
Welche Apps braucht es, um Deutschland zu regieren? BILD hat sich Merkels Tablet-Homescreen genauer angeschaut.
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Welche Apps braucht es, um Deutschland zu regieren? BILD hat sich Merkels Tablet-Homescreen genauer angeschaut.
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Die Symbole des Hasses sollten eigentlich verboten sein. Doch beim Messenger WhatsApp kursieren sie gerade in Form von Chat-Stickern.
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Vor 44 Jahren schickten Forscher einen Haufen Nullen und Einsen ins All und hofften, so ein Gespräch mit Aliens eröffnen zu können.

Mit Bixby versucht Samsung einen eigenen Sprachassistenten zu etablieren. Künftig soll er den Nutzer um Hilfe bitten können.
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Unsere Tech-Freaks Martin und Sven diskutieren über neue Android-Funktionen, Sky Q, einen Nachtsicht-Kamera-Modus und das Galaxy S10.
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Das Ende des Bitcoin-Booms schlägt auf Geschäft und Aktienkurs des Grafikkarten-Spezialisten Nvidia durch. Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel zeitweise um rund 18 Prozent, nachdem Nvidia die Anleger mit den jüngsten Quartalszahlen und dem Ausblick enttäuscht hatte.
Die Produktion der Digitalwährung Bitcoin erfordert massive Computer-Ressourcen – und Grafik-Karten sind optimal dafür. Auf dem Höhepunkt des Bitcoin-Booms führte das zu Engpässen bei einigen Nvidia-Karten und Preissteigerungen.
Doch in diesem Jahr verlor der Bitcoin über zwei Drittel seines Werts – und das machte auch die Erzeugung der Digitalwährung weniger attraktiv. Nvidia habe sich in dieser Situation verschätzt, sagte Firmenchef Jensen Huang nach Vorlage der Quartalszahlen. «Der Krypto-Kater dauerte länger als wir erwarten hatten», räumte er ein. So seien die Preise nicht so schnell gesunken und entsprechend auch die Nachfrage langsamer angesprungen als gedacht. Jetzt erwarte er aber eine Normalisierung.
Es war vor allem die Umsatzprognose für das laufende Quartal, die die Wall Street schockierte. Nvidia stellte Erlöse von rund 2,7 Milliarden Dollar in Aussicht – Analysten waren eher von 3,4 Milliarden ausgegangen. Und im Vorjahresquartal hatte Nvidia noch gut 2,9 Milliarden Dollar Umsatz gemacht.
Im Ende Oktober abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal steigerte Nvidia unterdessen die Erlöse um 21 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Dollar und machte 1,2 Milliarden Dollar Gewinn – rund 47 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Datenleitungen sind die Straßen des 21. Jahrhunderts. Dabei befördern sie nicht nur unsere Whatsapp-Nachrichten und Instagram-Posts, sondern sind als digitale Shopping-Meile und Frachtstraße auch für die Wirtschaft als Infrastruktur unerlässlich. Trotzdem will die Bundesregierung sie nicht wie das Straßennetz fördern. Ein aktueller Streit zeigt das Dilemma dieser Strategie.
Die Bundesregierung und die Mobilfunk-Provider zoffen sich aktuell darum, unter welchen Bedingungen die neue 5G-Technologie in Deutschland umgesetzt werden soll. Wie schon bei LTE – und davor bei UMTS – will die Regierung den Aufbau des Netzes den Mobilfunk-Betreibern überlassen. Die sollen im Januar um die Nutzung der Frequenzen bei einer Versteigerung bieten. Damit wiederholt die Regierung die Fehler der Vergangenheit. Das Problem: Regierung und Provider haben grundverschiedene Interessen.Telekom News IFA 11.35
Die Regierung sieht das neue Netz als wichtige Infrastruktur. Vor allem die Industrie wartet auf den neuen Standard. Er verspricht durch eine deutlich größere Bandbreite ein ganz neues Ausmaß an digitaler Automatisierung und ermöglicht zudem erst die flächendeckende Umsetzung neuer Technologien wie dem fahrerlosen Auto. Dazu muss das Netz aber nahezu lückenlos sein.
Die Provider haben aber völlig andere Anreize: Sie wollen mit dem neuen Standard möglichst viel Geld verdienen. Das geht am besten, wenn sie sich auf diejenigen Bereiche konzentrieren, in denen die meisten Menschen leben. Damit fallen aber große Teile Deutschlands aus dem Raster: In den dünn besiedelten ländlichen Regionen ist der Ausbau besonders teuer, bringt wegen der wenigen Kunden aber nahezu kein Geld ein.LTE Nachdreh_9.20
Kein Wunder, dass die Provider nun gegen Pläne Sturm liefen, die Versteigerung der Frequenzen mit einer Verpflichtung zur 100-prozentigen Abdeckung zu verbinden. In einem Brandbrief der Provider an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hieß es, diese Erwartungshaltung sei „ökonomisch in keiner Weise darstellbar und rechtlich nicht haltbar“. Heute hat die Bundesnetz-Agentur ihre Bedingungen zur Abnahme an den Beirat geschickt. Die Forderung zur Vollabdeckung findet sich darin nicht mehr.
Der Punkt ist auch unter den Regierungsparteien umstritten. Aus dem Kanzleramt gibt es Verständnis für den Widerstand der Provider, der flächendeckende Ausbau sei „unfassbar teuer“, erklärte Kanzleramtschef Helge Brauch (CDU). In der eigenen Partei und beim Koalitionspartner SPD sehen das aber nicht alle so. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sprach am Donnerstag von einer „politischen Bankrotterklärung“, wenn Braun sich mit einer 5G-Versorgung der Ballungsgebiete zufriedengebe.
Auch Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) forderten 5G für alle. Eine Sprecherin Seehofers sagte, das Ziel müsse eine 100-prozentige Abdeckung sein. Eine Versorgung mit dem Hochgeschwindigkeits-Internet nur für 98 Prozent der Haushalte, wie es bisher die Vorgaben für die 5G-Versteigerung der Bundesnetzagentur vorsehen, bedeute, dass rund 15 bis 20 Prozent der Fläche nicht damit versorgt würden. „Und das sind naturgemäß ländliche Regionen.“ Klöckner sagte der „Rheinischen Post“: „Es gibt zu viele weiße Flecken auf der Landkarte.“ Life Hacks Handy schneller laden 19.15
Dass die Umsetzung für flächendeckendes 5G so teuer ist, hat auch technische Gründe. Obwohl die Sendemasten leistungsfähiger sind, haben sie eine geringere Reichweite. Die Folge: Zur Abdeckung derselben Fläche braucht 5G deutlich mehr Sendemasten als LTE. Die Provider sprechen hinter vorgehaltener Hand von einer „Verspargelung“ der Landschaft. Und: Die Masten müssten zur Nutzung ihres vollen Potenzials mit Glasfaserleitungen angeschlossen werden. Auch in diesem Bereich hinkt Deutschland hinterher.
Die Regierung steht also vor einem Dilemma: Sie will die flächendeckende Infrastruktur, die Kosten sollen aber die Provider übernehmen. Zudem schafft sie mit den hohen Kosten der Versteigerung Anreize, die Kosten an die Kunden weiterzugeben – und das schnelle Internet zum teuren Vergnügen werden zu lassen. Das von den Providern gewünschte Flickennetz kann sie aber auch nicht wollen. Schließlich würden dadurch ganze Landstriche noch weiter nach hinten fallen. Und auch Pläne zu selbstfahrenden Autos dürften schnell platzen – sie könnten schließlich auf dem Land gar nicht fahren.Handytarif Vergleich So sparen Sie Geld beim Handyvertrag 6.17
Alternativen dürften aber aus Kostengründen ausfallen: Statt die Frequenzen zu versteigern, könnte die Regierung das Geld selbst investieren und dann die Netze vermieten. Dafür müssten aber erst einmal hohe Summen an Steuergelden investiert werden. Einen interessanten Vorschlag machte auch Tech-Blogger Sascha Lobo. Er empfiehlt eine negative Versteigerung, in der die Regierung zu jeder investierten Euro-Milliarde noch zwei dazu gibt.
Die aktuelle Lösung hebt das Dilemma zumindest nicht auf. Die Bundesnetzagentur verpflichtet die Provider in ihrem nun vorgelegten Regelwerk nur, bis 2024 sämtliche Bundes- und Landstraßen sowie die Zugstrecken mit Hochgeschwindigkeitsnetzen zu versorgen. Dabei wird aber nicht der 5G-Standard eingefordert, sondern nur Mindestgeschwindigkeiten von 100 MBit/s auf Autobahnen, Bundesstraßen und ICE-Strecken, sowie 50 Mbit/s auf regionalen Zugstrecken und kleineren Straßen festgelegt.
Damit werden die Provider gleichzeitig stärker als bisher in die Pflicht genommen, die Maximalforderung Vollabdeckung bleibt aber aus. Eine wirklich befriedigende Lösung ist das für niemanden.
Mit Material der DPA
Ein Kilogramm ist ein Kilogramm. Eine feste Größe, auf die man sich verlassen kann und die Macht über uns hat. Etwa dann, wenn wir nach ein paar guten Tagen wieder auf die Waage steigen.
Das Zentrum dieser Macht liegt seit 129 Jahren in Frankreich in einem Tresor: Es ist ein Stück Metall aus einer Platin-Iridium-Legierung und liegt im Keller unter dem „Bureau international des poids et mesures“, dem Internationalen Büro für Maße und Gewichte, in Sèvres. Das ist das Stamm-Kilogramm, genannt „Le Grand K“. Nach ihm sind alle anderen metrischen Gewichte auf der Welt kalibriert. Das genauere Le Grand K löste die erste Definition des Kilogramms ab. Nach der Französischen Revolution und bei der Einführung des metrischen Systems wurde das Kilogramm als das Gewicht von einem Liter Wasser definiert.
„Le Grand K“ ist schwer gesichert. Es liegt in einem Tresorraum. Drei Schlüssel werden benötigt, um ihn zu öffnen. Der Stahlzylinder ruht dort unter drei Schutzglasglocken, in einer temperatur- und feuchtigkeitskontrollierten Umgebung. Umgeben wird es von sechs offiziellen Kopien – den Témoins oder Zeugen.
Nur etwa alle 40 Jahre wird es herausgenommen, und dann werden an diesem Kilogramm Kopien kalibriert. Und bei diesen seltenen Messungen des Gewichts und seiner Zeugen zeigte sich, dass sich die Massen verändert haben. Die einst identischen Gewichte variieren inzwischen. Le Grand K ist heute auch nicht mehr das, was es einmal war. Le Grand K ist auf Diät und wiegt heute nur „999,99995 Gramm“ – in den letzten 129 Jahren hat es 50 Mikrogramm verloren.
Daher begann am 16. November eine Generalkonferenz über Maße und Gewichte in Frankreich. Auf der Konferenz wurde eine Änderung der Definition von einem Kilogramm beschlossen. Die Wissenschaft hat sich von „Le Grand K“ abgewendet. Die neue Definition knüpft an der Planck-Konstante an.
Dieser Schritt war überfällig. Von den sieben Basisgrößen des International System of Units (SI) Meter (Länge), Kilogramm (Masse), Sekunde (Zeit), Ampere (Strom), Kelvin (Temperatur), Mol (Stoffmenge) und Candela (Leuchtkraft) war das Kilogramm die letzte Maßeinheit, die mit einem physischen Objekt verbunden ist. Le Grand K ist der Dinosaurier in der Physik. Das Gewicht ist der letzte Überlebende der Welt des 19. Jahrhunderts, einer Physik, so wie Newton sie begründet hat.Stephen Hawking – Das sind seine besten Sprüche
Die Unveränderlichkeit der neuen Definition wird mit einem Nachteil erkauft. Die Anschaulichkeit ist dahin. Le Grand K konnte auch ein Laie verstehen: Es ist ja nur ein Metallgewicht aus einer stabilen Legierung. Doch schon die Planck-Konstante ist mit dem Alltagsverstand nicht zu erfassen. Sie ist ein Phänomen in der Quantenmechanik, das zeigt, wie Masse mit der elektromagnetischen Energie in Beziehung steht. Es die Zahl, die die Frequenz einer Lichtwelle mit der Energie eines Photons in der Welle in Beziehung setzt.
Neben der Genauigkeit gibt es weitere Vorteile. Anders als bisher muss niemand mehr in einen Tresor herabsteigen, um eine Kopie des zentralen Gewichts herzustellen. Da die neuen Gewichte auf physikalischen Konstanten beruhen, können sie an jedem Ort hergestellt und kalibriert werden. Dazu benötigt man eine spezielle Waage, die Kibble-Waage, sie wiegt eine Masse gegen eine Menge an elektromagnetischer Kraft. „Die Waage funktioniert, indem sie einen Strom durch eine Spule in einem starken Magnetfeld leitet, und das erzeugt eine Kraft, und man kann diese Kraft nutzen, um das Gewicht einer Masse auszugleichen“, erläutert Ian Robinson das Prinzip, er arbeitete nach 1976 mit Bryan Kibble an den ersten Waagen dieser Art.
Durch die ewige Planck-Konstante wird auch das Kilogramm konstant. Im Gegensatz zu Le Grand K werden es in 129 Jahren keine 50 Mikrogramm mehr oder weniger sein. Mit der neuen Formel wird das Kilogramm immer ein Kilogramm wiegen. Bis in alle Ewigkeit.
Wie wird sie aussehen, was steckt drin und wann wird sie wohl erhältlich sein? Seit Monaten rätseln Fans über die die kommende Playstation 5. Nun will ein Reddit-Nutzer sensible Details zur nächsten Spielekonsole von Sony publik gemacht haben. Und dass er damit richtig liegen könnte, ist nicht unwahrscheinlich.
Der User mit dem Namen „Ruthenic Cookie 4“ behauptet jedenfalls, diese Informationen zu haben. Wer hinter dem Usernamen steckt, ist nicht bekannt. Allerdings „kennen“ ihn viele User von vorherigen Leaks, denn er hat schon einmal etwas anderes im Sony-Kontext korrekt vorhergesagt. Nämlich, dass das Unternehmen nicht auf der 2019 stattfindenden Gaming-Messe E3 vertreten sein wird, zum ersten Mal seit 24 Jahren. Einen Tag später machte der japanische Konzern genau diese Ankündigung publik. Auch das sagte er voraus.
Das ist auch der Grund, warum ihm jetzt Vertrauen geschenkt wird. Dass „Ruthenic Cookie 4“ tatsächlich Zugang zu diesen Daten haben könnte, ist zumindest nicht abwegig. Denn viele Spieleentwickler haben jetzt schon sogenannte „Dev-Kits“, also Entwickerkonsolen. Das sind Geräte, die die Entwickler vorab bekommen, um ihre Spiele für die neue Konsolengeneration vorzubereiten. Das ist nur möglich, sofern die Playstation 5 schon in einem weit voran geschrittenem Entwicklungsstadium ist. Daher könnte man, wenn man wollte, wohl weitgehend sichere Details nennen.
Startdatum: Nach seinen Informationen wolle Sony die Playstation 5, genau wie bereits den Vorgänger, in zwei Schritten vorstellen. Mit einem Event Anfang und einem am Ende des Jahres 2019. Marktstart ist laut „Ruthenic Cookie 4“ dann im ersten oder im dritten Quartal 2020.
Hardware: Die Playstation 5 soll in Sachen Hardware ein „Monster“ sein, heißt es. Sony dürfte darauf auch sein Augenmerk gelegt haben. Denn ob sich die Spieler eine Xbox oder eine Playstation kaufen, entscheidet sich – neben der Anzahl verfügbarer Titel für die jeweilige Konsole – oft daran. Nach Informationen des Enthüllers auf Reddit sei der Plan von Sony, Spiele mit nativer 4K-Auflösung und 60 Bildern pro Sekunde darstellen zu können.
Der Prozessor soll dem Leak zufolge acht Kerne haben und von der AMD-Ryzen-Serie stammen. Der könnte am Ende dann eigens für die Playstation 5 modifiziert sein, das machen Konsolenhersteller gerne. Informationen über die Taktung oder dem Grafikspeicher gab es in dem Leak nicht.
Auch plane Sony demnach die Anbindung für das nächste „Virtual Reality“-System, der Playstation VR 2, von Beginn an in der Playstation 5 zu integrieren. Außerdem soll eine Kamera in der Konsole verbaut sein und in den neuen Dualshock-5-Controllern soll eine weitere integriert sein. An neuen Playstation-Move-Controllern für „Virtual Reality“-Anwendungen wird laut dem Reddit-Leak ebenso gearbeitet wie an digitale Handschuhe zur VR-Bedienung. Ob das am Ende alles so auf den Markt kommt, wird sich erst dann herausstellen, denn an solchen Extra-Features wird am Ende von Herstellerseite gerne gespart, wenn es zu kostenintensiv wird.
Preisgestaltung: Auch den Kaufpreis für die Playstation 5 will der Reddit-Nutzer bereits kennen. Der soll mit 500 Dollar rund 100 Dollar höher liegen als beim Vorgänger. Das ist eventuell auch ein Hinweis dafür, dass Sony die Playstation 5 als Topmodell bewerben wird und die Playstation 4 weiter bedient. Schließlich ist die Playstation 4 bis Ende diesen Jahres fast 100 Millionen mal verkauft worden.
Spiele: Sony hat bereits bestätigt, dass die „Abwärtskompatibilät“ bei neuer Hardware eine besondere Rolle spielen würde. Damit sind vor allem Spiele gemeint, die dann auf der neuen und der alten Konsole beiderseits laufen würden. Aus diesem Grund ist auch zu erwarten, dass Sony bereits angekündigte Spiele wie „The Last of Us 2“ für den Start der Playstation 5 einplant. Ob dann letztlich alle Spiele für die neue Konsole auch auf der Playstation 4 laufen werden, ist unklar. Durchaus denkbar ist, dass man die Spiele für die Playstation 4 auch auf der neuen Konsole spielen kann.
Das sind die wichtigen Informationen des Reddit-Leaks von „Ruthenic Cookie 4“. Ob das letztendlich so kommen wird, ist natürlich fraglich. Solche Leaks sind mit Vorsicht zu genießen. Auf der anderen Seite: Der Nutzer hat schon vormals richtig gelegen. Wie dem auch sei, bis zur Markteinführung dauert es noch auch demnach noch lange. Bis dahin hat Sony Zeit, geplante Features einzusparen und andere einzuführen. Die grundlegenden Rahmendaten werden sich aber wohl nicht mehr ändern. Der Konsolenspieler darf gespannt sein.
Quelle: „Der Standard“, „Reddit„
Bei der Lizenzvergabe für den zukünftigen schnellen Mobilfunk-Standard 5G zeichnen sich härtere Anforderungen an Netzbetreiber ab. Die Vorgaben gehen aber nicht so weit, wie aus der Politik gefordert.
Die Bundesnetzagentur erntete für ihren Entwurf der Vergaberegeln zur Auktion im Frühjahr 2019 Kritik von beiden Seiten – aber auch Lob von Experten. Unklar blieb zunächst, ob die großen Netzbetreiber wie angedroht gegen die Versorgungsauflagen vor Gericht ziehen.
Die Regeln sollen dafür sorgen, dass bis Ende 2024 an allen Bundes- und Landstraßen sowie an Zugstrecken, Häfen und den wichtigsten Wasserstraßen schnelles mobiles Internet verfügbar ist. Allerdings soll es kurzfristig keinen flächendeckenden Ausbau eines 5G-Netzes geben. Bis Ende 2022 sollen immerhin die Autobahnen, wichtige Bundesstraßen und vielbefahrene Zugstrecken versorgt sein. Einigen Politikern gehen die Auflagen nicht weit genug, während die Branche die Vorgaben für zu streng hält. 5G gilt als Schlüsseltechnologie für die Zukunft dank superschneller Internet-Anbindung und kurzer Reaktionszeiten.
Die Behörde verschickte das Papier am Freitag an Mitglieder des Beirats der Behörde, der mit Politikern besetzt ist und am 26. November über das Regelwerk beraten soll. Der Vorsitzende des Beirates der Bundesnetzagentur, der CDU-Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer, forderte, den Prozess «zügig in Gang» zu setzen. «Der nun vorgelegte Plan ist hierbei ein Schritt in die richtige Richtung, doch weitere müssen folgen.» So müssten die weißen Flecken beseitigt werden.
Bei den Vorgaben für die Verkehrsstrecken sagt die Bundesnetzagentur nicht explizit, dass hierbei die 5G-Technologie verwendet werden muss. Vielmehr nennt sie Mindest-Übertragungsraten. Auf Autobahnen, Bundesstraßen und ICE-Strecken sind dies 100 MBit pro Sekunde, auf kleineren Straßen und weniger genutzten Zugstrecken 50 MBit pro Sekunde. Damit könnten die Netzbetreiber mitunter auch auf 4G-Technologie zurückgreifen, um die Bedingungen zu erfüllen.
Die Bundesnetzagentur schreibt auch das sogenannte «National Roaming» nicht verpflichtend vor, bei dem Netzbetreiber Wettbewerber ohne eigene Infrastruktur auf ihre Antennen lassen müssten. Gegen solche Forderungen aus der Politik waren die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica/O2 Sturm gelaufen, damit sie nicht einen neuen Konkurrenten den Weg ebnen müssen. Konkurrent United Internet mit Marken wie 1&1 hatte das «National Roaming» gefordert, um als Netzbetreiber in den Markt zu kommen.
Das Papier sieht allerdings ein «Verhandlungsgebot» vor – die Netzbetreiber sollen also mit Konkurrenten über Kooperationen verhandeln. Tun sie es nicht oder nicht ausreichend, könnte die Bundesnetzagentur als Schiedsrichter eingreifen und Zwangs- und Bußgelder verhängen.
«Wir hätten uns in den Vergabebedingungen ein stärkeres Bekenntnis zu mehr Wettbewerb gewünscht», kritisierte United-Internet-Chef Ralph Dommermuth. Der Einstieg neuer Anbieter werde so erschwert. Mit dem jetzt vorgelegten Entwurf komme man aber dem Ziel, Deutschland flächendeckend mit Mobilfunk zu versorgen, ein Stück näher. «An dem Punkt sehen wir einen deutlichen Fortschritt.» Für den Anspruch, 5G-Leitmarkt zu werden und die Technologieführerschaft zu übernehmen, reicht es aber noch nicht.»
Umstritten bleibt auch die Frage, ob 5G von Anfang an flächendeckend in Deutschland eingeführt werden soll: Bei den Versorgungsvorgaben bezieht sich die Bundesnetzagentur ausdrücklich nicht auf die Fläche – das heißt, dass in abgelegenen Gebieten weiterhin Funklöcher sein können. Da der Ausbau entlang des Straßen- und Streckennetzes aber forciert wird, könnten andere Funklöcher künftig wegfallen. Zuvor hatten sich Politiker immer wieder für eine komplette 5G-Versorgung in der Fläche ausgesprochen, die Netzbetreiber halten das jedoch wirtschaftlich nicht für praktikabel – und auch nicht für nötig.
Der Branchenverband Bitkom, der unter anderem die Interessen der Deutschen Telekom, von Vodafone und Telefónica vertritt, kritisierte die Auflagen als «in vielen Punkten überzogen». Sie gefährdeten das gesamte Vergabeverfahren, warnte Bitkom-Präsident Achim Berg. «Die Politik hätte sich besser gemeinsam mit den Netzbetreibern auf einen gangbaren Weg zur Flächenversorgung verständigt.» Stattdessen habe die Politik die Bundesnetzagentur «in eine klagegefährdete Vergabe» gedrängt. Es liege nun an den Netzbetreibern, ob sie sich für den Klageweg entscheiden würden.
Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas sagte, die neuen Vergaberegeln zeigten auf den ersten Blick «Licht und Schatten». «Sie stellen die Lizenznehmer und investierenden Netzbetreiber fraglos vor operative und finanzielle Herausforderungen.» Investitionsfördernde Verbesserungen im Text gingen aber nicht weit genug.
Bundestagsabgeordnete der CDU waren enttäuscht über die Regeln – im Gegensatz zu den Netzbetreibern waren ihnen die Auflagen nicht streng genug. Auch der ländliche Raum solle mit 5G versorgt werden, betonte Astrid Grotelüschen. «Ansonsten werden neue auf 5G basierende digitale Geschäftsmodelle hier nicht entstehen.» Es drohe eine «schwerwiegende Benachteiligung des ländlichen Raums».
Der CDU-Abgeordnete Ulrich Lange sagte, die Netzagentur habe im Vergleich zum vorigen Entwurf zwar einen ambitionierteren Vorschlag vorgelegt. Dennoch drohe ein «Mobilfunkflickenteppich».
Unzufrieden waren auch andere Teile der Wirtschaft: Der Deutsche Bauernverband, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, der Deutsche Landkreistag und der Zentralverband des Deutschen Handwerks forderten einen «wirklich flächendeckenden Ausbau» des 5G-Netzes.
Einige unabhängige Experten bescheinigten der Behörde gute Arbeit. «Die Bundesnetzagentur hat sich ganz gut aus der Affäre gezogen», sagte Torsten Gerpott von der Universität Duisburg-Essen. «Auf der einen Seite hat sie dem Drängen der Politik Rechnung getragen, auf der anderen Seite hat sie die Auflagen nicht so verschärft, dass es für die drei etablierten Netzbetreiber unattraktiv würde, sich an der Auktion zu beteiligen.»