzenmodell Nokia 8, zudem haben wir uns Nokia 3, 5 und 6 genau angesehen.

Mobile World Congress 2018: Mit diesen Smartphones will Nokia sich 2018 den Thron zurückerobern

Es war ein unerwartetes Comeback: Nachdem die neue Mutter HMD Global letztes Jahr erstmals wieder Nokia-Smartphones zeigte, schoss die Marke auf Platz drei der Handy-Konzerne, hier erfahren Sie mehr dazu. Nun hat man auf dem Mobile World Congress die neuen Geräte für 2018 gezeigt – und wieder voll auf alte Stärken gesetzt. Ganz wie in alten Zeiten hat Nokia wieder Geräte für jede Preisklasse im Paket, erklärte CEO Florian Seiche bei der Vorstellung.

Das beginnt beim neuen Nokia 1, das zu einem Preis von unter 100 Euro als echtes Einsteigergerät konzipiert ist. Technisch darf man nicht zuviel erwarten, Verarbeitung und Design können sich für den Preis aber sehen lassen. Toll: Trotz des günstigen Preises ist das aktuelle Android Oreo installiert. Für Nostalgie-Fans hat Nokia zudem die Wechselrückseiten zurückgebracht. Mit wenigen Handgriffen lässt sich die Schale austauschen, auch Drittanbieter sollen sie anbieten dürfen.Liveblog MWC

Ein Nokia für jeden Preis

Wer mehr möchte, sollte sich die Neuauflage des Nokia 6 aus dem letzten Jahr ansehen. Die trägt denselben Namen, kostet wieder 279 Euro. Optik und Verarbeitung stellten sich bei einem ersten Ausbrobieren als sehr gelungen heraus. Mit einer Zeiss-Optik und einen schlankeren Display-Rahmen geht Nokia die größten Kritikpunkte aus dem letzten Jahr an. Zudem soll es dank des neuen Snapdragon 630 ganze 60 Prozent schneller sein. Eine gelungene Neuauflage. Wann das Nokia 3 und das Nokia 5 aufgefrischt werden, wurde aber noch nicht verraten.

Stattdessen gibt es ein ganz neues Modell. Das Nokia 7 Plus liegt preislich zwischen Nokia 6 und 8 – uns setzt auf Größe: Mit 6 Zoll Bildschirm-Diagonale (FullHD-Auflösung) ist es das mit Abstand üppigste Smartphone von HMD. Wie bei vielen Spitzenmodellen ist eine Doppelkamera verbaut. Auch hier setzt Nokia auf eine Zeiss-Optik. Schick: Das 7 Plus wird aus einem Aluminium-Block gefräst, der dann mit Keramik beschichtet wird. In der Hand fühlt sich das tatsächlich sehr gut an. Der Preis kann sich sehen lassen: 399 Euro verlangt man zum Marktstart, los geht es Mitte April.Scirocco

Scirocco: Der Angriff auf Samsung und Apple

Huawei Matebook XAls neues Spitzenmodell kommt das Nokia 8 Scirocco. Statt einer Sonderedition verbirgt sich hinter dem Beinamen aber ein ganz eigenes Modell. Das erinnert mit seinem Edelstahlrahmen und dem gebogenen Display-Rand stark an den Konkurrenten Galaxy S8. Und man muss es wohl als Kampfansage an die größten Konkurrenten Apple und Samsung verstehen.

Tatsächlich liegt das Gerät mit den angeschliffenen Metallkanten und der Glasrückseite gut in der Hand, das neue OLED-Display sieht toll aus. Natürlich knipst man auch beim Edelmodell mit Zeiss, die ersten Eindrücke der Kamera waren sehr gut. Der Preis liegt mit 749 Euro recht hoch, den nur wenige Monate alten Vorgänger Nokia 8 (hier bei uns im Test) bekommt man mit einem Preis ab 390 Euro schon knapp für die Hälfte. Angesichts der vielen Änderungen sind die beiden Geräte aber kaum vergleichbar. Ob die Neuauflage den Aufpreis wert ist, kann aber erst ein ausführlicher Test zeigen. Den finden Sie bei Erscheinen im April bei stern.de.

Mit Android an die Spitze

Und dann war da natürlich noch das neue Nokia 8110. Wie letztes Jahr mit dem 3310 legt der Konzern auch diesmal einen Klassiker neu auf, bohrt ihn mit LTE, Facebook und Google Assistant aber mächtig auf. Das in Bananengelb und Schwarz erhältliche Handy kostet mit 79 Euro zwar nicht besonders viel, dürfte sich aber trotzdem nur für Enthusiasten und Smartphone-Hasser lohnen. Am Ende ist es aber wohl vor allem Teil der neuen, alten Nokia-Strategie: Ein Handy für jeden Kunden im Programm zu haben.

Eine der wichtigsten Ankündigungen des Tages war die Zusammenarbeit mit Google. Mit dem Programm Android One verspricht der Internet-Gigant ein brauchbares System auch auf schwachen Geräten. Vor allem in Schwellenländern wie Indien ist das wichtig. Nokia ist nun einer der größten Partner. Und verspricht auch weiterhin, selbst preiswerte Modelle mit den neuesten Updates auszustatten. Viele Hersteller schaffen das nur bei den Spitzenmodellen. HMD Global weiß: Der Fehler, auf das falsche System zu setzen, hat bei Nokia mit Windows Mobile schon einmal zum Absturz geführt. Nun will man es um jeden Preis besser machen. Bisher kann sich das Ergebnis dieser Bemühungen durchaus sehen lassen.Nokia ist zuürck 0825

Mobile World Congress: Langeweile für bis zu 1050 Euro – das ist das Samsung Galaxy S9

Mit dem Galaxy S8 hat Samsung letztes Jahr eines der schicksten Smartpones aller Zeiten vorgestellt. Nun wurde auf dem Mobile World Congress mit dem Galaxy S9 der Nachfolger enthüllt. Aufregende Neurungen sucht man allerdings vergebens, beim Design wagt Samsung aus nachvollziehbaren Gründen keine Experimente. Nur beim Preis ist man dann doch mutig – und überspringt erstmals die 1000-Euro-Marke.

Den Fokus hat Samsung diesmal klar gesetzt. Denn verückterweise telefonieren die Menschen mit dem Smartphone, klärt Samsung uns alle auf. Stattdessen machen sie damit Bilder. Wer hätte das gedacht? Auf der Präsentation wurde entsprechend keinem einzigen Feature so viel Raum gegeben wie der Kamera. „Die Kamera – neu gedacht“ – so die laute Ansage.Galaxy S9 NeuerungenGalaxy Note 8 Test 6.30h

Licht ins Dunkel

So richtig halten kann man sie nicht. Die neue Kamera ist zwar überarbeitet, aber längst nicht so revolutionär, wie man gerne glauben machen möchte. Spannend ist vor allem die verbesserte Aufnahme bei schlechtem Licht: Die normale Blende liegt bei F2,4, sobald es dunkel wird, weitet sie sich auf F1,5. Dabei sollen 28 Prozent mehr Licht auf den Sensor treffen als bei der F1,7-Blende des Galaxy S8. Um die Daten schnell genug verarbeiten zu können, bekommt die Kamera zusätzlich einen eigenen DRAM-Speicher. Als Bonus ermöglicht der auch noch eine Superzeitlupe mit 960 Bildern die Sekunde. Das konnten bisher nur Sony-Smartphones.

Wer auf eine Doppelkamera hoffte, sollte lieber große Smartphones mögen: Nur dem Galaxy S9+ spendiert Samsung zwei Linsen, das kleine Modell muss mit einer auskommen. Wie beim Note 8 bekommt das S9+ durch das zusätzliche Teleobjektiv (F 2,4) einen Zoom sowie einen Porträt-Modus, bei dem Hintergründe unscharf werden (Bokeh-Effekt).

Als Antwort auf Apples Animoji hat sich Samsung „AR-Emoji“ ausgedacht. Die sehen aus wie ein Scan des eigenen Gesichts und übernehmen auch den Gesichtsausdruck. Zusätzlich kann man noch die Gesichter anderer herunterladen – oder das von Mickey Maus oder den Figuren von „The Incredibles“. Dazu arbeitet Samsung mit Disney zusammen, was insofern bemerkenswert ist, weil sich der Maus-Konzern normalerweise eng an Apple hält. Die AR Emojis funktionieren auch in Apps von Drittanbietern wie Whatsapp oder Facebook. Galaxy S9 Leak 14.15

Altbekannt, aber schneller

Sonst gab es aber keine Überraschungen. Optisch ist das Galaxy S9 kaum vom Vorgänger zu unterscheiden. Auch diesmal bestehen Vorder- und Rückseite aus um die Ränder gebogenem Glas, auch diesmal umfasst sie ein schicker Metallrahmen. Die Neuerungen stecken im Detail. So ist der beim S8 ungeschickt neben der Kamera platzierte Fingerabrucksensor diesmal unter der Kamera gelandet. Als Ergänzung zum Fingerbdruckscanner gibt es nun eine neue Mischung aus Gesichts- und Iris-Erkennung.

Auch vorne gibt es eine minimale Änderung: Der Bildschirmrand schrumpft minimal. Wie beim S8 hat das Display eine Diagonale von 5,8 Zoll, das Plus-Model bringt wieder 6,2 Zoll. Die Auflösung liegt weiterhin bei 2960 x 1440 Bildpunkten (QuadHD). Und natürlich setzt Samsung auf seine hervorragende OLED-Technologie.Samsung iphone X 1735

Hohe Preise

Auch bei den technischen Details wird vor allem Produktpflege betrieben. Samsung verbaut im S9 je nach Region den Snapdragon 845 oder die Eigenentwicklung Exynos 9810. Beide versprechen noch einmal einen ordentlichen Leistungsschub. Wie beim Note 8 stecken nun auch im S9 ganze 6 GB Arbeitsspeicher. Als Datenspeicher stehen 64 GB oder 256 GB zur Verfügung, zudem lassen sie sich per Speicherkarte erweitern.

Bei den Farben kann sich der Kunde zwischen Schwarz, Titangrau, Blau und dem neuen Veilchenlila entscheiden, wobei das graue Modell nicht in Deutschland erscheinen soll. Die Vorbestellung ist ab heute möglich, in den Handel sollen die Geräte aber erst am 16. März kommen. Der Preis liegt bei 849 Euro für das S9 und 949 Euro für das S9+. Mit 256 GB Speicher werden für das S9+ satte 1050 Euro fällig, das kleine Modell wird es nicht mit mehr Speicher geben.

Ob das S9 die großen Versprechen halten kann, muss ein Test zeigen. Vor allem die Kamera wird sich dann beweisen müssen. Angesichts des hohen Preises sollte Samsung hier wirklich liefern.Iphone X Verkaufszahlen Samsung 1800

Musik-Streaming-Dienst: Bulgarisches Schlitzohr soll Spotify um Millionen erleichtert haben – ohne sich strafbar zu machen

Beim Musik-Streaming-Dienst Spotify kann jeder eigene Musikstücke hochladen, sich als Urheber registrieren lassen und so Geld verdienen. Doch die aberwitzige Masche, über die das britische Fachportal „Music Business Worldwide“ berichtet, war so sicher nicht im Sinne des Erfinders. Demnach hat sich ein Unbekannter aus Bulgarien im vergangenen Jahr einen Millionenbetrag an Urheberauszahlungen bei Spotify erschlichen. Dafür brauchte er nur ein paar hundert eigens erstellte Songs, an denen er die Rechte hatte, und jede Menge Fake-Premiumaccounts. Das Gesetz scheint er dabei nicht gebrochen zu haben. Das Portal beruft sich bei seiner Recherche auf „mehrere Musiklabel-Insider“, die anonym bleiben wollten. Spotify wollte dem Bericht zufolge die Geschichte weder bestätigten noch dementieren, habe aber betont, „die Manipulation von Streaming-Aktivitäten extrem ernst zu nehmen“.

Ein paar tausend Dollar im Monat und eine Bot-Armee

Spotify Tricks Foto-Strecke_10.45Aber fangen wir von Vorne an. Laut „Music Business Worldwide“ soll der unbekannte Bulgare Mitte 2017 hunderte eigene Musikstücke bei Spotify hochgeladen und in mindestens zwei Playlists namens „Soulful Music“ und „Music From The Heart“ gesammelt haben. Die Songs selbst seien jeweils nur knapp länger als 30 Sekunden gewesen, die Mindestlänge für eine Vergütung an den Urheber. Beide Playlists seien in den kommenden Monaten unzählige Male aufgerufen worden.

„Soulful Music“ habe es zwischenzeitlich in einem vertraulichen Spotify-Ranking auf Platz 35 der klickstärksten Listen weltweit geschafft. In den nur auf die USA beschränkten Charts gar auf Rang elf. „Music From The Heart“ habe demnach auf Platz 82 weltweit und auf Rang 22 in den USA gelegen. Von den Spotify-Rankings, die regelmäßig an Verantwortliche in der Musikindustrie verschickt würden, habe das Portal Screenshots vorliegen.

Hauptsächlich abgerufen wurden beide Listen demnach von rund 1200 Premium-Accounts. Dass die Songs trotzdem genügend Abspielungen erreichen, um in besagten Rankings aufzutauchen, sei nur möglich, wenn diese auf allen Accounts in Dauerschleife liefen. Und genau das scheint die Masche gewesen zu sein. Das Portal vermutetet, dass die Premium-Accounts mit automatisierten Programmen rund um die Uhr die Musik abriefen.

Umsatze in Millionenhöhe erschummelt

Durchschnittlich seien die Songs der Playlist „Soulful Music“ 43 Sekunden lang gewesen. So errechnet „Music Business Worldwide“, dass ein Premium-Nutzer in der Dauerschleife auf etwas über 60.000 Abspielungen pro Monat kommen kann. Im Kollektiv der 1200-Accounts-starken Bot-Armee sind das 72 Millionen Aufrufe im Monat.

Franco-Hymne in Spanien auf Platz 1 bei Spotify 22.05Bezahlt werden Urheber bei Spotify demnach mit einem sehr kleinen Betrag pro 30-sekündiger Abspielung ihres Werks. Einer zurückhaltenden Schätzungen zufolge liege dieser Betrag bei 0,004 US-Dollar. Mal 72 Millionen Abrufe könnten so knapp unter 300.000 US-Dollar pro Monat und Playlist erwirtschaftet werden. Mit schlaueren Bots, die nach 30 Sekunden einfach auf das nächste Lied springen, sogar mehr als 400.000 US-Dollar. Der Unbekannte soll mindestens zwei Playlists gehabt haben und diese mindestens vier Monate betrieben haben. So käme er auf einen Umsatz im Millionenbereich. Ohne Probleme hätte er so die rund 12.000 US-Dollar monatlich für die 1200 Premium-Accounts wieder hereingeholt. 

Unklar bleibt, wie viele Personen hinter der Abzockmasche standen. Für die Accounts hätten der oder die Schummler jeweils eigene Email-Adressen und Identitäten anlegen müssen. Zudem wären jede Menge Rechner nötig gewesen. Bis Oktober 2017 habe die Masche funktioniert, ehe dem Bulgaren offenbar sein Erfolg zum Verhängnis wurde. Er sei letztlich von der legitimen Konkurrenz aus der Musikbranche an Spotify gemeldet worden und der Dienst habe die meisten Songs gelöscht. Da für die benutzten Accounts ordnungsgemäß bezahlt worden war, scheinen keine Gesetze verletzt worden zu sein.Junge Walkman

Mobile World Congress: Neue Xperia-Smartphones: Sony kriegt die Kurve

Es ist sicher wie das Amen in der Kirche: Zwei Mal im Jahr zeigt Sony neue Spitzensmartphones seiner Xperia-Reihe. Und sie sehen genauso aus, wie Xperia-Smartphones nun mal so aussehen. Kantig, mit großen Rändern ober- und unterhalb des Displays. Mit dem Xperia XZ2 hat der Konzern nun auf dem Mobile World Congress seine jüngsten Modelle gezeigt – und für eine angenehme Überraschung gesorgt.

Das Xperia XZ2 und seine Kompaktversion haben nämlich endlich mal einen etwas frischeren Look. Zum einen ist da das deutlich bessere Verhältnis zwischen Display und Gehäuse. Und: Zum ersten Mal haben Sony-Smartphones Kurven bekommen. Vor allem beim XZ2 Compact ist die Kurve auf der Rückseite deutlich zu sehen, das Gerät schmiegt sich beim kurzen Ausprobieren geradezu in die Handfläche. Gemeinsam mit dem matten Plastik sorgt die Kurve für einen sehr angenehmen Griff. Das große Modell wirkt mit der glatten Glasrückseite sehr edel, zieht aber Fingerabdrücke geradezu an.

+++ Lesen Sie hier, warum das Xperia XZ1 Compact der einzige echte Herausforderer des iPhone 8 ist +++

Sony XZ2 und Compact 2 

Sony Xperia Xa1 Test 9.26HDR und 18:9

Technisch braucht sich Sony auch nicht zu verstecken. Das Display ist bei beiden im Vergleich zum Vorgänger gewachsen, beim XZ2 auf 5,7 Zoll, beim XZ2 Compact kommen nun 5 Zoll auf ein Gehäuse, das kleiner ist als das des iPhone 8. Gut: Das Compact löst endlich nicht mehr nur 1280 x 720 auf, sondern bietet wie das Große FullHD Plus. Plus, weil beide mit einem Seitenverhältnis von 18:9 einige Pixel mehr bieten als den FullHD-Standard von 1920 x 1080 Bildpunkten. Zudem unterstützen beide den HDR-Standard und können somit einen größeren Farbraum darstellen.

Das ist sinnvoll, weil auch die Kamera HDR gelernt hat – sogar bei Videos. Die mit 19 Megapixeln auflösenden Knipsen sollen laut Sony besonders bei Bewegtbild billieren. Dazu beherrscht das große XZ2 wie der Vorgänger Superzeitlupe mit 960 Bildern die Sekunde, das Kompakte kann das leider nicht. Wie gut die Kamera, die auch schon im XZ1 verbaut wurde, tatsächlich ausfällt, muss ein ausführlicher Test zeigen. Obwohl Sony branchenweit die besten Sensoren baut, patzte der Konzern leider immer wieder bei der Software. Genau hier will man nachgebessert haben. Mal sehen, ob es dieses Jahr tatsächlich besser wird.

+++ Hier erfahren Sie, warum uns die Kamera des Sony Xperia XZ begeisterte – und entsetzte +++

Sony XZ2 und Compact 3

Gute Technik in kompaktem Gehäuse

Xperia Ear 7.50hBesonders erfreut, dass das XZ2 Compact sich kaum hinter dem Großen verstecken muss. Als einziges kompaktes Android-Smartphone kann es wie das große Modell auf den Snapdragon 845 zurückgreifen. Mehr Leistung geht bei Android aktuell nicht. Der Arbeitsspeicher liegt in beiden Modellen bei 4 GB, für Daten stehen jeweils 64 GB zur Verfügung, die per microSD-Karte erweiterbar sind. Der Akku dürfte bei beiden einen Tag reichen.

Ein Feature bekommt aber nur das große XZ2: Unter dem Begriff „Dynamic Vibration System“ versucht Sony, mit Vibrationen Action-Szenen in Spielen und Filmen zusätzlichen Wumms zu geben. Das Smartphone erschüttert dann im Takt des Films. Beim ersten, kurzen Ausprobieren wirkte das zunächst etwas merkwürdig, eventuell kann man dem Effekt nach einer Eingewöhnung etwas mehr abgewinnen.

Sony Xperia XZ2: Preise und Verfügbarkeit

Mit dem Preis kann Sony nicht punkten: Mit 799 Euro für das XZ2 und 599 Euro für das XZ2 Compact ruft Sony ähnlich hohe Preise ab wie andere Premium-Hersteller. Beide Geräte sollen frühestens im zweiten Quartal in den Handel kommen. Sie werden beide in Schwarz, Silber und jeweils eigenen Pink- und Grüntönen angeboten.Galaxy S9 Neuerungen

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