Wutausbruch: "Bist du geistig behindert? Ich feuere dich!" Nintendo-Manager rastet bei Livestream aus

Eigentlich sollte alles ganz entspannt laufen. Auf dem offiziellen VKontakte-Kanal des russischen Nintendo-Ablegers war ein klassischer Gaming-Livestream geplant, zwei Moderatoren sollten mit jeweils zwei anderen Spielern „Mario Kart“ auf der Switch gegeneinander zocken und dabei ein bisschen quatschen. Wie man das eben heute so in sozialen Medien eben macht. Anlass war der „Level Up Day“. Doch mit einem hatten die Streamer wohl nicht gerechnet: mit ihrem Chef, Nintendo-Russland-CEO Yasha Haddaji.

Schon nach wenigen Minuten stört erstmals seine Sekretärin. Obwohl die Moderatoren ihr mehrfach mitzuteilen versuchen, dass sie bereits live senden, redet sie immer wieder herein. Dann stürmt Haddaji  ins Bild und fängt an, herumzumosern, warum der Stream nicht läuft. Sein Problem: Er hat keine Push-Nachricht von VKontakte bekommen – weil das Social Network nicht jedem einzelnen Follower eine sendet. Folglich nimmt er an, dass es Probleme beim Stream geben muss. Hinweise, dass alles bereits live läuft, kommen durch seine Pöbeleien nicht durch. Die Moderatoren werden wegen ihres sich ärgernden Chefs sichtlich immer nervöser. Einer versucht noch, ihn zu schützen, indem er den anderen bittet, das Mikro zuzuhalten – und auf ein „Mario Kart“-Spiel umschalten.Nintendo Ausraster

Ausraster vor Publikum

Doch der Spielesound und die Kommentare reichen nicht, um den Ausraster im Hintergrund zu übertönen. „Bist du geistig behindert?“ fährt der Chef einen der Mitarbeiter da an. „Ich werde dich feuern! Ich bin dich leid.“ In diesem Ton geht es weiter, während die Moderatoren verzweifelt lauter sprechen. Neben Beleidigungen und Kündigungsdrohungen geht es plötzlich darum, wer für das Event noch Geld zu bekommen hat. Auch als die Kamera wieder auf die Moderatoren wechselt, geht die Tirade im Hintergrund weiter.Neue Switch 22.35h

Während die Streamer sich mit bedrückten Gesichtern das Geschehen anhören, entdeckt der Chef plötzlich, was los ist. „Läuft der beschissene Stream etwa schon?“ entfährt es ihm entgeistert. „Kann einem das verdammt noch mal einer sagen?“ Dann stürmt er aus dem Bild. Als sich die extrem verkrampften Gesichter der Moderatoren gerade wieder etwas entspannen, kommt das große Finale: Ein letztes Mal jagt der Chef noch ins Bild. „Hört sofort auf zu streamen, stellt es ab.“ Und die Aktion ist gelaufen.

Fans wollen den Chef absägen

Das Video wurde danach gelöscht, eine Gruppe Fans hatte es aber gesichert und nun wieder auf Youtube hochgeladen. Sie wollen so die Aufmerksamkeit von Nintendo Europa erlangen, um den ungeliebten Haddaji endlich loszuwerden. Der war schon vorher verhasst. Bei Reddit berichteten Mitarbeiter, dass er regelmäßig Angestellte anbrüllt, lästert und das Aussehen der weiblichen Kolleginnen kommentiert. Die Angestellten sollen regelrecht Angst vor ihm haben.

Bei den Fans machte er sich mit ebenfalls immer wieder unbeliebt. Immer wieder machte er vollmundige Versprechen, die dann doch nicht gehalten wurden, traf Entscheidungen, die bei den Fans alles andere als gut ankamen. Etwa, viele Spiele nicht auf russisch übersetzen zu lassen. Zuletzt sorgte er dafür, dass eine Edition des neuen Pokémon Let’s Go in Russland fast gar nicht zu bekommen war. Wie bei vielen Pokémon-Spielen gab es zwei Editionen, eine mit Pikachu und eine mit dem weniger bekannten Evoli. Letztere war nun gerade unmöglich zu bekommen – weil Haddaji entschieden hatte, dass die Russen nur Pikachu kennen.Nintendo Labo setzt auf Karton und Kreativität

"Wir verurteilen diesen Hass" : Wie Nazis eine neue Whatsapp-Funktion missbrauchen

Im Oktober hat Whatsapp eine neue Sticker-Funktion eingeführt. Sie sollte das Verschicken von Nachrichten mit Hilfe von bunten Bildchen eigentlich noch schöner machen. Doch wie das Jüdische Forum auf Twitter offenbarte, haben rechtsextreme Gruppen die Funktion bereits nach wenigen Wochen zweckentfremdet: Statt niedlicher Faultierbilder teilen sie Bilder von Hakenkreuzen, SS-Runen und Porträts von Adolf Hitler.

Wie ist das möglich? Bei Whatsapp kann man nicht nur auf Bilder der Facebook-Tochter zurückgreifen, sondern auch eigene Sticker hochladen und anschließend verbreiten. Genau davon machen die rechtsextremen Gruppen Gebrauch. „Wie kann das verhindert werden?“, fragte das Jüdische Forum via Twitter den Anbieter.

Das sagt Whatsapp zu dem Nazi-VorfallAfD-Abgeordneter verschickt Hitlerbildchen 9.45

Whatsapp ist über den Vorfall mehr als verärgert. Ein Sprecher des Nachrichtendienstes erklärte der „Bild“-Zeitung: „Diese antisemitischen Sticker sind unakzeptabel und wir wollen sie nicht in WhatsApp. Wir verurteilen diesen Hass mit Nachdruck.“ Weiterhin fordert das Unternehmen: „Sollten Nutzer Sticker mit illegalem Inhalt bekommen, bitten wir sie, dies zu melden. Wir werden dann entsprechend gegen den Versand vorgehen. Das geht bis zu Sperrung von Konten, von denen sie verschickt werden.“

Es ist nicht das erste Mal, dass solch ein Fall für Aufregung sorgt. Schon 2016 teilten Nutzer rechtsradikale Inhalte via Whatsapp. Dies sei allerdings nicht strafbar gewesen, weil die Bilder in privaten Chats und nicht in Gruppen geteilt wurden.

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Quellen:Bild.de

Sehen Sie im Video: „Whatsapp-Verbot für Jugendliche? Das geht wirklich in den geheimen Gruppen-Chats ab“

Gruppenchat der 5B 19.05

Staatsmedien: Unter den Augen Kim Jong Uns: Nordkorea testet erfolgreich neue "taktische Waffe"

Zum ersten Mal seit dem Gipfeltreffen mit Donald Trump war Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei einem Waffentest dabei. Es soll sich um eine „taktische Waffe“ handeln. In Südkorea wollte man die Nachricht zunächst nicht kommentieren.