Video on Demand: Neuer Streaming-Stoff im März: Netflix setzt auf Superhelden – und Amazon auf Nazis

Es ist ein Wettlauf um die Kunden: Die beiden größten Streaming-Anbieter Amazon Prime Video und Netflix haben mal wieder ihre Neuheiten für den nächsten Monat verraten. Und im März gibt es viel zu sehen.

Netflix verlässt sich voll auf den Partner Marvel. Neben der lange erwarteten zweiten Staffel von „Jessica Jones“ kommen gleich vier Marvel-Filme ins Programm. Die volle Ladung für Superhelden-Fans. Zusätzlich gibt es noch gleich drei neue Anime-Serien, die achte Staffel des Anwalts-Hits „Suits“ und vieles mehr.

Bei Amazon geht es historischer zu. Mit „Das Tagebuch der Anne Frank“ und „Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit“ hat Amazon gleich zwei Weltkriegs-Dramen im Repertoire, dazu kommen noch die  9/11-Serie „The Looming Towers“ sowie das Irakkriegsdrama „The Wall“. Doch auch für leichte Unterhaltung ist gesorgt. „Pets“ bringt die ganze Familie zum Lachen, „Monsieur Claude und seine Töchter“ nimmt köstlich unseren Alltagsrassismus aufs Korn.

Und hier sind alle Neuheiten im Überblick:

Neue Serien bei Amazon

  • Sneaky Pete, Staffel 2 – ab 9. März
  • The Flash, Staffel 3 – ab 14. März
  • The Looming Tower, Staffel 1 – ab 9. März
  • The Terror, Staffel 1 – ab 27. März
  • The Vampire Diaries, Staffel 8 – ab 30. März

Neue Filme bei Amazon

  • Black Butterfly – Der Mörder in mir – ab 1. März
  • Das Tagebuch der Anne Frank – ab 3. März
  • Die Taschendiebin – ab 2. März
  • Ein Dorf sieht schwarz – ab 4. März
  • Monsieur Claude und seine Töchter – ab 12. März
  • Pets – ab 25. März • The Bye Bye Man – ab 1. März
  • The Only Living Boy in New York – ab 16. März
  • The Wall – ab 16. März
  • Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit – ab 16. März

Für Kinder

  • The Dangerous Book for Boys: Das einzig wahre Handbuch für Väter und ihre Söhne, Staffel 1 – ab 30. März

Neue Titel zum Kaufen und Leihen bei Amazon

  • Bad Moms 2 – kaufen und leihen ab 9. März
  • Brittania, Staffel 1 – kaufen ab 29. März
  • Coco – kaufen ab 29. März Jigsaw – kaufen ab 1. März, leihen ab 8. März
  • Justice League – kaufen ab 17. März, leihen ab 29. März
  • Mord im Orient-Express – kaufen ab 8. März, leihen ab 22. März
  • Paddington 2 – kaufen ab 24. März, leihen ab 26. März
  • The Big Sick – kaufen ab 23. März, leihen ab 21. März
  • The Good Doctor, Staffel 1 – kaufen ab 29. März
  • Thor: Tag der Entscheidung – kaufen ab 2. März, leihen ab 15. März

Neue Serien bei Netflix

  • A.I.C.O. Incarnation (Anime), Staffel 1 – ab 9. März
  • B:The Beginning (Anime), Staffel 1 – ab 2. März
  • Children of the Whales (Anime), Staffel 1 – ab 13. März
  • Collateral, Miniserie – ab 9. März
  • Designated Survivor, Staffel 2 – ab 1. März, jede Woche eine neue Folge
  • Gotham, Staffel 3 – ab 1. März
  • Jessica Jones, Staffel 2 – ab 8. März
  • Love, Staffel 3 – ab 9. März
  • Mädchen hinter Gittern, Staffel 1 – ab 2. März
  • Requiem, Staffel 1 – ab 23. März
  • Santa Clarita Diet, Staffel 2 – ab 23. März
  • Suits, Staffel 8 – ab 28. März
  • The Blacklist, Staffel 4 – ab 15. März
  • The Defiant Ones, Miniserie – ab 23. März

Neue Filme bei Netflix

  • Alice im Wunderland (Familie) – ab 20. März
  • Auslöschung (Drama/Mysterie) – ab 12. März
  • Black Swan (Thriller) – ab 1. März
  • Bolt: Ein Hund für alle Fälle (Familie) – ab 1. März
  • Das Wunder von Bern (Sport) – ab 1. März
  • Game Over, Man! (Komödie) – ab 23. März
  • Guardians of the Galaxy (Superhelden) – ab 1. März
  • Insidious (Horror) – ab 15. März
  • Marvel’s The Avengers (Superhelden) – ab 1. März
  • Paranormal Activity (Horror) – ab 15. März
  • The Outsider (Drama) – ab 9. März
  • The Return of the first Avenger (Superhelden) – ab 1. März
  • Thor – The Dark Kingdom (Superhelden) – ab 1. März
  • Vollidiot (Komödie) – ab 1. März

Stand-Up bei Netflix

  • Ricky Gervais: Humanity – ab 13. März

Neues für Kinder bei Netflix

  • Stretch Armstrong: The Breakout – ab 13. März
  • Votron: Legendärer Verteidiger, Staffel 5 – ab 2. März 

Neuer Kettenbrief: Betrugsmasche auf Whatsapp – Vorsicht vor angeblichen Edeka-Gutscheinen

Immer wieder versuchen Betrüger über Whatsapp den Menschen mit verlockenden Angeboten angebliche Gutscheine von bekannten Firmen anzubieten. Versprochen wird den Usern dabei meist ein Gutschein mit hohem Geldwert. Man solle dafür nur seine persönlichen Daten wie Anschrift und Co. eingeben sowie den entsprechenden Link an zehn Freunde weiterleiten. Spätestens dann sollten die Alarmglocken schrillen. So auch in dem aktuellen Beispiel. Als „Schirmherr“ der Aktion diente diesmal Edeka. Der Aufmacher der Aktion war der angeblich 111. Geburtstag des Unternehmens. Zu diesem Anlass konnte man Gutscheine im Wert von 250 Euro abstauben. Das Vorgehen: wie oben beschrieben.

Datenklau und Traffic via Whatsapp

Wie das Portal „mimikama“ berichtet, geht es vornehmlich darum, dem Konsumenten die persönlichen Daten zu entziehen und in eine Datenbank einzuspeisen. Die unangenehme Folge: Spam und nervige Werbemails. Doch die Masche geht noch weiter. In den meisten Fällen werden die gesammelten Daten dann weiter verkauft zu Gunsten des „Betreibers“ des angeblichen Gewinnspiels. Im genauen Wortlaut lautet die Zeile des jüngsten Betrugslinks: „Wir feiern 111. Geburtstag und du wirst beschenkt. Feier mit uns und hol dir einen 250 Euro Einkaufsgutschein“. Über dem Titel prangert eine Grafik mit dem Edeka-Logo. 

Edeka und Amazon haben nichts mit der Aktion zu tun

Auch wenn die Grafiken mit dem Logo von Edeka täuschend echt aussehen – Edeka hat rein gar nichts mit der Aktion zu tun. Auch Amazon ist involviert in den Kettenbrief. Folgt man dem Link, so erhält man jedoch nicht die erwartete Bestätigung der Teilnahme, sondern wird weitergeleitet zu einem angeblichen Amazon-Gewinnspiel. Auch hier die gleiche Masche wie oben. Beides ist weder seriös, noch gut durchdacht, sondern einfach nur ein plumper Versuch Daten abzugreifen. Also Finger weg von solchen Angeboten. Sie sind zu schön um wahr zu sein.Whatsapp-Silvestergrüße, 18.00

Smartphone-Entwicklung: Wie viel Apple steckt eigentlich im iPhone?

Das iPhone ist Apple, Apple ist das iPhone. Der wertvollste Konzern und das erfolgreichste Smartphone der Welt hängen untrennbar aneinander. Doch natürlich entwickelt Apple nicht alle Teile selbst, sondern setzt wie die Konkurrenten auch auf Zulieferer. Einfache Stangenware ist das iPhone natürlich trotzdem nicht. Doch wie viel Apple steckt eigentlich tatsächlich in den Smartphones mit dem Apfel?

An der – für viele – wichtigsten Stelle verlässt sich Apple nur auf sich selbst: Beim Design lassen sich Jonathan Ive und sein Team nicht hinein reden. Das iPhone X und seine Vorgänger stammen alle aus der Feder seines Design-Teams. Und Design hört hier nicht bei der Optik und den Materialien auf. Auch das Innere des iPhone X ist bis ins letzte Detail durchgeplant und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Ein Beispiel ist die doppelstöckige Hauptplatine, die erst die Kombination aus kompaktem Gehäuse und großem Akku erlaubt. Auch die Idee, zwei Akkus in L-Form anzuordnen, um mehr Kapazität auf engem Raum zu haben, hatte bisher nur Apple. 

+++ Lesen Sie hier: So viel verdient Apple an einem einzigen iPhone X +++

Nicht alles im iPhone ist Apple

Bei den verwendeten Bauteilen weiß allerdings auch der iPhone-Konzern, dass man nicht alles selbst machen kann. Das große Display kommt etwa von Samsung. Nur der größte Konkurrent auf dem Smartphone-Markt konnte das OLED-Display des iPhone X mit der von Apple geforderten Qualität in Serie fertigen. Für Samsung war das ein gigantisches Geschäft – das den Konzern nun vor ein Problem stellt.iPhone 8 Plus gegen Note 8

Auch bei der so wichtigen Kamera setzt Apple nicht auf Experimente. Stattdessen kauft man sie – wie fast alle Smartphone-Hersteller – bei Sony. Die Bildsensoren der Japaner stecken mittlerweile in praktisch allen Spitzensmartphones. Ob Sony auch die Linsensysteme liefert, ist nicht ohne weiteres nachzuvollziehen. Dass die Kamera des iPhones trotz desselben Chips besser ist als die vieler Konkurrenten, liegt auch an der selbstentwickelten Kamera-Software. Hier können Sie einen Vergleich mit Samsungs Spitzenmodell Galaxy Note 8 sehen.

Selbst gebastelt

Auch die verbauten Hauptprozessoren helfen bei der Foto-Qualität. Die entwirft Apple mittlerweile am liebsten selbst. Der Apple A11 – mit dem wichtig klingenden Beinamen Bionic – wird zwar im Auftrag gefertigt, stammt aber aus einem Apple-Labor. Produzent TSMC baut den Chip genau nach Apples Entwürfen. Mit vollem Erfolg: Der auch im iPhone 8 und iPhone 8 Plus verwendete Prozessor ist aktuell der schnellste Smartphone-Chip auf dem Markt und kann es in Tests selbst mit vielen Laptops aufnehmen. Auch der Audio-Chip W2, der einfacheres Koppeln mit Apples Kopfhörern wie den Beats X oder den AirPods erlaubt, ist eine Eigenentwicklung.

Viele andere Hersteller verlassen sich beim Prozessor auf den Hersteller Qualcomm und seine Mobilchips der Snapdragon-Serie. Außer Apple setzt nur Huawei mit den Kirin-Prozessoren voll auf eigene Chips. Samsung entwickelt mit der Exynos-Serie selbst, verbaut aber auch Snapdragons. Der Grund für die Zurückhaltung der meisten Hersteller ist einfach: Eigenentwicklung ist teuer. Apple-Experte Marc Gurman schätzt, dass sich die Entwicklung der A-Prozessoren lohnt, solange Apple sie im Jahr in mehr als 300 Millionen verkauften Geräten verbaut. Neben dem iPhone setzen auch iPad und Apple TV auf die Chips.

Bei der Gesichtserkennung Face ID bleibt Apple dagegen kaum etwas übrig, als selbst zu entwickeln. Die komplizierte Technik dahinter, von Apple als „TrueDepth Kamera“ bezeichnet, besteht aus einer Infrarot-Kamera und einem Projektor, der eine Punktematrix über das Gesicht legt. Entwickelt wurde sie von der israelischen Firma PrimeSense, die gemeinsam mit Microsoft die Bewegungssteuerung Kinect umsetzte. Apple übernahm das Unternehmen 2013 und passte die Technologie an die eigenen Bedürfnisse an. Die so entstandenen 3D-Sensoren fertigen nun LG Innotek und Sharp im Auftrag, die Front-Kamera liefert der Hersteller Genius.Iphone X Verkaufszahlen Samsung 1800

Stangenware

Bei anderen Kleinteilen des iPhone X setzt Apple wieder auf Stangenware. Das LTE-Modem kommt etwa mal vom Chip-Giganten Intel, mal von seinem größten Konkurrenten Qualcomm. Den Speicher kauft Apple aktuell von Toshiba. Bei den Bewegungssensoren und dem Barometer verlässt man sich auf die deutschen Präzisionsarbeit von Bosch. Die Akkus stammen je nach Charge von LG Chemicals oder von Samsung. Im Nachfolge-Modell könnte Samsung aber den Kürzeren ziehen. Statt zwei Akkus will Apple Berichten zufolge einen einzigen in L-Form verbauen – und den soll aktuell nur LG umsetzen können. Und wieder kommt ein Stück weniger von der Stange. Facebook Live iPhone X