
Diese Apps sollen beim Einschlafen helfen, den Schlaf analysieren und im perfekten Moment wecken – versprechen aber häufig zu viel.
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News aus der digitalen Welt

Diese Apps sollen beim Einschlafen helfen, den Schlaf analysieren und im perfekten Moment wecken – versprechen aber häufig zu viel.
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Diese Erfindung konnte wirklich nur im technikverrückten Silicon Valley gemacht werden: Hier brutzelt ein Roboter Ihre Burger!
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Amazons Fire-TV-Serie bringt die Streaming-Welt auf den Fernseher. Der Fire-TV-Stick ist der günstigste Einstieg. Lohnt der Kauf?
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (64) hat sich zu einer neuen Besteuerung von Digitalkonzernen bekannt.
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Eine Studie des Internet-Sicherheits-Dienstleisters McAfee ergab, dass sich jeder zweite Kunde in Gefahr begibt.
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Das große Buhlen hat ein Ende: Der weltgrößte Online-Händler Amazon ist bei seiner Suche nach weiteren Zentralen in den USA fündig geworden. Die Wahl sei auf Long Island City im New Yorker Stadtbezirk Queens und auf Arlington im US-Bundesstaat Virginia gefallen.
«Wir freuen uns, unsere neuen Hauptquartiere in New York City und im Norden Virginias zu bauen», verkündete Vorstandschef Jeff Bezos. Zudem kündigte Amazon ein großes Logistikzentrum in Nashville an, das 5000 Arbeitsplätze schaffe.
Amazons Standortsuche war nicht unumstritten. Das Unternehmen verspricht zwar viele Stellen und hohe Investitionen – im Gegenzug erhält es aber massive Anreize wie etwa Steuernachlässe. Amazon will an den neuen Standorten jeweils 2,5 Milliarden Dollar investieren und 25.000 Jobs schaffen. In New York stellt sich Amazon zugleich auf Subventionen von über 1,5 Milliarden Dollar ein, vor allem durch Steuervergünstigungen – in Arlington sind es nach Rechnung des Konzerns 573 Millionen Dollar.
Mit der offiziellen Bestätigung der neuen Zentralen endet der seit mehr als einem Jahr andauernde Rummel um das Großprojekt, bei dem sich etliche Städte, Bundesstaaten und Landkreise Nordamerikas mit teilweise skurrilen Bewerbungen um die Gunst von Amazon-Chef Bezos bemüht hatten. Doch es gibt auch Kritik, da letztlich nicht einer, sondern zwei Kandidaten den Zuschlag erhielten.
Amazon hatte im September 2017 angekündigt, neben seinem ersten Firmensitz in Seattle im US-Bundesstaat Washington ein weiteres Hauptquartier eröffnen zu wollen. In der vergangenen Woche dann die Überraschung: US-Medien berichteten, dass entgegen der ursprünglichen Ankündigung statt einer zwei zusätzliche Zentralen entstehen. Arbeitsplätze und Büroflächen würden geteilt.
Als Grund gilt vor allem das Problem, genug geeignetes Tech-Personal zu finden. Hinzu kommen Bedenken, dass die geplante Expansion, die mit starkem Zuzug von Arbeitskräften verbunden sein dürfte, einen einzelnen Standort und dessen Infrastruktur überfordern könnte.
Amazon hatte die Suche öffentlichkeitswirksam betrieben und damit für viel Aufsehen gesorgt. Der US-Konzern, der zuletzt rund 613.300 Angestellte beschäftigte, erhielt 238 Bewerbungen. Einige Kandidaten legten sich besonders ins Zeug – aus Tucson in Arizona bekam Jeff Bezos einen riesigen Kaktus, New York ließ das Empire State Building in «Amazon Orange» strahlen und Atlantas Vorort Stonecrest wollte sogar einen Teil der Stadt in «City of Amazon» umbenennen.
Im Januar stellte Bezos‘ Konzern dann die 20 aussichtsreichsten Kandidaten vor, darunter waren etwa die Großstädte New York City, Chicago, Los Angeles und Toronto. Dass den Zuschlag letztlich Long Island City und Arlington erhalten würden, war bereits vor einigen Tagen in US-Medien durchgesickert.
Während der New Yorker Stadtteil Amazon Zugang zu den vielen Tech-Profis in der Ostküstenmetropole verschafft, gilt Arlington wegen seiner Nähe zum Sitz der US-Regierung in Washington DC als attraktiv für den Konzern. Bezos ist privat Eigentümer der traditionsreichen «Washington Post» – und die Berichterstattung der Zeitung handelte ihm immer wieder Attacken von US-Präsident Donald Trump ein, der auch gleich gegen Amazon wetterte.
Während sich Politiker bei solchen Standort-Entscheidungen gerne als Jobbeschaffer feiern, sehen Experten die Praxis skeptischer. Denn häufig werden Investitionen und Arbeitsplätze durch Steuergelder teuer erkauft, zudem erfüllen sich die Versprechen nicht immer.
Vorbehalte gibt es auch hinsichtlich der Stadtveränderungen, die oftmals mit der Ankunft großer Konzerne einhergehen. So kann der Zuzug hochbezahlter Tech-Arbeitskräfte die Mieten und Lebenshaltungskosten für die restliche Bevölkerung kräftig in die Höhe treiben. Dieses Phänomen ist zum Beispiel in der kalifornischen Bay Area mit der Metropole San Francisco nahe der IT-Hochburg Silicon Valley zu beobachten, aber auch an Amazons bisher einzigem Hauptsitz in Seattle und in etlichen anderen Regionen – nicht nur in den USA.
Die vielen Bewerbungen gewährten Amazon zudem Einblicke in die Standortbedingungen zahlreicher Städte Nordamerikas. Dabei handelt es sich mitunter um wertvolle Daten, die Amazon möglicherweise gut für sich zu nutzen weiß. In den USA wurde deshalb bereits spekuliert, dass Bezos mehr versprochen hat, als er zu liefern bereit war, um an diskrete Details zu kommen, die beispielsweise beim weiteren Ausbau von Amazons Lieferinfrastruktur zu gebrauchen sein könnten.
Klein, smart und günstig: Der FireTV Stick machte auch ältere Fernseher mit wenig Aufwand und Kosten zum Smart-TV. Kein Wunder, dass sich das Amazon-Gerät hervorragend verkaufte. Das neue Modell mit 4K steht dagegen vor einem Dilemma: 4K-Fernseher sind in der Regel schon selber smart. Wir haben den Stick getestet und erklären, warum er sich trotzdem oft lohnt.
Die – eigentlich – wichtigste Änderung steht schon im Namen: Als erster FireTV Stick kann das neue Modell auch 4K-Inhalte darstellen. Das konnte vorher nur das FireTV 4K (ohne Stick), das nun durch den 4K-Stick beerbt wird. Der Standard-Stick bleibt als günstige Alternative im Programm.Amazon Event Seattle 13-00
Als 4K-Gerät alleine hat der Stick schon eine Menge drauf. Mit Dolby Vision, HDR10+ und dem Surround-Ton via Dolby Atmos unterstützt er alle aktuellen Standards. Entsprechend gut sieht das Bild auf einem 4K-Fernseher aus. Ob von Amazon Prime Video oder Netflix: Alles kommt knackscharf und flüssig auf den Fernseher. Das HDR-Bild überzeugt mit starken Farben und Kontrasten.
Der FireTV Stick 4K im Überblick:
Als echter Star erweist sich aber schnell die neue Fernbedienung. Die hat neben den bekannten Tasten nun drei neue bekommen. Mit denen kann man die Lautstärke regeln und stummschalten. Und: Sie kann auch den Fernseher einschalten, dann öffnet sich gleich Amazons Benutzer-Oberfläche. Der FireTV Stick ersetzt dann quasi das System des Fernsehers. Wer die Glotze nicht für Live-TV sondern nur noch zum Streaming nutzt, kann die alte Fernbedienung nahezu komplett ersetzen. Apple TV tvOS12
Amazon kann sich damit die größte Achillesferse moderner Fernseher zunutze machen: das Betriebssystem. Die meisten Geräte sind zwar heute smart und unterstützen Apps wie Netflix oder die Mediatheken, bräuchten also gar keine Zusatzhardware in Form einer Streaming-Box. Ruckler und Ladezeiten sind auf vielen Modellen aber normal, so flüssig wie bei einer dezidierten Streaming-Box wie FireTV und auch dem AppleTV ist die Benutzung nur in Ausnahmefällen. Eine Box zu kaufen, dann aber mit zwei Fernbedienungen herumwerken zu müssen, ist aber auch nicht unbedingt angenehmer. Dass die des neuen FireTV Stick nun beides beherrscht, löst dieses Dilemma. Zumindest, wenn man nur wenig klassisches Fernsehen schaut.
Und es erweitert den Fernseher um Sprachsteuerung: Wie bei allen Amazon-Geräten, ist natürlich auch Assistentin Alexa an Bord, hilft bei der Suche nach Inhalten und zeigt das Wetter. Steht ein Echo im Raum, lässt sich der FireTV Stick auch damit koppeln und kann dann sogar auf Zuruf den Fernseher anschalten. Auf Fernsehern mit Alexa-App – etwa von Sony oder Philipps – lassen sich noch weitere Features des Gerätes per Stimme steuern.
Wer Alexa suspekt findet, kann auch darauf verzichten: Anders als bei den immer mithörenden Echos launcht die Fernbedienung des FireTV nur dann, wenn man den entsprechenden Button gedrückt hält.
Der neue FireTV Stick 4K verbindet Unterstützung aller modernen Bild- und Tonstandards mit der gewohnt guten und flüssigen Bedienung des FireTVs. Ist man mit dem Betriebssystem seines Fernsehers zufrieden, wird man für den Stick aber wenig Verwendung finden. Wer aber von einem schlecht bedienbaren und ruckligen Smart-TV-System genervt ist und vor allem streamt, findet hier eine starke Ergänzung zum kleinen Preis.
Der FireTV Stick 4K ist ab dem 14. November bei Amazon zu bekommen, die Vorbestellungen laufen bereits. Der Preis liegt bei 60 Euro. Will man nur die neue Fernbedienung, kann man sie für 30 Euro separat erwerben.
Das Online-Portal Yelp soll wegen zu schlechter Bewertungen Schadenersatz an drei Fitness-Studios aus dem Münchner Umland zahlen. Das Oberlandesgericht (OLG) München entschied zugunsten der Betreiberin.
Sie soll nun knapp 800 Euro pro Studio bekommen – plus Zinsen. Außerdem soll Yelp die Prozesskosten übernehmen und künftig in Deutschland alle Bewertungen in die Gesamtwertung einschließen – nicht nur diejenigen, die als «empfohlen» deklariert werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil eine Revision zugelassen wurde.
Die Betreiberin der Fitness-Studios, die ehemalige Weltmeisterin im Bodybuilding Renate Holland, hatte auf Unterlassung geklagt. Der Grund: Weil bei Yelp nur Wertungen eingingen, die von einer Empfehlungssoftware nach verschiedenen Kriterien ausgewählt und mit dem Prädikat «empfohlen» versehen wurden, fiel die Gesamtbewertung schlechter aus. Die Fitness-Studios waren dadurch insgesamt mit zwei oder drei von fünf möglichen Sternen bewertet.
«Die schaden kleinen Unternehmen», sagte Holland. «Wer geht denn da noch hin, wenn man schlechte Bewertungen hat?» Die 66-Jährige sieht sich als Vorkämpferin. «Das lasse ich nicht auf mir sitzen», sagte sie. «Dass wir gewonnen haben, freut mich gerade für diese kleinen Firmen. Das ist wie David gegen Goliath.»
Auf Yelp haben Nutzer die Möglichkeit, Geschäfte aller Art zu bewerten – von einem Stern («Boah, das geht ja mal gar nicht») bis zu fünf Sternen («Wow! Besser geht’s nicht»). Welche Bewertungen dem Besucher der Website angezeigt werden und wie hoch die Gesamtbewertung ausfälle, hängt im Wesentlichen davon ab, welche Bewertungen als «empfohlen» angezeigt werden. Die Empfehlungen werden von einer Software nach verschiedenen Kriterien erstellt.
Dabei wird unter anderem berücksichtigt, wie viele Bewertungen ein Nutzer bisher abgegeben hat: Wer er neu oder wenig aktiv ist, landen seine Beiträge oft unter den «nicht empfohlenen». Einen heftigen Streit um das Thema gab es bereits vor einigen Jahren, weil die Yelp-Software nach der Übernahme des deutschen Konkurrenten Qype viele der neu dazugekommenen Bewertungen verwarf. Damals hielt das Vorgehen von Yelp aber gegen Klagen stand.
Netflix will in einigen Ländern eine günstigere Version seines Videostreaming-Dienstes anbieten, um mehr Kunden anzulocken.
Das sagte Gründer und Chef Reed Hastings dem Finanzdienst Bloomberg, ohne jedoch weitere Details zu nennen. Allein schon die Idee ist allerdings eine Strategiewende für Netflix: Bisher setzte die US-Firma eher auf Preiserhöhungen sowie teurere Versionen ihres Angebots mit höherer Qualität.
Es gehe nicht darum, den Preis für das aktuell günstigste Paket zu senken, sondern um eine kostengünstigere Version mit einem reduzierten Angebot, schrieb Bloomberg. Damit dürfte Netflix eher Märkte mit niedrigeren Pro-Kopf-Einkommen im Visier haben.
Netflix hatte zum Ende des vergangenen Quartals 130,4 Millionen zahlende Kunden und fast 7 Millionen Nutzer, die noch in der Probezeit waren. Mit knapp 7 Millionen Neuzugängen war der Anbieter in dem Vierteljahr wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt, nachdem die Nutzerzahlen im Quartal davor die Analysten enttäuscht hatten.
Netflix steckt jedes Jahr Hunderte Millionen Dollar in exklusive Inhalte und konkurriert unter anderem mit dem Anbieter Amazon, bei dem das Videoangebot im Preis der Prime-Mitgliedschaft gleich enthalten ist.
Die USA bauen ihre Vorherrschaft im Wettstreit um die schnellsten Supercomputer der Welt weiter aus. Doch auch Deutschland hat sich wieder einen Platz unter den Top Ten der schnellsten Maschinen erobert, wie aus der neuen Liste der «Top 500» hervorgeht.
Die Anlage «SuperMUC-NG» am Leibnitz Rechenzentrum schaffte es mit einer Rechenleistung von 19,8 Petaflops (Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde) auf den achten Platz. Damit übertrifft der Lenovo-Rechner den vormaligen Spitzenreiter aus Deutschland, das modulare System «Juwels» am Jülicher Supercomputing Centre (6,2 Petaflops), deutlich. «Juwels» kommt nun auf Platz 26.
Inzwischen belegen fünf Anlagen aus den USA Plätze unter den ersten zehn schnellsten Maschinen. Der von IBM produzierte Supercomputer «Summit» am Oak Ridge National Laboratory nimmt erneut den Spitzenplatz ein und kann mit einer Performance-Steigerung von 122,3 auf satte 143,5 Petaflops den Abstand zu seinen Verfolgern weiter ausbauen.
Den zweiten Platz hat sich «Sierra» am Lawrence Livermore National Laboratoryin Kalifornien mit 94,6 Petaflops erobert und verdrängt damit den einstigen Spitzenreiter «Sunway TaihuLight» am Supercomputing Center in Wuxi in China (93 Petaflops) knapp auf den dritten Rang. Zuvor hatte China zwei Jahre lang die Liste angeführt, vor einem halben Jahr kehrten die USA mit «Summit» an die Spitze zurück.
Die «Top 500»-Liste wird seit 26 Jahren halbjährlich jeweils zur Supercomputer Conference veröffentlicht, die diesmal in Dallas (Texas) stattfindet. Sie gilt noch immer als wichtige Messlatte in der Branche, obgleich manche Kritiker die Art der Messung nicht mehr für zeitgemäß ansehen.
Die Leistung wird nämlich jeweils nach dem sogenannten Linpack-Benchmark ermittelt, der zum Beispiel die Effizienz einer Anlage nicht erfasst. Bei komplizierten Berechnungen wie Simulationen in der Klimaforschung oder dem maschinellen Lernen geht es aber vermehrt nicht mehr allein um eine schnelle Berechnung, sondern um eine für die verschiedenen Arbeitsschritte optimierte Nutzung der Rechenleistung.