187 Plattformen betroffen: Achtung! Auf diesen Dating-Portalen flirten Fake-Profile

„Es ist davon auszugehen, dass es sich bei sämtlichen weiblichen Profilen um fiktive Profile handelt“ – wenn Sie diesen Satz in den AGBs einer Dating-Plattform lesen, sollte eigentlich ja alles klar sein. Mit wem Sie hier auch flirten, es könnte sich ein Fake-Profil dahinter verbirgen. Das Problem? Wir kennen es wohl alle selbst – kaum jemand liest die AGBs. Und wer doch damit anfängt, kommt meistens nicht bis zum Ende. Dazu kommt, dass Dating-Plattformen ihre Nutzer nicht angemessen auf Fake-Profile hinweisen. Sollten Sie Ihre „große Liebe“ auf solchen Portalen suchen, schauen Sie besser doppelt und dreifach hin.

Flirten mit Bots und bezahlten Mitarbeitern

No-Gos fürs Online-Dating 19.20Die Verbraucherzentrale hat gerade in einer groß angelegten Studie herausgefunden, dass 187 Online-Dating-Portale Fake-Profile betreiben. Das sogenannte „Martkwächter-Team“ der Verbraucherzentrale Bayern hat dazu sämtliche AGBs und Homepages durchgearbeitet. Dass Dating-Plattformen entweder Bots oder bezahlte Mitarbeiter einsetzen, um mit ihren Kunden zu flirten, ist die eine Sache. Doch 171 der 187 untersuchten Portale weisen die User leider gar nicht oder nicht ausreichend auf diese Praxis hin.

User werden an der Nase herumgeführt

„Chancen zum Kennenlernen eines potenziellen Partners gibt es bei Fake-Profilen nicht“, wird Susanne Baumer vom „Marktwächter-Team“ auf der Homepage der Verbraucherzentrale zitiert. Da User aber genau dafür häufig Geld bezahlen, werden sie an der Nase herumgeführt. Bei genauerem Hinschauen könne man, so die Verbraucherschützer, die Nutzung von Fake-Profilen allerdings erkennen. Tauchen in den AGBs oder Nutzungsbedingungen Schlüsselworte wie „Animateure“, „Controller“, „Moderator“ oder „moderierter Dienst“ auf, dann sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen.

Welche Plattformen betroffen sind, können Sie hier einsehen.Absurde Datingsites 1032

Betrug bei Krypto-Währung: Wie ein Betrüger den Bitcoin-Wert verachtfachte – und was das über die Währung aussagt

Seit Anfang 2017 steigt der Bitcoin immer weiter, im Dezember war die Währung innerhalb eines Jahres von 700 auf 17.000 Euro gestiegen. Dass es bei steil steigenden Bitcoin nicht immer mit rechten Dingen zugeht, zeigt eine Studie. Sie stellt dar, wie ein einzelner Betrüger es schaffte, den Wert von Bitcoin zu verachtfachen.

Die gerade im Fachmagazin „Journal of Monetary Economics“ erschienene Studie befasst sich allerdings nicht mit dem aktuellen Boom. Der Betrug fand bereits 2013 auf der damals größten Bitcoin-Börse Mt. Gox statt. Geleakte Daten des Handelsplatzes aus diesem Zeitraum erlauben sonst unmögliche Einblicke in die Handelströme der Börse. Und wie sie manipuliert wurden.

+++ Lesen Sie hier: Trotz des irren Hypes – Warum Bitcoin an seiner Hauptaufgabe scheitert +++

Wer sind „Markus“ und „Willy“

Bitcoin Domina 21.00Die Forscher der Unis von Tulsa und Tel Aviv haben die Daten genau studiert. Die Besonderheit der Leaks ist, dass sie die Anonymität der Transaktionen aufheben, die Bitcoin sonst gewährt. Weil alle Nutzer bei Mt. Gox eine Nutzer-ID haben, lassen sich die Geldbewegungen zuordnen – und einen Betrüger entdecken.

Der hatte in Blogs die Spitznamen „Markus“ und „Willy“ erhalten. Markus kaufte über Monate in großen Mengen Bitcoin. Mehr als 300.000 sollen es am Ende nach Angabe der Forscher gewesen sein. Sie wurden stutzig, weil der Käufer nie Transaktionsgebühren zahlen musste. Und die Verkäufer nie Geld erhielten. Auch die Bitcoin landeten nicht auf Markus‘ Konto. Sämtliche Käufe waren also fingiert. Weil sie den anderen Kunden aber angezeigt wurden, stiegen die Preise des Bitcoin wegen der hohen Nachfrage an.

+++ Lesen Sie, warum der Bitcoin seinen Zenit bereits überschritten hat – und welche Währung der Nachfolger ist +++

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Millionen im Minutentakt

An einem Tag hörte Markus plötzlich auf. Sieben Stunden später ging Willy ins Rennen. Willy war kein einziger Kunde, sondern ein Netz aus 49 Accounts. Jeder von ihnen kaufte Bitcoin für genau 2,5 Millionen Dollar – und hörte dann wieder auf zu handeln. Minuten später wurde der nächste Account aktiv und tat das Gleiche. Und wieder kletterten die Preise. Die Forscher sind sicher: Willy alleine ist für den Anstieg des Botcoin von 150 auf über 1000 Dollar in nur zwei Monaten verantwortlich. 

Doch wozu das Ganze? Die Forscher vermuten, dass es sich um eine Vertuschungsmaßnahme des Betreibers von Mt. Gox handelt. Der Handelsbörse wurden vermutlich bereits 2011 satte 650.000 Bitcoin durch einen Hack gestohlen. Ihre These: Mit der Manipulation und den Gewinnen aus den steigenden Preisen wollte der Betreiber die Verluste ausgleichen.Bitcoin Rettung 11.04

Handel mit Geld, das es nicht gibt

Das würde auch die Willy-Methode erklären. Sie basiert auf derselben Maschen, der sich auch kriminelle Aktien-Händler wie Bernie Maddof bedienten und die nur ein Insider mit Zugriff auf das System nutzen kann. Die Kunden erhielten zwar nominell Geld für ihre Bitcoin. Weil sie ihre Bar-Reserven aber aus Bequemlichkeit meist einfach bei Mt. Gox liegen ließen, statt sie auszuzahlen, musste der Betreiber das Geld gar nicht wirklich besitzen. Er konnte einfach die Zahl des Kontostandes erhöhen und hoffen, dass er das Geld nie bezahlen müsste. 

Tatsächlich kam es auch so: Anfang 2014 sperrte Mt. Gox sämtliche Auszahlungen. Einige Wochen später meldete der Betreiber die Insolvenz an. Der Bitcoin brach in bis dahin nie gekanntem Maße ein, es sollte vier Jahre dauern, bis sich die Währung wieder erholt hatte – und der aktuelle Boom losging.

Die Forscher sehen den Fall als klare Warnung. Die Möglichkeiten der Manipulation gäbe es weiterhin, nur geleakte Daten um sie nachzuweisen fehlten, stellen sie trocken fest. Vor allem die geringe Anzahl an Käufern und Verkäufern, die große Mengen an Währung bewegen, machten Bitcoin und die vielen anderen Krypto-Währungen so leicht angreifbar. „Es ist wichtig zu verstehen, wie anfällig Märkte für Krypto-Währungen für Manipulation sind“, warnen sie daher. Bevor der nächste Crash kommt.

Hippe Metropolen : Das sind die beliebtesten Städte bei Instagramern

Ein Selfie am Piccadilly Circus in London, Schnappschüsse von der Freiheitsstatue oder ein Bild vor dem Eiffelturm. Wer bei Instagram angemeldet ist, kennt die unzähligen Reise-Selfies und Schnappschüsse von Sehenswürdigkeiten. Was dabei nicht fehlen darf: Die Hashtags. Anhand derer lässt sich gut ablesen, welche Städte am beliebtesten sind.

Spitzenreiter im Hashtag-Ranking ist aktuell London. Die britische Hauptstadt löst damit den Big Apple ab, der 2016 noch die Stadt mit den meisten Hashtags war. 88,5 Millionen Bilder mit #London in der Bildunterschrift waren Ende 2017 auf Instagram online. Auf Platz zwei folgt New York mit geringem Abstand, wie die Grafik von Statista zeigt. Eine deutsche Stadt schaffte es nicht in die Top 10 – #Berlin liegt mit 26 Millionen Nennungen erst auf Rang 13.

AdultSwine: Fieser Android-Schädling hat es auf Kinder abgesehen – und zeigt ihnen Porno-Werbung

Die Kinder mit dem Smartphone spielen zu lassen, ist für Eltern mittlerweile Alltag. Dass man dabei durchaus Vorsicht walten lassen sollte, zeigt ein aktueller Schädling. Einem unter dem vielsagenden Namen „Adult Swine“ (Erwachsenes Schwein) geführten Trojaner dienen vor allem Kinder-Apps als Einfalltor auf das Smartphone – und er bringt Porno-Werbung und Abofallen mit. 

Auf das Smartphone kommt die von den Experten von Checkpoint entdeckte Malware direkt über Googles offiziellen App-Shop Playstore. Sie tarnt sich dort etwa als Zusatzprogramm für Minecraft, als Kinderspiel oder als App zum Zeichnenlernen. In Wahrheit infiziert sie aber das Smartphone, kontaktiert einen Steuer-Server und lädt jede Menge schädlicher Programmteile nach.Kaspersky Spionage Aktion Computer sicher Trojaner 1500

Porno-Werbung und Abofallen

Die sorgen etwa dafür, dass die Werbung in den Apps mit eigenen Anzeigen überschrieben wird – bevorzugt mit Porno-Werbung. Sie prangt dann auch in betroffenen Spielen, die explizit an Kinder gerichtet waren. Doch die unerwünschte Sex-Werbung ist nicht die einzige Gefahr.

Als weitere Einnahmequelle versuchen die Entwickler, den Benutzern mit dem Anzeigen falscher Warnmeldungen Angst zu machen, um sie zur Installation von Pseudo-Sicherheitssoftware zu verführen. Die können dann weitere Schädlinge installieren. Als dritte Variante versuchen die Apps, den Nutzern Abos für kostenpflichtige Premium-Dienste unterzujubeln.Google Tabus 20.07

Google entfernt 60 Apps

60 infizierte Apps hat Google mittlerweile aus dem Playstore geworfen, eine Liste finden Sie hier. Zudem wurde der Entwickler gesperrt. Die Experten gehen aber davon aus, dass ähnliche Apps in kürzester Zeit wieder dort auftauchen könnten. 

Für Nutzer, deren Smartphones bereits infiziert wurden, bedeutet der Rauswurf ohnehin keine Entwarnung: Bereits installierte Malware ist auch weiter aktiv. Deshalb sollte man dringend die Liste der betroffenen Programme mit den Apps auf dem eigenen Smartphone abgleichen. Um sich zu tarnen, kann die Malware allerdings ihr Logo verstecken, sodass es wirkt, als seien sie vom Smartphone entfernt worden. In den Einstellungen unter „Apps“ finden Sie eine unverfälschte Liste sämtlicher installierter Programme.Hilfreiche Apps 7.45

Türkei-Flagge und Erdogan-Bild: Twitter-Account von «Spiegel»-Chefredakteur gehackt

Der Twitter-Kanal von «Spiegel»-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer ist in der Nacht gehackt worden. Dies meldete der «Spiegel» per Twitter. Bis etwa 1 Uhr erschien auf Brinkbäumers Account als angehefteter Tweet eine Türkei-Flagge und ein Bild des türkischen Staatspräsidenten Erdogan.

Dazu war etwa zwei Stunden lang ein türkischsprachiger Schriftzug mit offenbar einer deutschen Übersetzung in Klammern zu sehen: «Aufgrund der schlechten Nachrichten die wir bisher über die Türkei und Recep Tayyip Erdogan berichtet und veröffentlicht haben, möchten wir uns entschuldigen.» Der Account-Name @brinkbaeumer wurde zudem umbenannt in @brinkbaeumerTR.

Kurze Zeit später war der geänderte Account nicht mehr zu erreichen. Der «Spiegel» schrieb auf dem Twitter-Kanal des Magazins um 00.53 Uhr zunächst: «Der Account unseres Chefredakteurs Klaus Brinkbäumer wurde gehackt, der neueste Tweet über Erdogan sowie das Titelbild sind nicht von ihm. Wir kümmern uns.» Eine halbe Stunde später hieß es: «Wir haben den Account bereinigt und wieder unter Kontrolle. Danke für die vielen Hinweise und gute Nacht.»

Wer den Account gehackt hatte, war zunächst unklar. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

Youtube-Superstar: Er drehte Skandal-Video im "Selbstmord-Wald": Youtube bestraft Logan Paul

Logan Paul bekommt ernsthafte Konsequenzen zu spüren, nachdem eines seiner Videos weltweit für Aufregung gesorgt hat. Die Videoplattform warf den Internet-Superstar aus einem lukrativen Vermarktungsprogramm. In „Google Preferred“ werden die meistgesehenen Videos gebündelt und Werbekunden angeboten. „Angesichts der jüngsten Ereignisse haben wir beschlossen, die Kanäle von Logan Paul aus ‚Google Preferred‘ zu entfernen“, bestätigte eine YouTube-Sprecherin dem Musik-Blog „Billboard“. Zudem wurden künftige Projekte mit Paul auf Eis gelegt. Medienberichten zufolge verlor Logan die Hauptrolle in der Serie „Foursome“ und auch die Dreharbeiten zur Fortsetzung des Youtube-Films „The Thinning“ wurden vorerst ausgesetzt.

Logan Paul 14.30Der Youtuber hatte an Silvester ein Video seines Aufenthalts in Japan online gestellt, das ihn mit seinen Begleitern im sogenannten Selbstmord-Wald zeigt. Dort nehmen sich regelmäßig junge Japaner das Leben. Die Gruppe fand dort die Leiche eines Mannes, der sich offenbar erst kurz zuvor umgebracht hatte. Paul filmte den Toten in der Nahaufnahme, kommentierte die Szene und machte den Inhalt später seinen rund 15 Millionen Abonnenten zugänglich – viele von ihnen Jugendliche. Nach drastischer Kritik löschte er das Video einen Tag später, nachdem es rund sechs Millionen Klicks gemacht hatte.

Scharfe Kritik an Youtube-Video von Logan Paul

Viele warfen Paul vor, den Tod eines Menschen auszuschlachten. Er selbst reagierte mit einem langen Entschuldigungspost sowie einer Videoentschuldigung und hat seitdem kein Video mehr online gestellt.

In dem Video sprach er von einer „fatalen Fehleinschätzung“ und davon, dass er „viele Dinge an diesem Tag“ hätte anders machen sollen. So hätte er nicht weiter filmen sollen und „das Video niemals online stellen dürfen“, sagte Paul. „Ich erwarte nicht, dass mir dafür verziehen wird, aber ich möchte mich aufrichtig dafür entschuldigen“.

Youtube war ebenfalls in die Kritik geraten, weil die Video-Plattform lange zu dem Fall geschwiegen hatte. Am 9. Januar reagierte das Unternehmen dann öffentlich und sprach auf Twitter davon, dass der Kanal die Richtlinien der Community verletzt habe. Man habe entsprechende Konsequenzen gezogen. „Suizid ist kein Witz und sollte niemals für Klicks missbraucht werden“, hieß es dort. 

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