Sicherheit: Experten knacken Photo-TAN-Verfahren beim mobilen Online-Banking

Zwei IT-Sicherheitsexperten haben es nach eigenen Angaben geschafft, das sogenannte Photo-TAN-Verfahren beim Online-Banking via Smartphone zu hacken. „Wenn Banking-App und Photo-TAN-App auf einem Gerät installiert sind, können wir die Transaktionen manipulieren“, sagte Vincent Haupert von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg der „Süddeutschen Zeitung“ vom Dienstag. Auch sei es „überhaupt kein Problem“, die ausgeführte Überweisung vor dem Bankkunden zu verstecken.

Das Photo-TAN-Verfahren wird benutzt, um im Online-Banking einen Auftrag zu bestätigen. Auf Anforderung des Kunden wird eine farbige Grafik erzeugt und zum Beispiel auf dem Computer angezeigt. Der Kunde scannt die Grafik mit seinem Smartphone und bekommt dort noch einmal die Auftragsdetails angezeigt sowie eine Nummer, die eigentliche TAN. Mit dieser gibt er dann den Auftrag frei.

Möglich ist auch, das ganze Verfahren ausschließlich auf dem Smartphone zu verwenden, ohne ein weiteres Gerät. Waren sowohl die App für das Online-Banking als auch die für das Photo-TAN-Verfahren auf einem Handy installiert, konnten Haupert und sein Kollege Tilo Müller angreifen. Voraussetzung war den Angaben zufolge außerdem, dass auf dem Gerät bereits eine mit Viren verseuchte Anwendung installiert war. Dadurch erhielten die Experten vollen Zugriff auf das Smartphone.

Haupert und Müller gelang es dem Bericht zufolge, sich zwischen das Smartphone und den Server der jeweiligen Bank zu schalten. So konnten sie zum einen die vom Kunden abgeschickten Daten manipulieren und damit andere Überweisungsdaten an die Bank übermitteln.

Zum anderen konnten sie die Photo-TAN ebenfalls verändern, so dass diese dem Kunden seine ursprünglich eingegebenen Daten anzeigte. Bei einer späteren Überprüfung des Kontostands wurde dem Kunden ebenfalls vorgegaukelt, es sei alles in Ordnung. Der Angriff gelang dem Bericht zufolge mit den Apps von drei verschiedenen Banken.

Aktie schießt nach oben: Netflix hat jetzt 87 Millionen Nutzer – und wächst unaufhörlich

Mit deutlich gestiegenen Nutzerzahlen hat Netflix seine Anleger begeistert. Der US-Streamingdienst gewann im dritten Quartal 3,57 Millionen neue Abonnenten hinzu und damit fast doppelt so viele wie in den drei Monaten zuvor, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Im nachbörslichen Handel an der Wall Street legte der Aktienkurs von Netflix daraufhin um fast 20 Prozent zu.

Zum Abschluss des dritten Quartals zählte der Streaminganbieter insgesamt knapp 87 Millionen Nutzer. Netflix wertet die deutlich gestiegenen Kundenzahl vor allem als Erfolg der Investitionen in Eigenproduktionen. Für die letzten drei Monate des Jahres rechnet das Unternehmen mit weiteren 5,2 Millionen neuen Abonnenten. Im zweiten Quartal waren lediglich 1,68 Millionen neue Kunden dazugekommen.

Der Umsatz von Netflix stieg im dritten Quartal um 32 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro), wie das Unternehmen weiter mitteilte. Der Gewinn kletterte gar um 75 Prozent auf 52 Millionen Dollar. Die besten Netflix Originale

Razer: Maus-Hersteller kauft legendären Sound-Spezialist THX

Der einst von „Star-Wars“-Schöpfer George Lucas gegründete Sound-Spezialist THX gehört jetzt einer Computerspiele-Firma. Razer aus Kalifornien macht Zubehör wie Tastaturen und Mäuse, aber auch spezielle Software. Man wolle unter anderem von den THX-Technologien bei der Entwicklung künftiger Produkte profitieren, sagte Razer-Chef Min-Liang Tan dem Technologieblog „TechCrunch“ am Montag.

THX als Art Gütesiegel für Tonqualität von Filmen

THX entstand, als George Lucas bei der Arbeit an einem Film der „Star-Wars“-Reihe dafür sorgen wollte, dass der Sound in Kinos so rüberkommt, wie angedacht. Die Firma stellte die Rahmenbedingungen dafür auf und lieferte auch passende Technik. Danach wurde THX zu einer Art Gütesiegel für die Tonqualität von Filmen, inzwischen ließ die Bedeutung nach. Ein Vorbesitzer war der Hardware-Anbieter Creative, zuletzt gehörte die Firma Privatinvestoren, wie Min-Liang Tan sagte.

Mieser Service, lange Wartezeiten: Hotline-Horror bei O2 – schreitet die Bundesnetzagentur ein?

Der Wechsel des Mobilfunkanbieters läuft selten reibungsfrei ab. Mal kann die Nummer nicht wie versprochen mitgenommen werden, dann wird mehr vom Konto abgebucht als vertraglich vereinbart. Und auch bei laufenden Verträgen kommt es immer wieder zu Pannen.

Der einzige Ausweg ist ein Anruf bei der Kunden-Hotline – doch meist geht der Ärger dann erst richtig los. Denn O2 versucht anscheinend alles, um nicht mit seinen Kunden sprechen zu müssen: Auf der Kontakt-Seite ist die Hotline-Rufnummer nicht zu finden (sie lautet übrigens 089/787 979 400), und auch der Chat ist nur mit genauem Hinschauen zu entdecken – Kundenfreundlichkeit sieht definitiv anders aus.

Bundesnetzagentur prüft Schritte

Hat man es doch einmal in die Hotline geschafft, muss man sich erst durch Bandansagen quälen, dann hängt man ewig in der Leitung, und mit etwas Pech wird man lediglich von einem Mitarbeiter zum nächsten verwiesen. Wie das Online-Portal „Golem“ schreibt, betrug die durchschnittliche Wartezeit zuletzt 45 Minuten. Dennoch darf man sich dann glücklich schätzen, denn wie der „Tagesspiegel“ berichtet, war die Hotline zuletzt regelmäßig so überfüllt, dass die Kunden gebeten wurden, zu einem späteren Zeitpunkt anzurufen. Doch egal wann man es probierte, zwischen 13 und 18 Uhr war kein Durchkommen.o2 Vote

Dabei handelt es sich offenbar um keinen Einzelfall: Weil sich die Beschwerden über die O2-Hotline zuletzt bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen häuften, prüft die Bundesnetzagentur, ob und in welcher Form sie einschreiten soll.

Ursache ist Zusammenlegung mit E-Plus

Laut O2 sollen Probleme bei der Integration von E-Plus die Ursache für die längeren Wartezeiten sein. Die bestehen mindestens seit August, wie ein Artikel von „Teltarif“ zeigt. Damals entschuldigte sich der Konzern für „etwaige Unannehmlichkeiten“ und kündigte an, „mit Hochdruck“ die gewohnte Service-Qualität wiederherzustellen. Bislang bleibt es beim Versprechen. Vielmehr scheinen die Zustände immer katastrophaler zu werden, wenn man den Berichten im Internet Glauben schenkt.O2 Ende Drosselung

Neue PCs und Laptops: Warum Sie mit dem Computer-Kauf noch ein paar Wochen warten sollten

Ob Surfen, Chatten oder Online-Banking: Für viele Dinge reicht ein Smartphone oder Tablet. Doch wenn es um komplexe Aufgaben geht, etwa eine aufwendige Bildbearbeitung oder die Steuererklärung mit zahlreichen Anhängen, kommt man um einen PC oder Laptop kaum herum.  Doch wer mit dem Gedanken spielt, sich demnächst einen neuen Computer zuzulegen, sollte besser noch etwas warten. Denn in den nächsten Wochen werden einige namhafte Hersteller neue Geräte vorstellen – darunter Microsoft, Samsung und Apple.

Microsoft und Apple mit neuen Geräten

Los geht’s in der kommenden Woche mit Microsoft. Der Windows-Hersteller hat für den 26. Oktober eine Pressekonferenz angekündigt. Offiziell geht es um Windows 10, doch vermutlich wird auch die eine oder andere neue Hardware zu sehen sein. Ganz hoch im Kurs steht derzeit ein All-in-One-PC, quasi ein iMac mit Windows 10 als Betriebssystem. Technische Details und der Preis sind bislang aber nicht bekannt. Und womöglich hat Microsoft noch ein weiteres Ass im Ärmel, etwa eine weitere Version des Surface oder Surface Books.iPhone 7 benchmark

Knapp zwei Monate nach der Vorstellung des iPhone 7 könnte auch Apple neue Geräte vorstellen. Gerüchten zufolge wird Apple für den 27. Oktober zu einer Keynote einladen, offiziell schweigt der Konzern aber bislang. Der heißeste Kandidat ist ein runderneuertes Macbook Pro mit Retina-Display, dessen Tastatur um eine Touch-Leiste erweitert wird. Außerdem soll das Notebook einen Fingerabdruckscanner zum Entsperren besitzen, wie man ihn bereits vom iPhone und iPad kennt. Weil ein Gerät für eine Keynote etwas wenig ist, könnten auch der iMac und das Macbook Air einen Neuanstrich bekommen. Sollte Apple seinem Rhythmus treu bleiben, dürften die Geräte kurz darauf im November im Laden stehen. PC kauf Vote

Und während Samsungs Mobilsparte wegen des Note-7-Desasters um Schadensbegrenzung bemüht ist, steht die Laptop-Abteilung kurz vor der Einführung eines neuen Geräts: Der Hersteller hat auf seiner südkoreanischen Webseite kurzzeitig versehentlich das Chromebook Pro enthüllt. Der Laptop hat ein um 360 Grad drehbares Display mit einer Bildschirmdiagonale von 12,3 Zoll, die Auflösung liegt bei 2400 x 1600 Pixeln. Ein digitaler Stift für Notizen ist ebenfalls an Bord. Der Prozessor ist zwar nicht der schnellste, der prognostizierte Verkaufspreis liegt aber auch nur bei 499 Dollar.

Alte Laptops werden günstiger

Wer die Neuerungen – etwa die Touch-Leiste im Macbook – gar nicht benötigt, sollte dennoch ein paar Wochen mit dem Kauf warten. Denn mit der Einführung der neuen Geräte wird die Vorgängergeneration meist günstiger, bei einigen Händlern bekommt man echte Schnäppchen.

Die neuen Prozessoren von Intel (Kaby Lake) und AMD (Zen) werden aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verbaut sein – diese dürften frühestens ab 2017 in den ersten Modellen stecken. Wer darauf Wert legt, muss sich noch ein paar Monate gedulden und zum Marktstart wahrscheinlich etwas tiefer ins Portemonnaie greifen.Apple-Fakten 11.44

Armverlängerung fürs Selbstporträt: Was die Deutschen von Selfie-Sticks halten

Sie stehen vor dem Eiffelturm oder dem Berliner Tor, setzen sich in Pose und recken eine teleskopartige Stange mit einem Smartphone in die Luft: Vor allem bei Touristen sind Selfie-Sticks beliebt. Bei den Deutschen hat sich der Trend der Armverlängerung fürs Selbstporträt jedoch noch nicht so richtig etabliert.

Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov nutzen nur acht Prozent mehr als einmal in der Woche einen Selfie-Stick. Jeder Fünfte verwendet die Smartphone-Stange nie. Die Mehrheit der Deutschen findet Selfie-Sticks eher nervig als stylisch, wie die Grafik von Statista zeigt.

Selfie-Trend bleibt

Ob mit oder ohne Stange – der Trend des Selfies hält sich jedoch weiterhin hartnäckig. Vor allem Jugendliche, aber zunehmend auch ältere Menschen, teilen gerne selbst aufgenommene Fotos von sich in den sozialen Netzwerken. Eitelkeit macht also auch vor den Deutschen nicht halt.