Ranga Yogeshwar im stern: So wird unsere Zukunft

Er sagt von sich selbst, er sei „ein Optimist und kein Anhänger von Dystopien“. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Ranga Yogeshwar, 58, einer der bekanntesten TV-Moderatoren und Sachbuchautoren in Deutschland, mit den großen Zukunftsfragen unserer Zivilisation. Mit seinem neuen Buch „Nächste Ausfahrt Zukunft“ steht der studierte Physiker seit Wochen weit oben in den Bestsellerlisten.

Im Gespräch mit dem stern beschreibt er jetzt die größte Herausforderung unserer Zeit: die digitale Revolution.Führung digitale Welt_11.50

„Wir stehen vor dem größten Umbruch in unserer Geschichte“, sagt Yogeshwar, „und die Politik schweigt. Die meisten schlafen!“ Er meint damit die Verdrängung des Menschen im Arbeitsprozess durch intelligente Computer und Roboter. Dabei bringt ihn vor allem in Rage, dass die Politik offenbar schlicht verweigert, sich mit den Konsequenzen des technischen Wandels für unser Leben zu beschäftigen. „Deutschland könnte einen wunderbaren Platz in der Zukunft einnehmen, doch wir müssen aktiv werden“, mahnt er. „Wir sind gefährlich selbstgefällig: Uns geht es doch gut, warum also etwas ändern? So werden wir im globalen Wettkampf nicht gewinnen.“

Unzählige Berufe werden aussterben

Beispielsweise werde ständig über den Dieselskandal geredet, beklagt Yogeshwar im stern, „aber kaum ein Wort darüber, dass womöglich die gesamte Autoindustrie schon in den nächsten Jahren zur Disposition steht. Unzählige Berufe werden durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz aussterben“, erwartet der Wissenschaftsjournalist, der als Diskussionspartner und Redner weltweit gefragt ist.

„Wir erleben den Abschied vom klassischen Arbeitsbegriff – jetzt“, so Yogeshwar im stern, „haben wir Lösungen? Nein. Wer seinen Job verliert, darf nicht sein Leben verlieren, muss sein Selbstwertgefühl behalten, die Existenz muss sicher sein. Dahinter verbirgt sich eine großartige Chance, denn die Prioritäten des Lebens werden neu gesetzt. Also müssen wir über neue Spielregeln nachdenken.“5 Gründe warum unser Leben digital ist

Der digitale Wandel greife „in alle Lebensbereiche“ ein, vom Handel und der Logistik über die „automatische Auswertung von Röntgenbildern oder die Partnerwahl bis hin zum Interpretieren und Extrahieren von Informationen aus Texten und Bildern oder den neuen Anwendungen der künstlichen Intelligenz“.

Wir dürfen den Geschäftemachern nicht das Feld überlassen

„Wir bereiten die nächste Generation nicht auf diesen Fortschritt vor“, warnt Yogeshwar, der selbst Vater von vier Kindern ist. Trotz der Defizite habe er noch Hoffnung: „Das Internet ist ja nicht per se schlecht. Die Erfinder haben es absichtlich nicht patentiert. Dann aber kamen die, die nur ein Ziel hatten: so viel Geld wie möglich zu machen und die Kontrolle über unser Handeln, unser Kaufverhalten, zu erhalten. Wir dürfen ihnen nicht das Feld überlassen; es wäre schade um die großartigen Chancen.“

Er träume von einer „Wir-Gesellschaft“. Durch das Internet könnten „erstmals in der Geschichte der Menschheit“ alle Menschen „das Weltwissen teilen und sich dabei aktiv einbringen.“

Zuhause allerdings, verrät Yogeshwar im stern-Interview, ziehe er klare Grenzen: „Wir haben keine künstlichen Assistenten. Wenn die erwachsenen Kinder zu Besuch sind und wir essen zusammen, dann wollen wir kein Handy auf dem Esstisch.“ 

Das komplette Interview lesen Sie im aktuellen stern

In wenigen Sekunden offen: So erschreckend einfach lässt sich ein Hotel-Safe knacken

Ein Safe im Hotelzimmer ist eine ziemlich praktische Sache. Man tippt einfach einen vierstelligen Code ein, verschließt den Safe – und schon sind Smartphone, Uhr, Geld oder Reisepass sicher verstaut. Glaubt man zumindest. Denn das ist ein Trugschluss, wie ein neues Video des Youtubers LockPickingLawyer zeigt. In einem anderthalb-minütigen Clip demonstriert er, wie einfach sich ein hotelüblicher Zimmer-Safe knacken lässt. Viel technisches Know-How oder akrobatische Fingerkünste sind dafür nicht nötig. Hier sehen Sie, wie es funktioniert:

Um den Safe ohne korrekten PIN zu öffnen, muss man bei dem im Video gezeigten Modell einfach auf die „Lock“-Taste drücken, anschließend sechsmal die Neun – das war’s. Ähnlich berichtete die „Huffington Post“ vor einem Jahr, damals war die Zahlenkombination jedoch sechsmal die Null.

Die Hotels sind schuld

Game of Thrones Hotel 20.10Doch warum ist das so? Die „Huffington Post“ kontaktierte den Hersteller des Tresors. Der erklärte, er speichere ein Standard-Musterpasswort, „das eingesetzt werden soll, wenn das persönlich eingestellte Passwort des Gastes vergessen wird.“ Eigentlich sollen die Hoteliers dieses sogenannte Master-Passwort ändern. Doch es komme immer wieder zu „Kommunikationsproblemen“, wie ein führender Hersteller von Hotel-Safes bestätigt. Mit anderen Worten: Die Mitarbeiter dürften es häufig schlicht vergessen.

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Schlösserknacken als Sport

Der Mann hinter dem Youtube-Kanal LockPickingLawyer ist übrigens wirklich Jurist (englisch „Lawyer“), wie er in einem Interview erklärte. In seinen Videos setzt er sich mit allen möglichen Schlössern auseinander und erklärt, wie sie ohne Schlüssel geknackt werden können. Dabei geht es um den sportlichen Ehrgeiz, nicht um kriminelle Aktivitäten, wie er in dem Interview erklärt. In vielen Ländern finden auch regelmäßig entsprechende Lockpicking-Meisterschaften statt. Passwort-Richtlinien 14.05

Sprachlautsprecher: Was passiert mit den Daten? Alexa hört zu – und Amazon schweigt

Es ist eine viel geäußerte Sorge: Wer hat Zugriff auf Amazons Nutzerdaten? Immerhin sammelt der Konzern Unmengen von Informationen, vom Online-Handel bis zum Cloud-Geschäft. Vor allem werden sämtliche Aufnahmen des Sprachlautsprechers Amazon Echo online gespeichert. In seinem halbjährlichen Transparenzreport hat der Internet-Riese nun spärliche Einblicke in die staatlichen Anfragen gegeben.

Der Bericht fällt extrem knapp aus. Auf gerade mal zweieinhalb Seiten werden die staatlichen Anfragen von Januar bis Juni 2017 zusammengefasst, mehr als eine Seite davon geht für Begriffsklärungen drauf. Am Ende folgen die knappen Statistiken. Viel schlauer ist man nach der Lektüre nicht. 2011 staatliche Anfragen hat Amazon demnach aus unterschiedlichen Gründen über sämtliche Dienste bekommen, 1467 davon wurden ganz oder teilweise beantwortet. Wie viele Nutzer betroffen waren, was angefragt wurde und warum, bleibt unbeantwortet. Alexa – der Traum der Geheimdienste 21.06

Neugierige US-Behörden

Ein paar zusätzliche Informationen gibt es aber. Auf Anfrage von „ZDNet“ erklärte Amazon zwar nicht, ob man Sprach-Aufzeichnungen eines Echos übergibt. Immerhin verriet der Konzern aber, dass sich die Anfragen auf sämtliche Bereiche des Konzerns beziehen. Ältere Berichte hatten sich nur mit der Cloud-Sparte AWS befasst. Die versteckte Aussage hinter der Neuerung: Die Behörden fragen nun auch nach Daten aus den anderen Sparten – also dem Online-Handel und nach Echo-Aufnahmen.

Deutsche Nutzer können trotz des spärlichen Berichts aber wohl erstmal aufatmen. Amazon erhielt fast alle Anfragen aus den USA. Nur 75 Anfragen stammten von anderen Staaten, lediglich zwei wurden teilweise beantwortet. Da ist es unwahrscheinlich, dass eine deutsche Anfrage nach dem eigenen Echo dabei ist. Allerdings bleibt immer die Möglichkeit, dass die US-Behörden auch nach deutschen Nutzerdaten fragen.Fehde Amazon Google Apple 19.14

Google und Apple verraten mehr

Ein Problem ist Amazons Verschwiegenheit auch deshalb, weil andere Unternehmen wie Google weit transparenter sind. Der als Daten-Krake verschriene Konzern begann als erstes, die Anfragen öffentlich zu machen, um sein Image zu verbessern. Die Berichte listen detailliert auf, aus welchen Ländern die Anfragen kommen und wie viele Nutzer jeweils betroffen sind. Ob die wie bei Amazon online gespeicherten Sprach-Aufnahmen von Googles Assistant abgefragt wurden, verrät der Konzern aber auch nicht.

Apple könnte solche Daten zu Siri gar nicht erst liefern: Weil sämtliche Sprachaufnahmen ohne Hinweis auf den Nutzer gespeichert werden, können sie keiner Person zugeordnet werden. Transparenter als Amazon ist der Konzern allemal. Der aktuelle Transparenz-Bericht listet auf 19 Seiten akribisch auf, wie viele Anfragen es aus welchem Land gab, wie viele Nutzer und Geräte sie betrafen. Dabei unterscheidet Apple Account- und Gerät-Anfragen, bei denen etwa der Besitzer eines iPhones ermittelt werden soll. Zusätzlich wird zwischen Anfragen nach Finanz-Informationen, etwa beim Verdacht von Kreditkarten-Betrug, und strafrechtlichen Anfragen aufgeschlüsselt.

Ein besonders spannendes Detail findet sich in den Anfragen aus Strafverfolgungs-Zwecken. Bei den Rechts-Anfragen der US-Regierung gibt es auch den Punkt „Wiretap“ (Abhörmaßnahmen). Dort findet sich bei den Account-Anfragen eine klare Zahl – es gab 0 Anfragen, aus diesem Grund bei Nutzern mitzuhorchen. Bei Finanz- und Geräte-Anfragen steht aber etwas anderes: N/A, was für „Nicht verfügbar“ steht. Über diese Anfragen darf Apple also vermutlich schlicht nicht sprechen. Bei Amazon und Google dürfte das kaum anders sein.Handson-SiriSpeaker_8.15

Schnäppchen oder einfach billig?: Warentest prüft 17 Aktions-Fernseher aus dem Supermarkt – und kein einziger ist gut

Cola, Chips – und gleich den passenden Fernseher dazu. Immer mehr Supermärkte locken mit TV-Schnäppchen. Mit teils sehr günstigen Preisen sollen die Kunden bei Aktionsgeräten zum Kauf bewegt werden, die kurze Verfügbarkeit und die begrenzte Stückzahl zwingen zur schnellen Entscheidung. Dabei sollte man sich den Kauf gut überlegen. Stiftung Warentest hat 17 der Aktions-Fernseher genauer angesehen – und kann keinen empfehlen.

Normalerweise fallen die Aktions-Geräte bei Warentest aus dem Raster. Wegen der langen Test-Perioden der Stiftung sind sie bei Erscheinen der Tests längst nicht mehr im Handel, werden deshalb gleich vorher schon ausgesiebt. Um ein allgemeines Bild der Billig-Fernseher liefern zu können, entschied man sich nun doch zum Test. Und prüfte zum Vergleich noch sieben günstige Geräte mit, die in Supermärkten auch über längere Zeiträume angeboten werden.Warentest TV Fernseher November 17 12.43

Billigheimer fallen durch

Das Ergebnis ist schlicht erschreckend. Ob von Sharp, Blaupunkt, Toshiba oder Telefunken: Kein einziger der Aktions-Fernseher verdient eine „gute“ Testnote – im Gegenteil. Selbst „befriedigend“ waren nur zwei der Geräte, die große Masse war lediglich „ausreichend“. Ein Modell bekam gar die schlechteste Wertung „mangelhaft“. Kein einziger Fernseher konnte beim Bild überzeugen, auch der Ton war höchstens mittelmäßig und meist sogar richtig schlecht. Interessanterweise werden die Fernseher schlechter, je kleiner sie sind. 

Frau wirft Bowlingball gegen Fernseher_18.10Doch warum sind die Schnäppchen-Fernseher so mies? Nach Angaben von Warentest handelt es sich größtenteils um Geräte, die extra für die Aktionen in kleinen Auflagen und mit deutlich schlechteren Komponenten hergestellt werden. Das machen die Hersteller oft nicht mal selbst: Sharp ließ etwa ein Aktionsgerät im Auftrag in Polen zusammenschrauben und klebte nur den Namen darauf. Hinzu kommt, dass viele einst berühmten Marken wie Telefunken oder Blaupunkt längst nur noch als Name existieren. Hinter Toshiba, JVC, Telefunken und Hitachi steckt heutzutage etwa ein einziger Hersteller: der türkische Konzern Vestel.

Im Gegensatz zu den vermeintlichen Schnäppchen sind die Dauer-Angebote laut Warentest meistens recht brauchbar. Von den sieben getesteten Fernsehern waren drei tatsächlich „gut“, allerdings kosten sie meist auch deutlich mehr als die Sonderangebote und bewegen sich damit preislich auf normalem Marktniveau. Dann kann man aber auch weiter im Internet oder dem Elektromarkt zuschlagen.

Den vollständen Test finden Sie gegen Gebühr unter https://www.test.de/Fernseher-im-Test-1629201-0/ Warentest Tablets November 17_14.30

Neues System: iOS 11.2.5: Warum Sie unbedingt Ihr iPhone updaten sollten

Am Freitag ist es soweit: Apple gibt dann in den USA die Vorbestellungen für den Sprachlautsprecher Homepod frei, am 9. Februar soll er bei den ersten Kunden ankommen. Die Vorbereitungen dafür sind schon in vollem Gange: Mit dem gerade erschienenen iOS 11.2.5 unterstützt auch das iPhone den Funklautsprecher. In Deutschland wird der Homepod zwar erst im Frühjahr in den Läden stehen, iOS 11.2.5 sollte man aber auch hierzulande schnell installieren.

Das bringt iOS 11.2.5

Das aktuelle Update bringt abseits des Homepod-Supports keine neuen Features, behebt aber gleich mehrere Schwachstellen und Fehler. So schließt es die „chaiOS“ getaufte Lücke, die alleine durch den Empfang einer manipulierten iMessage-Nachricht das iPhone abschießen konnte (mehr über die Sicherheitslücke und ihre Folgen erfahren Sie hier). Zudem werden Probleme behoben, die dafür sorgen, dass in der Nachrichten- und der Telefon-App die chronologische Reihenfolge falsch angezeigt wurde. Apples Pannenwoche 19.10

Ein versprochenes Feature kommt wohl erst später: Nachdem herauskam, dass Apple bei älteren iPhones die Performance ausbremst, um Akku-Probleme zu minimieren, hatte Tim Cook eine Lösung zugesichert. Die Kunden sollen demnach selbst entscheiden können, ob sie lieber mehr Leistung wünschen, dafür aber ein Abstürzen des iPhones riskieren wollen. Die Option kommt nun wohl erst in iOS 11.3.

+++ Lesen Sie hier, warum Apples Mac-Rechner nicht in Ansätzen so sicher sind, wie ihr Ruf es verspricht +++

Auch macOS behebt Fehler

Mac-Nutzer sollten das zeitgleich erschienene Update auf macOS 10.13.3 ebenfalls schnell installieren. Auch hier wird der Nachrichten-Bug „chaiOS“ geschlossen. Auf dem Mac konnte er immerhin die Nachrichten-App einfrieren lassen. Eine weitere nun geschlossene Lücke erlaubte es, den Mac App Store trotz eines falschen Passworts zu benutzen.

AppleTV und Apple Watch

Als weitere Apple-Geräte haben AppleTV und die Apple Watch neue Systeme erhalten. Auch sie sollen Fehler korrigieren. Welche das genau sind, verrät Apple aber nicht. Neue Funktionen wurden bislang nicht entdeckt.iPhone X: Für wen lohnt es sich?_17.40

Wettbewerbsregel-Verstoß: EU verhängt Millionenstrafe gegen Apple-Zulieferer Qualcomm

Der US-Chiphersteller Qualcomm soll in Europa wegen Verstößen gegen Wettbewerbsregeln eine Strafe in Höhe von 997 Millionen Euro zahlen. Das Unternehmen habe einer Untersuchung zufolge «Milliarden von US-Dollar an Apple gezahlt, damit Apple nicht bei der Konkurrenz kauft», teilte EU-Kommissarin Margrethe Vestager in Brüssel mit.

Konkurrenten seien dadurch in rechtswidriger Weise mehr als fünf Jahre lang vom Markt für sogenannte LTE-Basisband-Chipsätze ausgeschlossen worden. Diese sorgen in vielen Smartphones und Tablets für die Funkverbindung.

Für Qualcomm ist die Entscheidung der EU-Wettbewerbshüter ein weiterer schwerer Rückschlag. Das Unternehmen sieht sich derzeit mit einem feindlichen Übernahmeversuch des US-Rivalen Broadcom konfrontiert. Zudem liefert sich Qualcomm seit Monaten einen Rechtsstreit mit seinem wichtigen Kunden Apple.

Hätten Sie’s gewusst?: Geheime Funktionen: Der Einschalt-Knopf Ihres iPhones hat mehr drauf, als Sie denken

Das iPhone war eine Revolution: Während Smartphones vorher mit Knöpfen überladen waren, setzte es voll auf den großen Touchscreen. Nur vier physische Schalter brachte es jahrelang mit: Die Lautstärkewippe, den Stummschalter, den Einschaltknopf und natürlich den ikonischen Home-Button. Seit dem iPhone X ist der Geschichte – und der Einschaltknopf hat einiges dazugelernt.

Denn die Taste, die Apple erst oben am Gerät platzierte und die mit dem iPhone 6 zur Seite wanderte, hat deutlich mehr drauf, als die meisten Nutzer ahnen dürften – vom Screenshot bis zur Alarmsirene.

+++ Unseren ausführlichen Test des iPhone X finden Sie hier +++

ALARM – in 5,4,3…

Die Notruf-Funktion hat der Power-Button erst mit iOS 11 gelernt. Drückt man fünfmal hintereinander schnell die Taste, schrillt eine Sirene los. Gleichzeitig zählt das iPhone von fünf herunter – dann setzt es automatisch einen Notruf ab. Der Nutzer hat also Zeit, einen Fehlalarm abzubrechen.iPhone Tricks neu 20.00

Apple will mit dem Feature helfen, im Ernstfall unkompliziert einen Notruf abzusetzen. Etwas merkwürdig: Auf vielen iPhones ist die Funktion nicht automatisch eingeschaltet. Sie finden die Option in den Systemeinstellungen unter „Notruf SOS“. Dort lässt sich auch festlegen, ob wirklich sofort ein Notruf abgesetzt werden soll. Zudem kann man die dabei erschallende Sirene abschalten. Das ist allerdings kaum zu empfehlen: In der Hosentasche kann man den Alarm auch mal aus Versehen auslösen – und ruft dann vielleicht einen Krankenwagen, ohne es mitzubekommen.

Siri und Bildschirmfotos

Schon seit Anfang an hatte Apple der Einschalt-Taste aber mehr zugetraut. Gemeinsam mit dem Home-Button kann man Bildschirmfotos schießen, beim iPhone X nutzt man dazu statt des Home-Buttons die obere Lautstärke-Taste.Geheime Netflix-Codes

Bei Apples Spitzenmodell gibt es wegen des fehlenden Home-Buttons zwei weitere Besonderheiten: Hält man den Einschaltknopf länger gedrückt, meldet sich die Sprachassistentin Siri, die bei allen anderen iPhones im Home-Button wohnt. Auch für den Kauf in iTunes und App Store braucht man eventuell den Einschalt-Knopf. Will man sicherheitshalber jeden Kauf bestätigen und nutzt dafür die Gesichtserkennung Face ID, aktiviert man die beim Kauf mit einem zweifachen Drücken des Home-Buttons. Darauf weist das iPhone aber von selbst hin.

Wenn gar nichts mehr geht

Hat sich das iPhone einmal aufgehängt, kann man es mit einem sogenannten Hard Reset einfach ausknipsen. Durch den darauf folgenden Neustart werden alle Programme und das Betriebssystem neu geladen, und damit meist das Problem behoben. Und, Sie ahnen es, auch dafür braucht man den Power-Knopf.

Hält man Home-Button und Einschaltknopf zehn Sekunden gedrückt, gehen ältere iPhones sofort aus. Bei den aktuellen Modellen iPhone 8, 8 Plus und X ist es ein Stück komplizierter. Zuerst muss man kurz die Lauter-Taste drücken, ganz schnell danach die Leiser-Taste. Direkt im Anschluss hält man dann den Einschalt-Knopf wieder zehn Sekunden. Alle iPhones lassen sich kurz nach dem Reset ganz normal wieder einschalten.15 simple Akku-Tricks: So hält… Längere Laufzeit_11Uhr

iOS-Tipps: Diese gut versteckten Tricks muss jeder iPhone-Nutzer kennen

iOS Tricks FotostreckeDas iPhone hat seit Erscheinen Unmengen neuer Funktionen bekommen. Das hat Folgen: iOS ist zwar weiterhin eines der übersichtlichsten Betriebssysteme, einige Feature-Perlen sind aber immer schwerer zu finden. Wir haben die besten Tricks für Sie herausgesucht.

+++ Hier finden Sie unseren ausführlichen iPhone X Test +++

Schnelle Anrufe und SMS

Immer den Namen von Kontakten im Adressbuch herauszusuchen, kann ganz schön Zeit kosten. Will man einem Kontakt nur flink mal eine SMS oder iMessage schicken, geht das zum Glück auch schneller: Wischen Sie einfach in der Mitte des Homescreen nach unten, um die Suche zu öffnen. Geben Sie nun den Namen ein. Direkt neben dem Suchergebnis ist schon das SMS-Symbol. Telefonate und Facetime-Anrufe lassen sich so ebenfalls schneller starten.

Siri kann jetzt Whatsapp

Wussten Sie, dass Siri auch Whatsapp-Nachrichten verschicken kann? Die digitale Assistentin hat mit iOS 10 auch die Unterstützung von Drittanbieter-Apps gelernt. Fordert man sie nun auf, eine Nachricht per Whatsapp zu schicken, fragt sie nur noch nach dem Kontakt – und kann dann direkt loslegen.iOS 11 versteckte Features 10.20

Geteilte Notizen

Will man dem Partner oder Mitbewohner eben mitteilen, dass man noch Lebensmittel braucht, geht das nun noch bequemer. Dazu muss man nur in der Notizenapp eine Einkaufsliste miteinander teilen – und kann bequem Kaffee und Milch auf den Einkaufszettel packen. Selbst, wenn der andere schon längst durch den Supermarkt streunt. Nur an der Kasse sollte man noch nicht anstehen.

Schütteln und weg

Ein Klassiker und trotzdem kaum bekannt: Will man eine SMS oder eine E-Mail löschen, kann man das iPhone auch einfach schütteln. Dazu muss nur die Funktion „Zum Widerrufen schütteln“ eingeschaltet sein, die sich unter den Bedienungshilfen versteckt. Fallenlassen sollte man sein iPhone im Überschwang natürlich trotzdem nicht.

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Persönliche Infos im Netz: Jeder Zweite in Deutschland fürchtet Ausbeutung seiner Daten

Jeder Zweite in Deutschland befürchtet eine Ausbeutung seiner Daten im Internet. In einer Umfrage der Institute YouGov und Sinus äußerten 56 Prozent der Befragten Zweifel, dass ihre persönlichen Informationen geschützt sind.

Fast genauso viele, nämlich 55 Prozent, haben das Gefühl, keine Kontrolle über ihre Daten im Internet zu haben. Insgesamt sagten 93 Prozent der 2048 online befragten Teilnehmer, der Schutz ihrer Daten sei ihnen wichtig. 64 Prozent meinten, man könne diesem Thema gar nicht genug Bedeutung zuschreiben. 29 Prozent monierten übertriebenen Datenschutz.

Die Nutzer versuchen durchaus, sich selbst zu schützen. 86 Prozent der Teilnehmer gaben an, ihre Online-Nutzerkonten mit mindestens zwei unterschiedlichen Passwörtern zu sichern, 25 Prozent von ihnen haben mehr als zehn verschiedene. Nur zwei Prozent nutzen überall dieselbe Buchstaben- oder Ziffernfolge.

Die als Datenkraken kritisierten sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co werden vorsichtig genutzt: Rund 73 Prozent der Befragten machen zwar von den Angeboten Gebrauch; 82 Prozent von ihnen haben aber zumindest die Privatsphäre-Einstellungen angepasst.

In der Europäischen Union gilt ab 25. Mai die sogenannte Datenschutz-Grundverordnung, die den Schutz verbessern und vereinheitlichen soll. Am Mittwoch will die EU-Kommission in Brüssel dazu Leitlinien vorstellen, um Behörden und Unternehmen die Umsetzung zu erleichtern.

Die Verordnung ist allerdings in Deutschland weitgehend unbekannt. Nur 15 Prozent der Befragten wussten darüber Bescheid, während 80 Prozent noch nie davon gehört hatten.