Erschreckende Technik: Deepfakes: Warum Sie bald in Pornos mitspielen könnten, ohne es zu wissen

Stellen Sie sich vor, sie werden mit einem Video konfrontiert, das Sie eindeutig beim Sex zeigt – obwohl Sie so etwas nie aufgenommen haben. Solche Situationen und entsprechende Erpressungsversuche könnten bald zum Alltag werden. Durch Künstliche Intelligenz ist es schockierend einfach, Menschen in Videos einzubauen. Die Technik wird bereits missbraucht.

In einem sich langsam verbreitenden Clip hat ein Nutzer „Wonder Woman“-Darstellerin Gal Gadot in einen anderen Clip gebaut – und lässt sie so Sex mit ihrem Stiefvater haben. Ganz perfekt sieht das zwar nicht aus. Die kleineren Macken fallen aber kaum ins Gewicht, wenn man bedenkt, dass der „Schöpfer“ kaum einen Finger krumm machen musste. Er wies nur ein neurales Netzwerk an, die beiden Bild-Quellen zusammenzubauen und schon kam ein Promi-Porno heraus. Und es blieb nicht bei einem. 

+++ Warum Künstliche Intelligenz und neuronale Netzwerke längst heimlich unser Leben erobert haben, lesen Sie hier +++

Pornostar wieder Willen

Die Person dahinter nennt sich „deepfakes“, angelehnt an Googles neurales Netzwerk Deep Dream. Deepfakes hat mittlerweile auf Reddit eine ganze Sammlung von Promi-Pornos abgelegt, unter anderem wurden Taylor Swift, Scarlett Johansson und „Game of Thrones“-Schauspielerin Maisie Williams in Hardcore-Sexfilme geschnitten. Zur großen Begeisterung seiner Fans und vermutlich zum Entsetzen der Stars. Auch andere sind schnell auf den Porno-Wagen aufgesprungen.KI Pornos

Das Erschreckendste ist, wie einfach die genutzten Methoden zu sein scheinen. Gegenüber „Motherboard“ erklärte deepfakes, er nutze eine Software, die er sich aus mehreren kostenlosen Tools zusammengeklaubt hat. Beim Bildmaterial dienen die Pornos als Basis, dann kommen Bilder aus Google-Suchen, Stock-Fotos und Youtube-Clips der Stars hinzu – und das Programm erledigt den Rest. Das Jahr, in dem das Smartphone denken lernte 15.50

Das erinnert an Apps, die das Gesicht von Personen tauschen, nur eben mit deutlich pikanterem Inhalt. Um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, hatte er das selbstlernende Netzwerk mit Gal Gadots Videos trainieren lassen, mittlerweile ist es in der Lage, eigenständig seine Aufgabe zu erfüllen und auch längere Videos in wenigen Stunden zu erstellen. 

Pornos von Jedermann

Die Folgen sind alarmierend: Mit genügend Foto- und Videomaterial einer Person kann man ein solches Netzwerk problemlos kompromittierende Videos beliebiger Personen basteln lassen. Besonders peinlich sind Sex-Clips, natürlich ließe sich so aber auch ein Überwachungsvideo oder eine Unfallaufnahme fingieren. Bedenkt man, dass die Menschen Dutzende Milliarden von Selfies ins Netz stellen, dürfte die Suche nach Material in den meisten Fällen kaum eine Hürde darstellen.Lyrebird KI imitiert jede Stimme 16.32

Welche Folgen eine so einfache Manipulation von Bildern und Videos hat, ist bisher kaum einzuschätzen. Noch braucht man relativ leistungsfähige Hardware, besonders teuer ist die allerdings nicht mehr. Die Entwicklung ist rasant. In nicht allzu ferner Zukunft dürften selbst Smartphones die nötigen Berechnungen schaffen. Auch der selbstlernende Algorithmus wird immer besser. Bis jedes bessere Smartphone fehlerfreie Fake-Videos in Echtzeit bauen kann, dürften es höchstens einige Jahre dauern.

Lässt sich noch gegensteuern?

Deepfake äußerte gegenüber „Motherboard“ trotzdem keine Bedenken. „Jede Technologie kann zum Schlechten genutzt werden – das kann man nicht ändern“, erklärte er. Der KI-Experte Alex Champandard sah es gegenüber der Seite etwas kritischer, konnte der Entwicklung aber trotzdem etwas Positives abgewinnen. Seiner Ansicht nach könnte es dazu führen, dass Entwickler eine Art Gegenprogramm entwickeln, mit dem man Fakes besser erkennen kann – ebenfalls mit Künstlicher Intelligenz. Vielleicht ist das aber auch gar nicht mehr nötig. Wenn jeder weiß, dass man so schnell Fakes erstellen kann, könnten auch echte Sex-Videos ihre Brisanz verlieren. Wer weiß schließlich schon noch, was echt ist.

Zum Glück lässt sich die Technik aber auch zum Guten nutzen. Disney investierte Unmengen an Arbeit und Geld darin, Prinzessin Leia in „Rogue One: A Star Wars Story“ auftauchen zu lassen. Deepfakes schaffte es, eine Szene mit gerade mal zwanzig Minuten Aufwand zu berechnen – und erschreckend nah ans Original zu kommen.

Tipps und Stolperfallen: Handyvertrag: Darauf müssen Sie bei der Tarif-Suche achten

Ob iPhone oder Galaxy: Ohne den passenden Handyvertrag ist auch das tollste Smartphone weitgehend nutzlos. Wenn nur die Suche nach dem richtigen Tarif nicht so nervenaufreibend wäre. Die Fallen im Kleingedruckten des Vertrags sind dank einer neuen Regelung zwar zum Glück vorbei, die Auswahl ist trotzdem riesig. Wir verraten, wie man den richtigen Handyvertrag findet.

Der schlimmste Stolperstein eines Handyvertrages ist seit dem 1. Juni 2017 Geschichte: Die gerne im Kleingedruckten versteckten Fallen von Verträgen sollen mit der neuen Transparenzverordnung der Bundesnetzagentur der Vergangenheit angehören. Alle Anbieter müssen die wichtigsten Details des Vertrages, wie das Datenvolumen, den Preis und mögliche Einschränkungen, nun offen in einem klar verständlichen Musterbogen darstellen. Bei „Test“ kann man ein Beispiel eines solchen Bogens sehen.

So finden Sie den besten Handyvertrag

Ob Prepaid oder Vertrag, LTE oder bloß UMTS oder Allnet-Flat gegen Inklusivminuten und -SMS: Bevor man mit der Suche nach dem besten Handytarif anfängt, sollte man sich im Klaren sein, welche Anforderungen man genau an seinen Tarif hat.

Mit den richtigen Fragen bekommt man das Tarif-Chaos in den Griff.

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Welches Netz soll es sein?

Die grundlegendste Frage bei der Suche nach einem Handytarif ist die nach dem Mobilfunk-Netz. Aktuell gibt es in Deutschland mit Telekom, Vodafone und der O2-Mutter Telefónica drei große Anbieter, die ein eigenes Netz betreiben. Das von E-Plus aufgebaute E-Netz ist mit dem Telefónica-Netz verschmolzen. Die knapp 50 anderen Provider wie Alditalk und Co. mieten die Handynetze der Großen. 

Doch welches Netz ist das Beste? Wie gut die Netze grundsätzlich im Vergleich abschneiden, erfahren Sie in diesem Artikel. Die größte Flächenabdeckung haben in der Regel das D1-Netz der Telekom und das D2-Netz von Vodafone. O2 kann vor allem in Städten punkten, hat aber auch auf dem Land mächtig aufgeholt. Ein wichtiger Faktor ist zudem der Ausbau des Highspeed-Netzes LTE. Wie der Empfang im eigenen Wohnort ausfällt, lässt sich auf Karten der Mobilfunk-Anbieter ablesen. Diese finden Sie hier:

Zudem lohnt sich ein Herumfragen nach Erfahrungen im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis.

Lohnen sich die Billig-Reseller?

Ein Großteil der angebotenen Tarife stammen heute nicht mehr von den drei Netzbetreibern, sondern von Resellern. Die mieten für ihre Dienste die drei Netze und bieten eigene, oft günstigere Tarife an. Dabei muss man oft aber mit Einschränkungen rechnen. Bei vielen Kleinen wird am Service gespart, bei Resellern im D2-Netz gibt es nur in Ausnahmefällen LTE. Bei vielen kann man aber tatsächlich ordentlich Geld sparen. Und in diesen Netzen funken die Spar-Anbieter:

Telekom-Netz (D1)

Vodafone (D2)

Telefónica-Netz (O2)

Callmobile (je nach Tarif)

1&1 (je nach Tarif)

1&1 (je nach Tarif)

Congstar

Allmobil

Aldi Talk

Freenetmobile

BigSim

Blau

Klarmobil (je nach Tarif) BildMobil

DeutschlandSIM

Callmobile (je nach Tarif)

Discotel/DiscoPlus

Edeka Mobil

Fonic

Fyve

Galeria Mobil

Kabel Deutschland

gmx

Maxxim (je nach Tarif)

Hello Mobil

O.tel.o

Klarmobil (je nach Tarif)

Smartmobil (je nach Tarif)

Maxxim (je nach Tarif)

McSim

Nettokom

Netzclub

PrimaMobile

Smartmobil (je nach Tarif)

Tchibo

web.de

Whatsapp Sim

WinSim

Yourfone

Was ist mit der Vertragslaufzeit?

Früher gab es nur zwei Modelle: Prepaid oder Zweijahresvertrag. Heute haben die Kunden deutlich mehr Auswahl. Da gibt es Tarife mit monatlicher oder ganz ohne Kündigungsfrist, Verträge ohne Laufzeit aber mit automatischer Paket-Nachbuchung oder auch klassische Prepaid- oder Zeitverträge. Den Kunden bleibt in der Regel die Wahl zwischen größerer Flexibilität und günstigeren Preisen.

Generell lässt sich sagen: Je länger man sich bindet, desto attraktiver sind die Konditionen. Das gilt aber nur zum Zeitpunkt des Abschlusses. Legen alle Anbieter nach einem Jahr zum selben Preis mehrere Gigabyte Datenvolumen drauf, muss man im Zweijahresvertrag weiter mit dem kleineren Volumen zurechtkommen. 

Wer ein subventioniertes Handy dazubekommen will (siehe unten) wird sich in der Regel für mindestens ein Jahr verpflichten müssen. 

Wie viel Datenvolumen brauche ich wirklich?

Während früher Inklusiv-Minuten und -SMS zählten, gibt es die heute meist als Allnet-Flat. Das inkludierte Datenvolumen vor der Drosselung ist damit der wichtigste Aspekt moderner Handytarife. Wer viel unterwegs surft, braucht natürlich das entsprechende Volumen. Aber auch wer bisher immer mit seinen Daten ausgekommen ist, sollte beim Vertragswechsel über eine Aufstockung nachdenken. Webseiten und Dienste wie Instagram verbrauchen immer größere Datenmengen, der Bedarf wird also im Laufe der Zeit eher wachsen. Und nachzubuchen ist oft teurer.

Achtung: Manche Handyverträge enthalten eine Datenautomatik, die nach Nutzung des Datenvolumen automatisch neues hinzubuchen – kostenpflichtig, versteht sich.

Wie lahm wird es nach der Drosselung?

Ebenfalls zu beachten: Wie stark fällt die Drosselung aus, wenn auf dem Handy das Inklusivvolumen aufgebraucht ist. Bei den Handytarifen fast aller Anbieter kriecht man nach dem Ausbremsen nur noch mit 64 Kbit/s durchs Netz – was der Geschwindigkeit des uralten ISDN entspricht. Einzige Ausnahme ist aktuell O2: In neueren Tarifen lässt die Telefónica-Marke selbst nach Verbrauch des Inklusivvolumens immer noch 1 Mbit/s durch. Für chatten und Mails reicht das locker.

Eine weitere Variante: Einzelne Anbieter nehmen in ihren Handyverträgen bestimmte Dienste vom Inklusivvolumen aus. Bei der Telekom wird etwa Streaming bei Netflix oder Amazon Prime Video nicht vom Volumen abgezogen – das kann den Datenverbrauch stark senken.

Ohne Smartphone spart man meist

Ein wichtiges Sparpotenzial steckt in der Frage, ob in dem Handyvertrag auch ein Gerät mitgekauft wird. Während die Provider früher Handys und Smartphones kräftig subventionierten, zahlt man heute oft genau soviel, nur eben über den Vertragszeitraum verteilt. Tarife ohne Handy drücken die monatliche Rechnung deshalb oft deutlich nach unten.

Wer ein gutes Subventions-Angebot findet, kann allerdings auch darüber nachdenken, das Gerät mitzunehmen und es dann zu verkaufen. Vorsicht: Die von den Anbietern genannten Preise sind meist deutlich höher angesetzt als der tatsächliche Marktpreis. Zudem sind Vertrags-Angebote mit beliebten Smartphones wie dem iPhone oder dem Samsung Galaxy S8 (Hier bei uns im Test) oft deutlich teurer.

Handyvertrag trotz Schufa-Eintrag?

Hat man einmal Bonitätsprobleme, kann es schwierig werden, einen Handyvertrag zu bekommen. Viele Anbieter wie 1&1, blau.de und vor allem Prepaid-Provider bieten auch Nutzern mit einer schlechten Schufa-Score einen Vertrag an. Gegebenenfalls muss man aber auch hier mit Einschränkungen rechnen. Eine Anfrage lohnt sich trotzdem.

Provokantes Tattoo: Kate lässt sich "Vegan" ins Gesicht tätowieren – und erntet viel Hass

Schon die Frage, ob man Fleisch essen sollte oder nicht, sorgt regelmäßig für heftige Debatten. Doch es geht auch noch eine Spur radikaler. Veganer verzichten nämlich nicht nur auf Fleisch, sie meiden generell tierische Produkte. Das bedeutet: kein Leder, keine Eier, keine Milchprodukte.

Ein unübersehbares Gesichtstattoo

Auch Engländerin Kate, die als Webcam-Model arbeitet, ist Veganerin und hat sich entschlossen, ihrem Lebensstil mit einem Gesichtstattoo Nachdruck zu verleihen. „Ich hatte schon andere Tattoos und wollte unbedingt auch welche mit Bezug zu veganem Lebensstil haben“, sagt Kate auf Anfrage des stern, „vor sechs Wochen habe ich dann den Termin gemacht“. Auf ihrer Stirn, direkt über dem rechten Auge prangt deshalb nun in schwarzer Tinte das Wort „Vegan“.

Am gleichen Tag ließ sich Kate auch noch ein „Suicide Awareness“-Tattoo stechen. „Seit meinem elften Lebensjahr kämpfe ich mit psychischen Erkrankungen. Ich habe auch schon mehrere Suizidversuche hinter mir“, sagt sie zu dem anderen Kunstwerk unter der Haut. Ohne lange zu zögern, präsentierte sie diese wenige Tage später auf Twitter:

Hass und Spott für das auffällige Gesichtstattoo

Neben viel Zuspruch schlägt der Vegan-Aktivistin, die auf ihrem Twitter-Kanal unter anderem auch Nacktbilder von sich verbreitet und mit Sprüchen wie „Eat pussy not animals“ provoziert, viel Spott, Unverständnis und Hass entgegen. Dabei scheint die User nur das Gesichtstattoo zu interessieren. So kommentiert ein Twitter-User die Gesichtstätowierung zum Beispiel mit: „Haltet die Welt an, ich muss hier runter.“

User Mark Griffin kann es offensichtlich auch kaum fassen und kommentiert Kates Post mit: „Ist das dein Ernst – dir dein Gesicht zu tätowieren???“ Ein anderer User schreibt: „Offensichtlich mentale Probleme. Du solltest dir Hilfe suchen, Liebes“. Twitter-Userin Rebecca Higgins weist Kate sogar darauf hin, dass die meisten Tätowierungen mit Tinte, die aus Tierknochen und Gelatine hergestellt wird, gestochen werden.Auch mit Bezug auf das zweite Tattoo schreibt ein weiterer User: „Hast du dir auch eins für deinen Gehirnschaden machen lassen?“ Dass Kate ihre unübersehbare Tätowierung spätestens dann, wenn sie keinen Job mehr bekommt, bereuen wird, merkt User Liam an.

„Ich habe mich an negative Reaktionen gewöhnt“

Auf die Frage, wie sie mit den öffentlichen Anfeindungen umgehe, antwortet Kate dem stern via Twitter: „Ich habe mich daran gewöhnt, dass Leute negativ auf mich als Veganerin reagieren. Das erlebe ich jeden Tag. Ich bin stark und kann damit umgehen. Ich würde mir aber wünschen, dass wir alle freundlich miteinander und natürlich auch den Tieren umgehen würden.“

Kate reagiert mit Facebook-Video auf den Hass

Zahlreiche der positiven wie negativen Tweets hat Kate selbst kommentiert. Weil ihr das aber offensichtlich nicht ausreichte, hat sie zusätzlich noch ein Video-Statement auf Facebook veröffentlicht. Im Video erklärt sie unter anderem, was sie von den Hassnachrichten und dem Spott für ihr Tattoo hält. Nur weil sie das Mobbing aushalten könne, hieße das nicht, dass andere das auch könnten. Für ihre Hater hat sie einen Tipp: „Ich sage niemandem etwas online, was ich ihm nicht auch ins Gesicht sagen würde.“

Dass das neue Gesichtstattoo ihrer Karriere als Webcam-Model schaden könnte, glaubt die Britin übrigens nicht. „Die kennen mich ja schon mit meinen anderen Tattoos und das hat sie auch nicht gestört.“

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Für Kinder und Jugendliche steht auch die Nummer gegen Kummer von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr zur Verfügung – die Nummer lautet 116 111.

Hast du so ein Tattoo schon einmal gesehen Die Nachricht dahinter wird dich

Nach öffentlicher Kritik: Facebook startet Kampagne zu Datenschutz und Privatsphäre

Facebook will in Sachen Privatsphäre und Datenschutz transparenter werden. Aus Anlass des Europäischen Datenschutztages startet die Plattform eine neue Aufklärungskampagne darüber, wie Facebook die Daten seiner Nutzer verwendet und wie man selbst die eigenen Daten am besten verwaltet.

Die Nutzer sollen künftig einfacher entscheiden können, welche Inhalte sie mit welchen Personenkreisen teilen wollen. Facebook veröffentlicht auch erstmals Details dazu, welche Informationen die Plattform sammelt und wie diese verwendet werden. Den Nutzern sollen künftig Werkzeuge zur Verwaltung der Privatsphäre-Einstellungen auch übersichtlicher an einem Ort angeboten werden, kündigte das Unternehmen an.

In kleinen Videos will Facebook in der bis Ende Februar geplanten Kampagne seinen Nutzern Tipps zu wichtigen Datenschutzthemen geben. Kleinen und mittelständischen Unternehmen will Facebook zudem in Europa mit Workshops zu Datenschutz-Fragen unter die Arme greifen. Dabei solle es zunächst um die Umsetzung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung gehen, die im Mai in Kraft tritt, erläutert der für Datenschutz zuständige Facebook-Manager Erin Egan in einem Blog-Eintrag. Mit der neuen Transparenz-Offensive dürfte sich Facebook aber gleichzeitig auch selbst auf die dann geltenden Richtlinien vorbereiten.

In Sachen Datenschutz steht Facebook immer wieder in der öffentlichen Kritik und auch im Fadenkreuz der Behörden. Schließlich lebt das Unternehmen als Werbeplattform von den Daten der Nutzer. Aktuell wirft etwa das Bundeskartellamt dem Unternehmen von Mark Zuckerberg missbräuchliche Datensammlungen vor. Stein des Anstoßes ist unter anderem, dass Facebook auch auf Seiten von Drittanbietern Nutzerdaten sammelt, sobald dort ein Facebook-Button integriert ist. Eine Entscheidung der Behörde wird für den Frühsommer erwartet.

In Österreich droht Facebook eine Musterklage wegen Datenschutzverstößen. Der Wiener Aktivist Max Schrems hatte in der vergangenen Woche vor dem Europäischen Gerichtshof das Recht erstritten, den Internetriesen in seiner Heimat zu verklagen. Der EuGH lehnte allerdings eine von Schrems angestrebte Sammelklage gegen Facebook in Österreich ab. Schrems hatte 2011 in Irland Beschwerde gegen Facebook wegen Datenschutzverstößen eingereicht, seither wurde um die Zuständigkeiten von Gerichten gestritten.

Strava: Fitness-Firma enthüllt versehentlich streng geheime US-Militärbasen

Fitness-Apps erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Eine der beliebtesten ist Strava, eine Art Social Network für Radtouren, Laufrunden, Schwimmeinheiten und Skifahrten. Mit ihr entdecken die Nutzer neue Routen, protokollieren ihre Rundenzeiten und tauschen gegenseitig ihre Bestzeiten aus. Allein im vergangenen Jahr wurden Unternehmensangaben zufolge 136 Millionen Läufe über 1,1 Milliarden Kilometer hochgeladen.

Um zu zeigen, in welchen Regionen der Welt Strava besonders populär ist und wo die beliebtesten Routen verlaufen, hat das Unternehmen eine globale Heatmap erstellt. Auf ihr sind sämtliche Routen von Läufern, Radfahrern und Schwimmern zu sehen. Je heller eine Linie auf der Karte, desto häufiger wird diese Strecke frequentiert. Insgesamt wurden drei Billionen GPS-Datenpunkte dafür ausgewertet.  

Strava-Karte enthüllt geheime Militärbasen

Eine nette Idee, doch eines hat das Unternehmen mit Sitz in San Francisco offenbar nicht bedacht: Am Wochenende berichtete die „Washington Post“, dass die Karte streng geheime US-Militärbasen zeigt. Im Zeitalter von Google Maps und öffentlichen Satellitenaufnahmen lassen sich viele Standorte zwar auch so aufstöbern. Die Strava-Karte zeigt aber neue Details, etwa die Laufwege des Personals. Offenbar wird die App gerne von militärischem Personal eingesetzt. Nutzt etwa ein Soldat beim Morgenlauf die Strava-App und stellt seine Daten anonymisiert zur Verfügung, kann man seine Route auf der Karte sehen.

+++ Lesen Sie hier: Nordkoreas Hacker waren das Gespött im Netz. Nun werden sie gefürchtet. +++

Sicherheitsforscher konnten dadurch relativ einfach die Positionen einzelner Militärbasen und die Laufwege des Personals ausfindig machen. Ein „Daily Beast“-Redakteur entdeckte beispielsweise auffällige Aktivitäten nahe einer möglichen US-Basis in Somalia, im Jemen und der Sahel-Region in Afrika. Auch für ausländische Geheimdienste dürfte die Karte ein gefundenes Fressen sein.

Mangelndes Verständnis für Datenschutz

Verboten sind Fitness-Tracker für das US-Militär übrigens nicht. Ganz im Gegenteil. Das Pentagon selbst verteilte vor wenigen Jahren rund 2500 Fitbit-Tracker fürs Handgelenk, um die Mitarbeiter zu motivieren, mehr Sport zu machen.

Strava selbst erklärt, dass nur öffentlich geteilte Daten für die Karte verwendet wurden. Markiert man seine Aktivitäten als privat, tauchen diese nicht auf. Der Fall zeigt demnach auch, dass viele Nutzer kein ausreichendes Verständnis für die Datenschutz-Einstellungen der App haben.Alexa – der Traum der Geheimdienste 21.06